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Stolperstein für Daxer Rosemarie

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Salzburg - Griesgasse 8, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinNS-EuthanasieFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Rosemarie Daxer wurde am 1. Februar 1942 in Salzburg geboren. Sie war die Tochter einer ledigen Hausgehilfin, welche das Kind nicht behalten konnte oder wollte. Deshalb wurde Rosemarie Daxer im “Dienstmädchenheim” in der Griesgasse 8 untergebracht und auf Antrag des zu diesem Zeitpunkt eingesetzten Reichsstatthalters des Reichsgaues Salzburg, Gustav Adolf Scheel, in die “Wiener städtische Nervenklinik für Kinder” (Am Spiegelgrund) eingewiesen. Dort wurde sie am 12. Juli 1943 im Pavillon 15/I (Todespavillon) aufgenommen. Die untersuchende Ärztin des Kindes, Marianne Türk, erstellte am 21. August 1943 Meldung an den “Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden” über Rosemarie Daxer. Am selben Tag, den 21. August 1943, starb das Kind. Die offizielle Todesursache lautete “Lungenentzündung”. Mittlerweile haben Recherchen gezeigt, dass der unterernährten Rosemaria Daxer Veronal oder Luminal verabreicht wurde. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der “NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen.

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Stolperstein für Daxer Rosemarie, 2024 (© Sebastian Sillinger)




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