Stolperstein für Gröbner Katharina
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Katharina Gröbner wurde am 23. April 1892 in Hallwang bei Salzburg geboren und war von Beruf Hilfsarbeiterin. Sie war ledig und hatte drei Kinder namens Kathi, Leopold und Marianne. Gemeinsam lebten sie in Gnigl bei Salzburg. Seit 1937 war sie Pflegling im Schloss Schernberg in Schwarzach im Pongau, 1945 noch Patientin in der Landesheilanstalt Salzburg. Die Pflegeanstalt Schernberg leitete Anna Bertha Königsegg, welche sich gegen die gezielte Ermordung von Kranken und Beeinträchtigen einsetzte. Als Königsegg am 16. April 1941 von der Gestapo verhaftet wurde, fiel der Schutz für ihre Pfleglinge weg. Katharina Gröbner wurde kurz darauf am 21. April 1941 von der Pflegeanstalt Schernberg nach Hartheim deportiert und im Rahmen der nationalsozialistischen Geheimaktion “T4”, auch bekannt als “NS-Euthanasie”, ermordet. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der “NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen. Katharina Gröbners Bruder Simon Gröbner war von 1933 bis 1945 im kommunistischen Widerstand und während des Nationalsozialismus im jugoslawischen Partisanenkampf aktiv. Er starb 1946 in Salzburg.
