Stolperstein für Karas Theresia
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Theresia Karas wurde am 13.5.1928 in Parsch bei Salzburg als jüngstes von vier Kindern des Ehepaars Maria und Josef Karas geboren. Ihr Vater war von Beruf Eisenbahner und die Familie lebte in Salzburg Gnigl. Theresia Karas erkrankte in ihrem dritten Lebensjahr an Kinderlähmung mit dauerhaften Folgen. Trotzdem gelang es ihr mithilfe ihrer beiden älteren Geschwister, die Volkschule in Gnigl bis zur dritten Klasse zu besuchen. Ab September 1939 war Theresia Karas zur Therapie und Erholung im Evangelischen Diakoniewerk Gallneukirchen in der Nähe von Linz untergebracht. In dieser Zeit schrieb sie viele Briefe an ihre Eltern und Geschwister nach Salzburg, in welchen sie über ihren Tagesablauf berichtete und darüber, dass sie neue Freundinnen gefunden hat. Am 13.1.1941 wurde Theresia Karas im Alter von 12 Jahren nach Hartheim deportiert und dort im Rahmen der nationalsozialistischen Geheimaktion „T4”, auch bekannt als „NS-Euthanasie”, ermordet. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der „NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen.
