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Das Denkmal "Fehlende Puzzlesteine" vor der BHAK/BHAS in Hollabrunn erinnert an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Hollabrunn. Es wurde im Rahmen eines Schulprojektes entworfen und 2018 aufgestellt.

Adresse: Kirchenplatz 2, 2020 Hollabrunn
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Die Gedenktafel neben der Stiege verweist auf die Benennung der Stiege als "Judenstiege" im Andenken an Adolf, Ernestine und Wilhelm Edelhofer, die aus Ulrichskirchen vertrieben und ermordet wurden.

Adresse: Wienerstraße 3, 2122 Ulrichskirchen
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Das Denkmal erinnert an die zwangsweise ausgesiedelten Personen aus den für die Schaffung des Truppenübungsplatzes geräumten Ortschaften und Siedelungen rund um Döllersheim. Nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich war hier ein rund 200km² großes Truppenübungsgelände für die Deutsche Wehrmacht errichtet worden. Rund 6800 Personen aus 42 Ortschaften und diversen Streusiedlungen mussten dafür zwischen Juni 1938 und Dezember 1941 ihre Häuser verlassen.

Adresse: Seestraße 230, 3804 Allentsteig
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A

Die Ausstellung im alten Schüttkasten in Allentsteig thematisiert die Zwangsaussiedelung der Ortschaften und Siedelungen rund um Döllersheim für die Schaffung des Truppenübungsplatzes. Sie nimmt dabei auch auf die Tatsache Bezug, dass einige Aussiedler als Ersatz für ihr voriges Zuhause Häuser und Höfe erhielten, die zuvor vom NS-Regime als Jüdinnen und Juden verfolgten Personen geraubt worden waren. Nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich war hier ein rund 200km² großes Truppenübungsgelände für die Deutsche Wehrmacht errichtet worden. Rund 6800 Personen aus 42 Ortschaften und diversen Streusiedlungen mussten dafür zwischen Juni 1938 und Dezember 1941 ihre Häuser verlassen.

Adresse: Hamerlingstraße 12, 3804 Allentsteig
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Der alte jüdische Friedhof in St. Pölten wurde 1859 angelegt und bis zur Errichtung des neuen jüdischen Friedhofs 1906 für Bestattungen genutzt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Areal durch die Stadt "arisiert", sämtliche Grabsteine entfernt und 1943 ein Kindergarten errichtet, der bis 1968 bestand. Die 2024 eröffnete Gedenkinstallation mit gläsernen Tafeln entlang der Umfassungsmauer nennt nicht nur hier Bestatteten, sondern verweist auch auf die Beraubung ihrer Grabsteine durch die NS-Verwaltung.

Adresse: Pernerstorferplatz, 3100 St. Pölten
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B

An der Chorbalustrade der Pfarrkirche Niederkreuzstetten befindet sich eine Reihe von Bildern heilig oder selig gesprochener Personen. Auch Marcel Calló, Maria Restituta und Maximilian Kolbe, die sich aus religiöser Überzeugung gegen den Nationalsozialismus einsetzten und vom NS-Regime ermordet wurden, sind dort abgebildet.

Adresse: Kirchenplatz 4, 2124 Niederkreuzstetten
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Die Kaserne des österreichischen Bundesheeres in Großmittel ist nach Alfred Jansa benannt. Dieser fungierte bis zu seiner durch das Berchtesgadener Abkommen erzwungenen Abberufung 1938 als Chef des Generalstabs des österreichischen Bundesheeres. Während seiner vorhergehenden Funktion als Militärattaché im Deutschen Reich hatte er Informationen zur laufenden Aufrüstung der Deutschen Wehrmacht erhalten und rechnete bereits mit einem deutschen Angriff auf Österreich. In seiner Tätigkeit als Generalstabschef plante er daher die militärische Verteidigung für diesen Fall und versuchte auch Unterstützungszusagen aus dem Ausland, allen voran aus Italien, zu bekommen. Im September 1938 wurde aus Österreich ausgewiesen und zum zwangsweisen Aufenthalt (Konfinierung) in Erfurt verpflichtet. 1946 kehrte er nach Österreich zurück.

Adresse: Jansakaserne-Großmittel 31, 2603 Großmittel
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Dr. Kurt Heinrich Lichtenstern wuchs in Wien auf und studierte in Wien und Zürich Wirtschaft. Ab 1932 war er als technischer Direktor der familieneigenen Porzellanfabrik in Wilhelmsburg tätig, die er nach dem Tod seines Vaters Richard 1937 leitete. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Unternehmen "arisiert" und Kurt Lichtenstern flüchtete noch im März 1938 zunächst in die Tschechoslowakische Republik. Seine weitere Flucht führte in über Frankreich, Algier und Brasilien in die USA, die er 1941 erreichte. Dort änderte er seinen Namen zu Conrad Henry Lester und wurde 1943 US-amerikanischer Staatsbürger. 1947 erhielt er die Anteile an seinem Unternehmen zurück, das er ab 1948 wieder leitete. 1955 beendete er sein in den USA begonnenes Germanistikstudium mit dem Doktorat. 1970 erhielt er auch seine vom NS-Regime geraubte österreichische Staatsbürgerschaft zurück. Conrad Lester starb 1996 in Wien.

Adresse: Sportplatz 1, 3150 Wilhelmsburg
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Der Bildstock erinnert an KZ-Häftlinge die hier am 20. März 1945 während eines Bombenangriffes zu Tode kamen. Er wurde 1965 an Stelle eines früheren Gedenkkreuzes aus Holz errichtet.

Adresse: Eichhangstraße, 3300 Amstetten
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An dieser Stelle wurde auf einem Todesmarsch 1945 ein unbekannter KZ-Häftling erschossen. Der Bildstock ersetzt ein früheres Gedenkkreuz, das 1955 durch die Familie Ameisbichler-Kormer zur Erinnerung sowohl an ihren Sohn, der als Soldat der Deutschen Wehrmacht starb, als auch an den hier ermordeten KZ-Häftling errichtet worden war.

Adresse: B122, 3351 Weistrach
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D

Bei einem Luftangriff auf den Truppenübungsplatz "Senninger Lager" der Deutschen Wehrmacht am 31. Jänner 1945 kamen auch 41 Zivilpersonen aus den Orten Oberolberndorf und Ernstbrunn ums Leben, die neben den getöteten Soldaten auf einer Tafel genannt werden. Das 2007 fertiggestellte Denkmal ersetzt ein 2004 an dieser Stelle aufgestelltes Holzkreuz.

Adresse: Senningerstraße 51, 2000 Stockerau
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Kriegerdenkmal für sowjetische Militärangehörige in Form eines fünfzackigen Sterns mit Hammer und Sichel. Davor befindet sich auf einem Stein eine jüngere Infotafel, welche auf die staatliche Verpflichtung Österreichs zur Erhaltung derartiger Denkmäler verweist. Die ursprünglich hier Bestatteten wurden 1957 in die Grabanlage für sowjetische Militärangehörige auf dem städtischen Friedhof Stockerau verlegt.

Adresse: Bahnhofplatz, 2000 Stockerau
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Obelisk mit rotem Stern und ehemaliges Mehrfachgrab für 36 sowjetische Militärangehörige. Die im Mai 1945 hier Bestatteten wurden 1946 exhumiert und in die sowjetische Grabanlage in Mistelbach umgebettet.

Adresse: Kapellenstraße, 2126 Ladendorf
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Obelisk mit rotem Stern als Denkmal für getötete sowjetische Militärangehörige.

Adresse: Laaer Straße 17, 2135 Neudorf im Weinviertel
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Das Denkmal am Platz vor der ehemaligen Synagoge erinnert an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Familien Abeles, Appelfeld, Adler, Blau, Bleier, Bloch, Broda, Bondy, Drill, Eisinger Fischhof, Fischer, Friedländer, Frommer, Garfunkel, Goldreich, Hauser, Jokel, Kohn, Kolb, Loschitz, Maneles, Meisl, Neumann, Österreicher, Philipp, Riftshes, Sonnenschein, Schweinburg, Toch, Weinberger, Wertheim und Zweig aus Laa an der Thaya.

Adresse: Burgplatz, 2136 Laa an der Thaya
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Denkmal für getötete sowjetische Militärangehörige neben dem Friedhofseingang. Die 5 ehemals in einem Mehrfachgrab hier Bestatteten wurden wahrscheinlich auf den sowjetischen Militärfriedhof in Mistelbach umgebettet.

Adresse: Friedhofstraße 12a, 2170 Poysdorf
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Das Denkmal erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Gaweinstal. Es wurde 1961 als Ersatz für das abgetragene sowjetische Kriegerdenkmal im Ortszentrum geschaffen.

Adresse: Kirchenplatz, 2191 Gaweinstal
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Das Denkmal in Form der Schattenrisse mehrerer Figuren erinnert an jene Personen, die in den Jahren 1943-1945 an unterschiedlichen Orten in Schwechat (zu dieser Zeit Teil von Groß-Wien) Zwangsarbeit leisten mussten. Das größte Zwangsarbeitslager befand sich in der Alfred-Horn-Straße, wo unter anderem Zwangsarbeiter*innen aus Griechenland, Polen, Tschechien, Italien und der Sowjetunion interniert waren. Auf dem Gelände des heutigen Flughafens Wien-Schwechat und in den Kellern der Schwechater Brauerei wurden Zwangsarbeiter*innen für die Rüstungsproduktion der Heinkel-Flugzeugwerke und der Flugmotorenwerke Ostmark eingesetzt. Darüber hinaus existierten weitere, kleinere Zwangsarbeitsstätten in Schwechat. Die Gestaltung des 2010 errichteten Denkmals wurde im Rahmen eines Schulprojektes durch Schüler*innen des BG/BRG Schwechat erarbeitet.

Adresse: Alanovaplatz, 2320 Schwechat
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Das Denkmal im Zentrum des Schwechater Waldfriedhofs wurde bereits zur Friedhofseröffnung 1967 errichtet und ist den Opfern der Kriege und des Faschismus gewidmet.

Adresse: Am Waldfriedhof 1, 2320 Schwechat
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Das Denkmal mit Relief und Gedenktafel an der Fassade der Aufbahrungshalle des Friedhofs in Vösendorf erinnert an die getöteten Widerstandskämpfer Josef Hampel, Johann Michaelek, Leopold Stipcak und Franz Vocilka. Hampl und Stipcak waren als Funktionäre der Kommunistischen Partei tätig, Michalek unterstützte die Flucht französischer Kriegsgefangener und Vocilka kämpfte als Teil der Internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg. Sie wurden zwischen 1942 und 1944 festgenommen und verurteilt. Franz Vocilka wurde im KZ Flossenbürg ermordet. Josef Hampl, Johann Michalek und Leopold Stipcak wurden in Wien bzw. Berlin hingerichtet.

Adresse: Friedhofstraße 1, 2331 Vösendorf
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Das Denkmal in Form einer auf einem Gedenkstein montierten, verbogenen Chanukkia erinnert an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Mödling, sowie an die Synagoge, die sich an dieser Stelle befunden hatte. Das nach Plänen des Architekten Ignaz Reiser in einer Mischung aus Neuromanik und Jugendstil errichtete, 1914 eingeweihte Gebäude wurde bereits unmittelbar nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im März 1938 verwüstet und im Zuge der Novemberpogrome angezündet. 1987 wurde die Synagoge schließlich abgerissen, das Grundstück ist rezent überbaut.

Adresse: Enzersdorfer Straße 4, 2340 Mödling
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Die Ordensfrau Maria Restituta (geborene Helene Kafka) war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Die Eröffnung des Denkmals für Maria Restituta im Foyer des Landesklinikums Mödling erfolgte 2024 anlässlich ihres 130. Geburtstages. Es ersetzt eine frühere Gedenktafel, die vor dem Umbau des Landesklinikums montiert war.

Adresse: Sr. M. Restituta-Gasse 12, 2340 Mödling
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Das Denkmal erinnert an die politischen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus Eduard Göth, Franz Rehmann, Johann Rührl und Ferdinand Tschürtz. Eduard Göth war Direktor einer Schule in der Hinterbrühl und engagierte sich als Teil der Revolutionären Sozialisten Österreichs gegen das NS-Regime. Zu seinen Tätigkeiten gehörte die Erarbeitung von Berichten über Rüstungsbetriebe in Wien und Wiener Neustadt. Nach einer Denunziation wurde er am 7. August 1942 verhaftet, am 15. Dezember 1943 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 13. März 1944 in Wien hingerichtet. Franz Rehmann wurde nach dem Vorwurf kommunistischer Betätigung im Herbst 1942 festgenommen und in weiterer Folge in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er wurde dort am 10. März 1943 ermordet. Johann Rührl kämpfte ab 1936 als Teil der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Dort wurde er von den Truppen des faschistischen Diktators Franco festgenommen und an die Gestapo in Karlsruhe ausgeliefert. In weiterer Folge wurde im KZ Dachau interniert, wo er am 22. Mai 1944 während eines Bombenangriffes getötet wurde. Ferdinand Tschürtz lebte in Mödling, wo er als Funktionär der Sozialistischen Studenten, der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, der SDAP und des Republikanischen Schutz­bundes tätig war. Auf Grund seiner politischen Tätigkeit bereits 1935 verhaftet und zu fünf Jahren Kerker verurteilt, kam er im Rahmen einer Amnestie 1938 frei. Bevor es ihm gelang ins Ausland zu flüchten, wurde er von der Gestapo verhaftet und zunächst am 17. Juni 1938 in das KZ Dachau deportiert. Von dort wurde er am 23. September 1938 weiter in das KZ Buchenwald überstellt und am 19. Jänner 1939 ermordet. Am Denkmal sind auch Widerstandskämpfer gegen den Austrofaschismus angeführt.

Adresse: Guntramsdorfer Straße 28, 2340 Mödling
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Das Denkmal erinnert an vom NS-Regime verfolgte Widerstandskämpfer (Franz Anderle, Jakob Fuchs, Franz Rehmann, Josef Novak und Max Schrems) und weitere Opfer der NS-Justiz (Adolf Huttary, Karoline Huttary, Hermine Müllner), sowie zwei im Spanischen Bürgerkrieg als Teil der Internationalen Brigaden getötete Personen (Rudolf Novak, Franz Schwaiger).

Adresse: Feldstraße 1, 2345 Brunn am Gebirge
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Das Denkmal in Form einer mit Stacheldraht umschlungenen Figur auf einem gemauerten Sockel erinnert an die Opfer des KZ-Außenlagers Wiener Neudorf/Guntramsdorf, das im August 1943 etwa 2,5 Kilometer südöstlich von hier als Außenlager des KZ Mauthausen eingerichtet wurde. Nachdem am 26. Juli 1944 während eines alliierten Luftangriffes 31 Häftlinge getötet und große Teile des Lagers zerstört wurden, kam es zur Neuerrichtung des Lagers an diesem Standort. Die Häftlinge, hauptsächlich aus Deutschland, Estland, Frankreich, Österreich, Polen und der Sowjetunion, mussten in den Flugmotorenwerken Ostmark in Guntramsdorf Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschen Reiches leisten. Das Lager wurde am 2. April 1945 geräumt und die verbliebenen Häftlinge auf einem Todesmarsch Richtung Mauthausen getrieben um ihre Befreiung durch die vorrückenden alliierten Truppen zu verhindern. Auch am ersten Standort des Lagers besteht eine Gedenkstätte.

Adresse: Eumigweg 28, 2351 Wiener Neudorf
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Das Denkmal erinnert an die Opfer des KZ-Außenlagers Wiener Neudorf/Guntramsdorf, das hier im August 1943 als Außenlager des KZ Mauthausen eingerichtet wurde. Nachdem am 26. Juli 1944 während eines alliierten Luftangriffes 31 Häftlinge getötet und große Teile des Lagers zerstört wurden, kam es zur Neuerrichtung des Lagers etwa 2,5 Kilometer nordwestlich. Die Häftlinge, hauptsächlich aus Deutschland, Estland, Frankreich, Österreich, Polen und der Sowjetunion, mussten in den Flugmotorenwerken Ostmark in Guntramsdorf Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschen Reiches leisten. Das Lager am neuen Standort wurde am 2. April 1945 geräumt und die verbliebenen Häftlinge auf einem Todesmarsch Richtung Mauthausen getrieben um ihre Befreiung durch die vorrückenden alliierten Truppen zu verhindern. Auch am späteren Standort des Lagers besteht eine Gedenkstätte.

Adresse: Industriestraße 21, 2353 Guntramsdorf
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Das Denkmal erinnert an 122 Personen, die am 12. April 1944 während eines Bombenangriffs als zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs getötet wurden.

Adresse: Donaustraße, 2401 Fischamend
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Das Denkmal erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Bruck an der Leitha.

Adresse: Hauptplatz, 2460 Bruck an der Leitha
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Das Denkmal neben dem Pergersteg in Baden erinnert an die Ordensfrau Maria Restituta (geborene Helene Kafka) Sie war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Weilburgstraße/Pergersteg, 2500 Baden
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Hermann Broch war als Schriftsteller und Betreiber einer Textilfabrik in Teesdorf tätig, die er jedoch bereits 1927 verkaufte. Vom NS-Regime trotz seiner Konversion zum Katholizismus als Jude verfolgt, wurde er bereits am 13. März 1938 im Salzkammergut festgenommen und vorübergehend in Bad Aussee inhaftiert. Danach gelang es ihm durch seine Verbindungen zu James Joyce, Thomas Mann und Albert Einstein im Juli 1938 über England in die USA zu flüchten. Dort engagierte er sich für andere aus dem nationalsozialistischen Deutschen Reich geflüchtete Personen. Hermann Broch starb 1951 in den USA.

Adresse: Schulstraße 11, 2524 Teesdorf
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Das Denkmal erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Felixdorf. Es wurde als Ersatz für die auf dem Hauptplatz von Felixdorf abgetragene sowjetische Grabanlage mit Obelisk errichtet.

Adresse: Spitalgasse, 2603 Felixdorf
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Das Denkmal erinnert an Carl Szokoll. Dieser war als Major in der Deutschen Wehrmacht tätig und dort am organisierten Widerstand gegen die NS-Führung beteiligt. So fungierte er als Verbindungsmann für Claus Graf Schenk von Stauffenberg im Zuge dessen gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 (Operation Walküre). Im März 1945 leitete er die sogenannte "Operation Radetzky", welche die kampflose Übergabe der Stadt Wien an die Rote Armee vorbereitete, jedoch ebenfalls nicht wie geplant umgesetzt werden konnte. In beiden Fällen entging Szokoll einer Verhaftung, da es ihm gelang seine Beteiligung zu verschleiern bzw. im letzteren Fall durch Flucht in das bereits befreite Purkersdorf. 1946 heiratete er Christine Kukula, mit der er sich bereits 1938 vermählen hatte wollen, was jedoch daran gescheitert war, dass sie vor den NS-Behörden als jüdisch galt. Er war später als Filmproduzent tätig und starb 2004. Die Inschrift des Denkmals verweist explizit auf seine Rolle für die Rettung Wiens. Auch der Park, in dem sich das Denkmal befindet, ist nach Carl Szokoll benannt.

Adresse: Burgplatz, 2700 Wiener Neustadt
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Das Denkmal auf dem städtischen Friedhof in Wiener Neustadt erinnert an eine Reihe von Personen die als politische Widerstandskämpfer oder Jüdinnen und Juden vom NS-Regime verfolgt und ermordet wurden.

Adresse: Wiener Straße 108, 2700 Wiener Neustadt
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Das Denkmal erinnert an die vom NS-Regime ermordeten Widerstandskämpfer Ludwig, Haiden, Alfred Hochstätter (am Denkmal fälschlich als Hochstotter), Josef Postl, Julius Puschek und Franz Winkelmann, die der kommunistischen Partei bzw. einer kommunistischen Betriebszelle im Wiener Neustädter Rax-Werk angehörten.

Adresse: Stadionstraße 30, 2700 Wiener Neustadt
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Das Denkmal markiert den Ort an dem die als "Wiener" Garde bezeichnete mechanisierte Brigade der roten Armee am 28. April 1945 ihren letzten Kampfeinsatz gegen die Truppen des NS-Regimes beendete.

Adresse: Markt 30, 2770 Gutenstein
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In diesem Grab auf dem Friedhof in Unteraspang sind Stanisław Krason und Ludwik Michalski bestattet. Beide wurden aus Polen nach Wiener Neustadt gebracht und mussten hier Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie leisten. Am 21. August 1943 starteten sie auf dem Militärflugplatz Wiener Neustadt einen Fluchtversuch mit einem dort stationierten deutschen Bomber, den sie nach Sizilien fliegen wollten. Nach etwa 50 Kilometern stürzten sie damit im Raum Neustift am Hartberg ab und wurden auf dem Friedhof in Unteraspang begraben. 2023 erfolgte die Sanierung des Grabes und die Anbringung einer Informationstafel an der Außenmauer des Friedhofs.

Adresse: Pfarrplatz 1, 2870 Aspang Markt
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Das Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem städtischen Friedhof in St. Pölten ist jenen Personen gewidmet, die Opfer des NS-Regimes oder des Austrofaschismus wurden. Unter den 112 namentlich Angeführten finden sich zahlreiche Personen, die aus religiösen oder politischen Gründen Widerstand gegen den Nationalsozialismus leisteten. In der alphabetischen Auflistung sind jedoch neben den Namen der Personen keine weiteren Details zur Verfolgung angegeben. Die Gestaltung des 1949 enthüllten Denkmals in Form einer von zwei Gedenksteinen flankierten, knieenden Frau erfolgte durch den Bildhauer Michael Drobil, der ab 1940 Mitglied der NSDAP war und sich ab 1944 auf der so genannten "Gottbegnadeten-Liste" von Künstlern, die durch das NS-Regime gefördert wurden, befand.

Adresse: Goldegger Straße, 3100 St. Pölten
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Das Denkmal in Form einer metallenen Halbkugel mit 13 kreisrunden Öffnungen ist den 13 Mitgliedern der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff gewidmet, die hier am 13. April 1945 hingerichtet wurden. Die Gruppe wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt.

Adresse: Clichystraße, 3100 St. Pölten
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Das Denkmal in Form einer Gedenktafel mit Stein auf einem gemauerten Sockel erinnert an drei unbekannte ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen, die im April 1945 auf einem Todesmarsch Richtung KZ Mauthausen in der Nähe erschossen wurden. Die Errichtung erfolgte 2010 durch Alois Will, der als Kleinkind Zeuge der Erschießung wurde. 2023 wurde zusätzlich eine metallene Tafel mit der Aufschrift "Mahnmal Dorna" angebracht.

Adresse: Dorna 1, 3240 Dorna
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Das Denkmal auf dem Kirchenplatz in Wieselburg erinnert an die vertriebenen und ermordeten jüdischen Familien Back, Bloch, Führer, Geist, Greger, Griessler, Grüner, Kauder, Klauber, Kraus, Mahler, Porges, Raubitschek, Reif, Schulz, Weiner, Weiss und Wittlin.

Adresse: Kirchenplatz, 3250 Wieselburg
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Das Denkmal erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Amstetten

Adresse: Kirchenstraße, 3300 Amstetten
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Die Gedenkstätte in Form mehrerer künstlerisch gestalteter Metallstrukturen erinnert an eine Reihe von Personen, die sich gegenüber dem NS-Regime widerständig verhalten und dabei teils anderen Personen das Leben gerettet hatten.

Adresse: Felderstraße, 3370 Ybbs an der Donau
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Das Denkmal erinnert an das Konzentrationslager Melk und die Menschen die dort getötet wurden. Das Lager wurde im Frühjahr als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne in Melk eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Dr. Josef Sora-Platz, 3390 Melk
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Das Denkmal erinnert an jene Menschen, die in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Gugging im Rahmen der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen getötet wurden. Bereits zwischen November 1940 und Mai 1941 wurden mindestens 675 Personen von hier aus in die Tötungsanstalt im Schloss Hartheim deportiert. Ab 1941 und bis zum Sturz des NS-Regimes wurden auch hier Menschen ermordet, sowie durch Infektionskrankheiten und gezielte Mangelernährung zu Tode gebracht.

Adresse: Am Campus 1, 3400 Klosterneuburg
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Die Statue in Langenrohr erinnert an Josef Reither. Dieser hatte vor und während des Austrofaschismus, sowie nach 1945 mehrere politische Funktionen inne, darunter als Bürgermeister von Langenrohr (1912-1925), Präsident der NÖ-Landwirtschaftskammer (1925-1938 und 1945-1949), Landwirtschaftsminister (1934/35) und Landeshauptmann von Niederösterreich (1931/32 und 1933-1938). Gemeinsam mit anderen hochrangigen Politikern wurde er unmittelbar nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich verhaftet und in das KZ Dachau gebracht. Im Juli 1941 dort entlassen, wurde er im Zuge einer Verhaftungswelle nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler im Juli 1944 erneut verhaftet und zunächst im KZ Ravensbrück, später in der Strafanstalt Moabit in Berlin interniert. Josef Reither sind auf Grund seiner politischen Karriere auch weitere Erinnerungszeichen gewidmet, dieses verweist jedoch explizit auf seine KZ-Haft.

Adresse: Josef Reitherstraße 16, 3442 Langenrohr
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Das Denkmal "Zwischen Erinnern und Vergessen" in Form eines metallenen Bandes auf dem jüdischen Friedhof ist den vertriebenen und ermordeten Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Krems gewidmet. Namen und Lebensdaten von 129 Personen sind dort verzeichnet.

Adresse: Wiener Straße 115, 3500 Krems an der Donau
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Das Denkmal erinnert an die rund 1700 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen die am 22. Dezember mit der Bahn nach Gmünd gebracht und hier in einem Getreidespeicher festgehalten wurden. 485 Personen starben an der Kälte und den schlechten Versorgungsbedingungen. Die Überlebenden wurden am 15. Februar 1945 nach Theresienstadt deportiert. Seit 2007 erläutert eine kontextualisierende Texttafel neben dem Denkmal die Geschichte dieses Ortes.

Adresse: Eichenallee 1, 3950 Gmünd
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Das Denkmal erinnert an die Opfer des KZ-Außenlagers St. Valentin. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden hier die Nibelungenwerke, eine Produktionsanlage für Panzer, errichtet, in der Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Im August 1944 wurde in diesem Zusammenhang das KZ-Außenlager St. Valentin für 1500 Häftlinge des KZ Mauthausen eingerichtet. Es wurde im April 1945 geräumt und die Häftlinge in die Konzentrationslager Mauthausen und Ebensee transportiert.

Adresse: Herzograd 34, 4300 St. Valentin
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Das Denkmal auf dem Friedhof in St. Valentin erinnert an die Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen und der Zwangsarbeit in den Nibelungenwerken. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden in St. Valentin die Nibelungenwerke, eine Produktionsanlage für Panzer errichtet, in der Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Im August 1944 wurde dort außerdem das KZ-Außenlager St. Valentin für 1500 Häftlinge des KZ Mauthausen eingerichtet. Der ursprünglich 1949/50 auf dem Werksgelände aufgestellte Obelisk wurde 1959 hierher gebracht.

Adresse: Friedhofstraße 2, 4300 St. Valentin
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Das Denkmal auf dem jüdischen Friedhof in Tulln erinnert an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Tulln. Der jüdische Friedhof in Tulln war in den 1880er Jahren angelegt worden und wurde im Zuge der Novemberpogrome 1938 durch die SS verwüstet, die vorhandenen Grabsteine und das Dach des Taharahauses zerstört. Nach 1945 wurden einige symbolische Grabsteine errichtet.

Adresse: Dr. Siegmund Freud Weg, 3430 Tulln an der Donau
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Die Installation mit dem Titel "Öffentliche Bibliothek" auf dem jüdischen Friedhof in Krems besteht aus drei Regalen mit Büchern, die sich mit dem Tod in der Philosophie, im jüdischen Gesetz und im Ritual befassen. Sie erinnert an die zerstörte jüdische Gemeinde in Krems und ihre vertriebenen und in der Shoah ermordeten Mitglieder.

Adresse: Wiener Straße 115, 3500 Krems an der Donau
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Das Denkmal "Himmelstreppe" in Form aufeinander gestapelter Grabsteine erinnert an die, im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker oder beeinträchtigter Menschen ermordeten, Patient*innen der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling. Zwischen Juni 1940 und August 1941 wurden zunächst rund 1300 Personen von hier aus in die Tötungsanstalten Niedernhart und Hartheim gebracht. Später wurden auch direkt in Mauer-Öhling bis April 1945 Patient*innen durch Mangelernährung und Vernachlässigung systematisch zu Tode gebracht oder aktiv ermordet. Zu den Opfern gehörten auch sowjetische Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene. Die hier Ermordeten wurden in Massengräbern auf dem anstaltseigenen Friedhof begraben.

Adresse: Landesklinikum Mostviertel 220, 3363 Mauer bei Amstetten
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Das Mahnmal mit dem Titel "Stein unter Bewachung" ist allen Personen gewidmet, die in Österreich Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten.

Adresse: Herzograd 34, 4300 St. Valentin
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Das Denkmal in Form einer metallenen Säule und kreisförmig angeordneter Gedenksteine erinnert an jene Personen aus St. Valentin, die 1940/41 im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker und beeinträchtigter Menschen in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet wurden. Eine Tafel am Fuße der mit "Menschenwürde" beschrifteten Säule nennt 9 Frauen und Männer, denen auch jeweils ein eigener Stein mit ihrem Namen gewidmet ist.

Adresse: Herzograd 34, 4300 St. Valentin
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Das Denkmal, bestehend aus sechs Säulen mit 46 Gedenktafeln für einzelne Opfer, ist den im KZ-Außenlager St. Aegyd ermordeten Häftlingen gewidmet, die in dem Mehrfachgrab darunter bestattet sind. Das Lager wurde ab dem 2. November 1944 durch 300 aus dem KZ Mauthausen hierher gebrachte Häftlinge errichtet und sollte dem Aufbau einer Versuchsanlage für die kraftfahrtechnische Lehranstalt der Waffen-SS dienen, zu deren Errichtung es jedoch nicht mehr kam. Stattdessen mussten die großteils aus Italien, Jugoslawien, Polen und der Sowjetunion stammenden Häftlinge in Zwangsarbeit Wege errichten und forstwirtschaftliche Tätigkeiten ausführen. Am 1. April 1945 wurde das Lager geräumt und die verbliebenen Häftlinge zunächst per Zug, später zu Fuß in Richtung des Konzentrationslagers Mauthausen getrieben um ihre Befreiung durch die vorrückenden alliierten Truppen zu verhindern. Das Grab mit dem Gedenkkreuz wurde bereits 1945 angelegt, die Gedenktafel 1988 ergänzt. 2024 erfolgte die Aufstellung der Säulen mit den Gedenktafeln.

Adresse: Pfarrsiedlung 1, 3193 St. Aegyd am Neuwalde
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E

In diesem Grab liegen die Mitglieder der Familie Heitler begraben. Siegfried Heitler war Bundesbahnbeamter in Stockerau. Obwohl er getauft war, wurde er vom NS-Regime als Jude verfolgt und nach einer Denunziation kurz vor Kriegsende gemeinsam mit seiner Ehefrau und beiden Söhnen von der SS festgenommen. Siegfried, Anna, Karl und Fritz Heitler wurden am 16. April 1945 in einem Waldstück nördlich von Stockerau (bei Sierndorf) erschossen und am 8. Mai 1945 vor Ort beerdigt. 1947 wurden sie exhumiert, identifiziert und auf dem Friedhof von Stockerau wiederbestattet, 2002 erfolgte die Widmung als Ehrengrab.

Adresse: Franz-Dietz-Weg, 2000 Stockerau
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Grab der Familie Körner aus Stockerau. Ernst Körner (*1908) wurde 1941 wegen Verdachts des Hochverrats von der Gestapo verhaftet und 1942 in das KZ Groß-Rosen deportiert, wo er am 25. November 1942 ermordet wurde. Die Widmung seines Grabes auf dem städtischen Friedhof Stockerau als Ehrengrab erfolgte 1955. In Stockerau ist auch ein Platz nach Ernst Körner benannt.

Adresse: Franz-Dietz-Weg, 2000 Stockerau
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Grab für Franz Czak, der Teil einer Widerstandsgruppe in der Korneuburger Werft und für die Rote Hilfe tätig war. Er wurde wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt und am 17. Mai 1943 hingerichtet. Die Widmung als Ehrengrab erfolgte 1955. Franz Czak ist auch eine Gasse in Stockerau und eine Inschrift auf dem Mahnmal auf dem Gelände der ehemaligen Werft Korneuburg gewidmet.

Adresse: Franz-Dietz-Weg, 2000 Stockerau
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Das Lager in Sittendorf wurde im September 1938 für die Unterbringung der Arbeiter an der Baustelle der Reichsautobahn (heutige A21) errichtet, später wurden hier französische Kriegsgefangene und serbische Zivilinternierte festgehalten. Letzte bauliche Überreste des Lagers befinden sich in dem Wald unterhalb der Straße. Zwei Tafeln mit Text und Fotos erläutern die Geschichte des Lagers. 17 serbische Zivilinternierte, die in diesem Lager zu Tode kamen, sind in einem Mehrfachgrab auf dem Friedhof von Sittendorf bestattet.

Adresse: L128, 2393 Sittendorf bei Wien
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Das im Oktober 2000 eröffnete Haus für unbegleitete minderjährige Geflüchtete war nach Laura Gatner benannt, die im September 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde. Laura Gatners Enkel, der Burgschauspieler Otto Tausig, spendete den restituierten Anteil des Laura Gatner von den NS-Behörden geraubten Vermögens für das Haus, das jedoch 2019 geschlossen werden musste. In der Folge konnte es durch Sukhdeep Singh, der dort selbst als Jugendlicher gelebt hatte, erworben werden um künftig weiterhin Wohnraum für geflüchtete Menschen zur Verfügung zu stellen. Es werden derzeit (Sommer 2025) Renovierungsarbeiten durchgeführt, das Mosaik im Eingangsbereich mit dem Schriftzug "Laura Gatner Flüchtlings-Haus" soll dabei erhalten bleiben.

Adresse: Anton-Keller-Gasse 1, 2552 Hirtenberg
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Die Gedenktafel verweist darauf, dass dieses Gebäude in den Jahren 1938 bis 1945 als Zentrale für die Wiener Neustädter Gestapo genutzt wurde. Eingerichtet wurde eine Gestapo-Dienststelle in Wiener Neustadt bereits im März 1938, nach der Enteignung der jüdischen Eigentümer dieses Gebäudes übersiedelte sie im Herbst 1938 hierher. Zahlreiche Personen, die durch die Gestapo verhaftet worden waren, wurden hier festgehalten, verhört und gefoltert, sowie von hier aus in Haftanstalten, Zwangsarbeits- oder Konzentrationslager überstellt. Heute befindet sich in dem Gebäue ein Kindergarten und ein Jugendgästehaus.

Adresse: Promenade 1, 2700 Wiener Neustadt
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Die Gedenktafel erinnert an das KZ-Außenlager Wiener Neustadt, das in den Jahren 1943 bis 1945 in der sogenannten "Serbenhalle" untergebracht war und vorrangig dem zwangsweisen Einsatz von KZ-Häftlingen in der Rüstungsindustrie diente. Die auch heute noch bestehende Halle war 1942 in der serbischen Stadt Kraljevo demontiert, auf Güterwaggons hierher gebracht und auf dem Gelände des Rax-Werkes wieder aufgestellt worden.

Adresse: Pottendorfer Straße 47, 2700 Wiener Neustadt
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An dieser Stelle befand sich die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Mistelbach. 1895/96 erbaut wurde das Gebäude nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich durch die Stadt Mistelbach enteignet. In der Folge wurden hier Treffen der Hitlerjugend abgehalten und später Zwangsarbeiter*innen interniert. Den noch im April 1945 durch die SS gelegten Brand überstand das Gebäude weitgehend unbeschädigt. 1979 wurde es abgerissen und das Grundstück mit einem privaten Wohnhaus überbaut.

Adresse: Oserstraße 27, Mistelbach
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In diesem Haus befand sich bis zur zwangsweisen Schließung 1938 und der Vertreibung und Ermordung der Amstettner jüdischen Familien ein Betsaal der Israelitischen Kultusgemeinde Amstetten (bis 1897 IKG Ybbs).

Adresse: Ardaggerstraße 8, Amstetten
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Dieses Gebäude wurde 1903 von der Israelitischen Kultusgemeinde Horn erworben und diente bis 1938 als Synagoge. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden bereits im September 1938 die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Horns aus der Stadt vertrieben.

Adresse: Stadtgraben 25, Horn
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Im ersten Stock dieses Gebäudes befand sich bis 1938 der Gebetsraum der jüdischen Gemeinde in Laa an der Thaya. Ihren vom NS-Regime vertriebenen und ermordeten Mitgliedern ist auch ein Denkmal auf dem Platz davor gewidmet. Nach 1945 wurden die Räumlichkeiten in Privatwohnungen umgebaut.

Adresse: Kirchenplatz 16, 2136 Laa an der Thaya
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In diesem Haus befand sich bis zur zwangsweisen Schließung 1938 und der Vertreibung und Ermordung der Tullner jüdischen Familien ein Bethaus der Israelitischen Kultusgemeinde Tulln. Ihren eigentlichen Sitz hatte die IKG Tulln in der Stadt Klosterneuburg, wo auch eine 1913/14 erbaute Synagoge stand.

Adresse: Albrechtsgasse 6, 3430 Tulln an der Donau
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Dieses Gebäude diente der Israelitischen Kultusgemeinde Waidhofen an der Thaya ab 1896 als Synagoge. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden bereits Sommer 1938 die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Waidhofens aus der Stadt vertrieben.

Adresse: Niederleuthnerstraße 5, Waidhofen/Thaya
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F

Das Kriegerdenkmal mit Gedenkstein und Kreuz in Kleinkadolz erinnert an 23 namentlich nicht genannte zivile Opfer des 2. Weltkriegs, sowie an getötete Militärangehörige "beider Fronten".

Adresse: Obere Straße, 2032 Kleinkadolz
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Auf dem Soldatenfriedhof in Retz sind neben Soldaten des Ersten Weltkriegs und Angehörigen der Deutschen Wehrmacht auch ermordete Kriegsgefangene und ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter, sowie alliierte Soldaten, die im militärischen Kampf gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich getötet wurden, begraben. 1978 wurden 9 Zwangsarbeiter*innen der Maschinenfabrik Haid in Stockerau exhumiert und hierher überführt.

Adresse: Windmühlgasse, 2070 Retz
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Das Bild an der Fassade des Pfarrhofs zeigt unter anderem die Ordensschwester Maria Restituta. Sie war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Kirchenplatz 1, 2241 Schönkirchen-Reyersdorf
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Auf dem Soldatenfriedhof in Götzendorf an der Leitha sind neben Angehörigen der Deutschen Wehrmacht auch alliierte Soldaten, die im militärischen Kampf gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich getötet wurden, begraben.

Adresse: Friedhofsweg, 2434 Götzendorf an der Leitha
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Auf dem Soldatenfriedhof in Blumau sind neben Soldaten des Ersten Weltkriegs und Angehörigen der Deutschen Wehrmacht auch zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs, sowie alliierte Soldaten, die im militärischen Kampf gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich getötet wurden, begraben.

Adresse: Friedhofsweg, 2602 Blumau-Neurißhof
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Die Figurengruppe, bestehend aus Statuen eines Mädchens sowie je eines sowjetischen und US-amerikanischen Offiziers, erinnert an das Zusammentreffen der alliierten Truppen in Form des Generals der 7. Garde-Luftlandedivision der Sowjetunion Generalmajor D.A Dritschkin und des kommandierenden Generals der 65. Infanteriedivision Generalmajor Stanley E. Reinhart in Erlauf am 8. Mai 1945, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und damit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Zum 50. Jahrestag dieses Ereignisses wurden in Erlauf zwei künstlerisch gestaltete Elemente des russischen Bildhauers Oleg Komov und der US-amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer aufgestellt, die gemeinsam das Friedensdenkmal bilden.

Adresse: Marktplatz, 3253 Erlauf
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G

Anlage mit 3 Mehrfach- und 28 Einzelgräbern für insgesamt 92 sowjetische Militärangehörige und zentralem Gedenkstein mit fünfzackigem Stern auf dem städtischen Friedhof von Stockerau.

Adresse: Franz-Dietz-Weg, 2000 Stockerau
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Der Arzt Dr. Maximilian Wertheimer wurde nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich gezwungen seine Praxis in Stockerau zu schließen und im Februar 1941 in das Ghetto in Opole Lubelskie (Generalgouvernement, heute Ostpolen) gebracht. Ob er sich unter den zahlreichen Personen befand die von dort aus im Frühjahr 1942 in die Vernichtungsstätten Belzec und Sobibor deportiert wurden, ist nicht gesichert bekannt. Am 27. Juni 1970 wurde in Stockerau eine Gasse nach ihm benannt.

Adresse: Dr. Max Wertheimer-Gasse, 2000 Stockerau
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Grab für sechs jüdische Zwangsarbeiter*innen auf dem jüdischen Friedhof in Stockerau. Der einzige namentlich bekannte und am Grabstein genannte ist der ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter Samuel Feldheim aus Szeged, der am 30. Jänner 1945 begraben wurde. Bei den anderen handelt es sich möglicherweise um KZ-Häftlinge aus einem Evakuierungszug Richtung Mauthausen, die im Jänner 1945 am Bahnhof Hausleiten bzw. entlang der Bahnstrecke tot zurückgelassen wurden.

Adresse: Schießstattgasse, 2000 Stockerau
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Der Gedenkstein vor der heutigen evangelischen Kirche erinnert an die Geschichte des Gebäudes, das 1908 als Synagoge erbaut und 1938 der israelitischen Kultusgemeinde vom NS-Regime geraubt wurde. 1953 wurde das Gebäude seitens der evangelischen Pfarrgemeinde von der IKG gekauft. Eine neuere Infotafel zur Baugeschichte links neben der Eingangstür verweist ebenfalls auf die ursprüngliche Funktion.

Adresse: Manhartstraße 24, 2000 Stockerau
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Franz Czak war Teil einer Widerstandsgruppe in der Korneuburger Werft und für die Rote Hilfe tätig. Er wurde wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt und am 17. Mai 1943 hingerichtet. Franz Czak ist auch eine Inschrift auf dem Mahnmal auf dem Gelände der ehemaligen Werft Korneuburg gewidmet, sein Ehrengrab befindet sich auf dem städtischen Friedhof Stockerau.

Adresse: Franz Czak-Gasse, 2000 Stockerau
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Die Schriftstellerin Dr.in Luise Wottle schrieb und verbreitete Aufsätze und Gedichte gegen den Nationalsozialismus. Sie wurde im Oktober 1938 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Ravensbrück gebracht, wo Sie das Kriegsende überlebte. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Großmugl.

Adresse: Dr. Louise-Wottle-Gasse, 2002 Großmugl
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Die Gedenktafel befindet sich vor dem Geburtshaus des Schriftstellers und Lyrikers Theodor Kramer, der vom NS-Regime als Jude und Sozialdemokrat verfolgt und daher bereits 1938 mit einem Berufsverbot belegt wurde. Auch seine sämtlichen Werke wurden verboten und er in der Folge in die Emigration getrieben. Heute befindet sich hier der örtliche Kindergarten. Die Gedenktafel bildet den Ausgangspunkt zum Theodor-Kramer-Soundwalk, der begleitet von Kramers Texten durch die umliegende Landschaft führt.

Adresse: Theodor-Kramer-Weg 5, 2004 Niederhollabrunn
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Mehrfachgrab für getötete sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Niederhollabrunn. Laut Inschrift liegen hier 8 nicht namentlich genannte Soldaten der Roten Armee begraben.

Adresse: Theodor-Kramer-Weg, 2004 Niederhollabrunn
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Die Gedenktafel im 1. Stock des Stiegenhauses erinnert an das jüdische Ehepaar Oskar und Berta Skutezky, denen dieses Haus gehörte. Im Juli 1942 wurden beide zuerst in das Ghetto Theresienstadt deportiert und schließlich im September 1942 in Treblinka ermordet. Ihre Tochter Theresia Schwarz montierte nach der Rückstellung des Besitzes ihrer Eltern 1949 diese Tafel.

Adresse: Hauptplatz 12, 2020 Hollabrunn
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Anlage mit Mehrfachgräbern für 65 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken, zuletzt saniert 2018.

Adresse: Jahnstraße, 2020 Hollabrunn
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Einzelgrab für sowjetische*n Militärangehörige*n auf dem Friedhof in Zwingendorf.

Adresse: L25, 2063 Zwingendorf
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Die Gedenktafel an der Außenmauer des Rathauses erinnert an die Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Retz, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden.

Adresse: Hauptplatz, 2070 Retz
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Die Gedenktafel erinnert an den in Wien als Polizeihauptmann tätig gewesenen Dr. Johann Newald (*1901). Dieser wurde wegen des Vorwurfs einer monarchistischen Widerstandsgruppe anzugehören festgenommen, zum Tode verurteilt und am 13. Oktober 1944 in Prien am Chiemsee hingerichtet.

Adresse: Pfarrgasse 9, 2070 Retz
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Der Gedenkstein erinnert an 21 (nach anderen Quellen 27) Soldaten der Deutschen Wehrmacht, die von einem NS-Feldgericht zum Tode verurteilt und erschossen wurden. Ursprünglich an dieser Stelle begraben, wurden sie 1978 auf den Soldatenfriedhof in Retz umgebettet und neben einem älteren Erinnerungszeichen dieser Gedenkstein errichtet.

Adresse: Waldstraße 54, 2070 Oberretzbach
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Der Gedenkstein erinnert an die im Jahr 1943 hingerichteten Arbeiter der Korneuburger Schiffswerft. Josef Schwarzböck, Hans Gruber, Rudolf Alexander, Anton Jordan, Franz Czak und Johann Mühl waren Teil der 1941 in der Werft gegründeten kommunistischen Betriebszellen und Roten Hilfe. 1947 auf dem Werftgelände errichtet wurde der Stein nach Auflassung des Betriebs 1994 nahe des Korneuburger Bahnhofs platziert und kam schließlich 2006 an seinen heutigen Platz.

Adresse: Ankerstraße, 2100 Korneuburg
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Der Gedenkstein ist ein kollektives Erinnerungszeichen an alle Menschen, die in Korneuburg Widerstand gegen das NS-Regime leisteten. Er befindet sich neben einem älteren Gedenkstein für die Widerstandskämpfer der Korneuburger Werft.

Adresse: Ankerstraße, 2100 Korneuburg
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Mehrfachgrab für 24 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Leobendorf. Die letzte Sanierung erfolgte 2022.

Adresse: Friedhofweg, 2100 Leobendorf
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Korneuburg erinnert an Rudolf Alexander. Er war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für kommunistische Betriebszellen und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Rudolf Alexander wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Bereits 1946 wurde ihm eine Verkehrsfläche in Korneuburg gewidmet, die Errichtung des Denkmals erfolgte 1955.

Adresse: Stockerauer Straße 77, 2100 Korneuburg
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Anton Jordan war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für den Aufbau kommunistischer Betriebszellen und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Anton Jordan wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Adresse: Anton Jordan-Gasse, 2100 Korneuburg
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Johann Gruber war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für den Aufbau kommunistischer Betriebszellen und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Johann Gruber wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Adresse: Hans Gruber-Gasse, 2100 Korneuburg
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Josef Schwarzböck war kommunistischer Funktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er engagierte sich für die Einrichtung kommunistischer Betriebszellen und den Aufbau der Roten Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im Juli 1941 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 20. November 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Josef Schwarzböck wurde am 15. Februar 1943 hingerichtet.

Adresse: Josef Schwarzböck-Gasse, 2100 Korneuburg
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Hans (Johann) Mühl war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für den Aufbau kommunistischer Betriebszellen und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Johann Mühl wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Adresse: Hans Mühl-Gasse, 2100 Korneuburg
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Rudolf Alexander war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für den Aufbau kommunistischer Betriebszellen und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Rudolf Alexander wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Adresse: Rudolf Alexander-Gasse, 2100 Korneuburg
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Lokale nationalsozialistische Funktionäre und Akteure vertrieben bereits im September 1938 alle gut 40 Einwohner*innen von Wolkersdorf, die nach den Vorgaben des NS-Regimes als jüdisch galten. Eine Gedenktafel auf dem Platz vor der Bibliothek in Wolkersdorf enthält die Namen der Wolkersdorfer Opfer der Shoah. Eine Reihe an umfassenden Text- und Bildtafeln erläutert die persönlichen Geschichten der von den Nationalsozialisten vertriebenen Familien. Eine Gedenktafel auf der Fassade des gegenüberliegenden Hauses verweist auf dessen ebenfalls vertriebene, frühere Besitzer*innen Selma und Ernst Basch.

Adresse: Hauptstraße 30, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel
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Die Gedenktafel erinnert an den ehemaligen Gemeindearzt Dr. Albert Hollitscher und seine Ehefrau Emma Hollitscher, die 1938 aus Unterolberndorf vertrieben und später ermordet wurden.

Adresse: Sonnleitengasse 6, 2123 Unterolberndorf
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Die Gedenktafel erinnert an Jenny und Josef Edelhofer, die bis 1938 in Hautzendorf lebten. Sie wurden von dort vertrieben, im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert und ermordet.

Adresse: Hauptstraße 52, 2123 Hautzendorf
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für das abgetragene sowjetische Kriegerdenkmal in Mistelbach an der Außenmauer des Rathauses montiert. Sie erinnert die getöteten sowjetischen Militärangehörigen.

Adresse: Hauptplatz 6, 2130 Mistelbach
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Der Gedenkstein an der Rückseite der St. Rochus-Kapelle in Eibesthal erinnert an 4 namentlich nicht genannte sowjetische Militärangehörige, die ursprünglich an dieser Stelle begraben waren. Sie wurden später exhumiert und auf den sowjetischen Militärfriedhof in Mistelbach umgebettet.

Adresse: Strassberg, 2130 Eibesthal
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für das abgetragene sowjetische Kriegerdenkmal in Fallbach montiert. Sie erinnert die getöteten sowjetischen Militärangehörigen.

Adresse: Fallbach 109, 2133 Fallbach
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für die abgetragenen sowjetischen Kriegerdenkmale in Staatz, Ernsdorf, Enzersdorf, Waltersdorf und Wultendorf an der Außenmauer des Gemeindamtes in Staatz montiert. Sie erinnert die getöteten sowjetischen Militärangehörigen.

Adresse: Neudorfer Straße 7, 2134 Staatz-Kautendorf
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Der Gedenkstein wurde als Ersatz für das abgetragene sowjetische Kriegerdenkmal errichtet, auf dem sich die hier montierte Tafel zuvor befunden hatte. Er erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Kirchstetten. Ursprünglich etwas westlich des heutigen Aufstellungsortes platziert, wurde er nach einer Umgestaltung der benachbarten Straßenkreuzung an die heutige Stelle versetzt.

Adresse: Marktstraße 8, 2135 Kirchstetten
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Der Gedenkstein wurde als Ersatz für das abgetragene sowjetische Kriegerdenkmal errichtet. Er erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Zlabern.

Adresse: Im Winkel, 2135 Zlabern
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für das abgerissene sowjetische Kriegerdenkmal in Großkrut an der Außenmauer des Gemeindeamtes montiert. Sie erinnert die getöteten sowjetischen Militärangehörigen.

Adresse: Poysdorfer Straße 3, 2143 Großkrut
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Mehrfachgrab für 27 namentlich unbekannte sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Altlichtenwarth.

Adresse: Kaiser-Franz-Josef-Straße 99, 2144 Altlichtenwarth
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Mehrfachgrab für 32 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Asparn an der Zaya.

Adresse: Bahnstraße, 2151 Asparn an der Zaya
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Massengrab für 127 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Stronsdorf.

Adresse: Friedhof, 2153 Stronsdorf
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für die abgetragenen sowjetischen Kriegerdenkmäler in den Katastralgemeinden Altenmarkt, Gaubitsch und Kleinbaumgarten zunächst an der Fassade des Gemeindeamtes montiert und später hierher versetzt. Sie erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen.

Adresse: Gaubitsch 2, 2154 Gaubitsch
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für das abgetragene sowjetische Kriegerdenkmal in Poysbrunn montiert. Sie erinnert die getöteten sowjetischen Militärangehörigen.

Adresse: Kirchenstraße 38, 2161 Poysbrunn
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Mehrfachgrab für 24 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Schrick.

Adresse: Kirchenweg 14, 2191 Schrick
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für das abgerissene sowjetische Kriegerdenkmal in Bullendorf errichtet. Sie erinnert die getöteten sowjetischen Militärangehörigen.

Adresse: Lundenburgerstraße 63, 2193 Bullendorf
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Mehrfachgrab für wahrscheinlich 3 getötete sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Großebersdorf.

Adresse: Pfarrhofgasse 8, 2203 Großebersdorf
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Die Gedenktafel an der Innenseite der Friedhofsmauer erinnert an die im Jahr 1938 zerstörten und neu vergebenen Grabstellen von Jüdinnen und Juden in Zistersdorf.

Adresse: Friedhofgasse, 2225 Zistersdorf
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für das 1956 abgerissene sowjetische Kriegerdenkmal in Zistersdorf montiert.

Adresse: Hauptstraße 12, 2225 Zistersdorf
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Die Gedenktafel erinnert an die ehemalige Nutzung dieses Gebäudes als Synagoge der jüdischen Gemeinde in Gänserndorf. 1889 nach Plänen des Architekten Jakob Modern als Synagoge erbaut wurde das Gebäude 1938 enteignet und jüdische Symbole entfernt. Später waren hier unter anderem eine Berufsschule, eine Musikschule und ein Jugendzentrum untergebracht. Nachdem die Stadtgemeinde Gänserndorf als Eigentümerin ab 2014 den Abriss plante um an dieser Stelle einen Parkplatz zu errichten, wurde der Bau 2018 unter Denkmalschutz gestellt.

Adresse: Bahnstraße 60, 2230 Gänserndorf
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Dr. Jacob (Jaques) Freundlich, geboren 1874 in Gänserndorf, studierte Rechtswissenschaft an der Universität Wien. Er war als Rechtsanwalt, Präsident der Arbeiterbank und Mitglied des Verfassungsgerichtshofes tätig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er mit seiner Familie in die Emigration gezwungen. Die Gedenktafel an der Außenseite des Bahnhofsgebäudes in Gänserndorf verweist auch auf sein politisches Engagement im Exil. Jakob Freundlich starb 1951 in Zürich.

Adresse: Nordbahnstraße 100, 2230 Gänserndorf
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Das Lager in Strasshof diente dem NS-Regime als zentrales Durchgangslager. Hier wurden Zwangsarbeiter*innen interniert und auf unterschiedliche Zwangsarbeitsstätten aufgeteilt. Ab dem Frühjahr 1944 wurden besonders ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen nach Strasshof gebracht. Zum Zeitpunkt der Befreiung am 10. April 1945 befanden sich noch etwa 2000 Personen im Lager. Am Friedhof von Strasshof befindet sich ein Massengrab für jene, die im Lager zu Tode gebracht wurden.

Adresse: Helmahofstraße, 2231 Straßhof an der Nordbahn
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Anlage mit 2 Massengräbern für 400 sowjetische Militärangehörige und zentralem Gedenkstein auf dem Friedhof von Strasshof.

Adresse: Friedhofweg, 2231 Strasshof an der Nordbahn
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Massengrab mit ergänztem Gedenkstein (1988) für die im Lager Strasshof getöteten Zwangsarbeiter*innen. Das Lager diente dem NS-Regime als zentrales Durchgangslager. Hier wurden Zwangsarbeiter*innen interniert und auf unterschiedliche Zwangsarbeitsstätten aufgeteilt. Ab dem Frühjahr 1944 wurden besonders ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen nach Strasshof gebracht. Neben dem ehemaligen Lagergelände befindet sich eine Gedenkstätte.

Adresse: Friedhofweg, 2231 Strasshof an der Nordbahn
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Der jüdische Friedhof von Deutsch-Wagram wurde 1866 errichtet und bis 1905 belegt. 1939 wurde die Israelitische Kultusgemeinde Wien zum Verkauf des Grundstücks an die Eisenbahn-Verkehrs-Anstalt gezwungen, die die Grabsteine entfernen ließ und vor Ort Schleppbahngleise verlegte. Erst 1957 erfolgte die Rückstellung der Fläche, sowie die Entfernung der Gleise. Der Gedenkstein erinnert an die Zerstörung des Friedhofs in der NS-Zeit, eine später vor Ort angebrachte Informationstafel erläutert den historischen Kontext.

Adresse: Fabrikstraße, 2232 Deutsch-Wagram
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Anlage mit 10 Massengräbern für insgesamt 3117 sowjetische Militärangehörige im Garten des Schlosses Schönkirchen. Die letzten Sanierung erfolgten 1998 und 2017. Die Anlage befindet sich auf Privatgrund und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Gänserndorferstraße 2, 2241 Schönkirchen-Reyersdorf
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Mehrfachgrab für 26 namentlich unbekannte, sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Weikendorf.

Adresse: Elisabethgasse, 2253 Weikendorf
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Die 1901 erbaute Synagoge von Hohenau an der March wurde 1939 zerstört. Als einzige erhaltene bauliche Reste fungieren die beiden ursprünglich über dem Haupttor der Synagoge angebrachten Tafeln heute als Erinnerungszeichen. Eine ebenfalls vor Ort angebrachte Informationstafel zeigt Baupläne, sowie ein Foto der Synagoge.

Adresse: Dammgasse 32, 2273 Hohenau an der March
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Die Gedenktafel wurde als Ersatz für das abgerissene sowjetische Kriegerdenkmal in Bernhardsthal montiert. Sie erinnert an 15 namentlich unbekannte getötete sowjetische Soldaten.

Adresse: Hauptstraße, 2275 Bernhardsthal
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Die ursprünglich hier bestatteten sowjetischen Militärangehörigen wurden möglicherweise umgebettet.

Adresse: Schlossparkstraße, 2283 Obersiebenbrunn
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Der Gedenkstein erinnert an den jüdischen Friedhof von Marchegg, dessen Grabsteine während der NS-Zeit entfernt wurden.

Adresse: Rohrwassergasse 23, 2293 Marchegg
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Anlage mit 14 Einzel- und Mehrfachgräbern und zentralem Gedenkstein für sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Marchegg. Fünf der mit gleichartigen Grabsteinen ausgestatteten Gräber weisen namentliche Inschriften auf, die anderen sind anonym. Die letzte Sanierung erfolgte 2024.

Adresse: Rohrwassergasse 23, 2293 Marchegg
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Die Tafel erinnert an die ehemalige Synagoge, die sich an dieser Stelle befand, und an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Groß-Enzersdorf. 1898 nach Plänen des Architekten Jakob Gartner erbaut, wurde die Synagoge 1938 enteignet bzw. der Synagogenvorsteher durch die NSDAP-Ortsgruppe zu einer "Schenkung" gezwungen und das Gebäude zwischenzeitlich durch den Deutschen Turnerbund genutzt. 1961 erfolgte der Abriss der Synagoge, das Kantorhaus blieb vorerst als privates Wohngebäude bestehen. Im Vorfeld einer geplanten Bebauung wurde die Fläche 2019/2020 archäologisch untersucht. Ebenfalls 2020 wurde schließlich das Kantorhaus demoliert und auf dem Grundstück ein mehrgeschossiges Wohnhaus errichtet. Die Tafel, die auf das fehlende Synagogengebäude verweist, befand sich bereits vor der erneuten Bebauung des Grundstückes an dieser Stelle und wurde nach zwischenzeitlicher Entfernung für die Bauarbeiten an der neuen Grundstücksumzäunung wieder angebracht.

Adresse: Kaiser Franz Josef-Straße 11, 2301 Groß-Enzersdorf
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Anlage mit zwei Mehrfach- und 16 Einzelgräbern für insgesamt 45 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Groß-Enzersdorf.

Adresse: Friedhofgasse 1, 2301 Groß-Enzersdorf
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Die Gedenktafel an der Außenfassade erläutert die Geschichte des Hauses in der Groß-Enzersdorfer Elisabethstraße. Dieses diente ab 1930 als Wohnhaus von Dr. Karl Katz, des letzten Vorstehers der Israelitischen Kultusgemeinde Groß-Enzersdorf, der jedoch auf der Tafel nicht namentlich genannt wird. Katz wurde 1938 zuerst festgenommen und später in die Emigration gezwungen, sein Haus bis 1945 als Sitz der NSDAP Ortsgruppe genutzt. Nach dem Krieg diente es zwischenzeitlich als Kommandantur der sowjetischen Verwaltung und ab 1957 als Außenstelle der BH Gänserndorf.

Adresse: Elisabethstraße 7, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Gemeinde- und Schularzt Dr. Fritz Heß (*1893) wurde nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich gezwungen seine Praxis in Schwechat zu schließen und in ein Sammellager in der Malzgasse (Wien-Leopoldstadt) deportiert. Im September 1942 wurde dieses geräumt, der auf Grund von Kinderlähmung bewegungseingeschränkte Fritz Heß wurde in diesem Zuge aus einem Fenster gestürzt und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Adresse: Dr. Fritz Heß-Gasse, 2320 Schwechat
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Die jüdische Familie Kauders lebte in Wien Simmering, besaß jedoch in Schwechat mehrere Häußer und engagierte sich dort auch großzügig sozial. Siegmund Kauders (geb. 1851) starb Ende März 1938, seine Frau und drei Söhne flüchteten vor dem NS-Regime ins Ausland. Der jüngste Sohn der Familie wurde in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Die Benennung einer Gasse in Schwechat nach der Familie Kauders erfolgte 1975.

Adresse: Kaudersgasse, 2320 Schwechat
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Anlage mit Mehrfachgräbern für insgesamt 249 sowjetische Militärangehörige neben dem Friedhof in Mannswörth, zuletzt saniert 2025.

Adresse: Mannswörther Straße 147, 2320 Schwechat
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Anlage mit Gräbern für 525 sowjetische Militärangehörige und zentraler Stele mit rotem Stern auf dem Friedhof in Himberg bei Wien.

Adresse: Gutenhoferstraße 36, 2325 Himberg bei Wien
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Die Gedenktafel an der Fassade der Kapelle in Lanzendorf erinnert an die Opfer des 1941 im benachbarten Schloss Oberlanzendorf eingerichteten Arbeitserziehungslagers. Zuerst wurden dort männliche Personen, die von den NS-Behörden als "asozial" oder "arbeitsscheu" definiert wurden, festgehalten. Später kamen dazu Zwangsarbeiter*innen aus Polen, Italien, Griechenland, Jugoslawien, den Niederlanden und der Sowjetunion, sowie Widerstandskämpfer*innen. Zuletzt diente das Lager auch als Durchgangslager für ungarische Jüdinnen und Juden die von hier aus in die Konzentrationslager Auschwitz, Bergen-Belsen und Mauthausen deportiert wurden. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und rund 400 dort internierten Personen auf Todesmärschen in Richtung des Konzentrationslagers Mauthausen getrieben.

Adresse: Obere Hauptstraße 33a, 2326 Lanzendorf
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Leopold Stipcak (*1909) war zunächst Mitglied der Sozialdemokratischen Partei in Siebenhirten bzw. nach deren Verbot 1934 der Revolutionären Sozialisten. Ab Herbst 1939 engagierte er sich schließlich als Zellenleiter der Kommunistischen Partei in Vösendorf und wurde im September 1942 verhaftet. Nach einer Verurteilung wegen Vorbereitung zum Hochverrat wurde Leopold Stipcak am 26. April 1944 im Wiener Landesgericht hingerichtet. Im 23. Wiener Gemeindebezirk ist ebenfalls eine Gasse nach ihm benannt, sein Grab befindet sich am Wiener Zentralfriedhof.

Adresse: Leopold Stipcak-Gasse, 2331 Vösendorf
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Mehrfachgrab für 86 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Vösendorf.

Adresse: Friedhofstraße 1, 2331 Vösendorf
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Die Gedenktafel erinnert an die Ordensschwester Angela vom heiligen Herzen Jesu, geborene Maria Cäcilia Autsch, die ab 1933 im Trinitarierinnenkloster Mötz (Tirol) tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich setzte sie sich erfolgreich gegen die Beschlagnahmung des Klosters Mölz ein. Außerdem äußerte sie sich kritisch über Adolf Hitler, was zu ihrer Denunziation und Verhaftung durch die Gestapo im August 1940 führte. In der Folge wurde sie zunächst in Innsbruck, später in Rosenheim inhaftiert und schließlich in das KZ Ravensbrück deportiert. Von dort wurde sie im März 1942 nach Auschwitz und im August 1942 nach Auschwitz-Birkenau gebracht, wo sie am 23. Dezember 1944 während eines Luftangriffes durch einen Granatsplitter getötet wurde. 1990 wurde von der katholischen Kirche der Prozess der Seligsprechung eingeleitet, 2018 erhielt sie durch den Papst den Ehrentitel als venerabilis Dei serva (ehrwürdige Dienerin Gottes) zuerkannt. Die Gedenktafel befindet sich auf dem Friedhof des Trinitarierinnenkonvents Mödling und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Husarentempelgasse 4, 2340 Mödling
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Die Ordensfrau Maria Restituta (geborene Helene Kafka) war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Kirchengasse 18, 2340 Mödling
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Dr. Albert Drach war als Schriftsteller und Rechtsanwalt tätig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er über Jugoslawien und Italien nach Frankreich. Dort wurde er zwischenzeitlich interniert, kam jedoch wieder frei und konnte sich jedoch schließlich bis Kriegsende verstecken. Ab 1948 arbeitete wieder als Rechtsanwalt in Mödling, wo er 1995 starb. Die Benennung eines Gebäudes und einer Verkehrsfläche in Mödling nach Albert Drach erfolgte 1996 bzw. 1997.

Adresse: Hauptstraße 44, 2340 Mödling
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Die Ordensfrau Maria Restituta (geborene Helene Kafka) war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Sr. M. Restituta-Gasse, 2340 Mödling
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Anlage mit 32 Mehrfach- und 188 Einzelgräbern für insgesamt 272 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Mödling.

Adresse: Guntramsdorfer Straße 28, 2340 Mödling
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Anlage mit einem Mehrfachgrab und drei Einzelgräbern mit gleichförmig gestalteten betonierten Grabsteinen für insgesamt 14 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Maria Enzersdorf, zuletzt saniert 1996.

Adresse: Kaiserin Elisabeth-Straße 6, 2344 Maria Enzersdorf
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Franz Rehmann wurde nach dem Vorwurf kommunistischer Betätigung im Herbst 1942 festgenommen und in weiterer Folge in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er wurde dort am 10. März 1943 ermordet. An ihn erinnert auch ein 1950 errichtetes Denkmal für politische Widerstandskämpfer*innen in der Feldstraße.

Adresse: Franz Rehmann-Gasse, 2345 Brunn am Gebirge
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Otto Mauer war katholischer Priester und wurde vom NS-Regime mit einem Predigtverbot belegt und mehrmals verhaftet. Ab 1954 war er als Domprediger im Wiener Stephansdom tätig und begründete die Galerie nächst St. Stephan für die er zahlreiche Kunstwerke sammelte. Er starb 1973 in Wien.

Adresse: Otto-Mauer-Gasse, 2345 Brunn am Gebirge
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Mehrfachgrab für 53 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Brunn am Gebirge.

Adresse: Rennweg 14, 2345 Brunn am Gebirge
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Jakob Fuchs arbeitete als Glasarbeiter in Brunn am Gebirge und engagierte sich dort für die Rote Hilfe. Im Mai 1943 festgenommen wurde er wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 15. Februar 1944 in Wien hingerichtet.

Adresse: Jakob Fuchs-Gasse, 2345 Brunn am Gebirge
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Max Schrems war als Straßenbahnwärter im Betriebsbahnhof Wien Speising tätig. Wegen der Spende von Geldbeträgen für die Rote Hilfe wurde er im Februar 1943 verhaftet und auf Grund des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 7. April 1944 in Wien hingerichtet.

Adresse: Max Schrems-Gasse, 2345 Brunn am Gebirge
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Anlage mit drei Mehrfach- und zwei Einzelgräbern für insgesamt 37 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Wiener Neudorf.

Adresse: Friedhofstraße 11, 2351 Wiener Neudorf
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Mehrfachgrab für 21 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Gumpoldskirchen.

Adresse: Bahngasse 3, 2352 Gumpoldskirchen
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Mehrfachgrab für 27 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Laxenburg, zuletzt saniert 2005.

Adresse: Friedhofgasse 64/1, 2361 Laxenburg
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Der Gedenkstein erinnert an Karl von Motesiczky. Er war Psychoanalytiker und engagierte sich bereits während des Studiums in der sozialistischen Studentenbewegung. 1933 emigrierte er nach Norwegen, kehrte jedoch um 1937/38 nach Österreich zurück. Er lebte hier in der Hinterbrühl, wo er sich aktiv gegen den Nationalsozialismus betätigte und von der Gestapo gesuchte Personen versteckte. Nach einer Denunziation wurde er 1942 festgenommen und in das KZ Auschwitz deportiert, wo er am 25. Juni 1943 an Typhus starb. Der Gedenkstein befindet sich auf dem Geländes des SOS Kinderdorf Hinterbrühl und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Kröpfelsteigstraße 42, 2371 Hinterbrühl
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Anlage mit zwei Mehrfachgräbern für insgesamt 31 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Hinterbrühl.

Adresse: Eichbergstraße, 2371 Hinterbrühl
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Die Gedenktafel im Inneren der Seegrotte Hinterbrühl erinnert an jene KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen, die in den Jahren 1944 und 1945 hier Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschen Reiches leisten mussten. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um hier eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. An der Oberfläche wurde das KZ-Außenlager Hinterbrühl eingerichtet, wo zunächst rund 800 Personen interniert waren und unter Tage im Schichtbetrieb in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") arbeiten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der im Lager festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort 52 Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Grutschgasse 2a, 2371 Hinterbrühl
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Die Gedenktafel erinnert an das KZ-Außenlager Hinterbrühl, das sich zwischen September 1944 und April 1945 hier befunden hatte. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. Im Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort 52 Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Johannesstraße 16-32, 2371 Hinterbrühl
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Die Gedenktafel erinnert an das KZ-Außenlager Hinterbrühl, das sich zwischen September 1944 und April 1945 hier befunden hatte und an 50 Personen die vor der Räumung des Lagers in der Nacht auf den 1. April 1945 ermordet wurden. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. Im Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Johannesstraße 16-32, 2371 Hinterbrühl
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Die Gedenktafel erinnert an die italienischen Opfer des KZ-Außenlagers Hinterbrühl, das sich zwischen September 1944 und April 1945 hier befunden hatte. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. Im Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort 52 Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Johannesstraße 16-32, 2371 Hinterbrühl
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Das Gedenkkreuz ist dem KZ-Außenlager Hinterbrühl gewidmet, das sich zwischen September 1944 und April 1945 hier befunden hatte. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. Im Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort 52 Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Johannesstraße 16-32, 2371 Hinterbrühl
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Grabstein für die im Jahr 1942 umgekommenen serbischen Zwangsarbeiter Stanislav Stanivukovitsch, Stojan Lontschar und Matija Rokujitsch. Der Stein wurde an der Außenmauer des Friedhofs Gießhübl montiert, nachdem das Grab aufgelassen und die Bestatteten in die gemeindeeigene Gebeinegruft umgelagert wurden.

Adresse: Hauptstraße 38, 2372 Gießhübl
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Die Gedenktafel an der Außenmauer der Kapelle ist allen Opfern der beiden Weltkriege gewidmet.

Adresse: Hyrtlgasse 2a, 2380 Perchtoldsdorf
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Maximilian (Max) Schrems wurde 1943 wegen Spenden an die Rote Hilfe verhaftet und 1944 hingerichtet. Sein Grab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof. An ihn erinnert auch ein 1950 errichtetes Denkmal für politische Widerstandskämpfer*innen in der Feldstraße in der Gemeinde Brunn am Gebirge, zudem ist dort ebenfalls eine Gasse nach Max Schrems benannt.

Adresse: Schremsgasse, 2380 Perchtoldsdorf
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Anlage mit drei Mehrfachgräbern für ehemals 33 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Perchtoldsdorf. Die Bestatteten wurden später nach Maria Enzersdorf und Mödling umgebettet. Auf einem Grabstein sind auch zwei Tote der Nachkriegszeit (1946) angeführt.

Adresse: Friedhofgasse 3, 2380 Perchtoldsdorf
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Die nachträglich am Sockel des Kriegerdenkmals angebrachte Gedenktafel erinnert an alle Opfer der Weltkriege und des Nationalsozialismus.

Adresse: Friedhofgasse 3, 2380 Perchtoldsdorf
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Mehrfachgrab für 7 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Sittendorf. Auf dem Grabstein werden 4 Personen namentlich genannt, die jedoch in die sowjetische Grabanlage in Mödling umgebettet wurden.

Adresse: Kreuzriegelstraße, 2393 Sittendorf bei Wien
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Mehrfachgrab für 4 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Petronell-Carnuntum.

Adresse: Kirchenplatz, 2404 Petronell-Carnuntum
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Die Gedenktafel erinnert an die ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen die am 29. März 1945 aus dem Lager Engerau (heute Petržalka, Teil von Bratislava) zu Fuß nach Bad Deutsch-Altenburg getrieben wurden, um von hier aus mit Schiffen weiter Richtung KZ Mauthausen gebracht zu werden. Über 100 Personen wurden bereits auf dem Marsch nach Bad Deutsch-Altenburg durch Angehörige der Wachmannschaften ermordet oder durch die Strapazen zu Tode gebracht. Zehn Personen, die nach Kriegsende aus einem Massengrab exhumiert und identifiziert wurden, sind hier namentlich angeführt: Tibor Gold, Kalman Grohsz, Elemer Hartslein, Arnold Herz, Jakob Klein, Isidor Lehner, Ernö Lendler, Dr. Rudolf Pewny, Alfred Steiner und Laslo Szekely.

Adresse: Ungarstraße 37, 2410 Hainburg an der Donau
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Massengrab für 188 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Hainburg, zuletzt saniert 2021.

Adresse: Hofmeisterstraße, 2410 Hainburg an der Donau
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Hainburg erinnert an die hingerichteten Widerstandskämpfer*innen Ludwig Allram, Heinrich Auer, Josef Braunecker, Franz Braunecker, Otto Daxböck, Josefine Daxböck, Konrad Gutleber, Arman Hampel, Karl Lang, Heinrich Lukas, Rudolf Mayerhofer, Wilhelm Puttinger, Franz Sachs, Lorenz Schober, Anton Volkheim und Andreas Weiss.

Adresse: Hofmeisterstraße 7, 2410 Hainburg an der Donau
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Grab für sowjetische Militärangehörige am Friedhof in Margarethen am Moos mit Erinnerungstafel.

Adresse: Energiestraße, 2433 Margarethen am Moos
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Mehrfachgrab für 10 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Pischelsdorf.

Adresse: Müllerstraße, 2434 Pischelsdorf
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Mehrfachgrab für 9 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Götzendorf.

Adresse: Friedhofsweg, 2434 Götzendorf an der Leitha
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In der Grabanlage sind Rudolf Herynek, Anton Watzek, Oswald Smatlak, Karl Budin und Erich Navratil, bestattet. Für Wladimir Kubak befindet sich dort ein Scheingrab. Sie alle wurden im Herbst 1942 auf Grund ihrer Tätigkeit als Funktionäre des Kommunistischen Jugendverbandes verhaftet, wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und im Frühjahr 1944 in Wien hingerichtet. Ursprünglich auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben, wurden die hier Bestatteten 1946 exhumiert und hierher überführt. Die Widmung als Ehrengräber der Gemeinde erfolgte 1954.

Adresse: Gramatneusiedler Straße 21, 2435 Ebergassing
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In diesem Grab sind Johann Knize, Felix Kolar, Josef Knize, Albert Seifert und Leopold Hadacek bestattet. Sie alle wurden zwischen Herbst 1942 und Sommer 1943 auf Grund ihrer Tätigkeit als Funktionäre der Kommunistischen Partei bzw. Kommunistischen Jugendverbandes verhaftet, wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und/oder der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und im Frühjahr 1944 in Wien hingerichtet. Ursprünglich auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben, wurden die hier Bestatteten 1946 exhumiert und hierher überführt.

Adresse: Oberortsstraße, 2440 Gramatneusiedl
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Diese Gedenkinstallation in Form einer Bank vor dem Kriegerdenkmal erinnert an Johann Knize (am Denkmal als: Knice), Felix Kolar, Josef Knize (am Denkmal als: Knice), Albert Seifert und Leopold Hadacek. Sie alle wurden zwischen Herbst 1942 und Sommer 1943 auf Grund ihrer Tätigkeit als Funktionäre der Kommunistischen Partei bzw. Kommunistischen Jugendverbandes verhaftet, wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und/oder der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und im Frühjahr 1944 in Wien hingerichtet. Auf dem Kriegerdenkmal sind sie ohne weiteren Kontext unter den zivilen Kriegsopfern genannt.

Adresse: Oberortsstraße 2, 2440 Gramatneusiedl
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Massengrab für 280 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Reisenberg.

Adresse: Kirchengasse 108, 2440 Reisenberg
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Mehrfachgrab für 4 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Mitterndorf an der Fischa.

Adresse: Friedhofstraße, 2441 Mitterndorf an der Fischa
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Mehrfachgrab für 6 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Schranawand.

Adresse: Obere Ortsstraße 14, 2442 Schranawand
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Mehrfachgrab für 4 sowjetische Militärangehörige außerhalb des Friedhofs in Deutsch-Brodersdorf.

Adresse: Obere Hauptstraße, 2443 Deutsch-Brodersdorf
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Mehrfachgrab für 15 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Au am Leithagebirge, als Gemeinschaftsgrab mit anderen Kriegstoten aus beiden Weltkriegen.

Adresse: Friedhofgasse, 2451 Au am Leithaberge
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Mehrfachgrab für 14 sowjetische Militärangehörige als Gemeinschaftsgrab mit anderen Kriegstoten der beiden Weltkriege.

Adresse: Türkenbergweg 2, 2451 Hof am Leithaberge
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Anlage mit einem Massengrab und acht Einzelgräbern für insgesamt 127 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Mannersdorf am Leithagebirge, zuletzt saniert 1992.

Adresse: Untere Kirchengasse 30, 2452 Mannersdorf am Leithagebirge
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Mehrfachgrab für 2 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Sommerein.

Adresse: Kirchenplatz, 2453 Sommerein
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Anlage mit einem Massen- und 15 Einzelgräbern für insgesamt 188 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Bruck an der Leitha.

Adresse: Fischamender Straße 28, 2460 Bruck an der Leitha
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Mehrfachgrab für 14 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Achau.

Adresse: Lanzendorfer Straße 32, 2481 Achau
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Mehrfachgrab für 28 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Münchendorf.

Adresse: Himbergerstraße, 2482 Münchendorf
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Anlage mit vier Mehrfachgräbern für 131 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken auf dem Friedhof in Ebreichsdorf, auf Grund späterer Umbettungen hierher bis 1957 belegt.

Adresse: Vorstadtl 9, 2483 Ebreichsdorf
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Ebenfurth erinnert an jene Personen die auf Grund ihrer Widerstandshandlungen vom NS-Regime ermordet oder in Konzentrationslager deportiert wurden. Obwohl keine Personen namentlich angeführt werden, stellt die Abbildung des roten Winkels, der Kennzeichnung politischer Häftlinge in den Konzentrationslagern bzw. in Kombination mit der ebenfalls angebrachten Zahl 369 als Logo des KZ-Verbands, den eindeutigen Bezug her.

Adresse: Ebenfurth 1379, 2490 Ebenfurth
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Der Gedenkstein erinnert an Franz Bauer, Ludwig Haiden und Johann Pfann, die vom NS-Regime zu Tode gebracht wurden. Er befand sich bis 2007 auf dem Friedhof und wurde anschließend neben dem Gedenkstein für die getöteten Zwangsarbeiter*innen des Tritolwerks unmittelbar außerhalb des Friedhofs aufgestellt. Franz Bauer war als Landwirt in Untereggendorf tätig und bis zu seiner Entlassung nach einem Nervenzusammenbruch Mitglied der Waffen-SS. Er wurde am 2. April 1945 von SS-Männern erschossen nachdem er ihnen gegenüber den weiteren Kampf als sinnlos und den Krieg als verloren bezeichnet hatte. Ludwig Haiden war als Schlosser tätig und Teil einer kommunistischen Betriebszelle im Wiener Neustädter Rax-Werk. Im Dezember 1942 wurde er verhaftet und am 19. November 1943 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. er wurde am 25. Jänner 1944 in München-Stadelheim hingerichtet. Johann Pfann arbeitete als Schlosser im Wiener Neustädter Gustloff-Werk. Er wurde im September 1944 verhaftet, nachdem er an seiner Arbeitsstelle die militärische Lage des Deutschen Reiches kritisch kommentiert hatte. Zwar wurde er am 16. Februar 1945 vor Gericht freigesprochen, jedoch weiterhin auf Grund des Vorwurfs einer kommunistischen Einstellung bis April 1945 festgehalten. Er starb am 7. April 1945 kurz nach seiner Freilassung an den gesundheitlichen Folgeerscheinungen seiner Internierung.

Adresse: Hauptstraße, 2492 Eggendorf
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Der Gedenkstein, der 2007 als Ersatz für einen früheren Stein errichtet wurde, erinnert an die in der Tritolfabrik in Obereggendorf getöteten Zwangsarbeiter*innen. In diesem Zweigwerk der Munitionsfabrik Blumau mussten etwa 4000 Zwangsarbeiter*innen, die aus unterschiedlichen Ländern hierher verschleppt wurden, Munition für die Deutsche Wehrmacht fertigen. Immer wieder starben Personen bei schweren Arbeitsunfällen. Besonders jene am 6. und 23. Dezember 1944 töteten zahlreiche Menschen, die zunächst vor Ort beerdigt und nach dem Krieg exhumiert und umgebettet bzw. in ihre jeweiligen Herkunftsländer gebracht wurden.

Adresse: Auf der Trift 56, 2492 Eggendorf
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Ende 1944 wurde in Lichtenwörth auf dem Werksgelände der Unternehmen Rothmüller-Mewa und Römert & Co. ein Anhaltelager für rund 2500 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen errichtet, die zuvor für den Bau des so genannten Südostwalls eingesetzt waren. Über 300 von ihnen starben an Mangelernährung und den schlechten Unterbringungsbedingungen im Lager, sowie an einer Typhusepidemie, die sich schließlich auch auf die örtliche Zivilbevölkerung ausbreitete. Der Gedenkstein erinnert an die Opfer des Anhaltelagers, nach 2015 wurde zusätzlich eine Gedenktafel in ungarischer Sprache angebracht.

Adresse: Johann Löchinger-Platz, 2493 Lichtenwörth
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Die später am Denkmal für die getöteten Soldaten beider Weltkriege angebrachte Gedenktafel erinnert an Anton Heilegger und Anton Hermann. Beide wurden ihrer Tätigkeit für die Kommunistische Partei im Juli 1941 verhaftet und wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt . Am 15. Februar 1943 wurden sie in Wien hingerichtet. Ihnen ist jeweils auch eine Straße in Traiskirchen gewidmet.

Adresse: Alfons-Petzold-Straße 1c, 2514 Traiskirchen
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Mehrfachgrab für 36 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Trumau.

Adresse: Ferdinand-Hanuschagasse, 2521 Trumau
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Die Ordensfrau Maria Restituta (geborene Helene Kafka) war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Schloßsee, 2522 Oberwaltersdorf
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Die künstlerisch gestaltete Gedenktafel enthält nur den Schriftzug "Schalom" und erinnert an die NS-Opfer aus Oberwaltersdorf, insbesondere jene Personen die in der Shoah ermordet wurden.

Adresse: Trumauer Straße 210/2, 2522 Oberwaltersdorf
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Mehrfachgrab für 7 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Oberwaltersdorf

Adresse: Bahnstraße 8, 2522 Oberwaltersdorf
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Mehrfachgrab für 11 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Gaaden.

Adresse: Siegenfelder Straße 30, 2531 Gaaden
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Massengrab für 118 getötete sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Heiligenkreuz. Auf dem Grabstein an der Friedhofsmauer sind 30 Personen namentlich genannt.

Adresse: Friedhof Heiligenkreuz, 2532 Heiligenkreuz im Wienerwald
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Mehrfachgrab für 23 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Klausen-Leopoldsdorf. 8 Personen werden namentlich auf dem Grabstein angeführt.

Adresse: Hauptbach, 2533 Klausen-Leopoldsdorf
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Anlage mit 4 Mehrfachgräbern für 84 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisk mit fünfzackigem Stern auf dem Friedhof von Alland. Die letzte Sanierung wurde 1980 durchgeführt

Adresse: Heiligenkreuzer Straße 444, 2534 Alland
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Anlage mit Mehrfachgrab und Einzelgräbern für insgesamt 83 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Bad Vöslau, zuletzt saniert 1992

Adresse: Falkstraße 36, 2540 Bad Vöslau
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Franz Nagl arbeitete als Wagnergehilfe und engagierte sich als Teil einer kommunistischen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Im Juli 1940 wurde er verhaftet und im November 1941 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt, nach deren Ende er in das Konzentrationslager Dachau deportiert wurde. Franz Nagl wurde dort am 4. März 1944 ermordet

Adresse: Franz-Nagl-Gasse, 2542 Kottingbrunn
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Ladislaus Kiss arbeitete als Hilfsarbeiter und engagierte sich als Teil einer kommunistischen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Im März 1942 wurde er verhaftet und im November 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Ladislaus Kiss wurde am 15. Februar 1943 in Wien hingerichtet.

Adresse: Ladislaus-Kiss-Gasse, 2542 Kottingbrunn
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Josef Fleischmann arbeitete als Maurergehilfe und engagierte sich als Teil einer kommunistischen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Im März 1942 wurde er verhaftet und im November 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Josef Fleischmann wurde am 16. Juni 1943 in Wien hingerichtet.

Adresse: Josef-Fleischmann-Gasse, 2542 Kottingbrunn
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Die Gedenktafel neben dem Kriegsgrab auf dem Friedhof in Leobersdorf erinnert an Anna Gladkaja, die in Leobersdorf für das NS-Regime Zwangsarbeit leisten musste und 1945 zu Tode kam.

Adresse: Friedhofstraße, 2544 Leobersdorf
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In dieses Grab auf dem Friedhof in Leobersdorf wurden die in Wien hingerichteten Widerstandskämpfer Franz Geißler, Franz Maier und Walter Rozporka nach 1945 umgebettet. Der ebenfalls auf dem Grabstein angeführte Leopold Hörbinger wurde in Berlin hingerichtet und ist nicht hier bestattet. Alle vier sind auch auf dem Kriegerdenkmal am gleichen Friedhof angeführt, dort jedoch nicht gesondert als NS-Opfer ausgewiesen. Weiters ist ihnen jeweils eine Gasse bzw. Straße in Leoberdsorf gewidmet.

Adresse: Friedhofstraße, 2544 Leobersdorf
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Anlage mit vier Mehrfach- und acht Einzelgräbern für insgesamt 103 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken mit rotem Stern in Leobersdorf, zuletzt saniert 2000.

Adresse: Friedhofstraße, 2544 Leobersdorf
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Franz Geißler arbeitete als Eisengießer in Leobersdorf und engagierte sich für die Rote Hilfe als Kassier. Im Mai 1942 festgenommen wurde er am 26. November 1942 auf Grund des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 5. März 1943 in Wien hingerichtet. Auf dem Betriebsgelände der Leobersdorfer Maschinenfabrik erinnert auch ein (nicht öffentlich zugänglicher) Gedenkstein an Franz Geißler.

Adresse: Franz-Geißler-Gasse, 2544 Leobersdorf
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Walter Rozporka arbeitete als Maurergehilfe in Leobersdorf und engagierte sich für die Rote Hilfe als Kassier. Im Mai 1942 festgenommen wurde er am 26. November 1942 auf Grund des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 5. März 1943 in Wien hingerichtet.

Adresse: Walter-Rozporka-Gasse, 2544 Leobersdorf
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Franz Maier arbeitete als Metallgießer in Leobersdorf und engagierte sich für die Rote Hilfe als Kassier. Im März 1942 festgenommen wurde er am 11. November 1942 auf Grund des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 15. Februar 1943 in Wien hingerichtet.

Adresse: Franz-Maier-Gasse, 2544 Leobersdorf
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Der Gedenkstein auf dem Betriebsgelände der Leobersdorfer Maschinenfabrik erinnert an Franz Geißler (am Stein als "Geisler"). Dieser arbeitete hier als Eisengießer und engagierte sich für die Rote Hilfe als Kassier. Im Mai 1942 festgenommen wurde er am 26. November 1942 auf Grund des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 5. März 1943 in Wien hingerichtet. Ihm ist auch eine Gasse in Leobersdorf gewidmet. Der Stein wurde bereits 1950 errichtet und ist an der Vorderseite stark verwittert, eine davor aufgestellte Tafel gibt den Text der Inschrift wieder. Dieses Erinnerungszeichen befindet sich auf dem Gelände eines Privatunternehmens und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Südbahnstraße 28, 2544 Leobersdorf
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Mehrfachgrab für 54 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Enzesfeld-Lindabrunn, zuletzt saniert 1995.

Adresse: Friedhofstraße 10, 2551 Enzesfeld-Lindabrunn
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Die Gedenktafel an der Außenmauer des Friedhofs in Enzesfeld erinnert an die Widerstandskämpfer Leopold Hörbinger, Rudolf Hruschka und Rudolf Lutsch, die in den Enzesfelder Metallwerken tätig waren und zwischen März und Mai 1942 festgenommen wurden. Leopold Hörbinger wurde 1943 enthauptet, Rudolf Hruska starb während seiner Untersuchungshaft und Rudolf Lutsch kurz nach Kriegsende an den gesundheitlichen Folgen seiner Inhaftierung.

Adresse: Friedhofstraße 146, 2551 Enzesfeld-Lindabrunn
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Enzesfeld erinnert an die Widerstandkämpfer unter den Beschäftigten der Enzesfelder Metallwerke, wo eine kommunistische Widerstandsgruppe bestand, die sich die Sabotage der dortigen Rüstungsproduktion zum Ziel gesetzt hatte und Spenden für die Rote Hilfe sammelte. Zahlreiche Mitglieder der Gruppe wurden festgenommen und hingerichtet oder starben in Haft.

Adresse: Friedhofstraße 146, 2551 Enzesfeld-Lindabrunn
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Die Gedenkstele vor dem Schulzentrum in Hirtenberg erinnert an das KZ Außenlager Hirtenberg das etwa 300 Meter östlich von hier auf dem Gebiet der benachbarten Gemeinde Leobersdorf bestanden hatte. Das Lager wurde am 28. September 1944 für den zwangsweisen Einsatz von weiblichen KZ-Häftlingen in örtlichen Rüstungsbetrieben eingerichtet. Nur wenige Tage bevor die sowjetische Rote Armee das Gebiet erreichte wurde das Lager am 2. April 1945 aufgelöst und die hier verbliebenen Frauen auf einem Todesmarsch in Richtung des KZ Mauthausen getrieben, das 342 von ihnen am 19. April erreichten. Eine unbekannte Anzahl an Frauen wurde auf dem Weg dorthin von den Wachmannschaften ermordet, 48 unternahmen einen Fluchtversuch, über dessen Verlauf keine näheren Informationen vorliegen. Gleichartig gestaltete Gedenkstelen finden sich auch an den Orten anderer ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen.

Adresse: Leobersdorfer Straße 66, 2552 Hirtenberg
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Mehrfachgrab für 20 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Grillenberg. Ein zusätzlich angebrachter Stein verweist auf die 1944 verstorbene Natalie Soloway.

Adresse: Friedhofgasse 14, 2560 Grillenberg
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Mehrfachgrab für 5 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Hernstein.

Adresse: Aigner Straße, 2561 Hernstein
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Der Gedenkstein erinnert an den 1943 wegen seines Engagements im kommunistischen Jugendverbands hingerichteten Felix Imre und an alle NS-Opfer aus Pottenstein.

Adresse: Hainfelderstraße, 2563 Pottenstein
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Im Steinbruch bei Tasshof, in Thenneberg und im Arbeitslager der Waffen-SS in Hirtenberg wurden im April 1945 über 60 Personen von der SS ermordet. Es handelte sich dabei um namentlich nicht bekannte ungarische Jüdinnen und Juden, sowjetische Frauen und in den Quellen als "Ostarbeiterinnen" bezeichnete Zwangsarbeiterinnen. Ebenfalls genannt werden zwei namentlich bekannte Opfer des Waffen-SS Arbeitslagers Hirtenberg (Stefani Rojic und Hulja Wala), die bereits im Oktober 1944 bzw. März 1945 zu Tode gebracht wurden. Die Tafel wurde am 70. Jahrestag des Endes der NS-Herrschaft montiert.

Adresse: Klein-Mariazell 1, 2571 Klein-Mariazell
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Mehrfachgrab für 7 ukrainische Zwangsarbeiterinnen, die zu Kriegsende von der SS ermordet wurden. Die stark verwitterte Inschrift ist nicht mehr erkennbar, die hier angegebene Transkription basiert auf einer früheren Erfassung durch das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands.

Adresse: Bergsiedlung, 2572 Kaumberg
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Eduard Göth war Direktor einer Schule in der Hinterbrühl und engagierte sich als Teil der Revolutionären Sozialisten Österreichs gegen das NS-Regime. Zu seinen Tätigkeiten gehörte die Erarbeitung von Berichten über Rüstungsbetriebe in Wien und Wiener Neustadt. Nach einer Denunziation wurde er am 7. August 1942 verhaftet, am 15. Dezember 1943 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 13. März 1944 in Wien hingerichtet. In Hinterbrühl erinnert auch ein Stolperstein an Eduard Göth.

Adresse: Hauptallee 3, 2602 Blumau-Neurißhof
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In diesem Massengrab sind 1865 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen bestattet, die zwischen 5. Jänner und 2. April 1945 im Lager in der Engelmühle zu Tode kamen. Sie hatten zunächst Ende 1944 im Zuge des Südostwallbaues Zwangsarbeit leisten müssen und wurden anschließend nach Felixdorf gebracht und dort in der Engelmühle, einem durch Bombentreffer bereits stark beschädigten Gebäude, interniert. Auf Grund der Unterbringungsbedingungen in dem völlig überfüllten, unbeheizten und mit kaputten Fenstern ausgestatteten Bau, der mangelhaften Versorgung und den katastrophalen hygienischen Bestimmungen überlebten nur 222 der insgesamt 2087 dorthin deportierten Personen. 1948 errichtete die Gemeinde Felixdorf einen Gedenkstein neben dem Massengrab außerhalb des Friedhofs, der später durch zahlreiche individuelle Gedenktafeln und -plaketten erweitert wurde. Nach 2015 wurde daneben ein Grabstein mit 142 namentlich identifizierten Opfern errichtet.

Adresse: Neugasse, 2603 Felixdorf
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Die Gedenktafel erinnert an die ehemalige Synagoge in Neunkirchen und die Internierung ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter*innen in diesem Gebäude. 1883 an dieser Stelle errichtet, ersetzte sie den in einem Gasthof eingerichteten Betraum der zuvor von der jüdischen Gemeinde in Neunkirchen genutzt wurde. Während der Pogrome im November 1938 wurde die Synagoge verwüstet und ab Juli 1939 nutzte die NSDAP-Ortsgruppe Neunkirchen das Gebäude. Zwischen 1944 und April 1945 wurden hier außerdem ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen interniert. 1984 schließlich wurde die ehemalige Synagoge bis auf Reste der Grundmauern abgerissen und an der Außenmauer diese Gedenktafel installiert.

Adresse: Hohewandstraße 2, 2620 Neunkirchen
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Die Gedenktafel erinnert an den Thoraschrein der ehemalige Synagoge in Neunkirchen der sich an dieser Stelle befand. 1883 hier errichtet, ersetzte die Synagoge den in einem Gasthof eingerichteten Betraum der zuvor von der jüdischen Gemeinde in Neunkirchen genutzt wurde. Während der Pogrome im November 1938 wurde die Synagoge verwüstet und ab Juli 1939 nutzte die NSDAP-Ortsgruppe Neunkirchen das Gebäude. Zwischen 1944 und April 1945 wurden hier außerdem ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen interniert. 1984 schließlich wurde die ehemalige Synagoge bis auf Reste der Grundmauern abgerissen und diese Gedenktafel installiert.

Adresse: Hohewandstraße 2, 2620 Neunkirchen
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Der Gedenkstein in Neunkirchen ist den Opfern des Faschismus gewidmet. Auf Grund der Nennung des Zeitraumes 1934 bis 1945 bezieht er sich auf Opfer sowohl des NS-Regimes als auch des Austrofaschismus.

Adresse: Wienerstraße 7, 2620 Neunkirchen
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Anlage mit drei Mehrfach- und 133 Einzelgräbern für insgesamt 267 sowjetische Militärangehörige mit einheitlich gestalteten, betonierten Grabsteinen und zentralem Obelisken. Die letzten Sanierungen erfolgten 2001, 2021 und 2025.

Adresse: Peischingerstraße, 2620 Neunkirchen
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Die Gedenktafel am jüdischen Friedhof in Neunkirchen erinnert an Gertrude und Arthur Hirsch, die in der Shoah ermordet wurden.

Adresse: Kernstockgasse 28, 2620 Neunkirchen
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Johann Steiner lebte in Ternitz, wo er als Gewerkschafter und Kommandant des Republikanischen Schutzbundes tätig war, bevor er 1934 in die Sowjetunion flüchtete. Während des Zweiten Weltkriegs fungierte er als militärischer Kundschafter für die Rote Armee und kam dabei im November 1944 in Kärnten ums Leben. 1988 wurde ihm in seiner Heimatgemeinde eine Gasse gewidmet.

Adresse: Johann Steiner-Gasse, 2630 Ternitz
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Robert Reiterer engagierte sich als Teil der Kommunistischen Partei im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Er wurde im November 1941 festgenommen und im September 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Am 27. Februar 1945 kam er in der Haftanstalt Straubing zu Tode.

Adresse: Robert Reiterer-Gasse, 2630 Ternitz
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Anlage mit zwei Mehrfach- und 22 Einzelgräbern für insgesamt 84 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken.

Adresse: Waldfriedhofstraße, 2640 Gloggnitz
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Der Gedenkstein erinnert an die in der Shoah ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde, sowie Opfer der Gestapo in Payerbach. Für die hier genannten Mitglieder der Familie Pollak sind in Wiener Neustadt Stolpersteine verlegt.

Adresse: Dr. Coumont-Straße 2, 2650
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Der Gedenkstein erinnert an 66 Personen, die in den letzten Wochen der NS-Herrschaft in Payerbach getötet wurden.

Adresse: Bahnhofweg 149, 2650 Payerbach
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Die Gedenktafel in der Kirche erinnert an Maria Habietinek und Johanna Eggl die in Prein an der Rax erschossen wurden, als auf Betreiben des Kreisleiters der NSDAP in Neunkirchen Sonderkommandos aus SS, Volkssturm und Hitlerjungen in den letzten Kriegstagen im April 1945 von Schwarzau im Gebirge aus Jagd auf Personen machten, die ihnen als Gegner des NS-Regimes galten.

Adresse: Prein an der Rax 40, 2651 Prein an der Rax
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Der Gedenkstein erinnert an jene 17 Personen die in Reichenau an der Rax ermordet wurden, als auf Betreiben des Kreisleiters der NSDAP in Neunkirchen Sonderkommandos aus SS, Volkssturm und Hitlerjungen in den letzten Kriegstagen im April 1945 von Schwarzau im Gebirge aus Jagd auf Personen machten, die ihnen als Gegner des NS-Regimes galten. Eine 1999 gegenüber des Steins angebrachte kontextualisierende Zusatztafel verweist namentlich auf Maria Czuba, Maria Karasek, Maria Reifböck und Josef Thaller die unmittelbar vor Ort erschossen wurden. Auf einer Gedenktafel vor der Kirche in Reichenau an der Rax sind alle 17 Personen namentlich angeführt.

Adresse: Kletschkagasse, 2651 Reichenau an der Rax
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Viktor Frankl war Neurologe und Psychiater und leitete ab 1933 eine Abteilung für suizidgefährdete Personen im Psychiatrischen Krankenhaus Wien. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich durfte er keine nicht-jüdischen Patient*innen mehr betreuen. Ab 1940 leitete er schließlich die neurologische Abteilung des Rothschild-Spitals in dem noch jüdische Menschen behandelt wurden, bevor er am 28. September 1942 gemeinsam mit seiner Frau Mathilde (Tilly) und seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert wurde. Am 19. Oktober 1944 wurde Viktor Frankl von dort in das KZ Auschwitz gebracht und später in zunächst in das KZ Außenlager Kaufering III und dann weiter in das KZ Außenlager Kaufering IV transportiert, wo er am 27. April 1945 die Befreiung erlebte. Sowohl seine Frau, als auch seine Eltern und sein Bruder wurden in der Shoah ermordet. Ab 1946 war Viktor Frankl als Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik tätig, später auch als Professor in Wien, Harvard, Dallas und Pittsburgh. Er starb 1997 in Wien.

Adresse: Dr. Viktor Frankl-Gasse, 2651 Reichenau an der Rax
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Auf Betreiben des Kreisleiters der NSDAP in Neunkirchen machten Sonderkommandos aus SS, Volkssturm und Hitlerjungen in den letzten Kriegstagen im April 1945 von Schwarzau im Gebirge aus Jagd auf Personen, die ihnen als Gegner des NS-Regimes galten. Im Zuge dessen wurde auch Johann Reifböck erschossen.

Adresse: Johann-Reifböck-Gasse, 2651 Reichenau an der Rax
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Friedrich Zach war 1924 bis 1934 sozialdemokratischer Vizebürgermeister in Reichenau an der Rax, wo er eine Wäscherei betrieb. Nach seiner Festnahme und einer Verurteilung zum Tod wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat, wurde er am 8. November 1944 in Wien hingerichtet

Adresse: Friedrich-Zach-Gasse, 2651 Reichenau an der Rax
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Das Gedenkkreuz erinnert an jene Personen die in Schwarzau am Gebirge ermordet wurden, als auf Betreiben des Kreisleiters der NSDAP in Neunkirchen Sonderkommandos aus SS, Volkssturm und Hitlerjungen in den letzten Kriegstagen im April 1945 in diesem Gebiet Jagd auf Personen machten, die ihnen als Gegner des NS-Regimes galten.

Adresse: B27, 2662 Schwarzau im Gebirge
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Der Gedenkstein erinnert an Anna und Karl Wachtl, deren Wohnhaus sich an dieser Stelle befunden hatte. Beiden gelang noch 1938 die Flucht, ihre Familien wurden in der Shoah ermordet. Das Haus wurde "arisiert" und nach 1945 an Anna und Karl Wachtl restituiert, die zu diesem Zeitpunkt in den USA lebten. 1972 schließlich beauftragte die Gemeinde wegen Baufälligkeit den Abriss des Hauses auf Kosten der Familie Wachtl, ließ 1992 das Grundstück in Grünland umwidmen und erwarb es schließlich 2014. In der Folge wurde dort Grünschnitt gelagert, bevor 2017 ein Gedenkstein errichtet werden konnte.

Adresse: Orthofstraße, 2673 Breitenstein
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Das Gedenkkreuz erinnert an Johann Lichtenwörther und Alois Leisser. Die beiden 17-jährigen Wehrmachtssoldaten wurden bei dem Versuch gemeinsam zu desertieren von der SS an dieser Stelle in Breitenstein aufgegriffen, vor Ort standrechtlich hingerichtet und ihre toten Körper an einem Baum festgebunden. Nach Kriegsende wurden sie auf dem örtlichen Friedhof bestattet. Johann Lichtenwörther wurde später nach Zillingdorf umgebettet, wo er auch unter den getöteten Soldaten auf dem örtlichen Kriegerdenkmal aufgelistet ist.

Adresse: Obere Bahnstraße 9, 2673 Breitenstein
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Heinrich Sauer, bereits während der Zwischenkriegszeit Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Österreich, war während der NS-Herrschaft Teil einer Widerstandsgruppe im Raum Wiener Neustadt, Neunkirchen, Leobersdorf und Bad Vöslau. Unter anderem sammelte er Geldbeträge zur Unterstützung der Angehörigen des politischen Häftlings Leopold Huber und ermöglichte dem kommunistischen Jugendverband die Herstellung von Druckwerken in seinem Haus in der damaligen Feldgasse (heute Heinrich-Sauer-Gasse) in Wiener Neustadt. Er wurde im Herbst 1941 verhaftet, zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt und starb am 2. Jänner 1945 in der Justizanstalt Krems-Stein.

Adresse: Heinrich Sauer-Gasse, 2700 Wiener Neustadt
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Alfred Höchstätter war als Arbeiter in Wiener Neustadt tätig und engagierte sich in einer Betriebszelle der KPÖ im Rax-Werk gegen das NS-Regime. Er wurde im Dezember 1942 verhaftet und im November 1943 zum Tod verurteilt, nachdem ihm die Verbreitung antifaschistischer Druckwerke vorgeworfen worden war. Am 25. Jänner 1944 wurde Alfred Höchstätter in München-Stadelheim hingerichtet.

Adresse: Alfred Höchstätter-Gasse, 2700 Wiener Neustadt
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Die Gedenktafel am Wiener Neustädter Hauptbahnhof erinnert an die drei Widerstandskämpfer Josef Höger, Ludwig Huber und Heinrich Sauer. Sie waren bei der Reichsbahn tätig und engagierten sich als Teil der kommunistischen Partei bzw. kommunistischer Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime. Alle drei wurden in den Jahren 1940/41 verhaftet und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Josef Höger und Ludwig Huber wurden während ihres Einsatzes als Teil einer sogenannten "Bewährungseinheit" in Kroatien getötet, Heinrich Sauer kam bei seiner Haft in der Strafanstalt Krems-Stein zu Tode.

Adresse: Bahnhofplatz 1, 2700 Wiener Neustadt
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Die Gedenktafel erinnert an Paul Johannes Schlesinger, der als Feinmechaniker sowie später als sozialdemokratischer Politiker und Gewerkschafter tätig war. Ab 1921 fungierte er als Abgeordneter zunächst im Niederösterreichischen Landtag, ab 1926 im Nationalrat. Auf Grund seiner politischen Funktionen bereits 1934 in Haft genommen, wurde er auch vom NS-Regime mehrfach verhaftet. Er wurde schließlich Ende 1944 oder Anfang 1945 in das KZ-Groß Rosen und weiter in das KZ Auschwitz deportiert und entweder bereits am Transport oder am Ankunftsort getötet.

Adresse: Kammanngasse 5, 2700 Wiener Neustadt
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Die Gedenktafel erinnert an die aus Wiener Neustadt vertriebenen Mitglieder der jüdischen Gemeinde. Sie wurde 1995 angebracht, als einige Shoah-Überlebende auf Einladung der Ichthys-Gemeinde (Freikirche) nach Wiener Neustadt reisten um hier Schabbat zu feiern.

Adresse: Promenade 754, 2700 Wiener Neustadt
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Die Gedenktafel erinnert an die ehemalige Synagoge sowie die vertriebenen Mitglieder der israelitischen Kultusgemeinde in Wiener Neustadt und ersetzt eine frühere Gedenktafel die hier bereits ab Mitte der 1950er Jahre montiert war. Die Synagoge war 1902 an dieser Stelle errichtet worden, wurde im Zuge der Novemberpogrome 1938 verwüstet und nach 1945 abgerissen.

Adresse: Baumkirchnerring 4, 2700 Wiener Neustadt
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Grabanlage mit Mehrfach- und Einzelgräbern für getötete sowjetische Militärangehörige auf dem städtischen Friedhof Wiener Neustadt. In der Anlage liegen auch nach 1945 Verstorbene bestattet.

Adresse: Wiener Straße 108, 2700 Wiener Neustadt
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Anlage mit Gräbern für 952 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken auf dem Friedhof in Wiener Neustadt, zuletzt saniert 1991 und 2016.

Adresse: Wiener Straße 108, 2700 Wiener Neustadt
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In diesem Bereich des städtischen Friedhofs Wiener Neustadt sind zivile Opfer der letzten Wochen des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs bestattet.

Adresse: Wiener Straße 108, 2700 Wiener Neustadt
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Mehrfachgrab für 5 getötete sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Bad Fischau, zuletzt saniert 2018.

Adresse: Hauptstraße 32, 2721 Bad Fischau
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Die Gedenktafel am Bahnhof in Bad Fischau erinnert an Hans Kaiser. Dieser war als Angestellter der Reichsbahn tätig und engagierte sich als Teil des kommunistischen Jugendverbandes gegen den Nationalsozialismus, ab Frühjahr 1939 in der Funktion des Organisationsleiters für den Bezirk Wiener Neustadt-Land. Im August 1939 wurde er von der Gestapo verhaftet und im Oktober 1940 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zu einer Haftstrafe von 33 Monaten verurteilt. Im Anschluss an seine Strafhaft wurde er in das Konzentrationslager Dachau überstellt und dort am 23. Februar 1943 ermordet.

Adresse: Wiener Neustädter Straße 36, 2721 Bad Fischau
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Die Gedenktafel erinnert an Peter Posch und Adolf Sasso. Letzterer lebte in Winzendorf, wo er als Tischler tätig war. Nachdem sein Sohn, der Widerstandskämpfer und britische Kundschafter Josef Sasso, bei seiner Festnahme im Haus von Adolf Sasso einen Gestapobeamten erschossen hatte, wurde die Familie Sasso auf Grund des Vorwurfs der Feindbegünstigung festgenommen und in unterschiedliche Konzentrationslager deportiert. Adolf Sasso wurde im KZ Buchenwald interniert und bei einem Evakuierungsmarsch am 12. April 1945 ermordet. Josef Sasso, sowie seine Mutter Leopoldine und seine Schwägerin Anna überlebten die Haft in den Konzentrationslagern Theresienstadt und Ravensbrück. Peter Posch lebte in Winzendorf wo er als Wasserleitungsaufseher und Organisationsleiter der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei tätig war. Nachdem er 1944 kurzfristig Josef Sasso versteckte, wurde er verhaftet und über die Gestapozentrale Wiener Neustadt, das Polizeigefangenenhaus Wien und das KZ Dachau in das KZ Flossenbürg deportiert. Dort wurde er am 23. November 1944 ermordet. Seine Tochter Maria wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung verhaftet und in das KZ Ravensbrück deportiert, wo sie die Befreiung erlebte. Sie starb im August 1946 an den gesundheitlichen Folgen ihrer Internierung. Eine erste Gedenktafel wurde bereits 1950 an der Außenmauer des Friedhofs angebracht. Die neue Gedenktafel am Torgebäude wurde 1983 anlässlich des 100. Geburtstages von Adolf Sasso montiert.

Adresse: Weikersdorferstraße 274, 2722 Winzendorf
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Mehrfachgrab für 22 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Muthmannsdorf.

Adresse: Kirchenstraße 1, 2723 Muthmannsdorf
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Mehrfachgrab für 11 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Maiersdorf.

Adresse: Setzweg 238, 2724 Maiersdorf
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Mehrfachgrab für 18 sowjetische Militärangehörige mit monumentalem Obelisken in Wöllersdorf.

Adresse: Höhlturmweg, 2752 Wöllersdorf
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Der Gedenkstein erinnert an Dr. Jakob Rosenfeld, der hier als Sohn eines Militärbeamten aufwuchs. Er war später als Arzt in Wien und Wiener Neustadt tätig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er im Juni 1938 in das KZ Dachau deportiert. Unter der Auflage das Land zu verlassen, wurde er wieder freigelassen und flüchtete 1939 nach Schanghai. Nach dem Sturz des NS-Regimes kehrte er 1949 kurzfristig nach Österreich zurück, bevor er nach Israel ging. Von dort wollte er wiederum nach China emigrieren, starb jedoch am 22. April 1952 während der Abwicklung seines Visums in Tel Aviv.

Adresse: Kirchengasse 53, 2752 Wöllersdorf
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Jakob Rosenfeld wuchs in Wöllersdorf als Sohn eines Militärbeamten auf und war später als Arzt in Wien und Wiener Neustadt tätig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er im Juni 1938 in das KZ Dachau deportiert. Unter der Auflage das Land zu verlassen, wurde er wieder freigelassen und flüchtete 1939 nach Schanghai. Nach dem Sturz des NS-Regimes kehrte er 1949 kurzfristig nach Österreich zurück, bevor er nach Israel ging. Von dort wollte er wiederum nach China emigrieren, starb jedoch am 22. April 1952 während der Abwicklung seines Visums in Tel Aviv.

Adresse: Dr. Jakob Rosenfeld-Gasse, 2752 Wöllersdorf
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Die Gedenktafel an der Aufbahrungshalle in Pernitz erinnert an die beiden Widerstandskämpfer Heinrich Fischer und Josef Postl. Heinrich Fischer war als Fabriksportier in Pernitz tätig und Teil der nach einem Berg in den Gutensteiner Alpen benannten Widerstandsgruppe "Hohe Mandling". Diese führte in der topographisch komplexen Region einen aktiven und bewaffneten Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Anfang April 1945 wurde Heinrich Fischer, wohl nach einer Denunziation, von der Gestapo festgenommen und am 4. April 1945 auf der Ruine Gutenstein erschossen. Josef Postl war als Schlosser im Wiener Neustädter Rax-Werk tätig, wo er sich als Teil einer kommunistischen Betriebszelle engagierte. Im November 1942 festgenommen, wurde er im November 1943 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 25. Jänner 1944 in München-Stadelheim hingerichtet.

Adresse: Franz Hofer-Straße 1, 2763 Pernitz
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Die Gedenktafel im Inneren des Portiersgebäudes der Papierfabrik in Ortmann (Pernitz) erinnert an Hans Köberl und Heinrich Teichmann. Beide waren als Teil der nach einem Berg in den Gutensteiner Alpen benannten Widerstandsgruppe "Hohe Mandling" tätig. Diese führte in der topographisch komplexen Region einen aktiven und bewaffneten Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Im April konnten sie die von der Deutschen Wehrmacht angesichts der militärischen Niederlage geplante Sprengung der Papierfabrik, die 1938 dem vom NS-Regime als Juden verfolgten Hugo Bunzl geraubt worden war, verhindern. Dieses Erinnerungszeichen befindet sich auf einem aktiven Betriebsgelände und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Hauptstraße 1, 2763 Pernitz
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Die Gedenktafel im Eingangsbereich der Mittelschule Lanzenkirchen erinnert an Pater Jakob Gapp. Er war Priester, Lehrer und Mitglied der katholischen Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Mariä. Nach seiner Priesterweihe 1930 unterrichtete er in Freistadt, Lanzenkirchen (1931 bis 1934), Graz und Reutte. Auf Grund seiner öffentlichen Äußerungen gegen den Nationalsozialismus wurde er bereits 1938 mit einem allgemeinen Unterrichtsverbot belegt. Im Jänner 1939 schließlich musste er nach einer kritischen Predigt flüchten und verbrachte wenige Monate im Gründungshaus seines Ordens in Bordeaux, bevor er im Mai 1939 weiter nach Spanien ging. Auch dort trat er weiterhin öffentlich gegen das NS-Regime auf und verbreitete auch Informationen zum Kriegsverlauf aus britischen Rundfunknachrichten. Im November 1942 wurde er von Agenten des nationalsozialistischen Deutschen Reiches in das besetzte Frankreich gebracht und dort von der Gestapo verhaftet. Wegen des Vorwurfs des Landesverrats zum Tod verurteilt, wurde er am 13. August 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Jakob Gapp wurde am 24. November 1996 durch die katholische Kirche selig gesprochen, die Enthüllung der Gedenktafel erfolgte fünf Tage darauf.

Adresse: Schulgasse 10, 2821 Lanzenkirchen
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Anlage mit zwei Einzelgräbern für unbekannte sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Lanzenkirchen.

Adresse: Lange Gasse 323, 2821 Lanzenkirchen
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Grab für unbekannte sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof der Vituskirche in Ofenbach (Lanzenkirchen).

Adresse: Kirchenweg, 2821 Lanzenkirchen
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Mehrfachgrab für 36 sowjetische Militärangehörige mit zentralem Obelisken auf dem Friedhof in Bad Erlach.

Adresse: Thermenstraße, 2822 Bad Erlach
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Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer der Shoah in Perchtoldsdorf sowie die im Zuge der Wiener Gesera im Jahr 1421 zerstörte Perchtoldsdorfer jüdische Gemeinde. Sie ist weiters jenen Personen gewidmet, die NS-Verfolgte unterstützten. Sie befindet sich neben dem Standort der zerstörten mittelalterlichen Synagoge und besteht aus einer bronzenen Kugel und einer Tafel.

Adresse: Heldenplatz, 2830 Perchtoldsdorf
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Mehrfachgrab für 23 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Edlitz, zuletzt saniert 2002.

Adresse: Kirchschlager Straße, 2842 Edlitz
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Die Gedenktafel erinnert an das ehemalige jüdische Bethaus in Krumbach, das 1870 von Juda und Mosche Blum errichtet worden war und bis zum Beginn der NS-Herrschaft 1938 hier bestanden hatte. 2019 wurde darunter eine weitere Gedenktafel für die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Krumbach montiert.

Adresse: Marktstraße 17, 2851 Krumbach
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Die Gedenktafel erinnert an die Familie Daniel, die hier in Kirchberg am Wechsel eine Gemischtwarenhandlung führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie 1942 aus ihrer Heimat vertrieben und in der Shoah ermordet.

Adresse: Markt 344, 2880 Kirchberg am Wechsel-Markt
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Anlage mit 5 Mehrfach- und 8 Einzelgräbern für insgesamt 109 sowjetische Militärangehörige, durch spätere Umbettungen hierher bis 1957 belegt.

Adresse: Marterbauerstraße, 3002 Purkersdorf
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Purkersdorf ist den vertriebenen und ermordeten Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Purkersdorf gewidmet. Unter den namentlich Angeführten befinden sich auch sechs Personen, die ursprünglich nicht aus der Gemeinde stammten, jedoch zum Umzug in eine Sammelwohnung in der Wiener Straße 33 in Purkersdorf gezwungen und von hier aus deportiert wurden.

Adresse: Berggasse 20, 3002 Purkersdorf
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Der Gedenkstein erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Gablitz. Die 5 Offiziere und 42 Soldaten waren ursprünglich in Einzel- und Mehrfachgräbern hier bestattet und wurden 1957 exhumiert und auf den Friedhof in Purkersdorf überführt.

Adresse: Kirchengasse 6, 3003 Gablitz
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Die Gedenktafel an der Fassade des Gemeindeamts Gablitz erinnert an Dr. Heinrich und Bertha Rieger. Heinrich Rieger war als Zahnarzt in Wien tätig und erwarb 1901 eine Villa, die sich an dieser Stelle befand. Ab etwa 1900 begann er außerdem mit dem Aufbau einer Sammlung zeitgenössischer Kunst, darunter von Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihm die Approbation als Zahnmediziner entzogen. Seiner wirtschaftlichen Grundlage beraubt, musste er Teile seiner Kunstsammlung verkaufen und auch seine Villa in Gablitz wurde enteignet. Im September 1942 wurden Heinrich und Berta Rieger von Wien aus nach Theresienstadt deportiert, wo Heinrich am 17. Oktober 1942 ermordet wurde. Berta Rieger wurde 1944 weiter in das KZ Auschwitz transportiert und dort unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet.

Adresse: Linzerstraße 99, 3003 Gablitz
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Anlage mit 10 Mehrfach- und 11 Einzelgräbern für insgesamt 280 sowjetische Militärangehörige, zuletzt saniert 2008.

Adresse: Hauptstraße 88a, 3021 Pressbaum
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Massengrab für 104 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Altlengbach, zuletzt saniert 1998.

Adresse: Feldgasse 3, 3033 Altlengbach
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Anlage mit 14 Mehrfach- und 163 Einzelgräbern für insgesamt 506 sowjetische Militärangehörige mit einheitlich gestalteten, betonierten Grabsteinen und zentralem Obelisken, zuletzt saniert 1996 und 2025.

Adresse: Wiener Straße, 3040 Neulengbach
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Die Gedenktafel und das Mahnmal sind jenen 144 Personen gewidmet, die zwischen 1938 und 1945 als Bewohner des jüdischen Blindenheims an dieser Stelle deportiert und in der Shoah ermordet wurden. Der Gebäudekomplex steht derzeit leer.

Adresse: Odilienweg 1, 3051 Unterdambach
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Leopold Strasser lebte in Kirchstetten, wo er als Schlosser tätig war. Im März 1941 wurde er wegen seiner Betätigung für die Rote Hilfe festgenommen und im Dezember 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Seine Hinrichtung erfolgte am 29. April 1943 in Wien.

Adresse: Leopold Strasser-Gasse 1, 3062 Kirchstetten
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Der Komponist und Musikwissenschafter Egon Joseph Wellesz war ab 1929 als außerordentlicher Professor für Musikwissenschaft an der Universität Wien tätig. Aus einer jüdischen Familie stammend und als Komponist von Musik die den NS-Behörden als "entartet" galt wurde er 1938 in die Emigration gezwungen. Er starb im November 1974 in Oxford, sein Ehrengrab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof. Die Benennung einer Gasse in St. Pölten nach Egon Wellesz erfolgte 1980.

Adresse: Egon Wellesz-Gasse, 3100 St. Pölten
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In dieser Grabanlage auf dem städtischen Friedhof St. Pölten sind entlassene ehemalige politische Gefangene des Zuchthauses Krems-Stein sowie am 13. April 1945 hingerichtete Mitglieder der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff bestattet. Als der Leiter der Justizanstalt Stein am 6. April 1945 die Enthaftung politischer Gefangener anordnete, stürmte die SS das Gefängnis, verübte ein Massaker ("Steiner Massaker") an den dortigen Häftlingen und verfolgte jene, die bereits frei gekommen waren. Die hier bestatteten ehemaligen Häftlinge wurden auf ihrem Heimweg nahe Statzendorf von SS-Angehörigen ermordet. Die Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff wurde im Frühjahr 1945 gegründet und ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. 13 von ihnen wurden am 13. April im St. Pöltner Hammerpark erschossen.

Adresse: Goldegger Straße, 3100 St. Pölten
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Anlage mit sechs Massen- und 225 Einzelgräbern für insgesamt 390 sowjetische Militärangehörige mit einheitlich gestalteten betonierten Grabsteinen neben dem städtischen Friedhof in St. Pölten, zuletzt saniert 2021/22.

Adresse: Karlstettner Straße, 3100 St. Pölten
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Am Grab von Jakob Körner auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordeten Familienmitglieder Klara und Gusti Körner. Klara Chana Körner lebte gemeinsam mit ihrem Ehemann Jakob in St. Pölten, wo die Familie ein Bekleidungsgeschäft betrieb. Nach dem Tod ihres Mannes im April 1936 führte Klara dieses weiter und auch ihre Töchter Augustine (Gusti) Golda und Margarete waren dort beschäftigt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und aus der Stadt vertrieben. Gemeinsam mit ihrer älteren Tochter Augustine wurde Klara im Juni 1942 von Wien aus nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach ihrer Ankunft am 15. Juni 1942 ermordet. Alfred, Klaras Sohn, und der jüngeren Tochter Margarete gelang die Flucht ins Ausland.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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In der Nacht des 2. Mai 1945 ermordeten Angehörige der Waffen-SS ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen, die auf einem Todesmarsch in Richtung des KZ-Mauthausen in Persenbeug und Hofamt Priel untergebracht waren. Kinder und kranke Personen wurden direkt in den Baracken getötet, alle anderen zu Gräben in Hofamt Priel getrieben und dort erschossen. Die Opfer wurden vor Ort begraben, 1964 wieder exhumiert und hier am neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten in einem Massengrab bestattet. Der Gedenkstein war ursprünglich 1948 am Ort des Massakers im Schliefaugraben bei Randegg errichtet worden. Kurz darauf wurde er, mit einer neuen Tafel versehen, an die damalige Stelle des Massengrabes der Opfer des Massakers in Hofamt Priel versetzt. Mit der Exhumierung 1964 wurde er schließlich an seinem heutigen Standort aufgestellt.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Leopold Göber war als Arbeiter bei der Deutschen Reichsbahn in St. Pölten tätig. Er wurde wegen des Vorwurfs der Betätigung für die Rote Hilfe und der Verbreitung kommunistischer Flugschriften verurteilt und 1943 hingerichtet. Die Benennung der Gasse im St. Pöltner Stadtteil Spratzern nach Leopold Göber erfolgte 1991.

Adresse: Göbergasse, 3100 St. Pölten
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Die Gedenktafel ist den Widerstandskämpfern Franz Eckelbacher, Ludwig Albrecht, Ferdinand Böhm, Rudolf Futschik, Johann Kapovits, Johann Kopatz, Heinrich Korinek, Rudolf Pichelmann, Georg Prachinger, Johann Stamminger und Eugen Trinka gewidmet, die in der Maschinenfabrik Voith Teil einer kommunistischen Widerstandsgruppe waren. Sie wurden zwischen Februar und Dezember 1941 festgenommen und auf Grund des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat, teils auch zusätzlich wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung verurteilt. Ursprünglich 1946 errichtet war die Gedenktafel auf einem Steinsockel montiert und befand sich an einem anderen Standort auf dem Betriebsgelände der Maschinenfabrik J.M. Voith. Später (wohl nach 2011) wurde sie an ihren heutigen Standort versetzt. Dieses Erinnerungszeichen ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Linzer Straße 55, 3100 St. Pölten
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Der Jurist Dr. Otto Kirchl war als stellvertretender Polizeidirektor in St. Pölten tätig. Gemeinsam mit dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg bildete er die Führung der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Diese wurde im Frühjahr 1945 gegründet und ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Otto Kirchl wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe, darunter seine Ehefrau Hedwig, am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen. Die Umbenennung der vormaligen Dr. Schober-Gasse neben der St. Pöltner Polizeizentrale nach Otto Kirchl erfolgte 1946.

Adresse: Doktor-Kirchl-Gasse, 3100 St. Pölten
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Der Gedenktafel erinnert an 7 der insgesamt 13 am 13. April 1945 im Hammerpark hingerichteten Mitglieder der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Die Gruppe wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Im April 1945 durch einen Spitzel verraten, wurden führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Unter den hingerichteten Mitgliedern der Gruppe befanden sich auch die auf der Gedenktafel aufgelisteten 6 Angehörigen der Polizei, sowie Hedwig Kirchl, die jedoch nicht namentlich genannt wird sondern nur als Frau des stellvertretenden Polizeidirektors Otto Kirchl angeführt ist.

Adresse: Linzer Straße 47, 3100 St. Pölten
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Johann Dürauer war als Bezirksinspektor der Polizei in St. Pölten tätig und engagierte sich in der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Diese wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Johann Dürauer wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen. Die Benennung einer Gasse im St. Pöltner Stadtteil Spratzern nach Johann Dürauer erfolgte 1946.

Adresse: Dürauergasse, 3100 St. Pölten
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Anton Rödl war als politischer Widerstandskämpfer während der NS-Zeit in einem Konzentrationslager inhaftiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er als sozialdemokratischer Politiker ab 1945 Gemeinderat und ab 1948 Stadtrat in St. Pölten tätig. Außerdem fungierte er von 1945 bis 1960 als Sekretär der Metallarbeitergewerkschaft für den Bezirk St. Pölten. Bei der 1974 erfolgten Benennung einer Gasse im St. Pöltner Stadtteil Spratzern nach Anton Rödl, wurde seitens der Stadtverwaltung neben seiner politischen Tätigkeit in der Nachkriegszeit auch auf seine KZ-Haft Bezug genommen.

Adresse: Rödlgasse, 3100 St. Pölten
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Die Gedenktafel ist jenen ehemaligen jüdischen Schüler*innen des Obergymnasiums St. Pölten gewidmet, die in der Shoah ermordet wurden. Sie wurde 1998 erstmals montiert und 2023 an ihren heutigen Platz versetzt.

Adresse: Josefstraße 84, 3100 St. Pölten
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Die Gedenktafel erinnert an Pater Paulus Wörndl. Dieser fungierte ab 1930 als Pfarrer der St.-Josef-Kriegergedächtnis-Kirche in St. Pölten, wurde von der Gestapo jedoch bereits im September 1939 mit einem "Gauverbot" belegt. In der Folge war er ab 1941 als Pfarrer in der Linzer St.-Josefs-Kirche tätig und wurde dort am 6. Juli 1943 von der Gestapo verhaftet. Unter dem Vorwurf, er habe in seiner Funktion als Priester einen Soldaten der Deutschen Wehrmacht "habsburgisch-separatistisch" beeinflusst, wurde er im März 1944 in Berlin zum Tod verurteilt. Paulus Wörndl wurde am 26. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee enthauptet.

Adresse: Pater Paulus-Platz, 3100 St. Pölten
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Die Gedenktafel erinnert an Pater Paulus Wörndl. Dieser fungierte ab 1930 als Pfarrer der St.-Josef-Kriegergedächtnis-Kirche in St. Pölten, wurde von der Gestapo jedoch bereits im September 1939 mit einem "Gauverbot" belegt. In der Folge war er ab 1941 als Pfarrer in der Linzer St.-Josefs-Kirche tätig und wurde dort am 6. Juli 1943 von der Gestapo verhaftet. Unter dem Vorwurf, er habe in seiner Funktion als Priester einen Soldaten der Deutschen Wehrmacht "habsburgisch-separatistisch" beeinflusst, wurde er im März 1944 in Berlin zum Tod verurteilt. Paulus Wörndl wurde am 26. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee enthauptet.

Adresse: Pater Paulus-Platz, 3100 St. Pölten
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Die Gedenktafel erinnert an die Opfer des NS-Regimes unter den Bediensteten der Reichsbahn in St. Pölten. Neben Richard Tandler, der vom NS-Regime als Jude verfolgt und in der Shoah ermordet wurde, sind dort 22 Mitglieder der kommunistischen Betriebszellen in der Reichsbahn-Ausbesserungswerkstätte, sowie dem Haupt- und dem Alpenbahnhof in St. Pölten angeführt. Sie wurden zwischen März und Dezember 1941 festgenommen und entweder hingerichtet oder in Konzentrationslagern bzw. in Haft ermordet.

Adresse: Bahnhofplatz 1, 3100 St. Pölten
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Anton Streyczek wurde in St. Georgen am Steinfelde geboren und arbeitete an unterschiedlichen Stellen als Hilfsarbeiter. Als Zeuge Jehovas widersetzte er sich im September 1939 seiner Einberufung zur Deutschen Wehrmacht und wurde daraufhin von der Gestapo verhaftet und in Berlin zum Tod verurteilt. Am 20. Dezember 1939 wurde Streyczek in Berlin-Plötzensee enthauptet. Die Benennung einer Straße im St. Pöltner Stadtteil Spratzern nach Anton Streyczek erfolgte 1998.

Adresse: Anton-Streyczek-Gasse, 3100 St. Pölten
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Die Gedenktafel erinnert an die Opfer des NS-Regimes unter den Bediensteten der Reichspost. Die fünf angeführten Personen waren Mitglieder einer kommunistischen Betriebszellen in der Kraftpoststelle der Deutschen Reichspost in St. Pölten. Sie wurden im November 1941 festgenommen und wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Johann Brunner und Karl Wallner wurden am 27. April im KZ Mauthausen ermordet, Lambert Fellner, August Fiala und Oskar Schnofl im Zuge des Steiner Massakers am 6. April 1945.

Adresse: Bahnhofplatz 1a, 3100 St. Pölten
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Dr. Julius Fischer führte ab 1913 eine Rechtsanwaltskanzlei in St. Pölten, wo er ab 1923 auch als sozialdemokratischer Finanzstadtrat fungierte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich musste er auf Grund eines Berufsverbotes seine Kanzlei schließen und wurde schließlich am 10. November 1938 von der Gestapo verhaftet und zur Überschreibung seines Hauses an die Stadt St. Pölten gezwungen. Im Mai 1939 konnte er gemeinsam mit seiner Ehefrau Hilda über Paris in die USA flüchten, wo er 1943 verstarb. Die Restitution seines Hauses an seine Witwe erfolgte 1958, die Benennung einer St. Pöltner Gasse nach Julius Fischer im Jahr 1969.

Adresse: Dr. Julius Fischer-Gasse, 3100 St. Pölten
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Rupert Grünzweig arbeitete als Schmied im Reichsbahnausbesserungswerk St. Pölten, wo er sich in einer KPÖ-Betriebszelle engagierte. Er wurde am 11. Oktober 1941 von der Gestapo verhaftet, im September 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung zum Tod verurteilt und am 18. Oktober 1942 getötet. Die Umbenennung der vormaligen Flurstraße im St. Pöltner Stadtteil Spratzern nach Rupert Grünzweig erfolgte 1974.

Adresse: Rupert Grünzweig-Gasse, 3100 St. Pölten
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Der Gedenkstein an der Außenfassade der ehemaligen Synagoge in St. Pölten ist den ermordeten Mitgliedern der jüdischen Gemeinde gewidmet. 1992 auf Initiative von Dr. Hans Morgenstern durch das Institut für jüdische Geschichte Österreichs errichtet, listete er ursprünglich 180 namentlich bekannte Opfer der Shoah, bevor er 2008 um 130 Personen erweitert wurde. Die letzte Aktualisierung und Ergänzung auf Basis neuer Forschungsergebnisse erfolgte 2016 in Form einer Zusatztafel.

Adresse: Dr.-Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten
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Der Gedenkstein erinnert an die hier am 13. April 1945 hingerichteten 13 Mitglieder der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Die Gruppe wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt.

Adresse: Clichystraße, 3100 St. Pölten
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Konrad Gerstl war Landwirt und engagierte sich in der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Diese wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Konrad Gerstl wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen. Die Benennung einer Gasse nach Konrad Gerstl im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf erfolgte 1974.

Adresse: Gerstlgasse, 3100 St. Pölten
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Der Gedenkstein in St. Pölten ist den Opfern des Faschismus gewidmet. Auf Grund der Nennung des Zeitraumes 1934 bis 1945 bezieht er sich auf Opfer sowohl des NS-Regimes als auch des Austrofaschismus.

Adresse: Niederösterreich-Ring 1a, 3100 St. Pölten
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Jakob Kastelic war Jurist und Mitglied der christlich-sozialen Partei. Er war 1934 für den Österreichischen Arbeitsdienst tätig, später auch Wiener Landesführer der Ostmärkischen Sturmscharen. Bereits ab Herbst 1938 war er führend an einer konservativen Widerstandsgruppe, der "Großösterreichischen Freiheitsbewegung", beteiligt. Kastelic wurde am 23. Juli 1940 von der Gestapo verhaftet, am 1. März 1944 nach dem Vorwurf des Hochverrats zum Tod verurteilt und am 2. August 1944 enthauptet. Die Benennung einer Gasse nach Jakob Kastelic in der St. Pöltner Katastralgemeinde Oberwagram erfolgte 1996.

Adresse: Kastelicgasse, 3100 St. Pölten
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Franz Eckelbacher war als Eisendreher bei der St. Pöltner Maschinenfabrik J.M. Voith tätig und engagierte sich dort in einer kommunistischen Betriebszelle. Er wurde verhaftet und am 20. November 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zu vier Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Bereits kurz darauf, am 10. Jänner 1943, starb er während seiner Haft im Gefangenenhaus Straubing an Misshandlungen und den vorherrschenden Haftbedingungen. Die Benennung einer Verkehrsfläche im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf nach Franz Eckelbacher erfolgte 1974.

Adresse: Eckelbachergasse, 3100 St. Pölten
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Die Gedenktafel ist Teil der insgesamt aus fünf solchen Elementen bestehenden Kunstinstallation "Orientierungstafeln". Sie zeigt ein historisches Luftbild des umgebenden Areals auf dem sich ab 1942 ein Lager für Zwangsarbeiter*innen der St. Pöltner Glanzstofffabrik und in den Jahren 1944/45 ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen befand. Ab 1967 wurde hier eine Schotteraufbereitungsanlage betrieben und später ein Freizeitareal mit zwei künstlichen Seen angelegt.

Adresse: Dr. Adolf Schärf-Straße, 3107 St. Pölten
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Die Gedenktafel ist Teil der insgesamt aus fünf solchen Elementen bestehenden Kunstinstallation "Orientierungstafeln". Sie zeigt ein historisches Luftbild des umgebenden Areals auf dem sich ab 1942 ein Lager für Zwangsarbeiter*innen der St. Pöltner Glanzstofffabrik und in den Jahren 1944/45 ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen befand. Ab 1967 wurde hier eine Schotteraufbereitungsanlage betrieben und später ein Freizeitareal mit zwei künstlichen Seen angelegt.

Adresse: Dr. Adolf Schärf-Straße, 3107 St. Pölten
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Die Gedenktafel ist Teil der insgesamt aus fünf solchen Elementen bestehenden Kunstinstallation "Orientierungstafeln". Sie zeigt ein historisches Luftbild des umgebenden Areals auf dem sich ab 1942 ein Lager für Zwangsarbeiter*innen der St. Pöltner Glanzstofffabrik und in den Jahren 1944/45 ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen befand. Ab 1967 wurde hier eine Schotteraufbereitungsanlage betrieben und später ein Freizeitareal mit zwei künstlichen Seen angelegt.

Adresse: Dr. Adolf Schärf-Straße, 3107 St. Pölten
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Die Gedenktafel ist Teil der insgesamt aus fünf solchen Elementen bestehenden Kunstinstallation "Orientierungstafeln". Sie zeigt ein historisches Luftbild des umgebenden Areals auf dem sich ab 1942 ein Lager für Zwangsarbeiter*innen der St. Pöltner Glanzstofffabrik und in den Jahren 1944/45 ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen befand. Ab 1967 wurde hier eine Schotteraufbereitungsanlage betrieben und später ein Freizeitareal mit zwei künstlichen Seen angelegt.

Adresse: Dr. Adolf Schärf-Straße, 3107 St. Pölten
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Die Gedenktafel ist Teil der insgesamt aus fünf solchen Elementen bestehenden Kunstinstallation "Orientierungstafeln". Sie zeigt ein historisches Luftbild des umgebenden Areals auf dem sich ab 1942 ein Lager für Zwangsarbeiter*innen der St. Pöltner Glanzstofffabrik und in den Jahren 1944/45 ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen befand. Ab 1967 wurde hier eine Schotteraufbereitungsanlage betrieben und später ein Freizeitareal mit zwei künstlichen Seen angelegt.

Adresse: Dr. Adolf Schärf-Straße, 3107 St. Pölten
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Anlage mit Gräbern für 263 sowjetische Militärangehörige neben dem Friedhof in Herzogenburg, zuletzt saniert 2021.

Adresse: Rottersdorfer Straße 1, 3130 Herzogenburg
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Die Gedenktafel erinnert an sowohl an die in der Shoah, als auch die im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker oder beeinträchtigter Menschen ermordeten Bewohner*innen von Nußdorf ob der Traisen.

Adresse: Kirchenplatz 1, 3134 Nußdorf ob der Traisen
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Roman Karl Scholz war Augustiner-Chorherr im Stift Klosterneuburg und ab 1939 Dozent an der dortigen Theologischen Hochschule. Bereits im Herbst 1938 gründete er die konservative Widerstandsbewegung "Österreichische Freiheitsbewegung" wurde jedoch durch einen Spitzel verraten und am 22. Juli 1940 von der Gestapo verhaftet. Nach zahlreichen Überstellungen in unterschiedliche Gefängnisse wurde er am 23. Februar 1944 in Wien zum Tod verurteilt und am 10. Mai 1944 enthauptet. Die Benennung einer Gasse nach Roman Karl Scholz im St. Pöltner Stadtteil Pottenbrunn erfolgte 1983.

Adresse: Scholzgasse, 3140 St. Pölten
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Die am Kriegerdenkmal in Wilhelmsburg angebrachte Zusatztafel erinnert an Leopold Chocensky, Franz Dolezal, Alfred Kain, Josef Matischek, Karl Mraz, Rudolf Priplata, Johann Schober und Franz Schuster, die auf Grund ihres politischen Widerstands gegen das NS-Regime verhaftet wurden. Sie wurden entweder hingerichtet oder in Haft bzw. Konzentrationslagern ermordet.

Adresse: Hauptplatz, 3150 Wilhelmsburg
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Anlage mit vier Mehrfach- und 27 Einzelgräbern für insgesamt 153 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken in Wilhelmsburg, zuletzt saniert 2022.

Adresse: Friedhofstraße, 3150 Wilhelmsburg
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Franz Jägerstätter war Landwirt in St. Radegund, wo er mit seiner Frau Franziska lebte. Nach seiner ersten Einberufung zur Deutschen Wehrmacht im Juni 1940 konnte er auf Betreiben des Bürgermeisters von St. Radegund nach wenigen Tagen nach Hause zurückkehren. Im Oktober 1940 abermals zum Wehrdienst einberufen, trat er im Dezember 1940 in den Dritten Orden des hl. Franziskus ein und konnte, erneut auf Intervention seiner Heimatgemeinde, im April 1941 wieder auf seinen Bauernhof zurück. Ab Sommer 1941 fungierte der streng religiöse Franz Jägerstätter auch als Mesner der Pfarrkirche St. Radegund und vertrat öffentlich seine Ansicht, dass gläubige Katholiken aus Gewissensgründen keinen Wehrdienst für das NS-Regime leisten dürften. Bei seiner Einberufung am 23. Februar 1943 erklärte er offiziell, den Wehrdienst zu verweigern und wurde daraufhin am 6. Juli 1943 wegen des Vorwurfs der Zersetzung der Wehrkraft zum Tod verurteilt. Er wurde am 9. August 1943 in Brandenburg an der Havel hingerichtet und 2007 durch die römisch-katholische Kirche selig gesprochen. Die Benennung einer Gasse nach Franz Jägerstätter in der St. Pöltner Katastralgemeinde Dörfl bei Ochsenburg erfolgte bereits 1980.

Adresse: Jägerstättergasse, 3151 St. Pölten
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Massengrab für 249 sowjetische Militärangehörige in Lilienfeld, zuletzt saniert 2001.

Adresse: Schönbühelweg, 3180 Lilienfeld
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in St. Aegyd am Neuwalde ist den Opfern des NS-Regimes gewidmet. Er wurde am 12. März 1988, genau 50 Jahre nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich, enthüllt.

Adresse: Pfarrsiedlung 1, 3193 St. Aegyd am Neuwalde
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Die Gedenktafel erinnert an Konrad Gerstl. Er war Landwirt und engagierte sich in der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff, die im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt wurde. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Konrad Gerstl wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen.

Adresse: Kirchenstraße 16, 3200 Weinburg
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Die Gedenktafel an der Außenfassade des ehemaligen Wohnhauses der Familie Fantl-Brumlik in Bischofstetten erinnert an Helene Fantl, ihren Sohn Arthur Fantl-Brumlik, sowie dessen Frau Hilda und die Kinder Gertrude und Walter. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie enteignet und 1939 zur Umsiedlung in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Helene Fantl wurde am 11. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 18. Dezember 1942 ermordet. Nachdem die Flucht ins Ausland nicht gelang, wurden Arthur, Hilda, Gertrude und Walter Fantl-Brumlik am 1. Oktober 1942 ebenfalls nach Theresienstadt deportiert und im Herbst 1944 weiter nach Auschwitz gebracht. Dort wurden Arthur und Hilde Fantl-Brumlik am 29. September und 12. Oktober ermordet. Gertrude Fant-Brumlik wurde weiter nach Bukowice deportiert und im April 1945 auf einem Todesmarsch Richtung Bergen-Belsen ermordet. Walter Fantl-Brumlik wurde weiter in das KZ-Außenlager Gleiwitz I überstellt und am 18. Jänner 1945 schließlich auf einem Todesmarsch in Richtung Westen getrieben. Im KZ-Blechhammer konnte er sich absetzen und marschierte über Krakau und Kattowitz nach Sagan. Nach dem Fall des NS-Regimes kehrte er über Cottbus und Theresienstadt nach Wien zurück. Als Zeitzeuge war er Gast bei zahlreichen Veranstaltungen und starb 2019 in Wien. Das ursprüngliche Vorhaben, auf öffentlichem Grund vor dem Haus einen Stein der Erinnerung für Walter Fantl-Brumlik zu setzen, scheiterte an der Zustimmung der örtlichen Gemeindeverwaltung. Stattdessen wurde die Anbringung der Gedenktafel an der Fassade durch die heutige Eigentümerin ermöglicht.

Adresse: St. Pöltner Straße 3, 3232 Bischofstetten
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Die Gedenkstele mit Skulptur erinnert die ermordeten Mitglieder der jüdischen Kaufmannsfamilie Seidler, die in der Manker Alleestraße ein Geschäft betrieb. Hedwig Seidler wurde gemeinsam mit ihrer Tochter Ida am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Hedwig am 30. November 1942, Ida am 30. September 1944 ermordet wurde. Ihren beiden Söhnen Rudolf und Robert gelang die Flucht, Roberts Frau Theresia und die gemeinsame Tochter Rosa jedoch wurden am 19. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert und in der Shoah ermordet. Für Theresia Seidler, ihre Tochter Rosa und ihre Mutter Maria Tichler ist auch eine Gedenkinschrift am Grab von Leopold Tichler auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten angebracht.

Adresse: Herrenstraße 12, 3240 Mank
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Karl Heinrich Graf von Rittberg war als Teil des Stabes der Heeresgruppe Süd der Deutschen Wehrmacht in St. Leonhard stationiert. Nachdem er im Frühjahr 1945 gegenüber SS-Angehörigen den militärischen Sieg des nationalsozialistischen Deutschen Reiches angezweifelt hatte, wurde er am 12. April 1945 standgerichtlich zum Tod verurteilt. In einem Waldstück südöstlich von St. Leonhard hingerichtet, wurde er vor Ort begraben, 1947 exhumiert und in dieses Grab auf dem Friedhof in St. Leonhard überführt.

Adresse: Parkstraße, 3243 St. Leonhard am Forst
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Karl Heinrich Graf von Rittberg war als Teil des Stabes der Heeresgruppe Süd der Deutschen Wehrmacht in St. Leonhard stationiert. Nachdem er im Frühjahr 1945 gegenüber SS-Angehörigen den militärischen Sieg des nationalsozialistischen Deutschen Reiches angezweifelt hatte, wurde er am 12. April 1945 standgerichtlich zum Tod verurteilt. An dieser Stelle in einem Waldstück südöstlich von St. Leonhard hingerichtet, wurde er vor Ort begraben, 1947 exhumiert und auf den Friedhof in St. Leonhard überführt.

Adresse: Grimmegg, 3243 St. Leonhard am Forst
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Anlage mit 16 Einzelgräbern für sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Schauboden aus dem 1. Weltkrieg, zuletzt saniert 1994.

Adresse: Weg des Friedens, 3251 Purgstall an der Erlauf
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Anlage mit 22 Einzelgräbern für sowjetische Militärangehörige auf einem Soldatenfriedhof des 1. Weltkriegs.

Adresse: Dürnbach, 3254 Bergland
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Roger Sanadni musste als französischer Kriegsgefangener auf dem Zehetbauer-Hof in Steinakirchen am Forst Zwangsarbeit leisten. Er wurde während eines Luftangriffes am 25. März 1945 getötet, auf dem örtlichen Friedhof begraben und 1947 nach Lyon überführt. Die Gedenktafel wurde 1945 durch die Familien Hauer und Nabegger (Besitzer und Pächter des Hofes) in der bestehenden Kapelle angebracht.

Adresse: Zehethof 2, 3261 Zehethof
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Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer des Massakers im Schliefaugraben in Randegg. An dieser Stelle wurden am 15. April 1945 rund 100 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen durch SS-Angehörige ermordet, nachdem sie zuvor im Zuge eines Evakuierungsmarsches aus den Zwangsarbeitslagern in Kerschenbach und Stangental hierher gebracht worden waren. Die Ermordeten wurden durch Angehörige der Hitlerjugend aus dem Wehrertüchtigungslager Reinsberg verbrannt und vor Ort verscharrt. Nach Kriegsende erfolgte die Exhumierung und Umbettung auf den jüdischen Friedhof in Szeged. Ein 1948 kurzzeitig hier aufgestellter Gedenkstein wurde wieder entfernt, an die damalige Stelle des Massengrabes der Opfer des Massakers von Hofamt Priel versetzt und befindet sich heute am neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten. Die heute hier bestehende Gedenkstätte wurde 1980 auf Initiative des örtlichen Pfarrers Adalbert Waser eingerichtet und mehrfach ergänzt.

Adresse: Mauterlehen 11, 3263 Randegg
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Die Gedenktafel auf dem Friedhof in Reinsberg erinnert an drei unbekannte KZ-Häftlinge, die im April 1945 im Zuge eines Todesmarsches auf dem Gemeindegebiet von Reinsberg ermordet wurden.

Adresse: Burggasse, 3264 Reinsberg
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Die Gedenktafel vor dem Kriegerdenkmal am Friedhof in Scheibbs erinnert an die drei jugoslawischen Kriegsgefangenen Nedelko Cokolić, Theodor Stankić und Milan Simić, die in der Region Zwangsarbeit leisten mussten.

Adresse: Friedhofstraße, 3270 Scheibbs
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Die Tafel erinnert an das von der jüdischen Familie Porges geführte Kaufhaus sowie an den Betraum der Scheibbser jüdischen Gemeinde, die sich in diesem Gebäude befanden.

Adresse: Gaminger Straße 7, 3270 Scheibbs
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Der Gedenkstein neben dem Kriegerdenkmal in Scheibbs ist allen Opfern von Intoleranz, Gewalt, Terror und Rassismus gewidmet.

Adresse: Rathausplatz 6, 3270 Scheibbs
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Die Gedenktafel ist Rudolf Oberndorfer gewidmet, der hier als Angestellter des Elektrizitätswerkes tätig war. Das Haus in seinem Besitz wurde durch das NS-Regime beschlagnahmt und als Erholungsheim für den BdM genutzt. Nachdem er sich gegenüber dem Gebietsführer der HJ, die das Heim verwaltete, über den Zustand des Hauses beklagte, wurde er zu Kriegsende am 8. Mai 1945 im Keller ermordet.

Adresse: Dr.-Carl-Kupelwieser-Promenade 5, 3293 Lunz am See
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Anlage mit 8 Einzel- und 6 Mehrfachgräbern für 130 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Amstetten

Adresse: Friedhofstrasse, 3300 Amstetten
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Der Gedenkstein erinnert an Michael Burgstaller, Robert Hinterndorfer, Anton Koller, Hans Palme und Alois Wimmer, die 1942 wegen ihrer Betätigung für die Kommunistische Partei und die Rote Hilfe festgenommen wurden. Sie wurden zwischen Februar 1943 und Mai 1944 wegen des Verdachts der Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung bzw. Rundfundverbrechen verurteilt. Burgstaller, Hinterndorfer, Koller und Palme wurden hingerichtet, Wimmer im Lager Brual-Rhede zu Tode gebracht. Der Stein wurde 1965 am Friedhof errichtet und 1998 an seinen heutigen Standort versetzt.

Adresse: Kirchenstraße, 3300 Amstetten
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Die Gedenkstätte erinnert an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Amstetten. Auf 12 in den Boden eingelassenen Röhren werden einzelne Personen namentlich genannt. Die Eröffnung erfolgte 1998.

Adresse: Kirchenstraße, 3300 Amstetten
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Die Gedenktafel an der Kapelle auf dem Friedhof in Euratsfeld ist jenen KZ-Häftlingen gewidmet, die im Jahr 1945 auf dem Gebiet der Gemeinde ermordet wurden. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Opfer eines Todesmarsches.

Adresse: Friedhofstrasse 1, 3324 Euratsfeld
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Der Gedenkstein ist vier unbekannten Opfern eines Todesmarsches gewidmet. Sie wurden wie zahlreiche andere KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter*innen von Wiener Neustadt aus in Richtung des Konzentrationslagers Mauthausen getrieben, um ihre Befreiung durch die vorrückenden Alliierten Truppen zu verhindern. Am 16. April 1945 wurden sie auf dem Gemeindegebiet von Sonntagberg ermordet.

Adresse: Baichbergstraße 9, 3332 Gleiß
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Anlage mit zwei Mehrfachgräbern für sowjetische Militärangehörige und zentralem Rundobelisken mit rotem Stern auf dem Friedhof in Waidhofen an der Ybbs, zuletzt saniert 1993.

Adresse: Friedhofstraße 5, 3340 Waidhofen an der Ybbs
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Das Gedenkkreuz ist Gottfried Bollenberger gewidmet. Dieser war als Kanonier Teil der Artillerie-Ersatz- und Ausbildungsabteilung der Deutschen Wehrmacht, die im Frühjahr 1945 unter den Namen "Kampfgruppe Hollenstein" bzw. "2. Österreichische Befreiungsbrigade" in der Region um Amstetten militärischen Widerstand gegen das NS-Regime leistete. Dabei kam es am 6. Mai 1945 auch zu Kampfhandlungen gegen SS-Angehörige der Heeresgruppe Süd, im Rahmen derer der zu diesem Zeitpunkt 16-jährige Gottfried Bollenberger auf der Flucht erschossen wurde. Er wurde in seiner Heimatstadt Wiener Neustadt begraben. Das ursprünglich hier aufgestellte Gedenkkreuz wurde 1970 saniert und 1998 durch das heute bestehende ersetzt.

Adresse: Wenten (L6180), 3343 Hollenstein an der Ybbs
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Der Gedenkstein ist jenen 76 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen gewidmet, die hier ermordet wurden. Sie waren ab Sommer 1944 in Göstling interniert und mussten hier Zwangsarbeit im Straßenbau verrichten. Um ihre Befreiung durch die vorrückenden Alliierten Truppen zu verhindern, sollten sie am 13. April über Amstetten in das KZ Mauthausen gebracht werden. Angehörige der Waffen-SS und der HJ ermordeten in der Nacht davor die gesamte Gruppe, in dem sie die Baracke, in der die Zwangsarbeiter*innen festgehalten wurden, niederbrannten. Die Opfer wurden zunächst vor Ort begraben, 1950 exhumiert und auf den örtlichen Friedhof überführt.

Adresse: Göstling 70, 3345 Göstling an der Ybbs
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In diesem Grab liegen 80 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen bestattet. Sie waren ab Sommer 1944 in Göstling interniert und mussten hier Zwangsarbeit im Straßenbau verrichten. Vier von ihnen wurden bereits durch die Lebens- und Arbeitsbedingungen ums Leben gebracht und hier bestattet. Die weiteren 76 Personen sollten, um ihre Befreiung durch die vorrückenden Alliierten Truppen zu verhindern, am 13. April über Amstetten in das KZ Mauthausen gebracht werden. Angehörige der Waffen-SS und der HJ ermordeten in der Nacht davor die gesamte Gruppe, in dem sie die Baracke, in der die Zwangsarbeiter*innen festgehalten wurden, niederbrannten. Die Opfer wurden zunächst vor Ort begraben, 1950 exhumiert und hierher überführt.

Adresse: Göstling 204, 3345 Göstling an der Ybbs
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Die Gedenktafel erinnert an einen Todesmarsch von etwa 1700 Häftlingen des KZ-Außenlagers Hinterbrühl die auf dem Weg nach Mauthausen im April 1945 durch Haag getrieben wurden. 10 Personen wurden von Angehörigen der begleitenden SS-Wachmannschaften auf dem Gemeindegebiet ermordet und neben der Straße verscharrt. Im November 1945 wurden sie exhumiert und auf dem städtischen Friedhof Haag beigesetzt.

Adresse: Wiener Straße 2, 3350 Haag
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Dieses Gedenkkreuz befand sich an einem Grab an der nördlichen Friedhofsmauer, in dem wahrscheinlich 14 auf dem Gemeindegebiet von Aschbach-Markt ermordete, unbekannte Opfer eines Todesmarsches bestattet waren. Es wurde nach 2015 an den heutigen Platz versetzt.

Adresse: Marienplatz 1, 3361 Aschbach-Markt
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Die Gedenktafel nennt neben getöteten Soldaten beider Weltkriege auch "8 Unbekannte". Es handelt sich dabei wahrscheinlich um Opfer eines Todesmarsches im April 1945.

Adresse: Kirchenplatz 1, 3361 Aschbach-Markt
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Die Gedenktafel erinnert an die im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker oder beeinträchtigter Menschen ermordeten Patient*innen der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling. Zwischen Juni 1940 und August 1941 wurden zunächst rund 1300 Personen von hier aus in die Tötungsanstalten Niedernhart und Hartheim gebracht. Später wurden auch direkt in Mauer-Öhling bis April 1945 Patient*innen durch Mangelernährung und Vernachlässigung systematisch zu Tode gebracht oder aktiv ermordet. Zu den Opfern gehörten auch sowjetische Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene. Die hier Ermordeten wurden in Massengräbern auf dem anstaltseigenen Friedhof begraben.

Adresse: Landesklinikum Mostviertel 220, 3363 Mauer bei Amstetten
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Während eines Todesmarsches wurden in der Nähe von Hiesberg am 4. April 1945 sieben KZ-Häftlinge, wahrscheinlich ungarisch-jüdischer Herkunft, erschossen und zunächst vor Ort verscharrt. 1946 wurden sie exhumiert und in einem Grab an der Terrassierungsmauer der Kirche in Allhartsberg bestattet. Nach 2015 erfolgte im Zuge einer Sanierung der Mauer die Verlegung der Grabstätte auf den örtlichen Friedhof.

Adresse: Markt 372, 3365 Allhartsberg
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Anlage mit drei Mehrfach- und neun Einzelgräbern für insgesamt 28 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Ybbs an der Donau.

Adresse: Göttsbacher Straße, 3370 Ybbs an der Donau
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Die Gedenkinschrift am Grab von Eduard Schanzer auf dem jüdischen Friedhof in Göttsbach (Ybbs an der Donau) erinnert an Friedericke Schanzer, Gertrude Schanzer und Auguste Mahler die in der Shoah ermordet wurden. Alle drei werden auch auf dem Denkmal für die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Amstetten genannt.

Adresse: Felderstraße 24, 3370 Ybbs an der Donau
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August Steindl war als Schaffner der Deutschen Reichsbahn in St. Pölten, sowie als Stellvertretender Vorsitzender der Kreisfachschaft der Imker tätig. Als führender Funktionär einer kommunistischen Widerstandsgruppe in St. Pölten organisierte er Spendentätigkeiten der Roten Hilfe für Angehörige politischer Häftlinge sowie die Vervielfältigung kommunistischer Zeitungen. Er wurde am 12. März 1941 von der Gestapo verhaftet, am 10. Juni 1942 zum Tod verurteilt und schließlich am 26. Februar 1943 hingerichtet.

Adresse: August-Steindl-Gasse, 3370 Ybbs an der Donau
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Die Gedenktafel an der Außenmauer des Pfeiferturms in Pöchlarn erinnert an den Widerstandskämpfer Alois Futterer. Sie befand sich früher an einem Gedenkstein in der Rüdigerstraße und wurde nach 2015 von der Gemeinde an den heutigen Ort versetzt. Alois Futterer war als Stellwerkswärter bei der Reichsbahn tätig und führte eine kommunistische Widerstandsgruppe in Pöchlarn an. Im August 1941 verhaftet, wurde er im September 1942 wegen des Vorwurf der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 25. November 1942 in Wien hingerichtet. Zwischen 1946 und 1965 war auch der Thörringplatz im Zentrum von Pöchlarn nach Alois Futterer benannt.

Adresse: Sandtorgasse 10, 3380 Pöchlarn
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Diese Gedenktafel an der Außenmauer der Pionierkaserne in Melk erinnert an das Konzentrationslager Melk. Dieses wurde im Frühjahr als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Die Gedenkstele erinnert an das Konzentrationslager Melk. Dieses wurde im Frühjahr als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt. Gleichartig gestaltete Gedenkstelen finden sich auch an den Orten anderer ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Der Gedenkstein verweist auf das Krematoriumsgebäude des ehemaligen Konzentrationslagers Melk. Letzteres wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Das Gedenkkreuz erinnert an die slowakischen Opfer des Konzentrationslagers Melk. Dieses wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Die Gedenktafel und der gepflanzte Baum sind Joszef Starc gewidmet, der als "jugoslawischer Schutzhäftling" kategorisiert und im Jänner 1945 in das KZ-Außenlager Melk gebracht wurde. Er musst Zwangsarbeit in der Stollenanlage im Wachberg bei Roggendorf leisten und wurde dort im Frühjahr 1945 zu Tode gebracht. Die Pflanzung des Baumes erfolgte durch seine Tochter und Enkelin.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Die Gedenktafel erinnert an die jugoslawischen Opfer des Konzentrationslagers Melk. Dieses wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Das steinerne Gedenkkreuz erinnert an die sowjetischen Opfer des Konzentrationslagers Melk. Dieses wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Die Gedenktafel erinnert an die polnischen Opfer des Konzentrationslagers Melk. Dieses wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Der Gedenkstein erinnert an die tschechischen und slowakischen (bzw. tschechoslowakischen) Opfer des Konzentrationslagers Melk. Dieses wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Die Gedenktafel erinnert an die französischen Opfer des Konzentrationslagers Melk. Dieses wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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Anlage mit vier Mehrfach- und 46 Einzelgräbern für insgesamt 399 sowjetische Militärangehörige in Melk, zuletzt saniert 1989.

Adresse: Wiener Straße, 3390 Melk
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Dr. Arthur Weiss war Arzt und ab 1919 Leiter des Krankenhauses in Klosterneuburg. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er aus seinem Amt vertrieben und später zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Dort war er im jüdischen Spital in der Malzgasse tätig, bevor er 1943 nach Theresienstadt deportiert wurde. Er erlebte die Befreiung und kehrte 1945 nach Klosterneuburg zurück, wo er am 4. September 1948 starb. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Klosterneuburg. Die Benennung einer Gasse in Klosterneuburg nach Dr. Weiss erfolgte 1985, das kontextualisierende Zusatzschild der Straßenbezeichnung verweist jedoch nur auf seine Tätigkeit im Krankenhaus Klosterneuburg, nicht auf seine Verfolgungsgeschichte.

Adresse: Dr.-Weiss-Gasse, 3400 Klosterneuburg
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Anlage mit einem Mehrfach- und 10 Einzelgräbern für insgesamt 86 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Klosterneuburg.

Adresse: Meynertgasse 1, 3400 Klosterneuburg
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Die Gedenktafel im Stiegenhaus des Gymnasiums in Klosterneuburg erinnert an Roman Karl Scholz. Dieser war Augustiner-Chorherr im Stift Klosterneuburg und ab 1939 Dozent an der dortigen Theologischen Hochschule. Bereits im Herbst 1938 gründete er die konservative Widerstandsbewegung "Österreichische Freiheitsbewegung", wurde jedoch durch einen Spitzel verraten und am 22. Juli 1940 von der Gestapo verhaftet. Nach zahlreichen Überstellungen in unterschiedliche Gefängnisse wurde er am 23. Februar 1944 in Wien zum Tod verurteilt und am 10. Mai 1944 enthauptet.

Adresse: Buchberggasse 31, 3400 Klosterneuburg
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Der Gedenkstein erinnert an die ehemalige Synagoge, die sich an dieser Stelle befand, sowie an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Klosterneuburg. 1914 errichtet wurde die Synagoge im Zuge der Novemberpogrome 1938 entweiht und verwüstet. Während der NS-Herrschaft wurde das Gebäude durch die Hitlerjugend und den Bund deutscher Mädel genutzt und schließlich 1991 abgerissen.

Adresse: Kierlingerstraße 12, 3400 Klosterneuburg
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Die Gedenktafel erinnert an Roman Karl Scholz. Dieser war Augustiner-Chorherr im Stift Klosterneuburg und ab 1939 Dozent an der dortigen Theologischen Hochschule. Bereits im Herbst 1938 gründete er die konservative Widerstandsbewegung "Österreichische Freiheitsbewegung", wurde jedoch durch einen Spitzel verraten und am 22. Juli 1940 von der Gestapo verhaftet. Nach zahlreichen Überstellungen in unterschiedliche Gefängnisse wurde er am 23. Februar 1944 in Wien zum Tod verurteilt und am 10. Mai 1944 enthauptet.

Adresse: Roman-Scholz-Platz, 3400 Klosterneuburg
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Anlage mit zwei Mehrfach- und vier Einzelgräbern für insgesamt 152 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Tulln.

Adresse: Langenlebarner Straße 2-6, 3430 Tulln an der Donau
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In Moosbierbaum und Pischelsdorf mussten rund 6000 bis 8000 Personen für die zum IG-Farben Konzern gehörigen Werke der Donau-Chemie Zwangsarbeit leisten, darunter Kriegsgefangen, Häftlinge aus dem Zuchthaus in Stein, sowie ungarisch-jüdische und andere zivile Zwangsarbeiter*innen. Dort bildeten sie gemeinsam mit Anwohner*innen eine Widerstandsbewegung, die Österreichische Freiheitsfront. Im Jänner 1945 wurden zahlreiche Mitglieder der Gruppe verhaftet und rund 120 von ihnen in das Konzentrationslager Mauthausen gebracht. Der Gedenkstein ist jenen 47 Personen gewidmet, die dort ermordet wurden. Ein erstes Denkmal war bereits 1946 auf dem Betriebsgelände in Moosbierbaum errichtet worden, wurde jedoch für den Bau des Kraftwerks Dürnrohr abgetragen. Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Zwentendorf wurde 1984 aufgestellt und 2007 durch eine metallene Gedenkinstallation erweitert.

Adresse: Mariahilfergasse 21, 3435 Zwentendorf an der Donau
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Der Gedenkstein vor dem Friedhof in Heiligeneich erinnert an Opfer des NS-Regimes, darunter politische Widerstandskämpfer und Personen die als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden.

Adresse: Wiener Landstraße, 3452 Heiligeneich
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Dieser Gedenkstein erinnert an Anton Öllerer, Wilhelm Breuer und Karl Kobanitsch. In Moosbierbaum und Pischelsdorf mussten rund 6000 bis 8000 Personen für die zum IG-Farben Konzern gehörigen Werke der Donau-Chemie Zwangsarbeit leisten, darunter Kriegsgefangen, Häftlinge aus dem Zuchthaus in Stein, sowie ungarisch-jüdische und andere zivile Zwangsarbeiter*innen. Dort bildeten sie gemeinsam mit Anwohner*innen, darunter Öllerer, Breuer und Kobanitsch, eine Widerstandsbewegung, die Österreichische Freiheitsfront. Im Jänner 1945 wurden zahlreiche Mitglieder der Gruppe verhaftet und rund 120 von ihnen in das Konzentrationslager Mauthausen gebracht. Breuer und Öllerer wurden dort am 27. April 1945 im Krankenrevier zu Tode gebracht, Karl Kobanitsch in der Gaskammer ermordet. Alle drei sind auch auf dem Gedenkstein am Friedhof in Zwentendorf angeführt.

Adresse: Kirchengasse 8, 3454 Reidling
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Die Gedenktafel auf dem Friedhof in Hadersdorf am Kamp ist jenen 61 ehemaligen Häftlinge des Gefängnisses in Stein gewidmet, die an dieser Stelle ermordet und begraben wurden. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte. Zeitgleich begannen sie mit der Verfolgung und Ermordung der bereits entlassenen Häftlinge, die sich zu Fuß auf den Weg gemacht hatten. Im Raum Hadersdorf wurden 61 Personen wieder festgenommen, am 7. April 1945 zum Ausheben ihres eigenen Massengrabs gezwungen und vor Ort erschossen. 1946 wurden sie exhumiert und auf den Wiener Zentralfriedhof umgebettet. Eine 2009 enthüllte Gedenktafel wurde später durch die heute bestehende, um das Wort "politische" ergänzte, Tafel ersetzt.

Adresse: Friedhofgasse, 3493 Hadersdorf am Kamp
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Die am Kriegerdenkmal in Rohrendorf angebrachte Zusatztafel erinnert an 9 Personen, die am 8. Mai 1945 durch sowjetischen Artilleriebeschuss als zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs getötet wurden.

Adresse: Kirchenplatz 2, 3495 Rohrendorf bei Krems
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Anton Ebentheuer lebte in Stein, wo er als Schriftsetzer tätig war. Bereits seit 1934 Mitglied der Kommunistischen Partei, war er Teil einer Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime und produzierte auch kommunistische Flugschriften. Er wurde am 7. April 1945 verhaftet, in die Strafanstalt Stein gebracht und am 15. April 1945 hingerichtet.

Adresse: Anton-Ebentheuer-Gasse, 3500 Krems an der Donau
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Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten im so genannten "Steiner Massaker" mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte, darunter auch Johann Kwis.

Adresse: Dr.-Karl-Dorrek-Straße, 3500 Krems an der Donau
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Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten im so genannten "Steiner Massaker" mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte, darunter auch Johann Lang.

Adresse: Dr.-Karl-Dorrek-Straße, 3500 Krems an der Donau
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Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten im so genannten "Steiner Massaker" mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte, darunter auch Heinrich Lassky.

Adresse: Dr.-Karl-Dorrek-Straße, 3500 Krems an der Donau
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Stein erinnert an jene Mitglieder der Armia Krajowa, der militärischen Widerstandsorganisation im besetzten Polen, die am 15. April 1945 im Zuchthaus Stein hingerichtet wurden. Sie waren erst nach dem so genannten "Steiner Massaker" am 6. April und der anschließenden Evakuierung der überlebenden Häftlinge vom Landesgericht Wien nach Stein gebracht worden um ihre Befreiung durch die alliierten Truppen zu verhindern.

Adresse: Dr.-Karl-Dorrek-Straße, 3500 Krems an der Donau
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Die beiden Gedenksteine auf dem Friedhof in Stein sind 386 Opfern des "Steiner Massakers" gewidmet. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten im so genannten "Steiner Massaker" mehrere hundert Gefangene. Diese wurden teils in die Donau geworfen, teils im Hof der Strafanstalt verscharrt und später hierher überführt.

Adresse: Dr.-Karl-Dorrek-Straße, 3500 Krems an der Donau
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Der Gedenkstein erinnert an jene Häftlinge, die im Rahmen des so genannten "Steiner Massakers" ermordet wurden. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte.

Adresse: Steiner Landstraße 4, 3500 Stein
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Der Gedenkstein erinnert an jene Justizbeamte, die im Rahmen des so genannten "Steiner Massakers" ermordet wurden. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte.

Adresse: Steiner Landstraße 4, 3500 Stein
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Die 2018 geschaffene künstlerische Intervention mit dem Titel "06.04.1945" ist den Opfern des sogenannten "Steiner Massakers" vom 6. April 1945 gewidmet und zeigt Fragmente des Strafgefangenenregisters der Jahre 1944/45 als Wandmalerei an der Außenmauer der Justizanstalt Krems Stein. Hier waren Anfang April 1945 etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten im so genannten "Steiner Massaker" mehrere hundert Gefangene.

Adresse: Anibas Promenade, 3500 Krems an der Donau
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Der Gedenkstein erinnert an die politischen Gefangenen aus Griechenland, die im Rahmen des so genannten "Steiner Massakers" ermordet wurden. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte.

Adresse: Steiner Landstraße 4, 3500 Stein
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Die Gedenktafel und die beiden zugehörigen metallenen Würfel, die zu beiden Seiten in das daneben befindliche Steinertor eingelassen sind, wurden 1995 geschaffen und erinnern neben der namentlich genannten Anna Lambert auch an alle vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Krems. Anna Lambert (geb. Kohn) lebte mit ihrer Familie in diesem Haus in Krems. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich, flüchtete sie 1939 gemeinsam mit ihren beiden kleinen Kindern nach England. Sie war dort als Krankenschwester tätig und starb 1993.

Adresse: Schwedengasse 2, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel im Schulgebäude ist jenen ehemaligen Schüler*innen des Piaristengymnasiums Krems gewidmet, die vom NS-Regime als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden. Sie wurde 2016 montiert und basiert auf den Rechercheergebnissen der vorwissenschaftlichen Arbeit eines Maturanten, Martin Loinig, zu jüdischen Schüler*innen des Gymnasiums zwischen 1918 und 1945.

Adresse: Piaristengasse 2, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel erinnert an die ehemalige Synagoge in Krems. Der durch den Architekten Max Fleischer gestaltete Bau wurde 1894/95 für die damals etwa 300 Personen umfassende jüdische Gemeinde in Krems errichtet. Bereits im September 1938 wurden jüdische Kremser*innen gezwungen, die Synagoge unter Anwesenheit der Öffentlichkeit von Einrichtung und Kultgegenständen zu räumen. Nach 1945 stand das Gebäude, das den Krieg unbeschadet überstanden hatte, leer und wurde schließlich 1978 demoliert. Aus dem richtigen Winkel betrachtet, wird die auf der gläsernen Gedenktafel abgebildete Synagoge unmittelbar an ihrem ehemaligen Standort auf dem rezent überbauten Grundstück an der gegenüberliegenden Seite der Dinstlstraße sichtbar.

Adresse: Dinstlstraße 3, 3500 Krems an der Donau
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In dieser Anlage sind 1600 sowjetische Militärangehörige bestattet, die im Kriegsgefangenenlager STALAG XVIIB in Gneixendorf zu Tode kamen. Sie wurden 1960 exhumiert und hierher umgebettet.

Adresse: Wiener Straße 87, 3500 Krems an der Donau
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Massengrab für 1660 sowjetische Militärangehörige auf dem städtischen Friedhof in Krems an der Donau. Durch spätere Umbettungen hierher wurde das Grab bis 1960 belegt. Die letzten Sanierungen erfolgten 2017 und 2020.

Adresse: Wiener Straße 87, 3500 Krems an der Donau
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In dieser Anlage sind polnische und jugoslawische Militärangehörige bestattet, die im Kriegsgefangenenlager STALAG XVIIB in Gneixendorf zu Tode kamen. Sie wurden 1958 exhumiert und hierher umgebettet.

Adresse: Untere Hauptstraße, 3500 Stratzing
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Der Gedenkstein erinnert an das Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B, das sich an dieser Stelle befunden hatte. Es wurde bereits 1939 eingerichtet und war mit bis zu 66.000 hier internierten Personen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Serbien, der Sowjetunion und den USA eines der größten Kriegsgefangenenlager des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 9. Mai 1945 wurde es durch die Rote Armee befreit. Heute befindet sich auf einem Teil des Geländes der Flugplatz Krems-Langenlois.

Adresse: Flughafenstraße, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel erinnert an das Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B, das sich an dieser Stelle befunden hatte. Es wurde bereits 1939 eingerichtet und war mit bis zu 66.000 hier internierten Personen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Serbien, der Sowjetunion und den USA eines der größten Kriegsgefangenenlager des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 9. Mai 1945 wurde es durch die Rote Armee befreit. Heute befindet sich auf einem Teil des Geländes der Flugplatz Krems-Langenlois. Weitere gleichartig gestaltete Gedenktafeln markieren die Ausdehnung des ehemaligen Lagergeländes.

Adresse: Wasserhofstraße 90, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel am Bildstock erinnert an jene 26 ehemaligen Häftlinge des Gefängnisses in Stein, die an dieser Stelle ermordet und begraben wurden. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte. Zeitgleich begannen sie mit der Verfolgung und Ermordung der bereits entlassenen Häftlinge, die sich zu Fuß auf den Weg gemacht hatten, darunter auch jene die hier durch Angehörige von Luftwaffe und SS erschossen wurden.

Adresse: Panholz 2, 3508 Eggendorf
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Die Gedenktafel erinnert an die ungarisch jüdischen Zwangsarbeiter*innen im Lager Droß. Eine Zeitzeugin aus dem Lager beschreibt die Begegnungen mit der Lokalbevölkerung als freundlich. Die Tafel bildet die dritte Station des Severin Worel Gedenkwanderwegs.

Adresse: [Forstweg], 3552 Droß
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Die Gedenktafel erinnert an die ungarisch jüdischen Zwangsarbeiter*innen und die mangelhafte Versorgung mit Nahrungsmitteln, der sie im Lager Droß ausgesetzt waren. Die Tafel bildet die zweite Station des Severin Worel Gedenkwanderwegs.

Adresse: Föhrenteichstraße, 3552 Droß
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Die Gedenktafel erinnert an die ungarisch jüdischen Zwangsarbeiter*innen im Lager Droß. Eine Zeitzeugin aus dem Ort beschreibt ihre Begegnungen mit Zwangsarbeiterinnen die im Schloss Wäsche waschen mussten, sowie verbale und physische Übergriffe auf diese seitens der lokalen Bevölkerung. Die Tafel bildet die vierte Station des Severin Worel Gedenkwanderwegs.

Adresse: [Forstweg], 3552 Droß
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Die Gedenktafel erinnert an die rund 40 ungarisch jüdischen Zwangsarbeiter*innen die aus Debrecen über das Lager Strasshof nach Droß gebracht und zu Wald- und Wegarbeiten gezwungen wurden. Severin Worel aus Droß war zur Bewachung der Gruppe eingesetzt und schickte sie kurz vor Kriegsende nachts in den Wald um ein Massaker durch die SS zu verhindern. Die Tafel bildet Anfang und Ende des Severin Worel Gedenkwanderwegs.

Adresse: Schloßstraße, 3552 Droß
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Isidor Wozniczak betrieb eine Pension in Gars am Kamp. Bereits vor dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im engagierte er sich für die Revolutionären Sozialisten. Während der NS-Zeit setzte er sich für Kriegsgefangene und aus politischen Gründen vom NS-Regime verfolgte Personen ein und nahm weiterhin jüdische Gäste auf. Er wurde mehrfach verhaftet, 1942 wurde außerdem sein Beherbergungsbetrieb enteignet. Am 24. April 1945 erneut festgenommen, wurde er am 2. Mai in einem Wald nördlich von Mödring ermordet und vor Ort verscharrt. Im September 1946 wurde er exhumiert und auf den Friedhof Gars überführt. Die Benennung der Gasse in Gars erfolgte 1988. An der Fassade seiner Pension in Gars, sowie am Ort seines Todes befinden sich weitere Erinnerungszeichen an Isidor Woznizcak.

Adresse: Wozniczakgasse, 3571 Gars am Kamp
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Diese Gedenktafel erinnert an Isidor Wozniczak (auch: Wosniczak), der hier eine Pension betrieb. Bereits vor dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im engagierte er sich für die Revolutionären Sozialisten. Während der NS-Zeit setzte er sich für Kriegsgefangene und aus politischen Gründen vom NS-Regime verfolgte Personen ein und nahm weiterhin jüdische Gäste auf. Er wurde mehrfach verhaftet, 1942 wurde außerdem sein Beherbergungsbetrieb enteignet. Am 24. April 1945 erneut festgenommen, wurde er am 2. Mai im Wald nördlich von Mödring ermordet und vor Ort verscharrt. Im September 1946 wurde er exhumiert und auf den Friedhof Gars überführt. Am Ort seines Todes befindet sich ebenfalls ein Erinnerungszeichen an Isidor Wozniczak.

Adresse: Wozniczakgasse, 3571 Gars am Kamp
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Einzelgrab für sowjetischen Militärangehörigen auf dem Friedhof in Maiersch.

Adresse: Maiersch 123, 3571 Maiersch
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Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich wurde im Waldviertel auf etwa 200 Quadratkilometern der Truppenübungsplatz Döllersheim (heute Truppenübungsplatz Allentsteig) eingerichtet, rund 6800 Menschen wurden dafür zwangsweise abgesiedelt. Der Gedenkstein mit der Inschrift "Die alte Heimat" erinnert an die ehemalige Besiedelung des Gebiets. Auf daneben angebrachten Informationstafeln befindet sich ein Text zur Geschichte des Ortes und eine Liste der ausgesiedelten Dörfer, Siedlungen, Höfe und Mühlen.

Adresse: Döllersheim 1918, 3594 Döllersheim
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Die Gedenktafel befindet sich an der Außenmauer der ehemaligen Pfarrkirche des für die Errichtung des Truppenübungsplatzes Döllersheim (heute Truppenübungsplatz Allentsteig) abgesiedelten Ortes Döllersheim. Sie erinnert an alle in der NS-Zeit in Gefängnissen und Konzentrationslagern zu Tode gebrachten Menschen aus dem Waldviertel. Über der Tafel ist ein figürliches Relief (Herz-Jesu-Darstellung) montiert.

Adresse: Döllersheim 1918, 3594 Döllersheim
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Der Gedenkstein erinnert an alle Opfer des 2. Weltkrieges aus der für die Errichtung des Truppenübungsplatzes ab 1938 abgesiedelten Region um Döllersheim.

Adresse: Döllersheim 1918, 3594 Döllersheim
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In diesem, derzeit unmarkierten Grab liegen zwei ehemalige Häftlinge des Gefängnisses in Stein, die auf dem Gebiet der Gemeinde Spitz ermordet wurden. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte. Zeitgleich begannen sie mit der Verfolgung und Ermordung der bereits entlassenen Häftlinge, die sich zu Fuß auf den Weg gemacht hatten, darunter auch jene die hier begraben liegen.

Adresse: Friedhofgasse, 3620 Spitz
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Anton Brunner, geboren 1923, war Mitglied des Katholischen Jungvolkes in Krems, wo er gemeinsam mit Kollegen antifaschistische Flugschriften verbreitete. Bereits im Mai/Juni 1939 vorübergehend inhaftiert, wurde er im Jänner 1942 nunmehr als Mitglied der Widerstandsgruppe "Josef Landgraf" in Wien erneut festgenommen und zum Tod verurteilt. Nach Änderung seiner Verurteilung auf eine Gefängnisstrafe von 5 Jahren war er zunächst im Jugendgefängnis Kaiserebersdorf interniert und wurde schließlich 1944 zur Wehrmacht eingezogen. Er überlebte das Kriegsende, wurde 1950 zum Priester geweiht und wirkte in den Jahren 1956 bis 1987 als Seelsorger in der Justizanstalt Stein. Anton Brunner starb 1999, die Gedenktafel wurde 2007 montiert.

Adresse: Kolomanistraße, 3644 Emmersdorf an der Donau
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Der Gedenkstein erinnert an die slowakischen KZ-Häftlinge, die am 19. Februar 1945 an dieser Stelle während eines von der SS überwachten Transportes durch einen britischen Luftangriff ums Leben kamen.

Adresse: Bundesstraße 1, 3652 Zelking-Matzleinsdorf
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Mehrfachgrab für 9 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Persenbeug.

Adresse: Obere Bahnzeile 92, 3680 Persenbeug
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Grab für 2 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Gottsdorf.

Adresse: Holzstraße, 3680 Gottsdorf
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In der Nacht des 2. Mai 1945 ermordeten Angehörige der Waffen-SS hier ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen, die auf einem Todesmarsch in Richtung des KZ-Mauthausen in Persenbeug und Hofamt Priel untergebracht waren. Kinder und kranke Personen wurden direkt in den Baracken getötet, alle anderen zu Gräben in Hofamt Priel getrieben und dort erschossen. Die Opfer wurden vor Ort begraben, 1964 wieder exhumiert und am neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten in einem Massengrab bestattet. Seit 2015 befindet sich dort auch ein Grabstein für die 228 namentlich bekannten Opfer des Massakers.

Adresse: Straßlmühl, 3681 Hofamt Priel
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Die Gedenktafel erinnert an Heinrich Maier, der seit 1935 als Kaplan der Pfarrkirche Gersthof in Wien tätig war. 1940 war er an der Bildung der Widerstandsgruppe Maier-Messner-Caldonazzi beteiligt, welche gezielt Informationen über Produktionsstandorte der deutschen Rüstungsindustrie sammelte und über Kontakte in der Schweiz an die Alliierten weitergab um die militärische Niederlage des NS-Regimes zu beschleunigen. Nach seiner Verhaftung wurde er am 28. Oktober 1944 wegen der Vorwürfe der Spionage, Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 22.3.1945 in Wien hingerichtet.

Adresse: Hauptplatz, 3701 Großweikersdorf
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Großweikersdorf erinnert an die vom NS-Regime vertriebenen und ermordeten Mitglieder der Familie Hahn.

Adresse: Kreuzgasse, 3701 Großweikersdorf
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Das Fenster wurde von Prof. Aryeh Tibor Weiss gestaltet und gestiftet. Es ist der Rettung seiner Mutter Helene und Geschwister Magda und Ernst sowie seiner selbst vor der Shoah gewidmet. Sie waren als ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen von einem Todesmarsch Richtung Mauthausen geflohen und wurden im April 1945 durch Maria Grausenburger im Keller ihres Hauses in Grafenwörth versteckt. In Grafenwörth erinnert auch eine Skulptur an Maria Grausenburger.

Adresse: Kirchenplatz 2, 3730 Eggenburg
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Die Gedenktafel erinnert an jene Menschen, die hier Zwangsarbeit leisten mussten und verweist auf eine audiovisuelle Web-Applikation mit näheren Informationen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete der Besitzer des Steinbruches Leopold Popper-Podhragy, der von den NS-Behörden als jüdisch eingestuft wurde vor der Verfolgung durch das NS-Regime nach England. Unter neuer Leitung wurde die Arbeit im Steinbruch ab 1939 unter Einsatz von Zwangsarbeit fortgesetzt, zunächst mit Zwangsarbeitern aus Polen, später auch mit Kriegsgefangenen aus Belgien, Frankreich und der Sowjetunion und ab 1944 mit ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen. Nach 1945 stellte der Besitzer des Steinbruches einen Rückstellungsantrag, der NS-zeitlich abgeschlossene Pachtvertrag wurde aufgelöst und der Abbau 1950 stillgelegt. Die mit Wasser vollgelaufene Abbaugrube wurde von der örtlichen Bevölkerung als Badeteich genutzt, bevor sie nach einem kurzfristigen Abbau in den 1980er Jahren wieder austrocknete.

Adresse: B35, 3741 Pulkau
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Die nachträglich am Sockel des Kriegerdenkmals angebrachte Zusatztafel ist Anna Goldsteiner gewidmet. Sie lebte in Pulkau, wo sie eine Gruppe jugendlicher Widerstandskämpfer unterstützte, zu denen auch ihr Sohn Ernst gehörte. Die Jugendlichen, so genannte "Schlurfs", verfassten regimekritische Gedichte, zerstörten nationalsozialistisches Propagandamaterial und planten schließlich Sprengstoffanschläge auf NS-Einrichtungen, wie das örtliche Parteiheim, und die Tötung eines nationalsozialistischen Funktionärs (Ortsgruppenleiter der NSDAP). Von Anna Goldsteiner erhielten sie eine, allerdings unvollständige, Pistole und lagerten in ihrem Haus Schwefel für die Herstellung von Sprengstoff. Im Dezember 1943 wurden 13 Mitglieder der Gruppe sowie Anna Goldsteiner von der Gestapo verhaftet und wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat vor Gericht gestellt. Anna Goldsteiner, die einzige Erwachsene unter den Angeklagten, wurde zum Tod verurteilt und am 5. Juli 1944 hingerichtet.

Adresse: Ufergasse 4, 3741 Pulkau
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Einzel- oder Mehrfachgrab für sowjetische*n Militärangehörige*n auf dem Friedhof in Stockern

Adresse: Waldviertler Straße B2, 3744 Stockern
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Dieser Gedenkstein erinnert an Isidor Wozniczak (auch: Wosniczak), der an dieser Stelle ermordet wurde. Er betrieb eine Pension in Gars am Kamp. Bereits vor dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im engagierte er sich für die Revolutionären Sozialisten. Während der NS-Zeit setzte er sich für Kriegsgefangene und aus politischen Gründen vom NS-Regime verfolgte Personen ein und nahm weiterhin jüdische Gäste auf. Er wurde mehrfach verhaftet, 1942 wurde außerdem sein Beherbergungsbetrieb enteignet. Am 24. April 1945 erneut festgenommen, wurde er am 2. Mai hier ermordet und vor Ort verscharrt. Im September 1946 wurde er exhumiert und auf den Friedhof Gars überführt. An der Fassade seiner ehemaligen Pension in Gars befindet sich ebenfalls ein Erinnerungszeichen an Isidor Wozniczak

Adresse: L8015, 3753 Horn
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Die Gedenktafel an der Außenfassade der Kapelle in Dallein erinnert an Franz Toifl. Dieser war in Dallein als Landwirt tätig und wurde im Juli 1940 wegen des Vorwurfs wehrkraftzersetzender Äußerungen festgenommen und zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt, jedoch nach drei Monaten zur Bewährung freigelassen. Nachdem er im Juli 1943 öffentlich geäußert hatte, das nationalsozialistischen Deutschen Reich werde eine militärische Niederlage erleiden, wurde er erneut festgenommen und wegen des Vorwurfs der Wehrkraftzersetzung zum Tod verurteilt. Er wurde am 27. März 1944 in Brandenburg an der Havel hingerichtet. Franz Toifl ist auch auf dem örtlichen Kriegerdenkmal angeführt.

Adresse: Kapelle Dallein, 3753 Dallein
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Das Gedenkkreuz erinnert an die zwangsweise ausgesiedelten Personen aus den für die Schaffung des Truppenübungsplatzes geräumten Ortschaften und Siedelungen rund um Döllersheim. Nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich war hier ein rund 200km² großes Truppenübungsgelände für die Deutsche Wehrmacht errichtet worden. Rund 6800 Personen aus 42 Ortschaften und diversen Streusiedlungen mussten dafür zwischen Juni 1938 und Dezember 1941 ihre Häuser verlassen. Das Kreuz wurde 1988 am Südufer des Allentsteiger Stadtsees unmittelbar an der Grenze des heutigen Truppenübungsplatzes Allentsteig errichtet und um 2015 im Zuge der Erweiterung der dortigen Sportanlage an den heutigen Standort gegenüber des Kriegerdenkmals versetzt.

Adresse: Spitalstraße 18, 3804 Allentsteig
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Anlage mit Gräbern für 46 sowjetische Militärangehörige, zuletzt saniert 2001.

Adresse: Spitalstraße, 3804 Allentsteig
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Die Gedenkstätte im Keller eines ehemaligen Gasthauses in Großpoppen erinnert an die zwangsweise ausgesiedelten Personen aus den für die Schaffung des Truppenübungsplatzes geräumten Ortschaften und Siedelungen rund um Döllersheim. Nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich war hier ein rund 200km² großes Truppenübungsgelände für die Deutsche Wehrmacht errichtet worden. Rund 6800 Personen aus 42 Ortschaften und diversen Streusiedlungen mussten dafür zwischen Juni 1938 und Dezember 1941 ihre Häuser verlassen. Dieses Erinnerungszeichen befindet sich auf militärischem Sperrgebiet und ist daher nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: [Truppenübungsplatz], 3804 Allentsteig
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Der Gedenkstein erinnert an die französischen Kriegsgefangenen des OFLAG XVII B. Das Lager wurde 1940 auf dem Gelände einer Kaserne innerhalb des Truppenübungsplatzes Döllersheim (heute Truppenübungsplatz Allentsteig) eingerichtet und vorrangig für die Internierung kriegsgefangener französischer Offiziere genutzt. Am 17. April 1945 erfolgte die Evakuierung des Lagers. Die beiden Zuckerhutfichten wurden anlässlich der Gedenktage 1985 (links) und 2015 (rechts) gepflanzt, die Tafel 2025 erneuert. Dieses Erinnerungszeichen befindet sich auf militärischem Sperrgebiet und ist daher nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: L56, 3804 Allentsteig
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Richard Frasl fungierte ab 1928 als Pfarrer der Stadtpfarrkirche in Groß-Siegharts und positionierte sich gegen den Nationalsozialismus. 1943 wurde er verhaftet und am 6. Februar in das Konzentrationslager Dachau gebracht, wo er sich während einer Typhusepidemie freiwillig für die Durchführung der Desinfektion von Textilien der an der Seuche verstorbenen Personen meldete. In der Folge erkrankte auch Richard Frasl an Flecktyphus und starb am 16. April 1945. Nach ihm ist auch die Gasse neben der Kirche benannt.

Adresse: Schulgasse 2, 3812 Groß-Siegharts
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Richard Frasl fungierte ab 1928 als Pfarrer der Stadtpfarrkirche in Groß-Siegharts und positionierte sich gegen den Nationalsozialismus. 1943 wurde er verhaftet und am 6. Februar in das Konzentrationslager Dachau gebracht, wo er sich während einer Typhusepidemie freiwillig für die Durchführung der Desinfektion von Textilien der an der Seuche verstorbenen Personen meldete. In der Folge erkrankte auch Richard Frasl an Flecktyphus und starb am 16. April 1945. In der Kirche befindet sich auch eine Gedenktafel, die an ihn erinnert.

Adresse: Fraslgasse, 3812 Groß-Siegharts
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In diesem Grab sind die ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen Samuel Szanto, Rosa Weisz und Michael Wagner bestattet, die in den Jahren 1944/45 zu Tode kamen.

Adresse: Friedhofsweg 7, 3812 Groß-Siegharts
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Auf dem Grab der Familie Kandler auf dem jüdischen Friedhof in Waidhofen an der Thaya erinnert eine Gedenkinschrift an Eduard und Malwine Schön, die vom NS-Regime verfolgt und ermordet wurden. Malvine Schön (geb. Kandler) wurde im August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort am 4. September 1942 ermordet. Ihr Ehemann Eduard Schön war Kaufmann und wurde bereits im November 1938 in das KZ Dachau und im Oktober 1939 nach Nisko am San gebracht. Er wurde im Frühjahr 1944 in einem Lager bei Archangelsk ermordet.

Adresse: Moritz-Schadek-Gasse, 3830 Waidhofen an der Thaya
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Anlage mit 30 Einzelgräbern für sowjetische Militärangehörige in Waidhofen an der Thaya, zuletzt saniert 1998 und 2003.

Adresse: Wienerstraße, 3830 Waidhofen an der Thaya
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Der Gedenkstein gegenüber des Kriegerdenkmals in Kautzen erinnert an die NS-Opfer in Kautzen und nennt sowohl jene, die im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen getötet wurden, als auch die vom NS-Regime vertriebenen und ermordeten jüdischen Familien.

Adresse: Litschauerstraße, 3851 Kautzen
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Heidenreichstein.

Adresse: Neuteichstraße, 3860 Heidenreichstein
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Der Gedenkstein erinnert an jene 26 Soldaten der Deutschen Wehrmacht, die hier am 26. April 1945 von einer Einheit der SS als Deserteure erschossen und vor Ort verscharrt wurden. 1951 erfolgte ihre Exhumierung und Umbettung auf den Friedhof in Vitis, bevor sie schließlich 1977 auf dem Soldatenfriedhof in Allentsteig wiederbestattet wurden. Nach der neuerlichen Exhumierung wurde auch der ursprünglich als Grabstein in Vitis aufgestellte Gedenkstein an diese Stelle versetzt.

Adresse: B2, 3902 Großrupprechts
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Die am 85. Jahrestag der Novemberpogrome enthüllte Gedenkstätte ist den vertriebenen und ermordeten Mitgliedern der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Zwettl-NÖ gewidmet. An der mittleren der drei Säulen werden 21 Personen namentlich angeführt.

Adresse: Gartenstraße, 3910 Zwettl
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Anlage mit sechs Mehrfachgräbern und einem Einzelgrab für insgesamt 67 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken, zuletzt saniert 1993.

Adresse: Friedhofgasse, 3950 Gmünd
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Die Gedenktafel im Schulgarten der Mittelschule in Gmünd erinnert an den Gmünder Amtsarzt Dr. Arthur Lanc und seine Frau Maria. Sie unterstützten, in Zusammenarbeit mit dem dortigen Lagerarzt, heimlich die ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen die zwischen Juni 1944 und April 1945 in Gmünd festgehalten wurden mit Medikamenten und Lebensmitteln. Im April 1945 gelang es ihnen außerdem, drei Personen bei der Flucht helfen. Sie versteckten sie bis Kriegsende und konnten sie so vor der Deportation in das KZ Theresienstadt zu bewahren.

Adresse: Schulgasse 1, 3950 Gmünd
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Die Gedenktafel erinnert an Ludwig und Maria Knapp, die im April 1945 die in ihrem Sägewerk und landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen versteckten um deren Deportation in das KZ Theresienstadt zu verhindern.

Adresse: Schubertstraße 209, 3970 Weitra
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Die Gedenktafel in St. Martin erinnert an Ludwig und Maria Knapp, die im April 1945 die in ihrem Sägewerk und landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen versteckten um deren Deportation in das KZ Theresienstadt zu verhindern. Ursprünglich befand sich hier eine metallene Gedenktafel, die jener auf dem Gedenkstein in der Weitraer Schubertstraße entspricht. Auf Grund witterungsbedingter Schäden an den hölzernen Stehern wurde sie durch eine provisorische Tafel ersetzt. Dieses Erinnerungszeichen befindet sich auf dem Gelände eines Kindergartens und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: St. Martin 57, 3971 St. Martin
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Anlage mit drei Mehrfachgräbern für 217 sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in St. Valentin.

Adresse: Friedhofstraße 2, 4300 St. Valentin
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Kurz vor Kriegsende wurde zahlreiche Häftlinge aus dem KZ Mauthausen auf Todesmärschen in das weiter westlich liegende Außenlager Gunskirchen getrieben. Die Gedenktafel erinnert an jene 33 jüdischen KZ-Häftlinge, die dabei auf dem Gemeindegebiet von Ennsdorf ermordet und vor Ort verscharrt wurden. Sie wurden später hier beigesetzt, jedoch 1980 wieder exhumiert und auf dem städtischen Friedhof Linz Süd/St. Martin wiederbestattet. Im Zuge dieser Exhumierung wurde auch die Gedenktafel an der Seite des Bildstockes angebracht.

Adresse: Bäckerstraße, 4482 Ennsdorf
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Der Gedenkstein erinnert an das Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen in Gerasdorf. Zumindest 7 Personen, die zwischen Juli und Oktober 1944 im Lager zu Tode gebracht wurden, sind namentlich bekannt und auf dem Stein angeführt.

Adresse: Kapeller Weg, 1220 Wien
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Der Gedenkstein erinnert an das KZ-Außenlager Schwechat 2, das an dieser Stelle von August 1943 bis März 1945 bestanden hatte. Über 3000 Häftlinge mussten hier in den Heinkel Flugzeugwerken Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion des nationalsozialistischen Deutschen Reiches leisten, mehr als 200 wurden dabei getötet. Dieses Erinnerungszeichen befindet sich auf dem Werksgelände des heutigen Flughafens Wien Schwechat und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Verwaltungsstraße, 1300 Wien-Flughafen
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Die Gedenktafel an der Außenfassade der ursprünglich 1899 eingerichteten, ehemaligen Synagoge erinnert an die Zerstörung der 1880 gegründeten jüdischen Gemeinde in Hollabrunn durch das NS-Regime.

Adresse: Winniwarter Straße 9, 2020 Hollabrunn
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Auf dem 1873 angelegten jüdischen Friedhof in Baden wurde 1906 eine von Wilhelm Stiassny geplante Zeremonienhalle im Jugendstil fertig gestellt. Das Gebäude wurde im Zuge der Novemberpogrome 1938 in der Nacht auf den 10. November völlig zerstört.

Adresse: Halsriegelstraße 4, 2500 Baden
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Auf dem Grab von Albert Fleischmann am jüdischen Friedhof in Waidhofen an der Thaya befindet sich eine Gedenkinschrift für Rosina Fleischmann. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde sie vom NS-Regime verfolgt und 1942 deportiert.

Adresse: Moritz-Schadek-Gasse, 3830 Waidhofen an der Thaya
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Die Gedenktafel erinnert an Ludwig und Maria Knapp, die im April 1945 die in ihrem Sägewerk und landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen versteckten, um deren Deportation in das KZ Theresienstadt zu verhindern. Dieses Erinnerungszeichen bildet die Station 1 des Ludwig und Maria Knapp Friedensweges.

Adresse: Schützenberg, 3970 Weitra
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Die Gedenktafel erinnert an Ludwig und Maria Knapp, die im April 1945 die in ihrem Sägewerk und landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen versteckten, um deren Deportation in das KZ Theresienstadt zu verhindern. Dieses Erinnerungszeichen bildet die Station 2 des Ludwig und Maria Knapp Friedensweges.

Adresse: Rathausplatz 1, 3970 Weitra
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Die Gedenktafel auf dem jüdischen Teil des städtischen Friedhofs in Korneuburg, ist den vertriebenen und ermordeten Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Korneuburgs gewidmet. Die Korneuburger Jüdinnen und Juden waren Teil der 1905 gegründeten Israeltischen Kultusgemeinde in Stockerau, wo sich auch die Synagoge befand. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie systematisch verfolgt und entrechtet. Von den 28 hier namentlich genannten Personen ist bekannt, dass sie in der Shoah ermordet wurden.

Adresse: Stockerauer Straße 77, 2100 Korneuburg
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Am Grab der Familie Spielmann auf dem jüdischen Friedhof in Neulengbach befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordeten Familienangehörigen Juliane Feldscharek, sowie Aloisia und Alfred Spielmann.

Adresse: Almersberg, 3040 Au am Anzbach
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Die Gedenktafel an der Außenfassade des Gemeindeamts in Obritzberg ist der jüdischen Familie Kollmann gewidmet, die in der Shoah ermordet wurde. Dr. Wilhelm Kollmann, der hier seit 1910 als Gemeindearzt tätig gewesen war, wurde bereits innerhalb weniger Tage nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich seiner Funktion enthoben und gemeinsam mit seiner Familie aus Obritzberg vertrieben. Er und seine Frau Flora wurden 1942 nach Treblinka deportiert und dort ermordet. Ihr Sohn Erwin wurde 1939 in das Lager Nisko gebracht, die Tochter Hildegard gemeinsam mit ihrem Sohn in das Ghetto Izbica transportiert und ermordet.

Adresse: Marktstraße 14, 3123 Obritzberg
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Anny Wödl war als Hilfskrankenschwester im Wiener Allgemeinen Krankenhaus tätig, wo sie ab Mai 1939 auch in einer Dienstwohnung untergebracht war. Ihr Sohn Alfred, der auf Grund einer Rauchgasvergiftung Anny Wödls kurz vor dessen Geburt an Gelenksentzündungen und Einschränkungen am Bewegungsapparat litt, sowie nur schwer sprechen konnte, war bereits im April 1939 in die Heilanstalt Gugging gebracht worden. Nachdem sie von der Ermordung kranker und beeinträchtigter Personen durch die NS-Behörden erfahren hatte, setzte sie sich aktiv gegen die sogenannte "Euthanasie" ein. In diesem Zusammenhang reiste sie unter anderem nach Berlin, wo es ihr gelang beim Reichsinnenministerium vorzusprechen, und verteilte in Wien vor der Anstalt am Steinhof Flugzettel. Im Februar 1941 wurde auch ihr Sohn in diese Anstalt verlegt und dort am 22. Februar 1941 ermordet. Anny Wödl selbst wurde im März 1942 aus ihrer Dienststelle im Krankenhaus entlassen, nachdem man ihr dort eine "hochgradige Neurose" attestiert hatte. 1946 sagte sie als Zeugin im Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Primararzt der Anstalt am Spiegelgrund Ernst Illing aus. Sie starb am 2. Dezember 1996. 2014 wurde eine Gasse in Wiener Neustadt, wo sie vor 1939 gelebt hatte, nach Anny Wödl benannt. Ein Stolperstein für ihren ermordeten Sohn Alfred existiert seit 2013.

Adresse: Anny Wödl-Gasse, 2700 Wiener Neustadt
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Die Gedenktafel an der Fassade der Aufbahrungshalle des Friedhofes in Hohenberg erinnert an sechs Personen, die am 21. April 1945 im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker und beeinträchtigter Menschen durch den Lilienfelder Amtsarzt ermordet wurden.

Adresse: Pfarrgasse, 3192 Hohenberg
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Die Gedenktafel erinnert an Ludwig und Maria Knapp, die im April 1945 die in ihrem Sägewerk und landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen versteckten, um deren Deportation in das KZ Theresienstadt zu verhindern. Dieses Erinnerungszeichen bildet die Station 3 des Ludwig und Maria Knapp Friedensweges.

Adresse: Schubertstraße 209, 3970 Weitra
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Mehrfachgrab für 28 namentlich unbekannte, sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof von Weinsteig.

Adresse: Kirchenweg, 2114 Weinsteig
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Bruno Heilig wuchs in Hohenau an der March auf, bevor er das Gymnasium in Lundenburg (Břeclav) besuchte und schließlich in Wien zwei Jahre Rechtswissenschaften studierte. Er arbeitete zunächst als Journalist für verschiedene Zeitungen in Wien und später in Budapest. Während des Ersten Weltkriegs war er als Teil eines ungarischen Telegrafenregiments tätig. Auf Grund seiner kritischen Berichterstattung wurde er im November 1928 aus Ungarn ausgewiesen und ging nach Berlin, wo er als Korrespondent für die "Prager Presse" und den "Wiener Tag" fungierte. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung in Deutschland flüchtete er im September 1933 nach Wien wo er weiter für den "Wiener Tag" schrieb, jedoch schon im Sommer 1934 nach seiner Berichterstattung über die Februarkämpfe auf Druck des Leiters des Bundespressedienstes entlassen wurde. Anschließend war er für mehrere jüdische Zeitungen tätig, darunter als Korrespondent für den britischen "Jewish Cronicle". Unmittelbar nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde Bruno Heilig verhaftet und zunächst in das KZ Dachau, im September 1938 weiter in das KZ Buchenwald gebracht. Nach seiner mit der Auflage zur Ausreise verbundenen Entlassung im April 1939 flüchtete er nach Großbritannien. Dort publizierte er bereits 1941 unter dem Titel "Men Crucified" einen Tatsachenbericht über seine KZ-Haft in Buchform. Nach 1945 arbeitete er bei der Nachrichtenagentur der US-amerikanischen Besatzungskräfte und beim Nürnberger Militärgericht, ab 1949 war er in der DDR als Chefredakteur von "Deutschlands Stimme" tätig bevor er ab 1952 als freier Journalist und Übersetzer arbeitete. Er starb 1968 in Ost-Berlin.

Adresse: Bäckergasse 3, 2273 Hohenau an der March
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Die Gedenktafel am Friedhof erinnert an jene ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen, die am 26. April 1945 im Zuge eines Todesmarsches auf dem Gemeindegebiet von Gresten durch SS-Angehörige ermordet wurden. Ihre Bestattung in dem unmittelbar neben der Tafel befindlichen Kriegsgrab erfolgte am 28. April 1945. Der Text der Gedenktafel nimmt auch Bezug auf andere Todesmärsche und die Massaker in Hofamt Priel, Göstling und Randegg (Schliefaugraben).

Adresse: Mitterweg 23a, 3264 Gresten
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Am Grab der Familie Jelinek auf dem jüdischen Friedhof in Stockerau befindet sich eine Gedenkinschrift für mehrere Familienmitglieder, die in der Shoah ermordet wurden. Wilhelm und Ida Jelinek wurden 1941 nach Kielce deportiert, Else Sofer und ihr Sohn Georg 1942 nach Minsk. Die Gedenkinschrift wurde nach 1945 auf Initiative von Otto Jelinek, Bruder von Else Sofer, angebracht. Für Wilhelm und Ida Jelinek wurde in Stockerau auch ein Stein der Erinnerung vor dem Haus am Sparkassaplatz 8, wo sie eine Gemischtwarenhandlung betrieben hatten, verlegt.

Adresse: Franz-Dietz-Weg, 2000 Stockerau
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Die Gedenktafel an der Außenfassade der Aufbahrungshalle auf dem städtischen Friedhof Tulln erinnert an 80 Personen, die während eines Bombenangriffs auf die Stadt Tulln am 11. Dezember 1944 getötet wurden. Sie war ursprünglich an der Stelle des ehemaligen St. Pöltner Tors in Tulln aufgestellt und wurde später hierher versetzt.

Adresse: Langenlebarner Straße, 3430 Tulln an der Donau
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Die Informationstafel des Historienpfades erläutert die Geschichte des jüdischen Friedhofs Klosterneuburg und erinnert dabei auch an die verfolgten und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde, sowie die Plünderung und Schändung der Klosterneuburger Synagoge.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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Malvine Weiss wurde vom NS-Regime verfolgt und im Mai 1942 gemeinsam mit ihrem Bruder, dem vormaligen Leiter des Krankenhauses Dr. Arthur Weiss, aus Klosterneuburg vertrieben. Von Wien aus wurde sie am 25. Mai 1943 zuerst nach Theresienstadt und am 12. Oktober 1944 weiter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Den Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof Klosterneuburg ließ Arthur Weiß, der die Shoah überlebte, im Juli 1945 errichten.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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Am Grab von Josef Rochlitz auf dem jüdischen Friedhof in Klosterneuburg befindet sich eine Gedenkinschrift für Irene, die vom NS-Regime in Auschwitz ermordet wurde. Ein Nachname ist nicht angegeben, die Inschrift wurde von ihren Kindern angebracht.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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Am Grab von Ludwig Kraus auf dem jüdischen Friedhof in Klosterneuburg befindet sich eine Gedenkinschrift für Marie Kraus, die in der Shoah ermordet wurde.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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Am Grab von Heinrich und Albert Löwy auf dem jüdischen Friedhof in Klosterneuburg befindet sich eine Gedenkinschrift für Frieda Löwy, die in der Shoah ermordet wurde.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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Dr. Arthur Weiß war Arzt und ab 1919 Leiter des Krankenhauses in Klosterneuburg. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er aus seinem Amt vertrieben und später zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Dort war er im jüdischen Spital in der Malzgasse tätig, bevor er 1943 nach Theresienstadt deportiert wurde. Er erlebte die Befreiung und kehrte 1945 nach Klosterneuburg zurück, wo er am 4. September 1948 starb. Ihm ist auch eine Gasse in Klosterneuburg und eine Relieftafel im Foyer des Landesklinikums Klosterneuburg gewidmet.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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Am Grab von Israel Weiss auf dem jüdischen Friedhof in Klosterneuburg befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordeten Mitglieder seiner Familie Clara, Hawa und Rosa Weiss, sowie Marie und Wilhelm Karas.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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Am Grab von Walter Lauber auf dem jüdischen Friedhof in Klosterneuburg befindet sich eine Gedenkinschrift für seinen Bruder Ernst, der nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Adresse: Holzgasse 67, 3400 Klosterneuburg
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In Fels am Wagram mussten ab Juli 1944 72 ungarische Jüdinnen und Juden Zwangsarbeit leisten, bevor sie im März 1945 weiter in Richtung des Konzentrationslagers Mauthausen getrieben wurden. Jene 52 von ihnen, die am 2. Mai 1945 im Massaker von Hofamt Priel ermordet wurden, sowie der bei einer Explosion getötete, fünfjährige Georg Schenker, Sohn einer ermordeten Zwangsarbeiterin, sind auf der gläsernen Tafel neben dem Gedenkstein namentlich angeführt.

Adresse: Hauptplatz 5, 3481 Fels am Wagram
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Am Grab von Josef Neuspiel auf dem jüdischen Friedhof in Hollabrunn befindet sich eine Gedenkinschrift für die 1941 in der Shoah ermordeten Mitglieder seiner Familie Anna Neuspiel und Kamilla Fleischmann.

Adresse: Steinfeldgasse 65, 2020 Hollabrunn
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Am Grab der Familie Ranzenhofer auf dem jüdischen Friedhof in Hollabrunn befindet sich eine Gedenkinschrift für die 1942 nach Izbica deportierten und in der Shoah ermordeten Familienmitglieder Carl und Raschi, sowie deren Sohn Erwin Ranzenhofer.

Adresse: Steinfeldgasse 65, 2020 Hollabrunn
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Am Grab von Otto Hauser auf dem jüdischen Friedhof in Hollabrunn befindet sich eine Gedenkinschrift für in der Shoah ermordeten Mitglieder seiner Familie Wilhelm, Hermine und Fritz Hauser.

Adresse: Steinfeldgasse 65, 2020 Hollabrunn
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Am Grab von Hans Weiss auf dem jüdischen Friedhof in Hollabrunn befindet sich eine Gedenkinschrift für seine 1942 deportierten und in der Shoah ermordeten Eltern, die jedoch nicht namentlich genannt werden.

Adresse: Steinfeldgasse 65, 2020 Hollabrunn
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Am Grab von Moritz Schafranek auf dem jüdischen Friedhof in Krems befindet sich eine Gedenkinschrift für seine 1944 in der Shoah ermordeten Familienmitglieder Regine, Rudolf, Karl, Roszy und Lilly Schafranek, sowie Julie, Sándor und Erzi Komja.

Adresse: Wiener Straße 115, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenk- und Informationstafel neben dem Eingangstor des jüdischen Friedhofs in Krems enthält einen QR-Code der zu weiteren Informationen über den Friedhof sowie die vom NS-Regime zerstörte jüdische Gemeinde in Krems und ihre vertriebenen und in der Shoah ermordeten Mitglieder führt.

Adresse: Wiener Straße 115, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel erinnert an das Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B, das sich an dieser Stelle befunden hatte. Es wurde bereits 1939 eingerichtet und war mit bis zu 66.000 hier internierten Personen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Serbien, der Sowjetunion und den USA eines der größten Kriegsgefangenenlager des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 9. Mai 1945 wurde es durch die Rote Armee befreit. Heute befindet sich auf einem Teil des Geländes der Flugplatz Krems-Langenlois. Über einen QR-Code werden weitere Informationen bereitgestellt.

Adresse: Wasserhofstraße 90, 3500 Krems an der Donau
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Der Gedenkstein an diesem ehemaligen Kriegsgrab erinnert an 21 (nach anderen Quellen 27) Soldaten der Deutschen Wehrmacht, die von einem NS-Feldgericht zum Tode verurteilt, erschossen und an dieser Stelle begraben wurden. Ein weiterer Gedenkstein unmittelbar daneben verweist auf ihre Exhumierung und Umbettung auf den Soldatenfriedhof in Retz im Jahr 1978.

Adresse: Waldstraße 54, 2070 Oberretzbach
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Die 2018 zu beiden Seiten einer bereits zuvor bestehenden Gedenktafel montierten Tafeln nennen jene 61 ehemaligen Häftlinge des Gefängnisses in Stein, die an dieser Stelle ermordet und begraben wurden. Im Zuchthaus Stein waren Anfang April 1945 noch etwa 1850 Personen inhaftiert, als der Leiter des Gefängnisses, Franz Kodré angesichts der heranrückenden alliierten Truppen und eines ausbleibenden Räumungsbefehls die Entlassung der Gefangenen beschloss. Rund 80 bis 100 Personen wurden bereits am 5. April frei gelassen, während der Enthaftung der übrigen Personen am 6. April alarmierten jedoch radikale Nationalsozialisten unter den Wachmannschaften den Kreisleiter von Krems und behaupteten, es finde dort ein Aufstand statt. In der Folge stürmten Einheiten der Schutzpolizei, der Waffen-SS, der Wehrmacht und des örtlichen Volkssturms die Anstalt und ermordeten mehrere hundert Gefangene sowie den Anstaltsleiter und vier Justizbeamte. Zeitgleich begannen sie mit der Verfolgung und Ermordung der bereits entlassenen Häftlinge, die sich zu Fuß auf den Weg gemacht hatten. Im Raum Hadersdorf wurden 61 Personen wieder festgenommen, am 7. April 1945 zum Ausheben ihres eigenen Massengrabs gezwungen und vor Ort erschossen. 1946 wurden sie exhumiert und auf den Wiener Zentralfriedhof umgebettet.

Adresse: Friedhofgasse, 3493 Hadersdorf am Kamp
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Das Gedenkkreuz erinnert an das Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B, das sich an dieser Stelle befunden hatte. Es wurde bereits 1939 eingerichtet und war mit bis zu 66.000 hier internierten Personen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Serbien, der Sowjetunion und den USA eines der größten Kriegsgefangenenlager des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 9. Mai 1945 wurde es durch die Rote Armee befreit. Heute befindet sich auf einem Teil des Geländes der Flugplatz Krems-Langenlois.

Adresse: Flughafenstraße, 3500 Krems an der Donau
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Der Gedenkstein erinnert an einen Besuch ehemaliger US-amerikanischer Kriegsgefangener des Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B, das sich an dieser Stelle befunden hatte. Es wurde bereits 1939 eingerichtet und war mit bis zu 66.000 hier internierten Personen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Serbien, der Sowjetunion und den USA eines der größten Kriegsgefangenenlager des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 9. Mai 1945 wurde es durch die Rote Armee befreit. Heute befindet sich auf einem Teil des Geländes der Flugplatz Krems-Langenlois.

Adresse: Flughafenstraße, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel erinnert an das Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B, das sich an dieser Stelle befunden hatte. Es wurde bereits 1939 eingerichtet und war mit bis zu 66.000 hier internierten Personen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Serbien, der Sowjetunion und den USA eines der größten Kriegsgefangenenlager des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 9. Mai 1945 wurde es durch die Rote Armee befreit. Heute befindet sich auf einem Teil des Geländes der Flugplatz Krems-Langenlois. Weitere gleichartig gestaltete Gedenktafeln markieren die Ausdehnung des ehemaligen Lagergeländes.

Adresse: Flughafenstraße, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel erinnert an das Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B, das sich an dieser Stelle befunden hatte. Es wurde bereits 1939 eingerichtet und war mit bis zu 66.000 hier internierten Personen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Serbien, der Sowjetunion und den USA eines der größten Kriegsgefangenenlager des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 9. Mai 1945 wurde es durch die Rote Armee befreit. Heute befindet sich auf einem Teil des Geländes der Flugplatz Krems-Langenlois. Weitere gleichartig gestaltete Gedenktafeln markieren die Ausdehnung des ehemaligen Lagergeländes.

Adresse: Wasserhofstraße, 3500 Krems an der Donau
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Die Gedenktafel erinnert an jüdische Opfer des Zweiten Weltkriegs. Anders als bei vielen Erinnerungszeichen ist hier als historischer Bezugspunkt nicht unmittelbar die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung von Jüdinnen und Juden durch das NS-Regime angegeben, sondern der vom NS-Regime verursachte Krieg. Auch die angeführten Jahreszahlen verweisen auf die Kriegsjahre 1939-1945, nicht auf den Zeitraum der NS-Herrschaft in Österreich 1938-1945.

Adresse: Kolomanistraße, 3644 Emmersdorf an der Donau
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In der Nacht des 2. Mai 1945 ermordeten Angehörige der Waffen-SS hier ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen, die auf einem Todesmarsch in Richtung des KZ-Mauthausen in Persenbeug und Hofamt Priel untergebracht waren. Kinder und kranke Personen wurden direkt in den Baracken getötet, alle anderen zu Gräben in Hofamt Priel getrieben und dort erschossen. Die Opfer wurden vor Ort begraben, 1964 wieder exhumiert und am neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten in einem Massengrab bestattet. Seit 2015 befindet sich dort auch ein Grabstein für die 228 namentlich bekannten Opfer des Massakers. Die Gedenktafel erläutert die Geschichte des Ortes und wurde 2020 neben dem bereits bestehenden Gedenkstein aufgestellt.

Adresse: Straßlmühl, 3681 Hofamt Priel
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In dieser Anlage mit drei Einzelgräbern sind drei Personen aus Jugoslawien bestattet, die während der NS-Zeit in Herzogenburg bei der Firma Gerhold Zwangsarbeit leisten mussten und bei einem Bombenangriff getötet wurden.

Adresse: Rottersdorfer Straße 1, 3130 Herzogenburg
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In diesem Grab sind zwei Soldaten der Deutschen Wehrmacht bestattet, die am 26.4.1945, vermutlich als Deserteure, von NS-Funktionären erschossen wurden.

Adresse: L8273, 3623 Kottes
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Max Fürnberg lebte mit seiner Familie in Grünau, wo er als Kaufmann tätig war und ein Geschäft führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Fürnberg enteignet und vertrieben. Einigen Familienmitgliedern gelang die Flucht ins Ausland. Nach seiner zwangsweisen Umsiedlung in eine Wiener Sammelwohnung wurde Max Fürnberg am 2. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 18. März 1944 ermordet.

Adresse: Friedhofstraße 6, 3202 Grünau
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Berta Fürnberg lebte mit ihrer Familie in Grünau, wo ihr Vater Max als Kaufmann tätig war und ein Geschäft führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Fürnberg enteignet und vertrieben. Einigen Familienmitgliedern gelang die Flucht ins Ausland. Nach ihrer zwangsweisen Umsiedlung in eine Wiener Sammelwohnung wurde Berta Fürnberg am 9. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort am 15. Juni 1942 ermordet.

Adresse: Friedhofstraße 6, 3202 Grünau
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Oskar Fürnberg lebte mit seiner Familie in Grünau, wo sein Vater Max als Kaufmann tätig war und ein Geschäft führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Fürnberg enteignet und vertrieben. Einigen Familienmitgliedern gelang die Flucht ins Ausland. Nach seiner zwangsweisen Umsiedlung in eine Wiener Sammelwohnung flüchtete Oskar Fürnberg in die Tschechoslowakische Republik, wurde dort jedoch verhaftet. Von Brünn aus wurde er am 5. Dezember 1941 nach Theresienstadt deportiert und später nach Auschwitz gebracht. Dort wurde er am 28. September 1944 ermordet.

Adresse: Friedhofstraße 6, 3202 Grünau
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Die Gedenktafel erinnert an die ehemalige Synagoge in Bad Erlach. 1895 hatte der Weingroßhändler Simon Hacker (1830-1907) diese für die jüdische Gemeinde in Bad Erlach und in den benachbarten Orten errichtet, da sich zuvor die nächstgelegene Synagoge im 12 Kilometer entfernten Neunkirchen befunden hatte. Das Gebäude wurde 1938 arisiert, 1951 restituiert und nach einem Verkauf 1974 abgerissen. Außerdem erinnert die Tafel an die Mitglieder der Familie Hacker, die in der Shoah ermordet wurden.

Adresse: Promenadenweg, 2822 Bad Erlach
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Sigmund Preis lebte in Neunkirchen, wo er einen Handel für Alteisen betrieb. Unmittelbar nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich versuchte er vor der Verfolgung durch das NS-Regime ins Ausland zu flüchten, wurde jedoch auf dem Gelände seines Betriebes verhaftet und im Bezirksgericht Wiener Neustadt festgehalten. Er wurde dort am 21. Mai 1938 unter ungeklärten Umständen erhängt aufgefunden und auf dem jüdischen Friedhof in Neunkirchen beerdigt. An seiner früheren Wohnadresse in Neunkirchen befindet sich ein Stolperstein für Sigmund Preis.

Adresse: Kernstockgasse 28, 2620 Neunkirchen
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Die Gedenktafel erinnert an die ermordeten und vertriebenen Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Krumbach. Sie wurde 2019 unterhalb der bereits seit 2005 bestehenden Gedenktafel für das jüdische Bethaus, das sich an dieser Stelle befunden hatte, montiert.

Adresse: Marktstraße 17, 2851 Krumbach
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In dem Grab neben dem Krematoriumsgebäude sind menschliche Überreste von Opfern des Konzentrationslagers Melk bestattet. Diese wurden 2023 gemeinsam mit einer Reihe NS-zeitlicher Kleinfunde im Zuge einer archäologischen Untersuchung der betonierten Absetzbecken des Wasserentsorgungssystems an der westlichen Schmalseite des Krematoriumsgebäudes geborgen. Nach der Identifizierung der gefundenen Haare und Knochenfragmente als menschliche Überreste, wurden diese im Jahr 2025 im Rahmen einer Gedenkzeremonie unmittelbar vor Ort bestattet. Das Konzentrationslager Melk wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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In diesem Massengrab sind 1865 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen bestattet, die zwischen 5. Jänner und 2. April 1945 im Lager in der Engelmühle zu Tode kamen. Sie hatten zunächst Ende 1944 im Zuge des Südostwallbaues Zwangsarbeit leisten müssen und wurden anschließend nach Felixdorf gebracht und dort in der Engelmühle, einem durch Bombentreffer bereits stark beschädigten Gebäude, interniert. Auf Grund der Unterbringungsbedingungen in dem völlig überfüllten, unbeheizten und mit kaputten Fenstern ausgestatteten Bau, der mangelhaften Versorgung und den katastrophalen hygienischen Bestimmungen überlebten nur 222 der insgesamt 2087 dorthin deportierten Personen. Bereits 1948 errichtete die Gemeinde Felixdorf einen Gedenkstein neben dem Massengrab außerhalb des Friedhofs, der später durch zahlreiche individuelle Gedenktafeln und -plaketten erweitert wurde. Der Grabstein wurde nach 2015 errichtet und nennt 142 namentlich identifizierte Opfer, die hier bestattet sind.

Adresse: Neugasse, 2603 Felixdorf
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Korneuburg erinnert an Johann Gruber. Er war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für den Aufbau kommunistischer und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Johann Gruber wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Bereits 1946 wurde ihm eine Verkehrsfläche in Korneuburg gewidmet, die Errichtung des Denkmals erfolgte 1955.

Adresse: Stockerauer Straße 77, 2100 Korneuburg
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Korneuburg erinnert an Josef Schwarzböck. Er war kommunistischer Funktionär und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er engagierte sich für die Einrichtung kommunistischer Betriebszellen und den Aufbau der Roten Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im Juli 1941 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 20. November 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Josef Schwarzböck wurde am 15. Februar 1943 hingerichtet. Bereits 1946 wurde ihm eine Verkehrsfläche in Korneuburg gewidmet, die Errichtung des Denkmals erfolgte 1955.

Adresse: Stockerauer Straße 77, 2100 Korneuburg
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Korneuburg erinnert an Anton Jordan. Er war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für den Aufbau kommunistischer Betriebszellen und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Anton Jordan wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Bereits 1946 wurde ihm eine Verkehrsfläche in Korneuburg gewidmet, die Errichtung des Denkmals erfolgte 1955.

Adresse: Stockerauer Straße 77, 2100 Korneuburg
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Der Gedenkstein auf dem Friedhof in Korneuburg erinnert an Johann Mühl. Er war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und engagierte sich für den Aufbau kommunistischer Betriebszellen und die Rote Hilfe in der Schiffswerft Korneuburg. Im August 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und am 24. November 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Johann Mühl wurde am 22. Februar 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Bereits 1946 wurde ihm eine Verkehrsfläche in Korneuburg gewidmet, die Errichtung des Denkmals erfolgte 1955.

Adresse: Stockerauer Straße 77, 2100 Korneuburg
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Die auf einem Kreuz am Friedhof in Gleiß (Gemeinde Sonntagberg) angebrachte Gedenktafel erinnert an sieben Personen, die während eines Luftangriffes am 24. Februar 1944 als zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs in Steyr getötet wurden.

Adresse: Baichbergstraße 9, 3332 Gleiß
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Die Gedenktafel erinnert an Marcello Martini, der als Jugendlicher im KZ-Außenlager Hinterbrühl interniert war, das sich zwischen September 1944 und April 1945 hier befunden hatte. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. Im Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge, darunter Marcello, zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Er überstand den Todesmarsch, erlebte die Befreiung in Mauthausen und kehrte im Juni 1945 zurück zu seiner Familie in Italien. Dort studierte er später Chemie und war als Chemiker in der Metallindustrie tätig. Er absolvierte zahlreiche Besuche des ehemaligen Lagers Hinterbrühl und starb 2019.

Adresse: Johannesstraße 16-32, 2371 Hinterbrühl
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Das Denkmal in Form einer steinernen Stele erinnert an jene Personen, die unmittelbar vor der Räumung des KZ-Außenlagers Hinterbrühl in der Nacht auf den 1. April 1945 hier ermordet wurden. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. In dem im September 1944 eingerichteten Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Johannesstraße 16-32, 2371 Hinterbrühl
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Die Gedenkstele vor der Mittelschule in St. Aegyd erinnert an das KZ Außenlager das etwa 300 Meter östlich von hier auf dem heute überbauten Areal südlich der Bahnstecke bestanden hatte. Das Lager wurde ab dem 2. November 1944 durch 300 aus dem KZ Mauthausen hierher gebrachte Häftlinge errichtet und sollte dem Aufbau einer Versuchsanlage für die kraftfahrtechnische Lehranstalt der Waffen-SS dienen, zu deren Errichtung es jedoch nicht mehr kam. Stattdessen mussten die großteils aus Italien, Jugoslawien, Polen und der Sowjetunion stammenden Häftlinge in Zwangsarbeit Wege errichten und forstwirtschaftliche Tätigkeiten ausführen. Die vor Ort ermordeten oder durch die Arbeits- und Unterbringungsbedingungen zu Tode gebrachten Häftlinge wurden in einem Massengrab auf dem örtlichen Friedhof bestattet. Am 1. April 1945 wurde das Lager geräumt und die verbliebenen Häftlinge zunächst per Zug, später zu Fuß in Richtung des Konzentrationslagers Mauthausen getrieben um ihre Befreiung durch die vorrückenden alliierten Truppen zu verhindern. Gleichartig gestaltete Gedenkstelen finden sich auch an den Orten anderer ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen.

Adresse: Pfarrsiedlung 1, 3193 St. Aegyd am Neuwalde
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Die Gedenktafel erinnert an die in der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling ermordeten Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion, Polen, Serbien, Frankreich und Italien. Zwischen Juni 1940 und August 1941 wurden zunächst rund 1300 Patient*innen von hier aus in die Tötungsanstalten Niedernhart und Hartheim gebracht. Später wurden auch direkt in Mauer-Öhling bis April 1945 Patient*innen durch Mangelernährung und Vernachlässigung systematisch zu Tode gebracht oder aktiv ermordet. Zu den Opfern gehörten auch sowjetische Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene. Die hier Ermordeten wurden in Massengräbern auf dem anstaltseigenen Friedhof begraben.

Adresse: Landesklinikum Mostviertel 220, 3363 Mauer bei Amstetten
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Anna Strasser arbeitete ab 1939 in der Buchhaltung der Lagerhausgemeinschaft Mauthausen nahe des dortigen Bahnhofs, bevor sie 1942 in das Nibelungenwerk in St. Valentin versetzt wurde. An beiden Orten versorgte sie KZ-Häftlinge bzw. Zwangsarbeiter*innen heimlich mit Lebensmitteln und Medikamenten und wurde in diesem Zusammenhang schließlich 1944 salbt durch die Gestapo festgenommen. Auf Grund des Vorwurfs des Hochverrats wurde sie in das Arbeitserziehungslager Oberlanzendorf gebracht, wo sie schwer erkrankte. Am 1. April 1945 freigelassen, war sie nach dem Krieg als Vertreterin und Sekretärin tätig und wurde 1999 zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatgemeinde St. Valentin ernannt. Sie starb 2010 in St. Peter in der Au. Ihr ist auch der Platz vor dem ehemaligen Lagergelände des KZ-Außenlagers St. Valentin gewidmet.

Adresse: Hauptplatz 11, 4300 St. Valentin
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Die Gedenktafel an der Fassade der Aufbahrungshalle des Friedhofes erinnert an den in Hohenberg geborenen Leopold Pölzl. Er war sozialdemokratischer Politiker und fungierte ab 1920 als Bürgermeister der böhmischen Stadt Aussig (auch: Außig; tschechisch: Ústí nad Labem), wo er sich auch öffentlich gegen den Nationalsozialismus aussprach. Nach der Übernahme der sudetendeutschen Gebiete durch das nationalsozialistische Deutsche Reich in Folge des Münchner Abkommens vom 30. September 1938 wurde Leopold Pölzl verhaftet. Später freigelassen, gründete er eine Widerstandsgruppe, die unter anderem Hilfe für die Familien politischer Gefangener und Kriegsgefangene leiste und antifaschistische Flugblätter verbreitete. Er starb am 1. September 1944 im Krankenhaus in Aussig, die konkreten Umstände seines Todes sind nicht bekannt.

Adresse: Pfarrgasse, 3192 Hohenberg
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Am Grab der Familie Eckstein auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordeten Familienmitglieder Otto, Ernst und Charlotte Eckstein.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab der Familie Brumlik auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordete Helene Fantl.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab von Kathie Brumlik auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift ihre beiden in der Shoah ermordeten Töchter Emilie und Helene Brumlik. Die beiden wohnten in Loosdorf, bevor sie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich aus ihrer Heimat vertrieben und zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen wurden. Emilie Brumlik wurde am 14. Juni 1942 nach Sobibor deportiert, Helene am 17. Juli 1942 nach Auschwitz.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab von Heinrich Spitz auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für seine in der Shoah ermordeten Familienmitglieder. Genannt werden seine Frau Therese Spitz sowie die Familien ihrer beiden Zwillingstöchter Else Herlinger, mit ihrem Mann Otto und Tochter Edith, sowie Margarete Zweig mit ihrem Mann Leopold und Tochter Charlotte. Therese Spitz lebte mit ihrer Familie in Wilhelmsburg, wo sie nach dem Tod ihres Mannes Heinrich im Jahr 1924 eine Gemischtwarenhandlung führte. In ihrem Haus lebten neben ihrem Bruder Hermann Blum auch ihre Zwillingstöchter Else (verheiratete Herlinger) und Margarete (verheiratete Zweig) mit deren Familien. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie im Mai 1939 enteignet und schließlich im Juli 1939 aus ihrem Haus und ihrer Heimatstadt vertrieben. Von einer Wiener Sammelwohnung aus wurde sie am 26. Februar 1941 gemeinsam mit ihren Töchtern und Enkeltöchtern in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet. Die Ehemänner der beiden Zwillingsschwestern Otto Herlinger und Leopold Zweig wurden im Zuge der Novemberpogrome am 10. November 1938 festgenommen und in das KZ Dachau deportiert. Im März 1939 wieder zurück nach Wien gebracht, wurden sie am 20. Oktober 1939 nach Nisko am San deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab der Familie Singer auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordete Tochter Gisela.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab von Jenny Gelb auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordeten Familienmitglieder Katharina, Heinrich und Amalia Gelb. Katharina und Amalie Gelb lebten gemeinsam mit ihrer Schwester Eugenie in St. Pölten, wo Katharina als Verkäuferin tätig war. Eugenie starb bereits im April 1939. Die beiden anderen Schwester wurden im Mai 1940 aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurde Amalie im Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert, Katharina im Juli 1942 nach Theresienstadt. Beide wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab von Cecilia Gelb auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für ihren in der Shoah ermordeten Mann Heinrich und Sohn Maximilian. Heinrich Gelb lebte mit seiner Frau Cecilia und den beiden Kindern Maximilian und Gisela zunächst in St. Pölten und spätestens ab 1912 in Berlin. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland kehrten Heinrich, Cäcilia und Maximilian nach St. Pölten zurück, wurden jedoch nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich auch hier verfolgt. Sohn Maximilian wurde im Oktober 1939 zum Aufbau eines Konzentrationslagers nach Nisko am San deportiert, bevor er über Belzec nach Wien retour gelangte. Cäcilia Gelb starb im Juni 1939 in St. Pölten, Heinrich wurde aus der Stadt vertrieben und musste zwangsweise nach Wien übersiedeln. Von hier aus wurden Maximilian und Heinrich Gelb am 26. Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet. Tochter Gisela war in Berlin verheiratet und überlebte ihre Deportation nach Theresienstadt und Auschwitz.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab der Familie Kohn auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für die in der Shoah ermordeten Berta und Sigmund Stern. Sigmund und Berta Stern zogen nach der Pensionierung von Sigmund, der zuvor im Wiener Kaufhaus Gerngross beschäftigt gewesen war, gemeinsam mit ihrem Sohn Alfred nach St. Pölten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im Oktober 1939 aus der Stadt vertrieben. Im November 1939 gelang es ihnen, die Flucht ihres dreizehnjährigen Sohnes Alfred nach Palästina zu organisieren. Das Ehepaar Sigmund und Berta Stern wurde im Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und dort ermordet.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab von Emma Fürnberg auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für ihren in der Shoah ermordeten Mann Max und ihre beiden Kinder Berta und Oskar. Max Fürnberg lebte mit seiner Familie in Grünau, wo er als Kaufmann tätig war und ein Geschäft führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Fürnberg enteignet und vertrieben. Einigen Familienmitgliedern gelang die Flucht ins Ausland. Nach der zwangsweisen Umsiedlung von Max, Berta und Oskar Fürnberg in eine Wiener Sammelwohnung wurde Max Fürnberg am 2. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 18. März 1944 ermordet. Berta Fürnberg wurde am 9. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort am 15. Juni 1942 ermordet. Oskar Fürnberg flüchtete in die Tschechoslowakische Republik, wurde dort jedoch verhaftet. Von Brünn aus wurde er am 5. Dezember 1941 nach Theresienstadt deportiert und später nach Auschwitz gebracht. Dort wurde er am 28. September 1944 ermordet.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Am Grab von Leopold Tichler auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten befindet sich eine Gedenkinschrift für seine in der Shoah ermordeten Familienmitglieder. Genannt werden seine Frau Maria Tichler, seine Tochter Hilda Fantl-Brumlik und deren Mann Arthur und Tochter Gertrude, seine Tochter Irma Löw und deren Mann Herman, seine Tochter Theresia Seidler und deren Tochter Rosa, sowie seine Tochter Hedwig Neufeld und deren Mann Erich. An die Familie Fantl-Brumlik erinnert auch eine Gedenktafel an ihrem früheren Wohnhaus in Bischofstetten, für Hermann und Irma Löw wurde in St. Pölten ein Stein der Erinnerung verlegt. Theresia und Rosa ist gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Familie Seidler ein Denkmal in Mank gewidmet.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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Im Krematoriumsgebäude des ehemaligen Konzentrationslagers Melk befindet sich eine Ausstellung, sowie zahlreiche Gedenktafeln, -kreuze, und Bilder für Opfer des KZ-Außenlagers Melk. Das Lager wurde im Frühjahr 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht, die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf und an anderen Orten Zwangsarbeit leisten mussten. Über 4800 von ihnen wurden dabei getötet. Das ehemalige Krematoriumsgebäude wurde 1962 als Gedenkstätte eingerichtet, das übrige Kasernengelände wieder durch das Österreichische Bundesheer genutzt.

Adresse: Schießstattweg 2, 3390 Melk
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DI Rudolf Tintner lebte nach seiner Scheidung 1927 gemeinsam mit seiner älteren Tochter Elisabeth in St. Pölten, wo er bereits seit 1907 ein erfolgreiches Bauunternehmen betrieb. So schuf er einige der bedeutendsten St. Pöltner Bauwerke in dieser Periode, darunter die Glanzstoff-Fabrik und den Mühlhof. Obwohl bereits 1917 zum Katholizismus konvertiert, wurde er vom NS-Regime als Jude verfolgt, bereits im November 1938 aus seinem Haus vertrieben und kam zunächst bei seinem Bruder in Wien unter. Seine Töchter, die seiner Ehe mit einer nicht-jüdischen Frau entstammten, setzten sich mehrfach erfolgreich gegen seine Deportation ein. Schließlich wurde er jedoch im März 1944 von Wien aus nach Theresienstadt gebracht und dort am 10. Jänner 1945 ermordet. Die Benennung der Gasse erfolgte 2023, ihm ist in St. Pölten auch ein Stein der Erinnerung gewidmet.

Adresse: Rudolf-Tintner-Gasse,3100 St. Pölten
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Die Gedenk- und Informationstafel erinnert an jene Kriegsgefangenen, die hier Zwangsarbeit leisten mussten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete der Besitzer des Steinbruches Leopold Popper-Podhragy, der von den NS-Behörden als jüdisch eingestuft wurde vor der Verfolgung durch das NS-Regime nach England. Unter neuer Leitung wurde die Arbeit im Steinbruch ab 1939 unter Einsatz von Zwangsarbeit fortgesetzt, zunächst mit Zwangsarbeitern aus Polen, später auch mit Kriegsgefangenen aus Belgien, Frankreich und der Sowjetunion und ab 1944 mit ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen. Nach 1945 stellte der Besitzer des Steinbruches einen Rückstellungsantrag, der NS-zeitlich abgeschlossene Pachtvertrag wurde aufgelöst und der Abbau 1950 stillgelegt. Die mit Wasser vollgelaufene Abbaugrube wurde von der örtlichen Bevölkerung als Badeteich genutzt, bevor sie nach einem kurzfristigen Abbau in den 1980er Jahren austrocknete.

Adresse: B35, 3741 Pulkau
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Der Gedenkstein erinnert an 8 namentlich unbekannte KZ-Häftlinge die im April 1945 während eines Todesmarsches in Richtung des KZ Mauthausen auf dem Gemeindegebiet von Mank ermordet wurden.

Adresse: Friedhofweg, 3240 Mank
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Die Gedenktafel verweist auf die Widmung des Hauses im ehemaligen Besitz von Karl von Motesiczky als "Haus des Lebens". Motesiczky war Psychoanalytiker und engagierte sich bereits während des Studiums in der sozialistischen Studentenbewegung. 1933 emigrierte er nach Norwegen, kehrte jedoch um 1937/38 nach Österreich zurück. Er lebte in der Hinterbrühl, wo er sich aktiv gegen den Nationalsozialismus betätigte und von der Gestapo gesuchte Personen in diesem Haus versteckte. Nach einer Denunziation wurde er 1942 festgenommen und in das KZ Auschwitz deportiert, wo er am 25. Juni 1943 an Typhus starb. Die Gedenktafel befindet sich auf dem Gelände des SOS Kinderdorf Hinterbrühl und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Kröpfelsteigstraße 42, 2371 Hinterbrühl
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Die Gedenktafel erinnert an Josef Špalek, der hier im KZ-Außenlager Hinterbrühl interniert war und unmittelbar vor der Räumung des Lagers in der Nacht auf den 1. April 1945 hier ermordet wurde. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das darunter liegende, geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um dort eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. In dem im September 1944 eingerichteten Lager waren zunächst rund 800 Personen interniert, die im Schichtbetrieb Zwangsarbeit in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") leisten mussten. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der hier festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Johannesstraße 16-32, 2371 Hinterbrühl
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Die Gedenktafel im Inneren der Seegrotte Hinterbrühl erinnert an jene Personen, die während Luftangriffen gegen den Produktionsstandort der Rüstungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschen Reiches in der Seegrotte Hinterbrühl getötet wurden. Bereits im August 1944 war begonnen worden, das geflutete ehemalige Gipswerk auszupumpen um hier eine Produktionsstätte für die Heinkel-Werke einzurichten. Bis März 1945 mussten hier KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene im Schichtbetrieb in der Fertigung von Teilen für Flugzeuge und Raketen ("V2") Zwangsarbeit leisten. An der Oberfläche wurde in diesem Zusammenhang das KZ-Außenlager Hinterbrühl eingerichtet, wo zunächst rund 800 Personen interniert waren. Da im Frühjahr 1945 zahlreiche Evakuierungstransporte anderer Lager im Großraum Wien, etwa Floridsdorf oder Schwechat, über das Lager in der Hinterbrühl geführt wurden, stieg die Anzahl der im Lager festgehaltenen Menschen stark an. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen 1884 Lagerhäftlinge zu Fuß Richtung KZ Mauthausen getrieben. Unmittelbar zuvor ermordeten Angehörige der Wachmannschaften noch vor Ort 52 Personen, die sie als marschunfähig einstuften, und verscharrten sie in einem Massengrab, das 1946 exhumiert wurde.

Adresse: Grutschgasse 2a, 2371 Hinterbrühl
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Das Denkmal erinnert an die Opfer des KZ-Außenlagers Wiener Neudorf/Guntramsdorf, das hier im August 1943 als Außenlager des KZ Mauthausen eingerichtet wurde. Nachdem während eines alliierten Luftangriffes am 26. Juli 1944 31 Häftlinge getötet und große Teile des Lagers zerstört wurden, kam es zur Neuerrichtung des Lagers etwa 2,5 Kilometer nordwestlich. Die Häftlinge, hauptsächlich aus Deutschland, Estland, Frankreich, Österreich, Polen und der Sowjetunion, mussten in den Flugmotorenwerken Ostmark in Guntramsdorf Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie des nationalsozialistischen Deutschen Reiches leisten. Das Lager am neuen Standort wurde am 2. April 1945 geräumt und die verbliebenen Häftlinge auf einem Todesmarsch Richtung Mauthausen getrieben um ihre Befreiung durch die vorrückenden alliierten Truppen zu verhindern. Gleichartig gestaltete Gedenkstelen finden sich auch an den Orten anderer ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen.

Adresse: Industriestraße 21, 2353 Guntramsdorf
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Grab für einen oder mehrere sowjetische Militärangehörige auf dem Friedhof in Gaubitsch.

Adresse: Gaubitsch 2, 2154 Gaubitsch
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I

Die Informationstafel des Historienpfades erläutert die Geschichte des Anstaltsfriedhofs der Heil- und Pflegeanstalt Gugging und erinnert dabei auch an jene Opfer, die dort im Rahmen der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen getötet wurden. Bereits zwischen November 1940 und Mai 1941 wurden mindestens 675 Personen aus der Anstalt Gugging in die Tötungsanstalt im Schloss Hartheim deportiert. Ab 1941 und bis zum Sturz des NS-Regimes wurden auch direkt in Gugging rund Menschen ermordet, sowie durch Hunger und Infektionskrankheiten zu Tode gebracht und auf dem Friedhof in Kierling begraben.

Adresse: Franz-Kafka-Weg, 3400 Klosterneuburg
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K

Das Kriegerdenkmal in Wolkersdorf nennt neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch eine Reihe ziviler Opfer aus dem Jahr 1945.

Adresse: Kirchenplatz, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel
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Das Kriegerdenkmal in Frättingsdorf erinnert neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch an zwei zivile Opfer der Kampfhandlungen im Jahr 1945.

Adresse: Anton-Haas-Straße 44, 2132 Frättingsdorf
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Das Kriegerdenkmal in Ernsdorf bei Staatz nennt neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch eine Reihe von zivilen Kriegsopfern.

Adresse: Kapellenstraße, 2134 Ernsdorf bei Staatz
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Das Kriegerdenkmal in Waltersdorf bei Staatz nennt neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch Franz Gradinger als ziviles Kriegsopfer des Frühjahrs 1945.

Adresse: Dorfstraße, 2134 Waltersdorf bei Staatz
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Das Kriegerdenkmal in Atzelsdorf nennt neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch zivile Kriegsopfer des Jahres 1945.

Adresse: Satzbergstraße, 2191 Atzelsdorf
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Das Kriegerdenkmal in Hohenruppersdorf erinnert neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch an eine Reihe von zivilen Opfern der Kampfhandlungen im Frühjahr 1945.

Adresse: Marktplatz, 2223 Hohenruppersdorf
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Das Kriegerdenkmal in Maustrenk nennt neben den getöteten Soldaten des Zweiten Weltkriegs auch eine Reihe von zivilen Kriegsopfern.

Adresse: Maustrenk 54, 2225 Maustrenk
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Das Kriegerdenkmal in Marchegg nennt neben den getöteten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch eine Reihe von zivilen Kriegsopfern.

Adresse: Hauptplatz, 2293 Marchegg
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Das Kriegerdenkmal in Witzelsdorf nennt neben den getöteten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch Karl Zillinger als ziviles Kriegsopfer.

Adresse: Witzelsdorf 1, 2305 Witzelsdorf
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Das Kriegerdenkmal in Himberg nennt neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch eine Reihe ziviler Kriegsopfer, sowie die Widerstandskämpfer Josef Mikesch, Friedrich Provasnicek, Ernst Terkola und Jarolin Tesar. Alle vier genannten waren Funktionäre der Kommunistischen Partei bzw. des Kommunistischen Jugendverbandes. Sie wurden 1942 festgenommen und zwischen September 1943 und Juni 1944 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Adresse: Kirchenplatz, 2325 Himberg bei Wien
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Das Kriegerdenkmal in Biedermannsdorf erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Ortsstraße 42, 2362 Biedermannsdorf
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Das Kriegerdenkmal in Grammatneusiedl erinnert neben den getöteten Soldaten beider Weltkriege auch an eine Reihe ziviler Kriegsopfer. Unter diesen sind jedoch auch die durch das NS-Regime hingerichteten Widerstandskämpfer Johann Knize (am Denkmal als: Knische), Felix Kolar, Josef Knize (am Denkmal als: Knische), Albert Seifert und Leopold Hadacek angeführt. Sie alle wurden zwischen Herbst 1942 und Sommer 1943 auf Grund ihrer Tätigkeit als Funktionäre der Kommunistischen Partei bzw. Kommunistischen Jugendverbandes verhaftet, wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und/oder der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und im Frühjahr 1944 in Wien hingerichtet.

Adresse: Oberortsstraße 2, 2440 Gramatneusiedl
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Das Kriegerdenkmal in Achau erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Schulweg, 2481 Achau
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Das Kriegerdenkmal in Zillingdorf nennt unter den getöteten Soldaten des 1. und 2. Weltkriegs auch Johann (Hans) Lichtenwörther. Dieser lebte als Sohn einer Bauernfamilie in Zillingdorf und wurde als 17-Jähriger im Februar 1945 zur Wehrmacht einberufen. Bei dem Versuch gemeinsam mit Alois Leisser, einem gleichaltrigen Kameraden aus Wien, zu desertieren wurden beide von der SS in Breitenstein aufgegriffen, vor Ort standrechtlich hingerichtet und ihre toten Körper an einem Baum festgebunden. Nach Kriegsende wurden beide auf dem örtlichen Friedhof bestattet, Johann Lichtenwörther später nach Zillingdorf umgebettet.

Adresse: Rathausstraße, 2492 Zillingdorf
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Das Kriegerdenkmal in Lichtenwörth erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Kirchenplatz, 2493 Lichtenwörth
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Die Ordensfrau Maria Restituta (geborene Helene Kafka) war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Badener Straße 24, 2522 Oberwaltersdorf
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Das Kriegerdenkmal in Günselsdorf nennt neben den getöteten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch eine Reihe von zivilen Kriegsopfern.

Adresse: Kirchenplatz 1, 2525 Günselsdorf
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Das Kriegerdenkmal in Gaaden nennt neben den getöteten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch Eva Muck als ziviles Kriegsopfer.

Adresse: Siegenfelder Straße 30, 2531 Gaaden
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Auf dem Kriegsgrab auf dem Friedhof in Kottingbrunn werden neben Soldaten auch die in einem eigenen Grab bestatteten Widerstandskämpfer Josef Fleischmann, Franz Nagl, Ladislaus Kiss und Josef Pürrer, sowie getötete Zwangsarbeiter*innen genannt. Bei den pauschal als "12 unbekannte Ukrainer" angeführten Personen handelt es sich um Zwangsarbeiter der Gustloff Werke, die 1944 während eines Bombenangriffs getötet wurden.

Adresse: Friedhofsplatz 1, 2542 Kottingbrunn
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Das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof in Leobersdorf erinnert neben den getöteten Soldaten des Zweiten Weltkriegs auch an die hingerichteten Widerstandskämpfer Franz Geißler, Leopold Hörbinger, Franz Maier und Walter Rozporka. Die genannten sind jedoch nicht eigens als Opfer des NS-Regimes ausgewiesen sondern lediglich in der alphabetisch sortierten Liste angeführt.

Adresse: Friedhofstraße, 2544 Leobersdorf
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Auf dem Grabstein des Kriegsgrabes auf dem Friedhof in Hirtenberg werden neben getöteten Soldaten beider Weltkriege und SS-Angehörigen auch KZ-Häftlinge des Außenlagers Hirtenberg, Zwangsarbeiter*innen und sowjetische Militärangehörige angeführt.

Adresse: Friedhofgasse 245, 2552 Hirtenberg
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Das Kriegerdenkmal in Kaumberg nennt neben den getöteten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch 9 bei Kampfhandlungen im Jahr 1945 umgekommene Zivilpersonen.

Adresse: Markt, 2572 Kaumberg
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Das Kriegerdenkmal in Payerbach enthält neben der Nennung der getöteten Soldaten beider Weltkriege eine Inschrift, die pauschal auch auf alle Verfolgten, Vertriebenen und Ziviltoten hinweist.

Adresse: Karl Feldbacher Straße 2, 2650 Payerbach
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Die Gedenktafel erinnert an eine Reihe von Personen die zwischen Frühjahr 1945 und Sommer 1946 in Reichenau an der Rax gewaltsam ums Leben kamen. Darunter befinden sich sowohl jene 17 Personen die in den letzten Kriegstagen auf Betreiben des NSDAP-Kreisleiters von Neunkirchen Johann Braun festgenommen und standrechtlich hingerichtet wurden, als auch Personen die durch sowjetische Militärangehörige erschossen wurden.

Adresse: Schloßplatz, 2651 Reichenau an der Rax
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Das Kriegerdenkmal in Maiersdorf nennt neben den Soldaten beider Weltkriege auch 5 zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs sowie 11 namentlich nicht genannte, sowjetische Militärangehörige, wahrscheinlich jene die in dem sowjetischen Grab auf dem Friedhof bestattet sind.

Adresse: Kirchengasse 46, 2724 Maiersdorf
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Das Kriegerdenkmal in Tullnerbach nennt neben den getöteten Soldaten auch eine Reihe ziviler Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Knabstraße, 3013 Tullnerbach-Lawies
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Das Kriegerdenkmal in Wagram ob der Traisen erinnert neben den getöteten Soldaten der Deutschen Wehrmacht auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs. Weiters markiert es den Frontverlauf am 8. Mai 1945.

Adresse: Weinbergweg, 3133 Wagram ob der Traisen
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Das Kriegerdenkmal in Wagram ob der Traisen erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Bäckergasse, 3133 Wagram ob der Traisen
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Das Kriegerdenkmal in Nußdorf ob der Traisen erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Kirchenplatz 1, 3134 Nußdorf ob der Traisen
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Das Kriegerdenkmal vor dem Schloss in Pottenbrunn erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime ausgelösten Zweiten Weltkriegs und eine Reihe weiterer NS-Opfer, darunter Widerstandskämpfer*innen und als jüdisch verfolgte Personen.

Adresse: Pottenbrunner Hauptstraße 77, 3140 St. Pölten
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Das Kriegsgrab auf dem Friedhof in St. Veit an der Gölsen nennt neben Soldaten der Wehrmacht auch "144 Unbekannte, bei denen es sich um sowjetische Militärangehörige handeln dürfte, zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs und 12 unbekannte KZ-Häftlinge, die wahrscheinlich während eines Todesmarsches auf dem Gemeindegebiet von St. Veit ermordet wurden.

Adresse: Hauptstraße 45, 3161 St. Veit an der Gölsen
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Das Kriegerdenkmal in Kleinzell nennt neben den getöteten Soldaten auch eine Reihe ziviler Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Hauptstraße 31, 3171 Kleinzell
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Das Kriegerdenkmal in Hofstetten nennt neben den getöteten Soldaten auch namentlich unbekannte zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Plambacheck, 3202 Hofstetten
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Auf dem Kriegsgrab in Ruprechtshofen ist neben den getöteten Soldaten auch Nikolai Lyaschenko angeführt, der als sowjetischer Kriegsgefangener Zwangsarbeit leisten musste und am 17. April 1945 von SS-Angehörigen erschossen wurde.

Adresse: Florianistraße 4, 3244 Ruprechtshofen
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Die Klangskulptur erinnert an die in der Shoah ermordeten Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde Amstetten. Sie ist in Form eines Davidssterns ausgeführt, an dessen sechs Spitzen fünf gestimmte Klangrohre montiert sind, die gemeinsam den Beginn des Liedes Shalom bilden. Ein stummes sechstes Rohr ist den Ermordeten gewidmet. Dieses Erinnerungszeichen befindet sich im Innenhof eines Internatsgebäudes und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Schloss Weinzierl 1, 3250 Wieselburg
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Auf dem Kriegsgrab in Ruprechtshofen ist neben den getöteten Soldaten auch Mihály Herzog angeführt, der als ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter wahrscheinlich im Zuge eines Todesmarsches auf dem Gemeindegebiet von Ruprechtshofen ermordet wurde.

Adresse: Bergmann-Platz, 3252 Petzenkirchen
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Die Kunstinstallation bestehend aus einer Stele mit Lichtstrahl, in den Boden eingelassenen gravierten Betonplatten und ringförmiger Bepflanzung erinnert an das Zusammentreffen der alliierten Truppen in Form des kommandierenden Generals der 65. Infanteriedivision Generalmajor Stanley E. Reinhart und des Generals der 7. Garde-Luftlandedivision der Sowjetunion Generalmajor D. A. Dritschkin in Erlauf am 8. Mai 1945, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und damit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Zum 50. Jahrestag dieses Ereignisses wurden in Erlauf zwei künstlerisch gestaltete Elemente der US-amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer des russischen Bildhauers Oleg Komov aufgestellt, die gemeinsam das Friedensdenkmal bilden.

Adresse: Marktplatz, 3253 Erlauf
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Das Kriegsgrab auf dem Friedhof in Gresten nennt neben den getöteten Soldaten beider Weltkriege auch ermordete KZ-Häftlinge und "16 unb[ekannte]. Israeli" bei denen es sich um ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen handelt, die am 26. April 1945 im Zuge eines Todesmarsches auf dem Gemeindegebiet von Gresten durch SS-Angehörige ermordet wurden. Den namentlich identifizierten Opfern ist seit 2018 eine Gedenktafel neben dem Grab gewidmet.

Adresse: Mitterweg 23a, 3264 Gresten
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Das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof Gleiß nennt neben den getöteten Soldaten beider Weltkriege auch die Widerstandskämpfer Johann Gerstner, Alexander Köstler, Pius Raab und Johann Pfaffenbichler, die dort als Opfer des Faschismus separat ausgewiesen sind.

Adresse: Baichbergstraße 9, 3332 Gleiß
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Das Kriegerdenkmal in Zeiselmauer erinnert neben den getöteten Soldaten auch an Traude (Irmentraud) Brückelmayer und Christine Ruetz, die als zivile Opfer des vom NS-Regime begonnenen Zweiten Weltkriegs während eines Bombenangriffs am 11.12.1944 in Tulln getötet wurden. Beide sind auch auf der Gedenktafel am städtischen Friedhof Tulln unter den Opfern angeführt.

Adresse: Kirchenplatz, 3424 Zeiselmauer
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Das Kriegerdenkmal in Seebarn am Wagram erinnert neben den getöteten Soldaten auch an Maria Thiery als ziviles Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Hauptstraße, 3484 Seebarn am Wagram
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Das Kriegerdenkmal in Gedersdorf erinnert neben den getöteten Soldaten auch an Anna Parth und Maria Kornek als zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Hauptstraße 52, 3494 Gedersdorf
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Das Kriegerdenkmal in Krems an der Donau erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: untere Hollenburger Hauptstraße 54, 3506 Krems an der Donau
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Die Kapelle in Hörfarth ist Pater Maximilian Kolbe gewidmet. Dieser war katholischer Priester und Mitglied des Minoritenordens in Polen. Er engagierte sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und wurde nach der Besetzung Polens durch das nationalsozialistische Deutsche Reich im Dezember 1939 von der Gestapo vorrübergehend festgenommen. Nachdem er im Kloster Niepokalanów über 2300 als Jüdinnen und Juden verfolgten Personen, sowie anderen ukrainischen und polnischen Flüchtlingen Unterkunft geboten hatte, wurde er im Februar 1941 erneut verhaftet und später in das KZ Auschwitz gebracht. Im Juli 1941 wurden dort eine Reihe von Personen von der SS im Zuge einer Vergeltungsmaßnahme für die vermeintliche Flucht eines Mithäftlings für die Ermordung ausgewählt, darunter der zweifache Familienvater Franciszek Gajowniczek. Maximilian Kolbe stellte sich in der Folge an dessen statt zur Verfügung und wurde nach zwei Wochen im sogenannten "Hungerbunker" am 14. August 1941 durch eine Phenolspritze ermordet. Franciszek Gajowniczek hingegen erlebte die Befreiung und starb 1995. Pater Maximilian Kolbe wurde 1971 selig- und 1982 heiliggesprochen.

Adresse: Kremserstraße 58, 3508 Hörfarth
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Das Kriegerdenkmal in Mautern an der Donau erinnert neben den getöteten Soldaten auch an zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Melker Straße 15, 3512 Mautern an der Donau
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Das Kriegerdenkmal in Großwetzdorf erinnert neben den getöteten Soldaten auch an Johann Jakosch als ziviles Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Hauptstraße 47, 3704 Großwetzdorf
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Auf dem Kriegsgrab in Langegg ist neben getöteten Soldaten beider Weltkriege auch der ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter Dr. Alexander Popper angeführt. Dieser kam am 9. August 1944 in Amaliendorf zu Tode und wurde auf dem Friedhof in Langegg beigesetzt.

Adresse: Langegg 27, 3872 Langegg
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Das Kriegerdenkmal in Sierndorf nennt neben den getöteten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch eine Reihe von zivilen Kriegsopfern.

Adresse: Schulstraße, 2011 Sierndorf
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Das Kriegerdenkmal in Leobendorf erinnert neben den getöteten Soldaten der beiden Weltkriege auch an zivile Opfer der Kampfhandlungen.

Adresse: Hans-Wilcek-Straße, 2100 Leobendorf
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Das Kriegerdenkmal an der Außenfassade der Kapelle in Dallein nennt neben den getöteten Soldaten beider Weltkriege auch Franz Toifl. Dieser war in Dallein als Landwirt tätig und wurde im Juli 1940 wegen des Vorwurfs wehrkraftzersetzender Äußerungen festgenommen und zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt, jedoch nach drei Monaten zur Bewährung freigelassen. Nachdem er im Juli 1943 öffentlich geäußert hatte, das nationalsozialistischen Deutsche Reich werde eine militärische Niederlage erleiden, wurde er erneut festgenommen und wegen des Vorwurfs der Wehrkraftzersetzung zum Tod verurteilt. Er wurde am 27. März 1944 in Brandenburg an der Havel hingerichtet. Franz Toifl ist auch eine neben dem Kriegerdenkmal angebrachte Gedenktafel gewidmet.

Adresse: Kapelle Dallein, 3753 Dallein
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Die Gedenkinstallation ist jenen Opfern gewidmet, die in der Heil- und Pflegeanstalt Gugging im Rahmen der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen getötet wurden. Bereits zwischen November 1940 und Mai 1941 wurden mindestens 675 Personen aus der Anstalt Gugging in die Tötungsanstalt im Schloss Hartheim deportiert. Ab 1941 und bis zum Sturz des NS-Regimes wurden auch direkt in Gugging rund Menschen ermordet, sowie durch Hunger und Infektionskrankheiten zu Tode gebracht und auf dem Friedhof in Kierling begraben.

Adresse: Franz-Kafka-Weg, 3400 Klosterneuburg
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Das Kriegerdenkmal in Groß-Enzersdorf nennt neben den getöteten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auch eine Reihe von zivilen Kriegsopfern.

Adresse: Friedhofgasse 1, 2301 Groß-Enzersdorf
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Das Kriegerdenkmal in Niederhollabrunn nennt neben den getöteten Soldaten des Zweiten Weltkriegs auch zivile Kriegsopfer.

Adresse: Theodor-Kramer-Weg, 2004 Niederhollabrunn
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Das Kriegsgrab auf dem Friedhof in Maiersdorf nennt neben getöteten Soldaten beider Weltkriege auch eine unbekannte Frau, die wahrscheinlich als ziviles Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs getötet wurde.

Adresse: Setzweg 238, 2724 Maiersdorf
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Das Kriegerdenkmal in Gablitz nennt neben den getöteten Soldaten auch eine Reihe ziviler Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs.

Adresse: Kirchengasse 6, 3003 Gablitz
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M

Die Gedenkstele neben dem Grab auf dem Friedhof in Himberg bei Wien erinnert an die im 1941 eingerichteten Arbeitserziehungslager im Schloss Oberlanzendorf (zu dieser Zeit Teil von Groß-Wien) getöteten Personen. Zuerst wurden dort männliche Personen, die von den NS-Behörden als "asozial" oder "arbeitsscheu" definiert wurden, festgehalten. Später kamen dazu Zwangsarbeiter*innen aus Polen, Italien, Griechenland, Jugoslawien, den Niederlanden und der Sowjetunion, sowie Widerstandskämpfer*innen. Zuletzt diente das Lager auch als Durchgangslager für ungarische Jüdinnen und Juden die von hier aus in die Konzentrationslager Auschwitz, Bergen-Belsen und Mauthausen deportiert wurden. Am 1. April 1945 wurde das Lager aufgelöst und rund 400 dort internierten Personen auf Todesmärschen in Richtung des Konzentrationslagers Mauthausen getrieben.

Adresse: Gutenhoferstraße 36, 2325 Himberg bei Wien
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In diesem Grab sind 47 Personen bestattet, die im April 1945 während Luftangriffen in Mödling getötet wurden. Darunter befinden sich zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs sowie namentlich unbekannte sowjetische Militärangehörige.

Adresse: Guntramsdorfer Straße 28, 2340 Mödling
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In diesem Mehrfachgrab befinden sich 17 im Jahr 1942 im Lager Sittendorf ums Leben gekommene serbische Zivilinternierte die an der Reichsautobahnbaustelle Zwangsarbeit leisten mussten, sowie zwei weitere Personen.

Adresse: Kreuzriegelstraße, 2393 Sittendorf bei Wien
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Das Denkmal auf dem Platz vor der Kirche in Fischamend fungiert als Mahnmal gegen Faschismus, Extremismus, Gewalt, Terror und Krieg.

Adresse: Donaustraße, 2401 Fischamend
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Im März 1945 wurden ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen aus dem Lager Engerau (heute Petržalka, Teil von Bratislava) zu Fuß nach Bad Deutsch-Altenburg getrieben um von hier aus mit Schiffen weiter Richtung KZ Mauthausen gebracht zu werden. In diesem Mehrfachgrab befinden sich 11 Personen, die am 30. März 1945 von den begleitenden Wachmannschaften in Bad Deutsch-Altenburg erschossen wurden. 2015 wurde das Grab auf Betreiben des Fremdenverkehrsvereins Bad Deutsch-Altenburg saniert und eine kontextualisierende Gedenktafel angebracht.

Adresse: Kirchenberg, 2405 Bad Deutsch-Altenburg
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In diesem Massengrab auf dem städtischen Friedhof in Bruck an der Leitha sind 155 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen bestattet, die im Zuge des Südostwallbaues Zwangsarbeit leisten mussten und dabei ermordet oder durch die unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen ums Leben gebracht wurden. Ursprünglich befand sich hier ab 1948 ein Gedenkstein für "60 unbekannte Israeliten", der 2009 durch einen neuen Gedenkstein und fünf liegende Tafeln mit den Namen der bekannten Opfer ersetzt wurde. Im nordwestlichen Bereich des Grabes befinden sich mehrere Tafeln sowie ein Kreuz, die einzelnen Opfern gewidmet sind.

Adresse: Fischamender Straße 28, 2460 Bruck an der Leitha
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Die Gedenkinstallation "Widerstäbe" am Badener Josefsplatz erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus in Baden. Auf einer kontextualisierenden Tafel werden die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde Baden, Personen die verfolgt wurden weil sie aus politischen oder religiösen Überzeugungen Widerstand gegen das NS-Regime leisteten, Menschen die im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung Kranker und Beeinträchtigter ermordet wurden, sowie all jene, die von den NS-Behörden als "asozial" oder "kriminell eingestuft wurden, als Opfergruppen genannt.

Adresse: Josefsplatz, 2500 Baden
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In dem Grab auf dem jüdischen Friedhof in Baden sind 30 namentlich nicht genannte ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen bestattet. Sie waren 1944 aus Szeged nach Weissenbach an der Triesting gebracht worden um zwangsweise Aufräumarbeiten nach einem Hochwasser zu leisten. Am 18. April 1945 wurden sie von der SS in einem Steinbruch in Sulzbach erschossen und nach Kriegsende durch die örtliche Zivilbevölkerung verscharrt. 1947 wurden sie auf den jüdischen Friedhof in Baden gebracht und hier beigesetzt.

Adresse: Halsriegelstraße 4, 2500 Baden
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Hermann Broch war als Schriftsteller und Betreiber einer Textilfabrik in Teesdorf tätig, die er jedoch bereits 1927 verkaufte. Vom NS-Regime trotz seiner Konversion zum Katholizismus als Jude verfolgt, wurde er bereits am 13. März 1938 im Salzkammergut festgenommen und vorübergehend in Bad Aussee inhaftiert. Danach gelang es ihm durch seine Verbindungen zu James Joyce, Thomas Mann und Albert Einstein im Juli 1938 über England in die USA zu flüchten. Dort engagierte er sich für andere aus dem nationalsozialistischen Deutschen Reich geflüchtete Personen. Hermann Broch starb 1951 in den USA.

Adresse: Schulstraße 11, 2524 Teesdorf
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In diesem Grab sind die Widerstandskämpfer Josef Fleischmann, Franz Nagl, Ladislaus Kiss und Josef Pürrer bestattet. Sie waren auf Grund des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt worden und wurden hingerichtet oder in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Ihnen ist auch je eine Verkehrsfläche in Kottingbrunn gewidmet.

Adresse: Friedhofsplatz 1, 2542 Kottingbrunn
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In der Nacht des 2. Mai 1945 ermordeten Angehörige der Waffen-SS ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen, die auf einem Todesmarsch in Richtung des KZ-Mauthausen in Persenbeug und Hofamt Priel untergebracht waren. Kinder und kranke Personen wurden direkt in den Baracken getötet, alle anderen zu Gräben in Hofamt Priel getrieben und dort erschossen. Die Opfer wurden vor Ort begraben, 1964 wieder exhumiert und hier am neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten in einem Massengrab bestattet. Nach umfangreichen Recherchen zu den Opfern wurde 2015, am 70. Jahrestag des Massakers, neben dem bereits bestehenden Gedenkstein ein Grabstein mit den Namen aller 228 bekannten Opfer errichtet.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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In diesem Mehrfachgrab mit Gedenkkreuz sind Opfer des KZ-Außenlagers St. Aegyd bestattet. Das Lager wurde ab dem 2. November 1944 durch 300 aus dem KZ Mauthausen hierher gebrachte Häftlinge errichtet und sollte dem Aufbau einer Versuchsanlage für die kraftfahrtechnische Lehranstalt der Waffen-SS dienen, zu deren Errichtung es jedoch nicht mehr kam. Stattdessen mussten die großteils aus Italien, Jugoslawien, Polen und der Sowjetunion stammenden Häftlinge in Zwangsarbeit Wege errichten und forstwirtschaftliche Tätigkeiten ausführen. Am 1. April 1945 wurde das Lager geräumt und die verbliebenen Häftlinge zunächst per Zug, später zu Fuß in Richtung des Konzentrationslagers Mauthausen getrieben um ihre Befreiung durch die vorrückenden alliierten Truppen zu verhindern. Während das Grab mit dem Gedenkkreuz bereits 1945 angelegt wurde, stellt die Gedenktafel eine 1988 angebrachte Ergänzung dar. Die Gedenkstätte wurde zuletzt 2024 saniert und ergänzt.

Adresse: Pfarrsiedlung 1, 3193 St. Aegyd am Neuwalde
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In diesem Grab sind drei unbekannte KZ-Häftlinge begraben, die im April 1945 im Zuge eines Todesmarsches auf dem Gemeindegebiet von Oberndorf an der Melk ermordet wurden.

Adresse: L5247, 3281 Oberndorf an der Melk
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In diesem Grab sind 14 unbekannte Personen begraben, die im April 1945, wahrscheinlich im Zuge eines Todesmarsches ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter*innen, auf dem Gemeindegebiet von St. Anton an der Jeßnitz ermordet wurden.

Adresse: Puchenstubner Straße, 3283 St. Anton an der Jeßnitz
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Die künstlerische Intervention "Mahnmal" zeigt in Form einer Tafel eine stark vergrößerten Abbildung der beiden Auswahlkreise des Stimmzettels für die Volksabstimmung am 10. April 1938. Mit dieser wollten NS-Behörden den bereits am 12. März 1938 vollzogenen so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich nachträglich legitimieren und propagandistisch nutzen. Demnach folgte diese auch nicht den Regeln einer demokratischen Abstimmung, sondern ging mit massiven Propaganda- und Einschüchterungskampagnen einher. Personen die tatsächlich innerhalb der Wahlkabine abstimmten und nicht gleich öffentlich vor den Wahlhelfern für "ja" stimmten, galten als verdächtig politische Gegner*innen des Nationalsozialismus zu sein und mussten mit Verfolgung und Repressalien rechnen. Entsprechend deutlich fiel das offizielle Ergebnis mit über 99% Ja-Stimmen aus. Damit erinnert das Mahnmal sowohl an die Verfolgung politischer Gegner*innen in der NS-Diktatur, als auch an die tatsächliche Zustimmung zum Nationalsozialismus unter der österreichischen Bevölkerung 1938.

Adresse: Dr.-Carl-Kupelwieser-Promenade 16, 3293 Lunz am See
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In diesem Grab auf dem städtischen Friedhof in Amstetten wurden bei einem Luftangriff am 20. März 1945 getötete Personen, wahrscheinlich KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter*innen, begraben. Die einzig namentlich genannte Person ist die als politische Gefangene bezeichnete Belgierin Madeleine Seron.

Adresse: Friedhofstrasse, 3300 Amstetten
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In diesem Grab sind 10 unbekannte Häftlinge des KZ-Außenlagers Hinterbrühl bestattet, die im Zuge eines Todesmarsches Richtung Mauthausen von Angehörigen der begleitenden SS-Wachmannschaften auf dem Gemeindegebiet von Haag ermordet und neben der Straße verscharrt wurden. Im November 1945 wurden sie exhumiert und hier beigesetzt. In der Stadt erinnert eine Gedenktafel an den Todesmarsch und die hier Bestatteten.

Adresse: Höllriglstraße, 3350 Haag
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Das Mahnmal erinnert an den ehemaligen Bahnhaltepunkt Roggendorf, der an dieser Stelle bestanden hatte, sowie an die Opfer des KZ Melk. Dieses wurde im Frühjahr als Außenlager des KZ Mauthausen in der bestehenden Pionierkaserne eingerichtet. Bis zur Befreiung des Lagers im April 1945 wurden über 14000 Häftlinge hierher gebracht. Jene die bei der Errichtung einer Stollenanlage für die Rüstungsproduktion im Wachberg bei Roggendorf Zwangsarbeit leisten mussten, wurden für den täglichen Arbeitseinsatz mit Eisenbahnwaggons vom KZ-Haltepunkt in der Nähe des Melker Bahnhofs hierher gebracht. Bereits Ende der 1990er Jahre wurden entlang der Bahnlinie im Bereich des ehemaligen Haltepunktes Roggendorf Wacholderbäume und Eichen gepflanzt. 2019 wurden auf 23 Holzstelen Tafeln mit den bekannten Muttersprachen der Häftlinge, die aus vielen Ländern nach Melk verschleppt worden waren, angebracht. Außerdem sind vor Ort zwei kontextualisierende Informationstafeln aufgestellt.

Adresse: Dorfstraße 43, 3382 Roggendorf
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In diesem Grab liegen 54 unbekannte Personen, die als so genannte "Ostarbeiter" Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten und dabei zu Tode gebracht wurden.

Adresse: Friedhofweg 7, 3383 Hürm
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Am 26. Jänner 1945 wurden neben den Bahngleisen auf der Strecke zwischen Groß-Sierning und Markersdorf drei unbekannte tote KZ-Häftlinge aufgefunden und hier bestattet. Wahrscheinlich waren sie Teil eines Bahntransportes von Häftlingen aus dem KZ-Auschwitz Richtung Mauthausen.

Adresse: Kirchenstraße 465/1, 3384 Haunoldstein
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In diesem Kriegsgrab sind neben Soldaten der Deutschen Wehrmacht auch zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs, sowie während eines Luftangriffes am 6. November 1944 getötete Zwangsarbeiter*innen aus Griechenland und der Sowjetunion beerdigt.

Adresse: Kirchengasse 260, 3451 Rust im Tullnerfeld
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In diesem Grab sind 33 unbekannte Personen bestattet, die wahrscheinlich in Moosbierbaum oder Pischelsdorf Zwangsarbeit leisten mussten. Rund 6000 bis 8000 Personen waren dort für die zum IG-Farben Konzern gehörigen Werke der Donau-Chemie zur Zwangsarbeit eingesetzt, darunter Kriegsgefangene, Häftlinge aus dem Zuchthaus in Stein, sowie ungarisch-jüdische und andere zivile Zwangsarbeiter*innen.

Adresse: Wiener Landstraße, 3452 Heiligeneich
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Die künstlerische Intervention deutet das ursprünglich einer Einheit der Deutschen Wehrmacht gewidmete Friedenskreuz in St. Lorenz zu einem Mahnmal gegen den Faschismus um und erinnert damit auch an die Opfer des NS-Regimes.

Adresse: B33, 3602 St. Lorenz
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In diesem Grab auf dem Friedhof in Emmersdorf sind 10 unbekannte ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen sowie ein sowjetischer Militärangehöriger bestattet, die im April 1945 von SS Angehörigen im Gemeindegebiet von Rantenberg erschossen und vor Ort verscharrt wurden. Sie wurden im Herbst 1945 exhumiert und hierher verlegt. 2018 montierte die Gemeinde eine zugehörige Informationstafel an der Mauer neben dem Grab.

Adresse: Kolomanistraße, 3644 Emmersdorf an der Donau
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In diesem Grab sind auch unbekannte Kriegsgefangene bestattet, die während eines Todesmarsches auf dem Gemeindegebiet von St. Oswald von den begleitenden Wachmannschaften erschossen wurden.

Adresse: Untere Hauptstraße, 3684 St. Oswald
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Die Skulptur mit dem Titel "Niemals Vergessen" am Terminal 3 ist den Opfern der NS-Zwangsarbeit auf dem Gelände des heutigen Flughafen Wien Schwechat gewidmet. Hier bestand von August 1943 bis März 1945 das KZ-Außenlager Schwechat 2. Über 3000 Häftlinge mussten hier in den Heinkel Flugzeugwerken Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion des nationalsozialistischen Deutschen Reiches leisten, mehr als 200 wurden dabei getötet.

Adresse: Terminal 3, 1300 Wien-Flughafen
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In diesem Massengrab sind 261 Personen bestattet, die zwischen 1940 und 1945 ermordet wurden oder ums Leben kamen. Darunter befinden sich Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter*innen und zivile Opfer des vom NS-Regime verursachten Zweiten Weltkriegs aus Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Polen, Serbien, der Sowjetunion, der Tschechoslowakischen Republik und Ungarn. Nach umfangreichen Recherchen konnten 238 Personen namentlich identifiziert werden. 2025 wurden entlang des Massengrabes fünf Grabsteine für unterschiedliche Opfergruppen und ein Gedenkstein errichtet.

Adresse: Karlstettner Straße 3, 3100 St. Pölten
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N

Die Gedenktafeln für die in beiden Weltkriegen getöteten Kleriker der Diözese St. Pölten in der Ursprungskapelle Maria Langegg nennen auch Richard Frasl, Johannes Wilhelm Pieller und Eduard Steinwender. Alle drei wurden wegen ihres Widerstandes gegen das NS-Regime verfolgt und zu Tode gebracht, sind jedoch auf der Gedenktafel nicht explizit als NS-Opfer ausgewiesen. Richard Frasl wurde wegen seiner öffentlichen Äußerungen gegen den Nationalsozialismus in das Konzentrationslager Dachau deportiert und starb dort am 16. April 1945 an Flecktyphus. Johannes Wilhelm Pieller und Eduard Steinwender wurden 1944 als Mitglieder einer konservativen Widerstandsgruppe, der "Antifaschistischen Freiheitsbewegung Österreichs", zum Tod verurteilt und am 15. April 1945 in der Strafanstalt Stein hingerichtet. Die Kapelle ist üblicherweise versperrt, eine kontextualisierende Informationstafel am Rande des Parkplatzes verweist jedoch ebenfalls auf die Gedenkstätte.

Adresse: Maria Langegg, 3642 Maria Langegg
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Auf dem Kriegsgrab in Sigmundsherberg sind neben getöteten Soldaten des Zweiten Weltkriegs auch vier polnische Zwangsarbeiter, sowie zwei jugoslawische ehemalige KZ-Häftlinge angeführt.

Adresse: L1200, 3751 Sigmundsherberg
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P

Ernst Körner (*1908) wurde 1941 wegen Verdachts des Hochverrats von der Gestapo verhaftet und 1942 in das KZ Groß-Rosen deportiert, wo er am 25. November 1942 ermordet wurde. 1946 wurde ihm der Platz gewidmet. Das Ehrengrab von Ernst Körner befindet sich auf dem städtischen Friedhof Stockerau.

Adresse: Ernst-Körner-Platz, 2000 Stockerau
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Franz Anderle arbeitete als Trafikant in Brunn am Gebirge und war dort auch als Funktionär der Kommunistischen Partei tätig. Im Jänner 1942 festgenommen wurde wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 13. März 1944 in Wien hingerichtet.

Adresse: Franz Anderle-Platz, 2345 Brunn am Gebirge
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Das Pflegeheim in Mayerling ist nach Maria Restituta (Helene Kafka) benannt, im Erdgeschoss befindet sich eine Tafel mit Informationen zu ihrem Leben. Maria Restituta war Ordensschwester der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe und im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Mayerling 4, 2534 Mayerling
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Carl Szokoll war als Major in der Deutschen Wehrmacht tätig und dort am organisierten Widerstand gegen die NS-Führung beteiligt. So fungierte er als Verbindungsmann für Claus Graf Schenk von Stauffenberg im Zuge dessen gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 (Operation Walküre). Im März 1945 leitete er die sogenannte "Operation Radetzky", welche die kampflose Übergabe der Stadt Wien an die Rote Armee vorbereitete, jedoch ebenfalls nicht wie geplant umgesetzt werden konnte. In beiden Fällen entging Szokoll einer Verhaftung, da es ihm gelang seine Beteiligung zu verschleiern bzw. im letzteren Fall durch Flucht in das bereits befreite Purkersdorf. 1946 heiratete er Christine Kukula, mit der er sich bereits 1938 vermählen hatte wollen, was jedoch daran gescheitert war, dass sie vor den NS-Behörden als jüdisch galt. Er war später als Filmproduzent tätig und starb 2004, die Benennung des Parks erfolgte 2009.

Adresse: Burgplatz, 2700 Wiener Neustadt
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Der Gedenkstein erinnert gemeinsam mit der Benennung des Parks als "Freiheitspark" an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Österreich und die Befreiung Österreichs vom NS-Regime. Er wurde am Nationalfeiertag des Jahres 1968 enthüllt.

Adresse: Grazer Straße 17b, 2700 Wiener Neustadt
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Hugo Bunzl war Teilhaber der 1917 gegründeten Papierfabrik der Bunzl&Biach AG in Ortmann (Pernitz). Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Besitz geraubt und die Bunzl&Biach AG 1938 durch die Österreichische Kontrollbank für Industrie und Handel arisiert. Hugo Bunzl flüchtete nach London. Im April 1945 konnte die von der Deutschen Wehrmacht angesichts der militärischen Niederlage bereits geplante Sprengung der Papierfabrik durch zwei Mitglieder der Widerstandsgruppe "Hohe Mandling", Hans Köberl und Heinrich Teichmann, verhindert werden. 1946 erhielt Hugo Bunzl sein Unternehmen zurück und starb 1961. Die heute noch bestehende Fabrik befindet sich rund 300 Meter östlich des Hugo-Bunzl-Platzes.

Adresse: Hugo Bunzl-Platz, 2763 Pernitz
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Dr. Hans Morgenstern wurde 1937 in St. Pölten geboren. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten seine Eltern mit ihm nach Palästina. 1947 kehrte die Familie nach St. Pölten zurück, wo Hans Morgenstern das Gymnasium besuchte, bevor er in Wien Medizin studierte. In St. Pölten setzte er sich für die Erinnerung an die vertriebenen und ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde, zu denen auch seine in der Shoah ermordeten Großeltern gehörten, und den Erhalt des Gebäudes der ehemaligen Synagoge ein. So entstand auch der Gedenkstein vor der ehemaligen Synagoge 1992 auf seine Initiative hin. Er starb im November 2023. Sein Grab befindet sich auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten. Seit 2025 ist ihm der Platz vor dem alten jüdischen Friedhof in St. Pölten gewidmet.

Adresse: Dr. Hans Morgenstern-Platz, 3100 St. Pölten
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Pater Paulus Wörndl fungierte ab 1930 als Pfarrer der St.-Josef-Kriegergedächtnis-Kirche in St. Pölten, wurde von der Gestapo jedoch bereits im September 1939 mit einem "Gauverbot" belegt. In der Folge war er ab 1941 als Pfarrer in der Linzer St.-Josefs-Kirche tätig und wurde dort am 6. Juli 1943 von der Gestapo verhaftet. Unter dem Vorwurf, er habe in seiner Funktion als Priester einen Soldaten der Deutschen Wehrmacht "habsburgisch-separatistisch" beeinflusst, wurde er im März 1944 in Berlin zum Tod verurteilt. Paulus Wörndl wurde am 26. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee enthauptet. Die Benennung eines Platzes nach Pater Paulus in St. Pölten erfolgte 1955.

Adresse: Pater Paulus-Platz, 3100 St. Pölten
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Josef Sora war Arzt und Offizier der Deutschen Luftwaffe und von Juli 1944 bis zu dessen Befreiung im April 1945 als Lagerarzt im KZ Außenlager Melk tätig. Den Berichten ehemaliger Lagerhäftlinge zufolge setzte er sich dort im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Versorgung der Häftlinge ein, indem er etwa dringend benötigte Medikamente in das Lager schmuggelte, und unterstützte deren Widerstand durch die Weitergabe von Informationen aus alliierten Rundfunksendungen. Gegenüber der medizinischen Abteilung des Stammlagers Mauthausen kritisierte er noch im Jänner 1945 umfassend die mangelhafte Ernährung und medizinische Versorgung der Häftlinge. Weiteren Aussagen überlebender Häftlinge nach spielte er auch eine tragende Rolle bei der Vereitelung des Plans der SS, kurz vor der Befreiung alle Häftlinge in die Stollen unter dem Wachberg zu treiben und durch die Sprengung der Stollen zu ermorden. Josef Sora starb 2001 in Bad Ischl, die Benennung des Platzes, auf dem sich auch das Denkmal für das KZ Außenlager Melk befindet, erfolgte 2002.

Adresse: Dr. Josef Sora-Platz, 3390 Melk
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Roman Karl Scholz war Augustiner-Chorherr im Stift Klosterneuburg und ab 1939 Dozent an der dortigen Theologischen Hochschule. Bereits im Herbst 1938 gründete er die konservative Widerstandsbewegung "Österreichische Freiheitsbewegung", wurde jedoch durch einen Spitzel verraten und am 22. Juli 1940 von der Gestapo verhaftet. Nach zahlreichen Überstellungen in unterschiedliche Gefängnisse wurde er am 23. Februar 1944 in Wien zum Tod verurteilt und am 10. Mai 1944 enthauptet. Die Benennung eines Platzes nach Roman Karl Scholz in Klosterneuburg erfolgte bereits 1946. Auch in St. Pölten ist ihm eine Verkehrsfläche gewidmet

Adresse: Roman-Scholz-Platz, 3400 Klosterneuburg
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Franz Zeller arbeitete als Hilfsarbeiter in Krems, wo er 1938 führend am Aufbau des kommunistischen Widerstands und der Roten Hilfe beteiligt war. Nachdem er im März 1941 verhaftet worden war, wurde er am 12. Juni 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Am 30. September 1942 wurde Franz Zeller in Wien hingerichtet.

Adresse: Franz-Zeller-Platz, 3500 Krems an der Donau
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Anna Strasser arbeitete ab 1939 in der Buchhaltung der Lagerhausgemeinschaft Mauthausen nahe des dortigen Bahnhofs, bevor sie 1942 in das Nibelungenwerk in St. Valentin versetzt wurde. An beiden Orten versorgte sie KZ-Häftlinge bzw. Zwangsarbeiter*innen heimlich mit Lebensmitteln und Medikamenten und wurde in diesem Zusammenhang schließlich 1944 selbst durch die Gestapo festgenommen. Auf Grund des Vorwurfs des Hochverrats wurde sie in das Arbeitserziehungslager Oberlanzendorf gebracht, wo sie schwer erkrankte. Am 1. April 1945 freigelassen, war sie nach dem Krieg als Vertreterin und Sekretärin tätig und wurde 1999 zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatgemeinde St. Valentin ernannt. Sie starb 2010 in St. Peter in der Au. An ihrem Geburtshaus in St. Valentin erinnert außerdem seit 2013 eine Gedenktafel an sie.

Adresse: Herzograd 34, 4300 St. Valentin
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R

Die Gedenktafel mit Reliefporträt im Foyer des Landesklinikum Klosterneuburg erinnert an Dr. Arthur Weiß. Dieser war Arzt und ab 1919 Leiter des Krankenhauses. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er aus seinem Amt vertrieben und später zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Dort war er im jüdischen Spital in der Malzgasse tätig, bevor er 1943 nach Theresienstadt deportiert wurde. Er erlebte die Befreiung und kehrte 1945 nach Klosterneuburg zurück, wo er am 4. September 1948 starb. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Klosterneuburg. Auch eine Gasse ist ihm gewidmet.

Adresse: Kreutzergasse 12-14, 3400 Klosterneuburg
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S

Die Skulptur in der Form eines gespaltenen Baumstamms erinnert an die Risse in der Bevölkerung durch die Ereignisse im Februar 1934 und März 1938. Sie wurde im Bedenkjahr 1988 von Walter Meierhofer geschaffen.

Adresse: Belvederegasse 3, 2000 Stockerau
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Das sowjetische Kriegerdenkmal mit Obelisk erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen im Raum Traunfeld. Die montierte Gedenktafel listet 29 Personen namentlich auf.

Adresse: Bachstraße 20, 2123 Traunfeld
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Der sowjetische Militärfriedhof in Mistelbach verfügt über einen zentralen Obelisken (errichtet 1958) mit Gedenktafel, sowie zahlreiche, meist gleichförmig gestaltete Grabsteine mit rotem Stern. An den Steinen angebrachte Tafeln weisen namentlich bekannte Bestattete aus. Insgesamt liegen hier über 2200 getötete sowjetische Militärangehörige begraben, seit 1957 auch die zuvor in der Kriegsgräberanlage auf dem Hauptplatz von Mistelbach Beerdigten. Teils wurden in anderen Gemeinden der Region sowjetische Gräber bzw. Grabanlagen aufgelassen und die Toten hierher überführt, beispielsweise 11 Personen aus Wilfersdorf und 36 aus Ladendorf. Die letzte Sanierung der Anlage erfolgte 2022.

Adresse: Doktor-Körner-Straße 27, 2130 Mistelbach
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Sowjetischer Militärfriedhof für 432 sowjetische Militärangehörige mit zentralem Obelisken und einheitlich gestalteten, betonierten Grabsteinen, zuletzt saniert 2010.

Adresse: Ruhhofstraße, 2136 Laa an der Thaya
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Der Obelisk mit rotem Stern erinnert an die getöteten sowjetischen Militärangehörigen in Wilfersdorf.

Adresse: Hauptstraße 1, 2193 Wilfersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Rudolf Mandl, Ida Mandler, Maria Mandler und Julius Quittner gewidmet, die in der Kaiser Franz-Josef-Straße wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet. Auf Grund des Vorhabens der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf, Steine der Erinnerung nur im Konsens mit den aktuellen Eigentümer*innen vor den ehemaligen Wohnsitzen von als Jüdinnen und Juden verfolgten Personen anzubringen, konnten diese Steine nicht an den zugehörigen Adressen verlegt werden, sondern befinden sich hier vor dem Grundstück der ehemaligen Synagoge.

Adresse: Kaiser Franz Josef-Straße 11, 2301 Groß-Enzersdorf
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Ida Fischer (geb. Wolff) wurde in Prag geboren und zog um 1900 gemeinsam mit ihrem Mann Friedrich und den gemeinsamen Kindern nach Wien, wo sie ein Lederwarengeschäft in der Kärntnerstraße eröffneten. Nach 1912 wohnten Ida und Friedrich Fischer bei ihrer mittlerweile verheirateten Tochter in Mödling. Ida Fischer, die vergeblich ein Visum für die Ausreise nach Palästina beantragt hatte, wurde am 10. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 13. August ermordet.

Adresse: Richard Wagner-Gasse 5, 2340 Mödling
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Adele Taussig (geb. Pollak) lebte gemeinsam mit ihrer Familie in Mödling. Nach der zwangsweisen Übersiedelung in eine Sammelwohnung in Wien wurde sie am 27. April 1942 nach Riga deportiert. Der Ort und Zeitpunkt ihres Todes sind nicht bekannt, der Meldung ihrer Tochter zufolge wurde sie jedoch in der Shoah ermordet.

Adresse: Pfarrgasse 8, 2340 Mödling
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Konrad Taussig war Jurist und lebte gemeinsam mit seiner Familie in Mödling. Nach der zwangsweisen Übersiedelung in eine Sammelwohnung in Wien wurde er am 6. Februar 1942 nach Riga deportiert. Der Ort und Zeitpunkt seines Todes sind nicht bekannt, der Meldung seiner Tochter zufolge wurde er jedoch in der Shoah ermordet.

Adresse: Pfarrgasse 8, 2340 Mödling
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Norbert Kohn wurde als Sohn von Adolf und Rosa Kohn in Mödling geboren und lebte später gemeinsam mit seiner Frau Martha in Wien, wo er als Beamter tätig war. Anders als seine fünf Geschwister flüchtete er nicht vor dem NS-Regime ins Ausland, da er seine zu diesem Zeitpunkt an Tuberkulose erkrankte Frau nicht zurücklassen wollte. Er wurde am 15. Februar 1941 nach Opole deportiert und zu einem unbekannten Zeitpunkt in der Shoah ermordet.

Adresse: Enzersdorferstraße 44, 2340 Mödling
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Adolf Kohn wurde in Graz geboren und lebte später mit seiner Frau Rosa und den sechs gemeinsamen Kindern in Mödling. Im Sommer 1942 wurde er zuerst nach Theresienstadt und später weiter nach Treblinka deportiert und dort ermordet.

Adresse: Enzersdorferstraße 44, 2340 Mödling
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Rosa Kohn (geb. Sprinzeles) wurde in Mödling geboren lebte hier später mit ihrem Ehemann Adolf und den sechs gemeinsamen Kindern. Im Sommer 1942 wurde sie zuerst nach Theresienstadt und später weiter nach Treblinka deportiert und dort ermordet.

Adresse: Enzersdorferstraße 44, 2340 Mödling
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Alfred Moser wurde in Mödling geboren und betreib hier ein Lederwarengeschäft in der Herzoggasse 3. Er wurde am 5. Juni 1942 nach Treblinka oder Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Enzersdorferstraße 8, 2340 Mödling
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Dr. Albert Schweiger wurde in Tapocany geboren . Während des Ersten Weltkriegs war er als Feldrabbiner der k.u.k. Armee tätig und ab 1916 als Rabbiner in Kroměříž. Ab 1926 war er Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Mödling und unterrichtete auch im Mödlinger Gymnasium in der Keimgasse. Gemeinsam mit seiner Frau Elza wurde er zuerst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich im Herbst 1942 nach Maly Trostinec deportiert und am 9. Oktober 1942 ermordet.

Adresse: Enzersdorferstraße 6, 2340 Mödling
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Elza Schweiger (geb. Büchler) wurde in Breslau geboren. Sie lebte hier in Mödling gemeinsam mit ihrem Ehemann Albert, dem Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Mödling, und ihren drei gemeinsamen Kindern. Das Ehepaar wurde zuerst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich im Herbst 1942 nach Maly Trostinec deportiert und am 9. Oktober 1942 ermordet.

Adresse: Enzersdorferstraße 6, 2340 Mödling
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Emil Arthur Tritsch wurde in Wien geboren. Er war als Bankbeamter tätig und wohnte mit seiner Ehefrau Franziska (Fanny) und der gemeinsamen Tochter Susanne in Mödling. Die Familie wurde zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt. Am 20. Mai 1942 wurden sie nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Friedrich Schiller-Straße 4, 2340 Mödling
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Franziska (Fanny) Tritsch (geb. Müller) wurde in Mödling geboren und betrieb hier ein Delikatessengeschäft. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Emil Arthur und ihrer gemeinsamen Tochter Susanne wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt. Am 20. Mai 1942 wurde die Familie nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Friedrich Schiller-Straße 4, 2340 Mödling
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Susanne Tritsch wurde in Mödling geboren und wohnte hier gemeinsam mit ihren Eltern Susanne und Emil Arthur. Die Familie wurde zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt und am 20. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Friedrich Schiller-Straße 4, 2340 Mödling
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Hedy Blum wohnte bis 1937 in Mödling und zog dann mit ihren Eltern nach Wien. Gemeinsam mit ihrer Mutter Sidonie wurde sie zunächst 1939 zwangsweise in eine Sammelwohnung umgesiedelt und schließlich am 17. August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Hauptstraße 79, 2340 Mödling
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Sidonie Blum wohnte bis 1937 in Mödling und zog dann mit ihrem Ehemann Heinrich und ihren beiden Kindern nach Wien. Gemeinsam mit ihrer Tochter Hedy wurde sie zunächst 1939 zwangsweise in eine Sammelwohnung umgesiedelt und schließlich am 17. August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Hauptstraße 79, 2340 Mödling
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Emanuel Stössel wurde in Lockenhaus geboren und war als Kaufmann tätig. Gemeinsam mit seiner Frau lebte er in Mödling, wo er ab 1932 auch Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde war. Nach der zwangsweisen Übersiedelung in eine Sammelwohnung in Wien wurde das Ehepaar am 19. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Klostergasse 8, 2340 Mödling
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Valerie Stössel (geb. Breuer) wurde in Berndorf geboren. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Emanuel, einem Kaufmann und ab 1932 auch Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde, lebte sie in Mödling. Nach der zwangsweisen Übersiedelung in eine Sammelwohnung in Wien wurde das Ehepaar am 19. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Klostergasse 8, 2340 Mödling
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Isidor Neurath wurde in Mödling geboren und lebte später mit seiner Ehefrau Marie in Ermsleben (Sachsen-Anhalt). Er wurde nach Auschwitz deportiert und dort am 10. August 1943 ermordet.

Adresse: Achsenaugasse 8, 2340 Mödling
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Alfred Nichtenhauser wurde in Lundenburg geboren und lebte gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna in Mödling, wo er als Radiohändler tätig war. Er wurde am 14. September 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort am 18. September ermordet.

Adresse: Hauptstraße 50, 2340 Mödling
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Hermann Dasche wurde in Hohenau geboren. Er lebte mit seiner Ehefrau Felicia in Mödling bevor beide zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt wurden. Mit dem so genannten Kladovo-Transport versuchte er 1939 nach Palästina zu flüchten, wurde jedoch nach Zasavice deportiert und am 12. Oktober 1941 erschossen.

Adresse: Eisentorgasse 8, 2340 Mödling
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Margarethe Pasternak (geb. Sommer) wurde in Tarnów geboren und lebte mit ihrem Ehemann Julius in Mödling wo sie eine Druckerei betrieben. Nach der zwangsweisen Übersiedelung in eine Sammelwohnung in Wien wurde das Paar am 13. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Margarethe wurde später weiter nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Adresse: Hauptstraße 27, 2340 Mödling
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Julius Pasternak wurde in Košice geboren. Nach dem Tod seiner ersten Frau lebte er mit seiner zweiten Frau Margarethe in Mödling wo sie eine Druckerei betrieben. Nach der zwangsweisen Übersiedelung in eine Sammelwohnung in Wien wurde das Paar am 13. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Julius wurde am 12. März 1943 in der Shoah ermordet.

Adresse: Hauptstraße 27, 2340 Mödling
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Ferdinand Diamant wurde in Felsö Locs geboren. Gemeinsam mit seiner Frau Lotte betrieb er in Mödling ein Kaufhaus. Von 1915 bis 1920 war Ferdinand außerdem stellvertretender Vorsteher der Israelitischen Kultusgemeinde Mödling. Nach der Arisierung seines Geschäft wurde er zuerst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 14. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert. Bereits am 21. September 1942 wurde er weiter nach Maly Trostinec gebracht. Sein genaues Todesdatum ist nicht bekannt, wahrscheinlich wurde er in Treblinka ermordet.

Adresse: Hauptstraße 25, 2340 Mödling
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Helene Eckstein (geb. Diamant) wurde in Wien geboren und lebte später gemeinsam mit ihren Eltern in Mödling, wo sie Paul Eckstein, einen Rechtsanwalt, heiratete. Nach der zwangsweisen Übersiedelung in eine Sammelwohnung in Wien gemeinsam mit ihrem Vater Ferdinand Diamant wurde sie am 5. Juni 1942 nach Izbica deportiert und dort ermordet.

Adresse: Hauptstraße 25, 2340 Mödling
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Ferdinand Karpfen wurde in Scheibbs geboren. Er arbeitete zuerst als Buchhalter für eine Schuhfabrik, später eröffneter er gemeinsam mit seinem Schwager ein Bekleidungsgeschäft in Mödling. Am 2. Juni 1942 wurde er nach Minsk und anschließend weiter nach Maly Trostinec deportiert und dort ermordet.

Adresse: Friedrich Schiller-Straße 70, 2340 Mödling
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Henriette Schwarz (geb. Kaufmann) lebte mit ihrer Familie in Mödling, wo ihr Mann als Trödler und Möbelhändler tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst gemeinsam mit ihrem Mann zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von hier wurde das Ehepaar Schwarz im September 1942 nach Theresienstadt, am 18. Dezember weiter in das KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Adresse: Demelgasse 33, 2340 Mödling
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Moritz Schwarz lebte mit seiner Familie in Mödling, wo er als Trödler und Möbelhändler tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zunächst gemeinsam mit seiner Frau zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von hier wurde das Ehepaar Schwarz im September 1942 nach Theresienstadt, am 18. Dezember weiter in das KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Adresse: Demelgasse 33, 2340 Mödling
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Die Ordensfrau Maria Restituta (geborene Helene Kafka) war im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: St. M. Restituta Gasse 12, 2340 Mödling
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Auf dem Soldatenfriedhof in Mödling sind neben Angehörigen der Deutschen Wehrmacht auch "8 Kriegstote verschiedener Nationen" bestattet, bei denen es sich möglicherweise um zivile Kriegsopfer oder um alliierte Soldaten handelt.

Adresse: Guntramsdorfer Straße 30, 2340 Mödling
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Pauline Stössler (geb. Löwenfeld) lebte mit ihren beiden Kindern Alice Rachel und Carl Samuel in Mödling, ihr Ehemann Siegfried war 1935 verstorben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von hier wurde sie am 2. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Wiener Straße 33b, 2340 Mödling
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Irma Weltsch (geb. Kohn) lebte in Mödling, wo sie in zweiter Ehe mit Hugo Weltsch verheiratet war und eine Gemischtwarenhandlung betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich beging sie am 7. Oktober 1938 Selbstmord.

Adresse: Friedrich Schiller-Straße 77, 2340 Mödling
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Ferdinand Tschürtz lebte in Mödling, wo er als Funktionär der Sozialistischen Studenten, der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, der SDAP und des Republikanischen Schutz­bundes tätig war. Auf Grund seiner politischen Tätigkeit bereits 1935 verhaftet und zu fünf Jahren Kerker verurteilt, kam er im Rahmen einer Amnestie 1938 frei. Bevor es ihm gelang ins Ausland zu flüchten, wurde er von der Gestapo verhaftet und zunächst am 17. Juni 1938 in das KZ Dachau deportiert. Von dort wurde er am 23. September 1938 weiter in das KZ Buchenwald überstellt und am 19. Jänner 1939 ermordet.

Adresse: Neudorfer Straße 8, 2340 Mödling
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Adolf Sterz Ponteguerra war von 1. Januar 1927 bis 30. Juni 1929 als Generalmajor der Kommandant der 6. Brigade des Österreichischen Bundesheeres. Bereits im Ruhestand wurde er im Juni 1938 wegen des Vorwurfs einer "österreichisch-patriotischen Einstellung" verhaftet und in das KZ Dachau deportiert, jedoch am 20. September wieder frei gelassen. Er starb am 28. September 1939.

Adresse: Adolf Sterz-Straße, 2345 Brunn am Gebirge
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Karl von Motesiczky war Psychoanalytiker und engagierte sich bereits während des Studiums in der sozialistischen Studentenbewegung. 1933 emigrierte er nach Norwegen, kehrte jedoch um 1937/38 nach Österreich zurück. Er lebte hier in der Hinterbrühl, wo er sich aktiv gegen den Nationalsozialismus betätigte und von der Gestapo gesuchte Personen versteckte. Nach einer Denunziation wurde er 1942 festgenommen und in das KZ Auschwitz deportiert, wo er am 25. Juni 1943 an Typhus starb. Der Stolperstein befindet sich auf dem Geländes des SOS Kinderdorf Hinterbrühl und ist nicht öffentlich zugänglich.

Adresse: Kröpfelsteigstraße 42, 2371 Hinterbrühl
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Eduard Göth war Direktor einer Schule in der Hinterbrühl und engagierte sich als Teil der Revolutionären Sozialisten Österreichs gegen das NS-Regime. Zu seinen Tätigkeiten gehörte die Erarbeitung von Berichten über Rüstungsbetriebe in Wien und Wiener Neustadt. Nach einer Denunziation wurde er am 7. August 1942 verhaftet, am 15. Dezember 1943 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 13. März 1944 in Wien hingerichtet.

Adresse: Hauptstraße 70b, 2371 Hinterbrühl
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Leopold Ruckteschel war sozialdemokratischer Politiker und fungierte von 1929 bis 1934 als Bürgermeister von Fischamend, sowie von 1932 bis 1934 als Landtagsabgeordneter in Niederösterreich. Im Zuge einer Verhaftungswelle, die auf das Attentat auf Adolf Hitler im Juli 1944 folgte, wurde er von der Gestapo kurzfristig in Haft genommen. Er starb 1957, die Benennung einer Straße in Fischamend nach Leopold Ruckteschel erfolgte 1966.

Adresse: Leopold-Ruckteschel-Straße, 2401 Fischamend
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Friedhof mit 42 Mehrfach- und 188 Einzelgräbern für insgesamt 579 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken. Die ummauerte Anlage mit einheitlich gestalteten betonierten Grabsteinen ist durch ein eigenes Eingangstor zugänglich und schließt direkt an den städtischen Friedhof in Baden an. Durch spätere Umbettungen hierher wurde sie bis 1957 belegt und zuletzt 2006 saniert.

Adresse: Dammgasse, 2500 Baden
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Friedhof mit Gräbern für 57 sowjetische Militärangehörige neben dem städtischen Friedhof in Traiskirchen, zuletzt saniert 1989.

Adresse: Alfons-Petzold-Straße 1, 2514 Traiskirchen
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Anton Heilegger lebte als landwirtschaftlicher Arbeiter und Hausierer in Traiskirchen. Wegen seiner Tätigkeit als Verbindungsmann für die Kommunistische Partei wurde er im Juli 1941 verhaftet und wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt . Am 15. Februar 1943 wurde er in Wien hingerichtet.

Adresse: Anton-Heilegger-Straße, 2514 Traiskirchen
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Anton Herrmann arbeitete als Dreher in Möllersdorf. Wegen seiner Tätigkeit für die Kommunistische Partei wurde er im Juli 1941 verhaftet und wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt . Am 15. Februar 1943 wurde er in Wien hingerichtet.

Adresse: Anton Hermann-Straße, 2514 Traiskirchen
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Hermann Broch war als Schriftsteller und Betreiber einer Textilfabrik in Teesdorf tätig, die er jedoch bereits 1927 verkaufte. Vom NS-Regime trotz seiner Konversion zum Katholizismus als Jude verfolgt, wurde er bereits am 13. März 1938 im Salzkammergut festgenommen und vorübergehend in Bad Aussee inhaftiert. Danach gelang es ihm durch seine Verbindungen zu James Joyce, Thomas Mann und Albert Einstein im Juli 1938 über England in die USA zu flüchten. Dort engagierte er sich für andere aus dem nationalsozialistischen Deutschen Reich geflüchtete Personen. Hermann Broch starb 1951 in den USA.

Adresse: Hermann Brochstraße, 2524 Teesdorf
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Franz Wippel war als Elektriker in Bad Vöslau tätig und engagierte sich als Kommunist und Gewerkschafter gegen das NS-Regime. Er wurde im September 1938 verhaftet, nach der Einstellung des Verfahrens im Jänner 1939 jedoch wieder frei gelassen. Im Zuge einer Verhaftungswelle nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf Adolf Hitler am 10. Juli 1944 wurde er jedoch erneut festgenommen. Franz Wippel wurde in das Konzentrationslager Dachau deportiert und dort am 16. Dezember 1944 ermordet.

Adresse: Franz Wippel-Gasse, 2540 Bad Vöslau
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Josef Pürrer arbeitete als Handelsgehilfe und engagierte sich als Teil einer kommunistischen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Im Juli 1940 wurde er verhaftet, im November 1941 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und im Konzentrationslager Dachau interniert. Gemeinsam mit anderen Häftlingen wurde er am 26. April von dort aus Richtung Kufstein transportiert. Er starb am 28. Mai 1945.

Adresse: Josef-Pürrer-Straße, 2542 Kottingbrunn
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Leopold Hörbinger arbeitete als Tapezierer in Leobersdorf und fungierte als Hauptkassier einer kommunistischen Betriebszelle. Im März 1942 festgenommen wurde er am 11. November 1942 auf Grund des Vorwurfs kommunistischer Aktivitäten und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 16. März 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Adresse: Leopold-Hörbinger-Straße, 2544 Leobersdorf
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Anlage mit 41 Einzel- und Mehrfachgräbern für getötete sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisk mit fünfzackigem Stern auf dem städtischen Friedhof von Berndorf. Die betonierten Grabsteine sind gleichartig ausgeführt und mit Metallplaketten versehen. Die letzte Sanierung wurde 2013 durchgeführt. Der mit einer Mauer umschlossene Bereich ist über den übrigen Friedhof oder ein eigenes Eingangstor zugänglich.

Adresse: Vöslauer Straße 44, 2560 Berndorf
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In der rechten Seitenkapelle der Wallfahrtsbasilika Kleinmariazell befindet sich eine Statue der Schwester Maria Restituta (Helene Kafka). Maria Restituta war Ordensschwester der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe und im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Auf Grund der Weigerung, die von ihr verlangte rassistische Diskriminierung unterschiedlicher Patient*innen umzusetzen, wegen des Verfassens NS-kritischer Texte und der Weigerung Kreuze im Operationssaal zu entfernen wurde sie zum Tode verurteilt. 1943 wurde sie als einzige Ordensschwester vom NS-Regime hingerichtet und 1998 selig gesprochen. Zahlreiche weitere Erinnerungszeichen sind ihr gewidmet.

Adresse: Klein-Mariazell 1, 2571 Klein-Mariazell
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Rosa Moses lebte in Neunkirchen, wo sie als Händlerin tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihr Betrieb arisiert und sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort wurde Rosa Moses am 2. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Krinningergasse 1, 2620 Neunkirchen
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Alice Spiegel lebte mit ihren Eltern Elsa und Michael und ihrer Schwester Gerta in Neunkirchen, wo ihr Vater einen Textilhandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Spiegel zunächst zwangsweise in eine Wiener Sammelwohnung umgesiedelt. Von hier wurden sie am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Meranergasse 9, 2620 Neunkirchen
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Elsa Spiegel lebte mit ihrem Mann Michael und den beiden Töchtern Gerta und Alice in Neunkirchen, wo ihr Mann einen Textilhandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Spiegel zunächst zwangsweise in eine Wiener Sammelwohnung umgesiedelt. Von hier wurden sie am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Meranergasse 9, 2620 Neunkirchen
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Gerta Spiegel lebte mit ihren Eltern Elsa und Michael und ihrer Schwester Alice in Neunkirchen, wo ihr Vater einen Textilhandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Spiegel zunächst zwangsweise in eine Wiener Sammelwohnung umgesiedelt. Von hier wurden sie am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Meranergasse 9, 2620 Neunkirchen
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Michael Spiegel lebte mit seiner Frau Elsa und den beiden Töchtern Gerta und Alice in Neunkirchen, wo er einen Textilhandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Spiegel zunächst zwangsweise in eine Wiener Sammelwohnung umgesiedelt. Von hier wurden sie am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Meranergasse 9, 2620 Neunkirchen
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Rosa Kolár lebte in Neunkirchen. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Gugging eingewiesen und dort am 8. Februar 1944 getötet.

Adresse: Triesterstraße 23, 2620 Neunkirchen
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Max Maier lebte in Neunkirchen, wo er eine Gemischtwarenhandlung betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Betrieb arisiert und er am 11. Jänner 1942 nach Riga deportiert. Max Maier wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Triesterstraße 23, 2620 Neunkirchen
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Julius Maier lebte in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Besitz geraubt und er zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt. Von dort wurde er am 9. April Mai 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet

Adresse: Triesterstraße 23, 2620 Neunkirchen
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Hermine Maier lebte in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihr Besitz geraubt und sie vorübergehend verhaftet. Nach ihrer Freilassung wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt und am 15. Mai 1942 nach Izbica deportiert. Hermine Maier wurde in der Shoah ermordet

Adresse: Triesterstraße 23, 2620 Neunkirchen
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Rosa Fisch lebte mit ihren Eltern David Chaje und Chaje in Neunkirchen, wo ihr Vater im Hausierhandel tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 19. Oktober 1942 gemeinsam mit ihren Eltern in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Rosa Fisch wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Triesterstraße 10, 2620 Neunkirchen
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Maria Fisch (geb. Pollock) lebte zunächst gemeinsam mit ihrem Mann Leo in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt, wo sie mit ihrem 1940 geborenen Sohn Joel wohnte. Am 6. Mai 1942 wurde Maria Fisch gemeinsam mit ihrem Kind nach Minsk und weiter nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Triesterstraße 10, 2620 Neunkirchen
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Siegmund Fisch lebte in Neunkirchen. Als Jude wurde er vom NS-Regime verfolgt, sein genaues Schicksal ist jedoch unbekannt.

Adresse: Triesterstraße 10, 2620 Neunkirchen
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Samuel Fisch lebte in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wohnte er zuletzt in Wien bevor er zunächst nach Mechelen, am 15. Jänner 1943 weiter in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet wurde.

Adresse: Triesterstraße 10, 2620 Neunkirchen
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Joel Fisch wurde am 6. Mai 1942 in seinem dritten Lebensjahr gemeinsam mit seiner Mutter zunächst nach Minsk und weiter nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Triesterstraße 10, 2620 Neunkirchen
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Chaje Fisch (geb. Zilberberg) lebte mit ihrem Mann David Chaje und den gemeinsamen Kindern in Neunkirchen, wo ihr Mann im Hausierhandel tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 19. Oktober 1942 gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter Rosa in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Chaje Fisch wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Triesterstraße 10, 2620 Neunkirchen
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David Chaje Fisch lebte mit seiner Frau Chaje und den gemeinsamen Kindern in Neunkirchen, wo er im Hausierhandel tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 19. Oktober 1942 gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter Rosa in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. David Chaje Fisch wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Triesterstraße 10, 2620 Neunkirchen
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Katharina Kohn (geb. Löwy) lebte in Neunkirchen. Sie wurde 1942 wahrscheinlich nach Kielce, möglicherweise auch nach Auschwitz deportiert. Es ist davon auszugehen, dass sie in der Shoah ermordet wurde.

Adresse: Wienerstraße 11, 2620 Neunkirchen
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Rosa Kohn lebte in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort wurde sie am 2. Juni 1942 nach Minsk deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Wienerstraße 11, 2620 Neunkirchen
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Max Kohn lebte in Neunkirchen, wo er als Schneidermeister tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort wurde er am 2. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und ermordet.

Adresse: Wienerstraße 11, 2620 Neunkirchen
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Emma Kohn lebte gemeinsam mit ihrem Mann Wilhelm in Neunkirchen, wo dieser ein Unternehmen betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt. Von dort wurde sie zunächst am 20. Juni 1942 nach Theresienstadt und am 19. September weiter in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Emma Kohn wurde dort in der Shoah ermordet.

Adresse: Wienerstraße 11, 2620 Neunkirchen
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Martha Reininger lebte in Neunkirchen. Von Wien aus versuchte sie im Herbst 1939 mit einem jüdischen Flüchtlingstransport ("Kladovo-Transport") nach Palästina zu flüchten. Der Transport wurde jedoch gestoppt und Martha Reininger zunächst nach Šabac und später weiter nach Sajmište gebracht und dort ermordet.

Adresse: Wienerstraße 8, 2620 Neunkirchen
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Simon Löwy lebte gemeinsam mit seiner Frau Maria in Neunkirchen, wo er einen Bekleidungshandel betrieb. Außerdem fungierte er als eines der Gründungsmitglieder der örtlichen Chewra Kadischa und war in der Israelitischen Kultusgemeinde aktiv. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihm sein Besitz geraubt und er aus Neunkirchen vertrieben. Bezüglich seines Todes gibt es widersprüchliche Angaben nach denen er entweder in Wien starb oder 1942 auf einem Deportationstransport nach Izbica getötet wurde.

Adresse: Wienerstraße 13, 2620 Neunkirchen
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Moritz Gerstl war als Kaufmann tätig und lebte mit seiner Frau Hanni und den sechs gemeinsamen Kindern. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1935 seine zweite Ehefrau Karoline und wohnte gemeinsam mit ihr in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung nach Wien übersiedelt. Moritz Gerstl wurde am 19. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert und dort am 30. April 1942 ermordet.

Adresse: Wienerstraße 42, 2620 Neunkirchen
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Karoline Gerstl (geb. Bauer) lebte gemeinsam mit ihrem Mann Moritz, den sie nach dem Tod seiner ersten Frau 1935 geheiratet hatte, in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zwangsweise in eine Sammelwohnung nach Wien übersiedelt, wo sie am 19. Juni 1940 Selbstmord beging.

Adresse: Wienerstraße 42, 2620 Neunkirchen
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Heinrich Koppel lebte gemeinsam mit seiner Frau in Neunkirchen, wo er als Kaufmann und als Teilhaber eines Unternehmens für Maschinenfabrikation und Eisenhandel tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Besitz enteignet und Heinrich Koppel zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt. Er wurde am 5. März 1941 nach Modliborzyce deportiert und ermordet.

Adresse: Bahnstraße 39, 2620 Neunkirchen
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Ing. Max Pam lebte mit seiner Frau Cäcilie in Neunkirchen. Er betrieb dort mit eine Fabrik für Papierhülsen und Spulen, die mit ihren 132 Beschäftigten als einer der größten Industriebetriebe der Region galt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Betrieb 1938 arisiert und Max Pam nach Wien vertrieben. Von dort wurde er am 11. November 1938 in das KZ Mauthausen deportiert und am 13. Dezember 1938 ermordet.

Adresse: Stockhammergasse 11, 2620 Neunkirchen
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Karoline Gerstl (geb. Kohn) lebte gemeinsam mit ihrem Mann Oskar in Neunkirchen, wo dieser einen Textil- und Wäschehandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung nach Wien umgesiedelt und am 6. Februar 1942 gemeinsam mit ihrem Mann nach Riga deportiert. Karoline Gerstl wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Bahnstraße 24, 2620 Neunkirchen
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Oskar Gerstl lebte gemeinsam mit seiner Frau Karoline in Neunkirchen, wo er einen Textil- und Wäschehandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zunächst enteignet und zwangsweise in eine Sammelwohnung nach Wien umgesiedelt. Am 6. Februar 1942 wurde er gemeinsam mit seiner Frau Karoline nach Riga deportiert. Oskar Gerstl wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Bahnstraße 24, 2620 Neunkirchen
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Ignaz Reininger lebte gemeinsam mit seiner Frau Helene in Neunkirchen, wo er gemeinsam mit seinem Bruder ein Warenhaus führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er enteignet und zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von hier wurde er gemeinsam mit seiner Frau am 15. Mai 1942 nach Izbica deportiert und ermordet.

Adresse: Stockhammergasse 15, 2620 Neunkirchen
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Helene Reininger (geb. Karpel) lebte gemeinsam mit ihrem Mann Ignaz in Neunkirchen, wo dieser mit seinem Bruder ein Warenhaus führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie enteignet und zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von hier wurde sie gemeinsam mit ihrem Mann am 15. Mai 1942 nach Izbica deportiert und ermordet.

Adresse: Stockhammergasse 15, 2620 Neunkirchen
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Elsa Gerstl wurde als Tochter von Moritz und Hanni Gerstl geboren und lebte in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von hier wurde sie am 31. August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort am 4. September 1942 ermordet.

Adresse: Bahnstraße 28, 2620 Neunkirchen
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Berthold Preis lebte in Neunkirchen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er aus Neunkirchen vertrieben und wohnte zuletzt in Wien. Von dort wurde er zunächst am 25. Mai 1943 nach Theresienstadt und am 19. Oktober 1944 weiter in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet.

Adresse: Hohe Wand Gasse 16, 2620 Neunkirchen
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Gisela Preis lebte in Neunkirchen, wo sie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich 1938 vertrieben wurde und zwischenzeitlich in Wien wohnte. Von dort aus versuchte sie im Herbst 1939 mit einem jüdischen Flüchtlingstransport ("Kladovo-Transport") nach Palästina zu flüchten. Der Transport wurde jedoch gestoppt und Gisela Preis nach Sajmište gebracht und ermordet.

Adresse: Hohe Wand-Gasse 16, 2620 Neunkirchen
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Sigmund Preis lebte in Neunkirchen, wo er einen Handel für Alteisen betrieb. Unmittelbar nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich versuchte er vor der Verfolgung durch das NS-Regime ins Ausland zu flüchten, wurde jedoch auf dem Gelände seines Betriebes verhaftet und im Bezirksgericht Wiener Neustadt festgehalten. Er wurde dort am 21. Mai 1938 unter ungeklärten Umständen erhängt aufgefunden und auf dem jüdischen Friedhof in Neunkirchen beerdigt.

Adresse: Hohe Wand Gasse 16, 2620 Neunkirchen
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Anlage mit 10 Mehrfach- und 136 Einzelgräbern für insgesamt 236 sowjetische Militärangehörige und zentraler Statue in Ternitz. Die letzten Sanierungen erfolgten 2000 und 2023.

Adresse: Franz-Samwald-Straße, 2630 Ternitz
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Leopold Martinovsky war Maler und in der Wiener Neustädter Fischbachsiedlung wohnhaft. Er wurde am 17. April 1944 von der Gestapo verhaftet, da ihm staatsfeindliche Äußerungen vorgeworfen wurden.

Adresse: Dreipappelstraße 1, 2700 Wiener Neustadt
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Katharine Karoly lebte in Wiener Neustadt. Als Opfer der NS-Rassenideologie wurde sie am 31. März 1943 in das so genannte "Zigeunerlager" im KZ Auschwitz deportiert und dort am 4. Februar 1944 ermordet.

Adresse: Dreipappelstraße 1, 2700 Wiener Neustadt
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Maria Horvath lebte in Wiener Neustadt. Als Opfer der NS-Rassenideologie wurde sie in das so genannte "Zigeunerlager" im KZ Auschwitz deportiert und dort am 4. Oktober 1943, etwa 2 Monate vor ihrem 5. Geburtstag, ermordet.

Adresse: Dreipappelstraße 1, 2700 Wiener Neustadt
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Rosa Amberger lebte in Wiener Neustadt. Als Opfer der NS-Rassenideologie wurde sie am 28. Jänner 1944, etwa eineinhalb Monate vor ihrem 5. Geburtstag, in das so genannte "Zigeunerlager" im KZ Auschwitz deportiert und ermordet.

Adresse: Dreipappelstraße 1, 2700 Wiener Neustadt
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Maria Wolf lebte in Wiener Neustadt als sie am 14. November 1941 auf Grund eines Erlasses, alle Menschen die sich zu einem früheren Zeitpunkt in Heilanstalten in Pflege befunden hatten wieder einzuweisen, in die Anstalt am Steinhof in Wien transportiert wurde. Noch im November erfolgte ihre weitere Überstellung nach Mauer-Öhling, im März 1943 nach Gugging und schließlich im Februar 1944 in die Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde (Meseritz). Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie dort am 7. März 1944 getötet.

Adresse: Fischauer Gasse 100, 2700 Wiener Neustadt
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Heinrich Seckl stammte aus Wiener Neustadt, arbeitete jedoch als Zahntechniker in Leipzig und zog erst später wieder hierher zurück zu seinem verwitweten Vater. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde er vom NS-Regime verfolgt und am 6. Februar 1942 gemeinsam mit seinem Vater Ignaz, sowie seinem Bruder Franz und dessen Frau Hanni nach Riga deportiert und dort ermordet. Seine Schwester Leopoldine überlebte die Shoah.

Adresse: Brunner Straße 30, 2700 Wiener Neustadt
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Ignaz Seckl lebte in Wiener Neustadt und betrieb eine Klenganstalt (Herstellung und Handel von Waldsamen), die er als Familienbetrieb von seinem Vater übernommen hatte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich erhielt er von seinen bisherigen Lieferanten keine Materialien mehr. Am 6. Februar 1942 wurde er gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Ignaz und Franz, sowie seiner Schwiegertochter Hanni nach Riga deportiert und dort ermordet. Seine Tochter Leopoldine überlebte als einziges Familienmitglied die Shoah.

Adresse: Brunner Straße 30, 2700 Wiener Neustadt
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Johann Hödl war zunächst als Bahnhofsvorstand in Gutenstein und später Fahrdienstleiter der Bahn in Wiener Neustadt tätig. Außerdem wurde er Leiter der Heimwehr in Wiener Neustadt und beteiligte sich so an der Bewachung inhaftierter Nationalsozialisten nach dem Juliputsch 1934. Bereits in der Nacht vor dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde er von der SA festgenommen und mit dem ersten Transport politischer Häftlinge aus Österreich in das KZ Dachau deportiert. Von dort wurde er später in das KZ Mauthausen gebracht und am 27. März 1940 ermordet.

Adresse: Kaisersteingasse 13, 2700 Wiener Neustadt
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Emma Poppinger galt seit ihrer Geburt als psychisch beeinträchtigt und lebte mit ihrer Mutter in Wiener Neustadt. 1939 wurde sie zunächst in das Bezirksaltersheim Wiener Neustadt und später in die Heil- und Pflegeanstalt Gugging gebracht. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie dort am 4. April 1943 getötet.

Adresse: Wassergasse 9, 2700 Wiener Neustadt
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Franz Seckl lebte mit seiner Frau Hanni und den gemeinsamen Kindern Martha und Josef in Wiener Neustadt, wo er als Kaufmann tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er am 6. Februar 1942 gemeinsam mit seiner Frau, sowie seinem Vater Ignaz und seinem Bruder Franz nach Riga deportiert und dort ermordet. Ihren beiden Kindern hatten sie zuvor die Flucht nach England ermöglichen können.

Adresse: Kaisersteingasse 7, 2700 Wiener Neustadt
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Hanni Delfine Seckl (geb. Grünfeld) lebte mit ihrem Mann Franz und den gemeinsamen Kindern Martha und Josef in Wiener Neustadt, wo ihr Mann als Kaufmann tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie am 6. Februar 1942 gemeinsam mit ihrem Mann, sowie dessen Vater Ignaz und Bruder Franz nach Riga deportiert und dort ermordet. Ihren beiden Kindern hatten sie zuvor die Flucht nach England ermöglichen können.

Adresse: Kaisersteingasse 7, 2700 Wiener Neustadt
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Johann Fink arbeitete als Maschinenformer in Wiener Neustadt und engagierte sich bereits vor 1938 für den Kommunismus. Nach dem er versucht hatte, sich 1937 den Internationalen Brigaden im Kampf gegen die Truppen des faschistischen Diktators Franco in Spanien anzuschließen, wurde er in Österreich zwischenzeitlich verhaftet. Eine neuerliche Festnahme erfolgte durch die Gestapo Anfang November 1939 und Johann Fink wurde in das Konzentrationslager Dachau deportiert und ermordet.

Adresse: Nittnergasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Karoline Formann wurde 1929 in Wiener Neustadt geboren. Auf Grund einer von Geburt an bestehenden Beeinträchtigung wurde sie von ihren Eltern in der Heilanstalt Gugging untergebracht. Im März 1941 wurde sie für die Herstellung eines nationalsozialistischen Propagandafilms, für den Kinder benötigt wurden, in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein gebracht. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie anschließend im Juli 1941 in die Kinderfachabteilung Leipzig-Dösen transportiert und dort am 23. August ermordet.

Adresse: Flugfeldgürtel 13/15, 2700 Wiener Neustadt
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Eduard Schaller kämpfte auf Seiten der Internationalen Brigaden gegen das faschistische Regime in Spanien. Beim Versuch wieder nach Hause zu gelangen, wurde er bei der Ausreise nach Frankreich festgenommen und an das NS-Regime ausgeliefert. Zuerst in das Konzentrationslager Dachau und später in das KZ-Außenlager Friedrichshafen deportiert, wurde er dort während eines Luftangriffes getötet.

Adresse: Flugfeldgürtel 13/15, 2700 Wiener Neustadt
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Franz Kasteiner kämpfte auf Seiten der Internationalen Brigaden gegen das faschistische Regime in Spanien. Dort wurde geriet er in die Gefangenschaft der Truppen des Diktators Franco, die in an das NS-Regime auslieferten. Er wurde im Konzentrationslager Groß-Rosen interniert und dort zur Verbrennung der getöteten Häftlinge im lagereigenen Krematorium gezwungen. Im Herbst 1942 wurde er ermordet, die Todesmeldung die von der SS an seinen Bruder übermittelt wurde ist mit dem 24. November datiert.

Adresse: Flugfeldgürtel 13/15, 2700 Wiener Neustadt
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Heinrich Sauer, bereits während der Zwischenkriegszeit Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Österreich, war während der NS-Herrschaft Teil einer Widerstandsgruppe im Raum Wiener Neustadt, Neunkirchen, Leobersdorf und Bad Vöslau. Unter anderem sammelte er Geldbeträge zur Unterstützung der Angehörigen des politischen Häftlings Leopold Huber und ermöglichte dem kommunistischen Jugendverband die Herstellung von Druckwerken in seinem Haus in der damaligen Feldgasse (heute Heinrich-Sauer-Gasse) in Wiener Neustadt. Er wurde im Herbst 1941 verhaftet, zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt und starb am 2. Jänner 1945 in der Justizanstalt Krems-Stein.

Adresse: Flugfeldgürtel 13/15, 2700 Wiener Neustadt
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Lorenz Halbauer wurde 1938 nach kritischen Aussagen über das NS-Regime in einem Gasthof auf die Polizeidienststelle in Wiener Neustadt vorgeladen und dort direkt in Haft genommen. Er wurde am 8. August 1938 mit jenem ersten Transport nach Mauthausen gebracht, dessen 300 als "Berufsverbrecher" deklarierte Häftlinge zum Aufbau des Konzentrationslagers gezwungen wurden. Er wurde dort am 25. April 1940 ermordet.

Adresse: Matthias Schönerer-Gasse 10, 2700 Wiener Neustadt
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Alfred Halbauer sollte am 10. November 1939 zur Deutschen Wehrmacht eingezogen werden. Am Heimweg von seiner Abschiedsfeier am Vorabend äußerte er alkoholisiert auf offener Straße sein Bedauern darüber, dass ein kurz zuvor auf Adolf Hitler verübtes Attentat nicht erfolgreich gewesen sei und er ihn selbst töten wolle. Von einem Hitlerjungen denunziert wurde er umgehend verhaftet und zu drei Monaten schweren Kerkers verurteilt, den er zunächst in der Haftanstalt Krems-Stein verbrachte. Später wurde er in eines der Emslandlager überstellt, dort jedoch nach einem Fluchtversuch so misshandelt, dass er auf Grund der dadurch eingetretenen Arbeitsunfähigkeit zurück nach Stein verlegt wurde. Mit schweren dauerhaften Gesundheitsschäden aus der Haft entlassen starb er am 28. Dezember 1944 an deren Folgen.

Adresse: Matthias Schönerer-Gasse 10, 2700 Wiener Neustadt
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Berta Reininger lebte zuletzt als Witwe bei ihrem Sohn Hugo in Wiener Neustadt, wo dieser eine Schnapsbrennerei und Weinhandlung besaß. Während ihr Sohn und ihre Schwiegertochter 1939 flüchten konnten, wurde Berta Reininger zunächst nach Wien gebracht und schließlich im Jänner 1943 nach Theresienstadt deportiert wo sie am 20. August 1944 ermordet wurde.

Adresse: Kollonitschgasse 12, 2700 Wiener Neustadt
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Franz Josef Winkelmann war von 1932 bis 1938 Mitglied der NSDAP gewesen, engagierte sich jedoch nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich in einer kommunistischen Widerstandsgruppe die in der Region Wiener Neustadt tätig war. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Gruppe wurde er von der Gestapo verhaftet und im Juni 1943 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt. Er wurde am 8. Oktober 1943 hingerichtet.

Adresse: Purgleitnergasse 46, 2700 Wiener Neustadt
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Helene Gerstl lebte mit ihrem Mann Adolf und ihren fünf gemeinsamen Kindern Ernst, Alfred, Fritz, Herta und Paul in Wiener Neustadt, wo ihr Mann eine Holzgroßhandlung betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie bereits 1938 gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Söhnen zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt. Von dort wurde das Ehepaar Gerstl schließlich am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Helene am 1. Dezember 1943 ermordet wurde.

Adresse: Kollonitschgasse 5a, 2700 Wiener Neustadt
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Adolf Gerstl betrieb eine Holzgroßhandlung in Wiener Neustadt, wo er mit seiner Frau Helene und ihren fünf gemeinsamen Kindern Ernst, Alfred, Fritz, Herta und Paul lebte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Betrieb inklusive sämtlicher Lagerbestände arisiert, auf dem Gelände seines Holzlagerplatzes in der Gymelsdorferstraße später ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter*innen eingerichtet. Gemeinsam mit seiner Frau und zwei Söhnen wurde Adolf Gerstl bereits 1938 zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien übersiedelt, außerdem wurde er für mehrere Monate im KZ Dachau interniert. Das Ehepaar Gerstl wurde schließlich am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Adolf am 1. Dezember 1943 ermordet wurde.

Adresse: Kollonitschgasse 5a, 2700 Wiener Neustadt
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Robert Hacker war Schüler und lebte mit seinen Eltern Maier und Regina und den beiden Brüdern Siegfried und Ernst in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich musste er die Schule verlassen und versteckte sich zwischenzeitlich im Schrebergarten einer Freundin der Familie. Da er seine Mutter nicht alleine zurücklassen wollte, schloss er sich nicht der Flucht seiner beiden älteren Brüder über Triest nach Palästina an und wurde schließlich am 20. Mai 1942 gemeinsam mit ihr nach Minsk deportiert und dort ermordet.

Adresse: Dietrichgasse 23, 2700 Wiener Neustadt
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Regine Hacker war als Schneiderin tätig und lebte mit ihrem Mann und den drei Kindern Robert, Siegfried und Ernst in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich konnte sie sich zwischenzeitlich im Schrebergarten einer Freundin verstecken wurde jedoch schließlich am 20. Mai 1942 nach Minsk deportiert und dort ermordet.

Adresse: Dietrichgasse 23, 2700 Wiener Neustadt
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Maier Hacker war als Geschäftsführer eines Großviehandelsbetriebs tätig und lebte mit seiner Frau und den drei Kindern Robert, Siegfried und Ernst in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er aus seiner Arbeitsstelle entfernt. Er wurde im Herbst 1939 über Lemberg in das Lager in Nisko transportiert und dort wahrscheinlich ermordet.

Adresse: Dietrichgasse 23, 2700 Wiener Neustadt
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Josef Klinger arbeitete als Buchdrucker und Schriftsetzer in Wiener Neustadt. Er wurde am 15. März 1938 von der Gestapo verhaftet, in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert und dort am 14. Februar 1939 ermordet. Ein konkreter Verhaftungsgrund ist nicht festgehalten, wahrscheinlich ist jedoch, dass er auf Grund seiner Weigerung für die vor 1938 verbotene nationalsozialistische Partei Druckschriften herzustellen zum Opfer des NS-Regimes wurde.

Adresse: Bahngasse 44, 2700 Wiener Neustadt
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Julie Buxbaum lebte mit ihren Eltern Margarete und Julius und ihren Brüdern Max und Friedrich in Wiener Neustadt. Aus finanziellen Gründen gelang der Familie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich nicht die Flucht ins Ausland und sie wurde 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. 1942 wurde Julie Buxbaum mit ihrer Mutter und ihren Brüdern an den Vernichtungsort Kulmhof (Chełmno) gebracht und ermordet.

Adresse: Gröhrmühlgasse 31, 2700 Wiener Neustadt
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Max Buxbaum lebte mit seinen Eltern Margarete und Julius und seinen Geschwistern Julie und Friedrich in Wiener Neustadt. Aus finanziellen Gründen gelang der Familie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich nicht die Flucht ins Ausland und sie wurde 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. 1942 wurde Max Buxbaum mit seiner Mutter und seinen Geschwistern an den Vernichtungsort Kulmhof (Chełmno) gebracht und ermordet.

Adresse: Gröhrmühlgasse 31, 2700 Wiener Neustadt
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Margarete Buxbaum lebte mit ihrem Mann Julius und den gemeinsamen Kindern Julie, Max und Friedrich in Wiener Neustadt. Aus finanziellen Gründen gelang der Familie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich nicht die Flucht ins Ausland und sie wurde 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. 1942 wurde Margarete Buxbaum mit ihren Kindern an den Vernichtungsort Kulmhof (Chełmno) gebracht und ermordet.

Adresse: Gröhrmühlgasse 31, 2700 Wiener Neustadt
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Friedrich Buxbaum lebte mit seinen Eltern Margarete und Julius und seinen Geschwistern Julie und Max in Wiener Neustadt. Aus finanziellen Gründen gelang der Familie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich nicht die Flucht ins Ausland und sie wurde 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. 1942 wurde Friedrich Buxbaum mit seiner Mutter und seinen Geschwistern an den Vernichtungsort Kulmhof (Chełmno) gebracht und ermordet.

Adresse: Gröhrmühlgasse 31, 2700 Wiener Neustadt
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Julius Buxbaum war als Kellermeister und später als Vertreter in Wiener Neustadt tätig, wo er mit seiner Frau Margarete und den gemeinsamen Kindern Julie und Max lebte. Aus finanziellen Gründen gelang der Familie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich nicht die Flucht ins Ausland und sie wurde 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Julius Buxbaum wurde dort 1942 ermordet.

Adresse: Gröhrmühlgasse 31, 2700 Wiener Neustadt
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Heinrich Gerstl betrieb ein Schnittwarengeschäft in Wiener Neustadt, wo er mit seiner Frau und den vier gemeinsamen Töchtern lebte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er für vier Wochen festgenommen und sein Betrieb arisiert. Der Familie gelang im September 1940 die Flucht nach Palästina, der zwischenzeitlich an Typhus erkrankte Heinrich Gerstl wurde jedoch bei der Ankunft in Haifa in das britische Internierungslager Atlit gebracht und verstarb dort am 10.12.1940.

Adresse: Martinsgasse 8, 2700 Wiener Neustadt
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Adolf Schlänger (bis 1934 in der Schreibweise als Schlinger) führte einen Betrieb für Altmetall, Hadern und Knochen. Er lebte zunächst mit seiner ersten Frau Friederike und den drei gemeinsamen Kindern Irma, Erich und Edith, nach deren Scheidung und erneuten Heirat 1937 mit seiner zweiten Ehefrau Martha. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er aus Wiener Neustadt vertrieben und konnte zunächst in Wien unterkommen. Von hier aus wurde er am 20. Mai 1942 mit dem gleichen Zug wie seine beiden Töchter Irma und Edith nach Minsk deportiert und in Maly Trostinec ermordet.

Adresse: Martinsgasse 14, 2700 Wiener Neustadt
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Johanna Hirsch (geb. Löbl) lebte gemeinsam mit ihrem Mann, dem als Lederhändler tätigen Sigmund, und ihrer Tochter Gertrude in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie während der Novemberpogrome vertrieben und konnte zwischenzeitlich in Wien unterkommen. Von dort wurde sie in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert und ermordet.

Adresse: Haggenmüllergasse 25, 2700 Wiener Neustadt
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Gertrude Hirsch lebte gemeinsam mit ihren Eltern, dem als Lederhändler tätigen Sigmund und seiner Frau Johanna in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie während der Novemberpogrome vertrieben und konnte zwischenzeitlich in Wien unterkommen. Von dort wurde sie in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert und ermordet.

Adresse: Haggenmüllergasse 25, 2700 Wiener Neustadt
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Paul Johannes Schlesinger war Feinmechaniker, sowie später sozialdemokratischer Politiker und Gewerkschafter. Ab 1921 fungierte er als Abgeordneter zunächst im Niederösterreichischen Landtag, ab 1926 im Nationalrat. Auf Grund seiner politischen Funktionen bereits 1934 in Haft genommen, wurde er auch vom NS-Regime mehrfach verhaftet. Er wurde schließlich Ende 1944 oder Anfang 1945 in das KZ-Groß Rosen und weiter in das KZ Auschwitz deportiert und entweder bereits am Transport oder am Ankunftsort getötet.

Adresse: Herzog-Leopold-Straße 28, 2700 Wiener Neustadt
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Susanne Bauer lebte mit ihren Eltern Emma und Leopold und ihrem Bruder Ernst in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Bauer zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 17. Februar 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet.

Adresse: Raugasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Ernst Bauer lebte mit seinen Eltern Emma und Leopold und seiner Schwester Susanne in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie Bauer zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 17. Februar 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet.

Adresse: Raugasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Alfred Max Schneider lebte ab 1930 gemeinsam mit seinen Eltern Ernst und Helena in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie zunächst 1938 in die Stadt Brno, aus der Ernst stammte, wurden jedoch am 31. März 1942 von dort aus nach Theresienstadt und weiter nach Rejowiec deportiert. Ernst, Helena und Alfred Schneider wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Raugasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Helena (Hella) Schneider lebte ab 1930 gemeinsam mit ihrem Mann Ernst und dem gemeinsamen Sohn Alfred in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie zunächst 1938 in die Stadt Brno, aus der Ernst stammte, wurden jedoch am 31. März 1942 von dort aus nach Theresienstadt und weiter nach Rejowiec deportiert. Ernst, Helena und Alfred Schneider wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Raugasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Ernst Schneider war als Kaufmann sowie als Beamter der Kriegsgetreidegesellschaft tätig und lebte ab 1930 gemeinsam mit seiner Frau Helena und dem gemeinsamen Sohn Alfred in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie zunächst 1938 in die Stadt Brno, aus der Ernst stammte, wurden jedoch am 31. März 1942 von dort aus nach Theresienstadt und weiter nach Rejowiec deportiert. Ernst, Helena und Alfred Schneider wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Raugasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Emma Bauer (geb. Gewing) lebte mit ihrem Mann Leopold und ihren Kindern in Wiener Neustadt. Sie war als Sekretärin in der Rechtsanwaltskanzlei ihres Mannes tätig bis diese 1938 arisiert wurde. Die Familie Bauer wurde zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 17. Februar 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet.

Adresse: Raugasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Dr. Leopold Bauer betrieb eine Rechtsanwaltskanzlei in Wiener Neustadt, wo er mit seiner Familie lebte. Ab Oktober 1938 fungierte er auch als Vorsteher der IKG in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich durfte er nicht mehr in seinem Beruf tätig sein und seine Kanzlei wurde arisiert. Die Familie Bauer wurde zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und schließlich am 17. Februar 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet.

Adresse: Raugasse 4, 2700 Wiener Neustadt
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Nathan Riegler wohnte seit 1918 mit seiner Frau Ida und den drei gemeinsamen Kindern Armin, Frieda und Irma in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort aus wurde Nathan Riegler gemeinsam mit seiner Frau und der Tochter Irma am 2. Juni 1942 nach Minsk deportiert und in Maly Trostinec ermordet. Seinen beiden anderen Kindern Armin und Frieda gelang die Flucht.

Adresse: Baumkirchnerring 9, 2700 Wiener Neustadt
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Ida Riegler (geb. Basch) wohnte seit 1918 mit ihrem Mann Nathan und den drei gemeinsamen Kindern Armin, Frieda und Irma in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort aus wurde Ida Riegler gemeinsam mit ihrem Mann und der Tochter Irma am 2. Juni 1942 nach Minsk deportiert und in Maly Trostinec ermordet. Ihren beiden anderen Kindern Armin und Frieda gelang die Flucht.

Adresse: Baumkirchnerring 9, 2700 Wiener Neustadt
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Irma Schlinger lebte zunächst mit ihren Eltern Adolf und Friederike, sowie den Geschwistern Edith und Erich in Wiener Neustadt. Nach der Scheidung der Eltern 1934 verblieb sie gemeinsam mit ihrer Schwester bei der Mutter, ihr Bruder war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Wiener Neustadt vertrieben und konnte vorerst in Wien unterkommen. Von hier wurde sie am 20. Mai 1942 gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Vater nach Minsk deportiert und in Maly Trostinec ermordet.

Adresse: Lederergasse 13, 2700 Wiener Neustadt
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Edith Schlinger lebte zunächst mit ihren Eltern Adolf und Friederike, sowie den Geschwistern Irma und Erich in Wiener Neustadt. Nach der Scheidung der Eltern 1934 verblieb sie gemeinsam mit ihrer Schwester bei der Mutter, ihr Bruder war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Wiener Neustadt vertrieben und konnte vorerst in Wien unterkommen. Von hier wurde sie am 20. Mai 1942 gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Vater nach Minsk deportiert und in Maly Trostinec ermordet.

Adresse: Lederergasse 13, 2700 Wiener Neustadt
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Inge Pollak lebte mit ihren Eltern Charlotte und Friedrich sowie den Geschwistern Gertrude, Kurt und Edith zunächst in Payerbach und ab 1931 in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie nach Brünn. Von dort wurde das Ehepaar Pollak und die beiden jüngeren Kinder Edith und Inge am 5. Dezember 1941 nach Theresienstadt und schließlich nach Auschwitz deportiert und 1942 ermordet.

Adresse: Lange Gasse 5, 2700 Wiener Neustadt
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Charlotte Pollak (geb. Adler) lebte mit ihrem Mann Friedrich und den gemeinsamen Kindern Gertrude, Kurt, Edith und Inge zunächst in Neunkirchen, wo sie ein Hutmachergeschäft betrieb, später in Payerbach und ab 1931 in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie nach Brünn. Von dort wurde das Ehepaar Pollak und die beiden jüngeren Kinder Edith und Inge am 5. Dezember 1941 nach Theresienstadt und schließlich nach Auschwitz deportiert und 1942 ermordet.

Adresse: Lange Gasse 5, 2700 Wiener Neustadt
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Edith Pollak lebte mit ihren Eltern Charlotte und Friedrich sowie den Geschwistern Gertrude, Kurt und Inge zunächst in Payerbach und ab 1931 in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie nach Brünn. Von dort wurde das Ehepaar Pollak und die beiden jüngeren Kinder Edith und Inge am 5. Dezember 1941 nach Theresienstadt und schließlich nach Auschwitz deportiert und 1942 ermordet.

Adresse: Lange Gasse 5, 2700 Wiener Neustadt
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Friedrich Pollak war als Vertreter für Eternit-Platten tätig und lebte mit seiner Frau Charlotte und den gemeinsamen Kindern Gertrude, Kurt, Edith und Inge zunächst in Neunkirchen, später in Payerbach und ab 1931 in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie nach Brünn. Von dort wurde das Ehepaar Pollak und die beiden jüngeren Kinder Edith und Inge am 5. Dezember 1941 nach Theresienstadt und schließlich nach Auschwitz deportiert und 1942 ermordet.

Adresse: Lange Gasse 5, 2700 Wiener Neustadt
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Irma Riegler wohnte seit 1918 mit ihren Eltern Nathan und Ida, sowie den beiden Geschwistern Armin und Frieda in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort aus wurde Irma Riegler gemeinsam mit ihren Eltern am 2. Juni 1942 nach Minsk deportiert und in Maly Trostinec ermordet. Ihren beiden Geschwistern gelang die Flucht.

Adresse: Baumkirchnerring 9, 2700 Wiener Neustadt
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Johann Zehetner lebte mit seinen Eltern Johann und Christine, sowie der Schwester Irma seit 1934 auf dem Gelände der Theresianischen Militärakademie, wo der Vater als Vertragsbediensteter tätig war. Er litt an den bleibenden Folgen eines Verkehrsunfalles im Alter von fünf Jahren und wurde nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1943 in die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling gebracht. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde er dort am 25. April 1945 durch den Arzt Emil Gelny getötet.

Adresse: Burgplatz 1, 2700 Wiener Neustadt
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Kurt Müller lebte mit seinen Eltern Rosa und Lazar und den Geschwistern Paul, Wolfgang und Ruth in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie zunächst nach Bratislava, später nach Nadas. Schließlich wurde die Familie jedoch von Trnava aus nach Lublin deportiert. Wolfgang Müller wurde in der Shoah ermordet, Ort und Datum sind nicht genau bekannt.

Adresse: Baumkirchnerring 5, 2700 Wiener Neustadt
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Ruth Müller lebte mit ihren Eltern Rosa und Lazar und den Geschwistern Paul, Wolfang und Kurt Josef in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie zunächst nach Bratislava, später nach Nadas. Schließlich wurde die Familie jedoch von Trnava aus nach Lublin deportiert. Ruth Müller wurde in der Shoah ermordet, Ort und Datum sind nicht genau bekannt.

Adresse: Baumkirchnerring 5, 2700 Wiener Neustadt
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Lazar Müller führte ein Uhrmachergeschäft in Wiener Neustadt, wo er mit seiner Frau Rosa und den gemeinsamen Kindern Paul, Wolfgang, Ruth und Kurt Josef lebte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Betrieb bereits im März 1938 arisiert. Die Familie flüchtete zunächst nach Bratislava, später nach Nadas. Schließlich wurde sie jedoch von Trnava aus nach Lublin deportiert. Lazar Müller wurde weiter nach Majdanek gebracht und in der Shoah ermordet.

Adresse: Baumkirchnerring 5, 2700 Wiener Neustadt
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Wolfgang Müller lebte mit seinen Eltern Rosa und Lazar und den Geschwistern Paul, Ruth und Kurt Josef in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sieflüchteten sie zunächst nach Bratislava, später nach Nadas. Schließlich wurde die Familie jedoch von Trnava aus nach Lublin deportiert. Wolfgang Müller wurde in der Shoah ermordet, Ort und Datum sind nicht genau bekannt.

Adresse: Baumkirchnerring 5, 2700 Wiener Neustadt
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Paul Müller lebte mit seinen Eltern Rosa und Lazar und den Geschwistern Wolfgang, Ruth und Kurt Josef in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten sie zunächst nach Bratislava, später nach Nadas. Schließlich wurde die Familie jedoch von Trnava aus nach Lublin deportiert. Paul Müller wurde 1942 weiter nach Auschwitz gebracht und in der Shoah ermordet.

Adresse: Baumkirchnerring 5, 2700 Wiener Neustadt
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Eugen Beinhacker war der Sohn von Arnold und Margarethe Beinhacker und wurde 1936 in Wiener Neustadt geboren. 1941 wurde er gemeinsam mit seinen Eltern nach Opole deportiert und schließlich in einem Vernichtungslager, vermutlich Belzec oder Sobibor, ermordet.

Adresse: Neunkirchner Straße 35, 2700 Wiener Neustadt
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Margarethe Beinhacker (geb. Leitner) wurde 1903 in Lackenbach geboren. Gemeinsam mir ihrem Mann Arnold und ihrem fünfjährigen Sohn Eugen wurde sie im Februar 1941 nach Opole deportiert und schließlich in einem Vernichtungslager, vermutlich Belzec oder Sobibor, ermordet.

Adresse: Neunkirchner Straße 35, 2700 Wiener Neustadt
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Arnold Lemberger lebte mit seiner Familie in Wiener Neustadt, wo er seit 1918 ein Warenhaus für Textilien, Leder und Sportartikel führte. Außerdem fungierte er als Mitglied des Kultusausschusses der IKG Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Betrieb trotz seines deutlichen Widerstandes dagegen im Dezember 1938 arisiert. Am 28. November 1941 wurde Arnold Lemberger gemeinsam mit seiner Frau Bella nach Minsk deportiert und ermordet.

Adresse: Herzog-Leopold-Straße 3, 2700 Wiener Neustadt
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Arnold Beinhacker wurde 1892 in Lackenbach geboren und entstammte einer großen Händlerfamilie, in der er selbst einen Handelsbetrieb führte. 1938 wurde sein Geschäft enteignet und er wurde verhaftet und nach Nisko verschleppt. Dort konnte er zunächst fliehen, bevor er gemeinsam mit seiner Familie erneut deportiert wurde. Schließlich wurde er 1941 nach Opole gebracht und schließlich in einem Vernichtungslager, vermutlich Belzec oder Sobibor, ermordet.

Adresse: Neunkirchner Straße 35, 2700 Wiener Neustadt
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Bella Lemberger (geb. Kohn) lebte mit ihrer Familie in Wiener Neustadt, wo ihr Mann Arnold seit 1918 ein Warenhaus für Textilien, Leder und Sportartikel führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde sie vom NS-Regime verfolgt und am 28. November 1941 gemeinsam mit ihrem Mann nach Minsk deportiert und ermordet.

Adresse: Herzog-Leopold-Straße 3, 2700 Wiener Neustadt
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Helga Pauer wurde in Graz geboren und lebte ab 1940 mit ihren Eltern in Wiener Neustadt, wo ihr Vater Rudolf als Maschinenbauingenieur bei den Wiener Neustädter Flugzeugwerken tätig war. Sie litt unter den bleibenden gesundheitlichen Folgen der Komplikationen die bei ihrer Geburt aufgetreten waren und wurde nach einer Untersuchung durch das Gesundheitsamt am 17. Juni 1941 in die Anstalt am Wiener Spiegelgrund gebracht. Dort wurde sie kurz darauf, am 18. August 1941, im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen getötet.

Adresse: Mießlgasse 43, 2700 Wiener Neustadt
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Felix Kober lebte mit seiner Frau Rosa und der gemeinsamen Tochter Gertrude in Wiener Neustadt, wo er zuerst in der Bäckerei seines Schwiegervaters arbeitete und diese schließlich ab 1937 selbst leitete. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich konnte er den Betrieb nicht weiterführen und arbeitete zunächst als Bäckergehilfe in Wien, bevor er zwischen 1939 und 1941 in mehreren Lagern Zwangsarbeit leisten musste und anschließend als Hilfsarbeiter tätig war. Nachdem er gemeinsam mit einem Bekannten, Johann Schaffranek, über dessen Radiogerät einen deutschsprachigen Sender aus London empfangen hatte, wurden beide verhaftet und im Juni 1942 wegen des Hörens von "Feindsendern" zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Felix Kobler wurde in das Zwangsarbeitslager Groß-Strehlitz gebracht. Sein konkretes Todesdatum ist unklar, 1949 wurde er offiziell für tot erklärt.

Adresse: Steinfeldgasse 18, 2700 Wiener Neustadt
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Josefine Seinfeld lebte zunächst mit ihrer Mutter Amalie und den beiden Geschwistern Siegfried und Olga in Wiener Neustadt. 1931 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling gebracht, nach wenigen Monaten jedoch wieder entlassen und im August 1932 erneut eingewiesen. Von dort wurde sie am 13. März 1941 in die Tötungsanstalt Hartheim überstellt und ermordet.

Adresse: Domplatz 12, 2700 Wiener Neustadt
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Sigmund Schlänger (auch: Sigmund Schlinger) arbeitete zunächst in einer Molkerei, später betrieb er eine Gemischtwarenhandlung und schließlich war er als Kellerarbeiter und Fassbinder bei einem Weinhandelsunternehmen tätig. Ab 1912 lebte er gemeinsam mit seiner Frau Fany (auch: Fanny) und dem gemeinsamen Sohn Max in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und am 12. März 1941 gemeinsam mit seiner Frau in das besetzte Polen deportiert und ermordet.

Adresse: Hauptplatz 15, 2700 Wiener Neustadt
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Fany Schlinger (geb. Daniel, auch: Fanny Schlinger) lebte ab 1912 gemeinsam mit ihrem Mann Sigmund und dem gemeinsamen Sohn Max in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und am 12. März 1941 gemeinsam mit ihrem Mann in das besetzte Polen deportiert und ermordet.

Adresse: Hauptplatz 15, 2700 Wiener Neustadt
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Gustav Robert Braunberg wurde in Wien geboren und lebte später mit seiner Frau Olga und seiner Tochter Anni in Wiener Neustadt, wo er eine Zahnarztpraxis betrieb. Vom NS-Regime als Jude verfolgt, musste der römisch-katholisch getaufte Arzt im Juni 1938 seine Praxis schließen und wurde zur Scheidung von seiner Ehefrau gezwungen. Er flüchtete zunächst nach Prag, seine geplante weitere Flucht nach Südamerika scheiterte jedoch an abgelehnten Visumsanträgen. Gustav Robert Baunberg wurde 1944 festgenommen und zunächst nach Theresienstadt, später nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Adresse: Hauptplatz 13, 2700 Wiener Neustadt
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Kurt Josef Löbl lebte gemeinsam mit seinen Eltern Gustav und Alice in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten die drei am 1. August 1938 nach Brno, wurden jedoch am 28. Jänner 1942 zuerst nach Theresienstadt und schließlich weiter nach Raasiku (Estland) deportiert. Sie wurden dort im Zuge einer Massenerschießung ermordet.

Adresse: Wiener Straße 9, 2700 Wiener Neustadt
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Gustav Löbl war als Prokurist der Allgemeinen Verkehrsbank in Wiener Neustadt tätig und lebte hier mit seiner Frau Alice und dem gemeinsamen Sohn Kurt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten die drei am 1. August 1938 nach Brno, wurden jedoch am 28. Jänner 1942 zuerst nach Theresienstadt und schließlich weiter nach Raasiku (Estland) deportiert. Sie wurden dort im Zuge einer Massenerschießung ermordet.

Adresse: Wiener Straße 9, 2700 Wiener Neustadt
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Alice Löbl (geb. Silberstein) lebte mit ihrem Mann Gustav und dem gemeinsamen Sohn Kurt in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchteten die drei am 1. August 1938 nach Brno, wurden jedoch am 28. Jänner 1942 zuerst nach Theresienstadt und schließlich weiter nach Raasiku (Estland) deportiert. Sie wurden dort im Zuge einer Massenerschießung ermordet.

Adresse: Wiener Straße 9, 2700 Wiener Neustadt
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Julius Dahl lebte mit seiner Frau Irma und den gemeinsamen Kindern William und Trudy in Wiener Neustadt. Nach dem Tod seiner Frau blieb er zunächst weiter in Wiener Neustadt, später zog er nach Wien und heiratete dort erneut. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er im Juli 1938 zwischenzeitlich in ein Zwangsarbeitslager in Hölingen (Bremen) deportiert, konnte aber später nach Wien zurückkehren, wo er zuletzt in einer Sammelwohnung lebte. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Fanny wurde er am 31. August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort unmittelbar nach der Ankunft am 4. September ermordet.

Adresse: Wiener Straße 13, 2700 Wiener Neustadt
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Lizzi Bartfeld lebte mit ihren Eltern Elsa und Salomon und ihrem Bruder Kurt in Wiener Neustadt. Mit ihrer Mutter und ihrem Bruder wurde sie am 19. Februar 1941 nach Kielce deportiert. Lizzi Bartfeld wurde 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Adresse: Wiener Straße 10, 2700 Wiener Neustadt
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Elsa Bartfeld (geb. Gewing) lebte mit ihrem Mann Salomon und ihren Kindern Lizzi und Kurt in Wiener Neustadt. Im Februar 1941 wurde sie mit den Kindern Lizzi und Kurt nach Kielce deportiert. Sie wurde 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Adresse: Wiener Straße 10, 2700 Wiener Neustadt
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Kurt Bartfeld wurde 1935 in Wiener Neustadt geboren und lebte dort mit seinen Eltern Elsa und Salomon und seiner Schwester Lizzi. 1941 wurde er gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester nach Kielce deportiert. Kurt Bartfeld wurde später im Vernichtungslager Sobibor oder Treblinka ermordet.

Adresse: Wiener Straße 10, 2700 Wiener Neustadt
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Salomon Bartfeld war Schneidermeister und betrieb ein Geschäft in Wiener Neustadt, wo er mit seiner Frau Elsa und den Kindern Lizzi und Kurt lebte. Nachdem er ab 15. November 1938 im Konzentrationslager Dachau inhaftiert war, wurde er am 27. Oktober 1939 nach Nisko deportiert. Salomon Bartfeld wurde schließlich im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Adresse: Wiener Straße 10, 2700 Wiener Neustadt
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Max Stössel lebte mit seiner Frau Aloisia und dem gemeinsamen Sohn Julius in Wiener Neustadt. Da er vom NS-Regime als Jude verfolgt wurde, ließ sich seine Frau scheiden um die bereits im März entzogene Bewilligung für ihren Betrieb wieder zu erlangen, die trotzdem verweigert wurde. Max Stössel wurde zunächst im Juni 1938 in das KZ Dachau deportiert, später in das KZ Buchenwald überstellt. Er wurde dort entlassen, nachdem seine Frau die Vorbereitung für seine freiwillige Ausreise aus dem Deutschen Reich vorgetäuscht hatte. Er wollte jedoch seine Familie nicht verlassen und flüchtete erst nach einer neuerlichen zwischenzeitlichen Festnahme durch die Gestapo mit seinem Sohn Julius über Mailand nach Lyon. Schließlich wurde Max Stössel dort erneut festgenommen, in das KZ Auschwitz gebracht und 1943 ermordet.

Adresse: Wiener Straße 95, 2700 Wiener Neustadt
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Bianka Wilder lebte nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam mit ihrer Mutter Rosa und den beiden Geschwistern Alfred und Elfriede in Wiener Neustadt. Nach einem kurzzeitigen Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik des Wiener Allgemeinen Krankenhauses, wurde sie im November 1932 in die Heil- und Pflegeanstalt am Steinhof überwiesen. Ab 1938 außerdem vom NS-Regime als Jüdin verfolgt, wurde sie im Juli 1940 in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht und dort am 12. Juli 1940 ermordet.

Adresse: Fischauer Gasse 17, 2700 Wiener Neustadt
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Rosa Wilder (geb. Landau) lebte nach dem Tod ihres Mannes gemeinsam mit ihren Kindern Bianka, Alfred und Elfriede in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie im November 1938 aus Wiener Neustadt vertrieben und war zwischenzeitlich in Wien aufhältig. Von dort wurde sie am 23. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und ermordet.

Adresse: Fischauer Gasse 17, 2700 Wiener Neustadt
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Stefan Suranyi lebte ab 1931 mit seiner Frau Valerie und der gemeinsamen Tochter Susanne in Wiener Neustadt, wo er gemeinsam mit Otto Schneider einen Betrieb für Selchereibedarf und Därme führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich musste er bereits am 17. März seinen Anteil am Betrieb an seinen nicht-jüdischen Geschäftspartner übergeben. Im November 1938 wurde die Familie aus der Stadt vertrieben und kam zwischenzeitlich unter der Fürsorge der IKG in Wien unter, bevor sie im Sommer 1939 nach Paris flüchten konnten. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht wurden sie inhaftiert und in das Sammellager in Drancy deportiert. Von dort wurden Valerie und Susanne Suranyi am 7. Dezember 1943, Stefan Suranyi am 30. Mai 1944 in das KZ Auschwitz gebracht und ermordet.

Adresse: Fischauer Gasse 17, 2700 Wiener Neustadt
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Valerie Suranyi (geb. Grosz) lebte ab 1931 mit ihrem Mann Stefan und der gemeinsamen Tochter Susanne in Wiener Neustadt, wo ihr Mann gemeinsam mit einem Geschäftspartner einen Betrieb für Selchereibedarf und Därme führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im November 1938 aus der Stadt vertrieben und kamen zwischenzeitlich unter der Fürsorge der IKG in Wien unter, bevor sie im Sommer 1939 nach Paris flüchten konnten. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht wurden sie inhaftiert und in das Sammellager in Drancy deportiert. Von dort wurden Valerie und Susanne Suranyi am 7. Dezember 1943, Stefan Suranyi am 30. Mai 1944 in das KZ Auschwitz gebracht und ermordet.

Adresse: Fischauer Gasse 17, 2700 Wiener Neustadt
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Susanne Suranyi lebte ab 1931 mit ihren Eltern Valerie und Stefan in Wiener Neustadt, wo ihr Vater gemeinsam mit einem Geschäftspartner einen Betrieb für Selchereibedarf und Därme führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im November 1938 aus der Stadt vertrieben und kamen zwischenzeitlich unter der Fürsorge der IKG in Wien unter, bevor sie im Sommer 1939 nach Paris flüchten konnten. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht wurden sie inhaftiert und in das Sammellager in Drancy deportiert. Von dort wurden Valerie und Susanne Suranyi am 7. Dezember 1943, Stefan Suranyi am 30. Mai 1944 in das KZ Auschwitz gebracht und ermordet.

Adresse: Fischauer Gasse 17, 2700 Wiener Neustadt
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Rudolf Müller wurde 1930 in Wiener Neustadt geboren. Bereits nach der Geburt wurde ihm eine geistige Beeinträchtigung attestiert und er ab 1940 er in der Heilanstalt Gugging untergebracht. Im März 1941 wurde er für die Herstellung eines nationalsozialistischen Propagandafilms, für den Kinder benötigt wurden, in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein gebracht. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde er anschließend im August 1941 in die Kinderfachabteilung Leipzig-Dösen transportiert und dort am 22. September ermordet.

Adresse: Keßlergasse 15, 2700 Wiener Neustadt
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Sr. Anna Caroline (geborene Anna Schwarz) war Ordensschwester im Kloster Sta. Christiana in Frohsdorf. 1928 wurde sie mit der Diagnose Paranoia zunächst in die Anstalt am Wiener Spiegelgrund gebracht, später nach Mauer-Öhling überstellt. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie am 7. August 1941 in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht und ermordet.

Adresse: Wiener Straße 65, 2700 Wiener Neustadt
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Ludwig Huber war Angestellter der Reichsbahn in Wiener Neustadt. Von 1920 bis 1934 Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, wurde er 1934 Mitglied der Vaterländischen Front und schließlich 1940 Teil einer kommunistischen Widerstandsgruppe in Kottingbrunn. Gemeinsam mit 14 weiteren Mitgliedern wurde er im Juni 1940 verhaftet. Auf Grund des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat wurde Ludwig Huber am 14. November 1941 zu drei Jahren Haft verurteilt und im Juli 1943 als Teil einer sogenannten "Bewährungseinheit" nach Jugoslawien geschickt. Wahrscheinlich wurde er dort am 17. Oktober 1944 getötet.

Adresse: Hauptplatz 20, 2700 Wiener Neustadt
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Johann Braun war als Schlosser tätig und lebte mit seiner Frau Maria und dem gemeinsamen Sohn Josef in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zunächst 1938 nach Dachau und im Oktober 1939 in das Lager in Nisko deportiert. Er wurde am 22. März 1940 ermordet.

Adresse: Wiener Straße 58, 2700 Wiener Neustadt
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Juliane Taul war von Geburt an gehörlos und lebte zunächst mit ihren Eltern und Geschwistern in Wiener Neustadt. Nachdem ihr Vater 1937 verstorben war, zog die Mutter mit den Geschwistern 1939 aus und Juliane Taul blieb alleine in der Wohnung in der Grazer Straße zurück. Am 1. Juni 1940 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling gebracht und von dort am 12. Mai 1941 weiter in die Tötungsanstalt Hartheim überstellt und ermordet.

Adresse: Grazer Straße 95, 2700 Wiener Neustadt
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Alfred Höchstätter war als Arbeiter in Wiener Neustadt tätig und engagierte sich in einer Betriebszelle der KPÖ im Rax-Werk gegen das NS-Regime. Er wurde im Dezember 1942 verhaftet und im November 1943 zum Tod verurteilt, nachdem ihm die Verbreitung antifaschistischer Druckwerke vorgeworfen worden war. Am 25. Jänner 1944 wurde Alfred Höchstätter in München-Stadelheim hingerichtet. Ihm sind weitere Erinnerungszeichen, darunter eine Gasse in Wiener Neustadt, gewidmet.

Adresse: Wiener Straße 51, 2700 Wiener Neustadt
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Eugenie Feldmann (geb. Rosenberger) lebte mit ihrem Mann Benno und den Kindern Jakob, Stella, Walter und Erika in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus der Stadt vertrieben und kam zunächst in Wien unter. Von dort wurde Eugenie Feldmann gemeinsam mit ihren drei jüngeren Kindern am 23. November 1941 nach Kaunas deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 29. November ermordet.

Adresse: Eyerspergring 7, 2700 Wiener Neustadt
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Stella Feldmann lebte mit ihren Eltern Benno und Eugenie, sowie den Geschwistern Jakob, Walter und Erika in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus der Stadt vertrieben und kam zunächst in Wien unter. Von dort wurde Stella Feldmann gemeinsam mit ihrer Mutter und den beiden jüngeren Geschwistern am 23. November 1941 nach Kaunas deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 29. November ermordet.

Adresse: Eyerspergring 7, 2700 Wiener Neustadt
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Walter Feldmann lebte mit seinen Eltern Benno und Eugenie, sowie den Geschwistern Jakob, Stella und Erika in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus der Stadt vertrieben und kam zunächst in Wien unter. Von dort wurde Walter Feldmann gemeinsam mit seiner Mutter und den beiden Schwestern am 23. November 1941 nach Kaunas deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 29. November ermordet.

Adresse: Eyerspergring 7, 2700 Wiener Neustadt
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David Breuer war als Kaufmann tätig und lebte zunächst mit seiner Ehefrau Franziska und den gemeinsamen Söhnen Heinz und Werner in Wiener Neustadt, später getrennt von ihnen in Berndorf. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er 1942 gemeinsam mit seiner Familie nach Topolcany, später weiter nach Sered deportiert und 1943 dort ermordet.

Adresse: Ungargasse 6, 2700 Wiener Neustadt
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Franziska Breuer (geb. Ehrenfeld) war als Schokoladen- und Zuckerwarenfabrikantin in Wiener Neustadt tätig. Sie lebte dort zunächst mit ihrem Ehemann David und den gemeinsamen Söhnen Heinz und Werner, später nur mit den Söhnen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie vom NS-Regime verfolgt und 1942 gemeinsam mit ihrer Familie nach Topolcany, später weiter nach Sered deportiert und 1943 dort ermordet.

Adresse: Ungargasse 6, 2700 Wiener Neustadt
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Erika Feldmann lebte mit ihren Eltern Benno und Eugenie, sowie den Geschwistern Jakob, Stella und Walter in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus der Stadt vertrieben und kam zunächst in Wien unter. Von dort wurde Erika Feldmann gemeinsam mit ihrer Mutter und den beiden Geschwistern Walter und Stella am 23. November 1941 nach Kaunas deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 29. November ermordet.

Adresse: Eyerspergring 7, 2700 Wiener Neustadt
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Moritz Schulhof lebte mit seiner Frau Esther und den beiden gemeinsamen Kindern Helene und Bernhard in Wiener Neustadt, wo er als Schächter und Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er 1938 nach Ungarn. Moritz Schulhof wurde 1945 im Ghetto in Budapest ermordet, seine Frau und sein Sohn Bernhard überlebten die Shoah.

Adresse: Schlögelgasse 3, 2700 Wiener Neustadt
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Emanuel Koppel lebte ab 1925 mit seiner Frau Therese und den gemeinsamen Kindern Alfred, Edith und Helene in Wiener Neustadt, wo er als Vertreter tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er gemeinsam mit seiner Frau im Februar 1939 zunächst nach Brčko und weiter nach Zagreb, wo beide 1941 ermordet wurden. Ihren Töchtern gelang die Flucht vor dem NS-Regime, Sohn Alfred wurde im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen in der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling getötet.

Adresse: Wiener Straße 90, 2700 Wiener Neustadt
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Therese Koppel (geb. Gross) lebte ab 1925 mit ihrem Mann Emanuel und den gemeinsamen Kindern Alfred, Edith und Helene in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete sie gemeinsam mit ihrem Mann im Februar 1939 zunächst nach Brčko und weiter nach Zagreb, wo beide 1941 ermordet wurden. Ihren Töchtern gelang die Flucht vor dem NS-Regime, Sohn Alfred wurde im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen in der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling getötet.

Adresse: Wiener Straße 90, 2700 Wiener Neustadt
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Hermann Alfred Hackl wohnte in Wiener Neustadt und war zunächst in seinem erlernten Beruf als Bäcker tätig, musste diesen jedoch auf Grund einer Knochenkrankheit an der Hand aufgeben. Nach mehreren erfolglosen Versuchen über das Arbeitsamt eine andere Tätigkeit zu erhalten, wurde er als arbeitsscheu deklariert. Außerdem wurde ihm seitens des Gesundheitsamtes in Wiener Neustadt eine "Geistesschwäche" attestiert und er in ein Heim in der Ungargasse gebracht. Von dort wurde er am 10. Juli 1941 in die Heil- und Pflegeanstalt Gugging verlegt. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde er dort am 7. Januar 1944 getötet.

Adresse: Ungargasse 20, 2700 Wiener Neustadt
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Johanna Kraus lebte in Wiener Neustadt, wo sie als Putzkraft tägig war bevor sie auf Grund einer Knochenerkrankung (Osteoporose) gegen ihren Willen in das Sophienspital in Wien gebracht wurde. Da sie dort die Kooperation für ihre Behandlung verweigerte, wurde sie zunächst in die Heilanstalt am Steinhof und weiter nach Mauer-Öhling überstellt und schließlich zurück nach Wiener Neustadt in ein Altersheim transportiert. Nachdem ein dortiges Gutachten ihr 1943 "Schwachsinnigkeit" attestierte, wurde sie wieder nach Mauer-Öhling deportiert. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie dort am 12. Dezember 1943 getötet.

Adresse: Ungargasse 20, 2700 Wiener Neustadt
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Anna Ribitz wurde nachdem ihr 1930 das Wiener Neustädter Gesundheitsamt eine psychische Beeinträchtigung attestiert hatte in die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling gebracht, wo sie 1933 entlassen wurde. Kurze Zeit später wurde sie wiederum in Mauer-Öhling aufgenommen und 1935 erneut entlassen. Sie lebte in einem Altersheim in Wiener Neustadt, bevor sie im Juli 1940 zuerst in die Anstalt am Steinhof in Wien und weiter nach Mauer-Öhling gebracht wurde. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie dort am 12. November 1943 getötet.

Adresse: Ungargasse 20, 2700 Wiener Neustadt
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Alfred Wödl war der Sohn der Krankenschwester Anny Wödl, die kurz vor seiner Geburt eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte. Dies hatte zur Folge, dass er an Gelenksentzündungen und Einschränkungen am Bewegungsapparat litt sowie nur schwer sprechen konnte. Gegen den Widerstand seiner Mutter wurde er im April 1939 in die Heilanstalt Gugging gebracht und von dort 1941 in die Anstalt am Wiener Spiegelgrund überwiesen. Alfred Wödl wurde dort am 22. Februar 1941 ermordet. Der Stolperstein für Alfred Wödl wurde 2013 verlegt, seit 2014 ist seiner Mutter Anny Wödl auf Grund ihres Einsatzes gegen die Ermordung kranker und beeinträchtigter Menschen eine Gasse in Wiener Neustadt gewidmet.

Adresse: Corvinusring 16, 2700 Wiener Neustadt
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Wilhelm Schischa lebte mit seiner Frau Johanna und den beiden Kindern Eduard und Karoline in Wiener Neustadt, wo er ein Geschäft für Herrenbekleidung führte in dem auch sein Sohn beschäftigt war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde der Familienbetrieb arisiert und Wilhelm Schischa am 10. November 1938 von der SA festgenommen. Nach der Vertreibung aus Wiener Neustadt, kamen sie kurzzeitig in Wien unter, von wo das Ehepaar Schischa am 26. Februar 1941 nach Opole deportiert und ermordet wurden. Sohn Eduard und Tochter Karoline überlebten die Shoah.

Adresse: Kaiserbrunngasse 17, 2700 Wiener Neustadt
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Johanna Schischa lebte mit ihrem Mann Wilhelm und den beiden Kindern Eduard und Karoline in Wiener Neustadt, wo ihr Mann ein Geschäft für Herrenbekleidung führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Wiener Neustadt vertrieben und kamen kurzzeitig in Wien unter. Von hier wurde das Ehepaar Schischa am 26. Februar 1941 nach Opole deportiert und ermordet. Sohn Eduard und Tochter Karoline überlebten die Shoah.

Adresse: Kaiserbrunngasse 17, 2700 Wiener Neustadt
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Robert Schweiger lebte mit seinen Eltern in Wiener Neustadt, wo er als Schlosser tätig war. Nach dem Verlust seiner Arbeitsstelle und einem Selbstmordversuch wurde er im Juni 1932 in die Heilanstalt am Steinhof in Wien gebracht und kam von dort zunächst nach Ybbs an der Donau später in das Landes-Alters- und Siechenheim in Neudörfl. Dort blieb er mit einer kurzen Unterbrechung bis er im Juni 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt in Mauer-Öhling überstellt wurde. Robert Schweiger wurde wahrscheinlich am 10. Juli 1941 in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht und dort ermordet.

Adresse: Blumengasse 5, 2700 Wiener Neustadt
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Herbert Hochmann lebte als Steinmetzlehrling in Wiener Neustadt. Er engagierte sich dort als Teil des kommunistischen Jugendverbandes im Widerstand gegen das NS-Regime, unter anderem durch die Herstellung und Verbreitung antifaschistischer Druckschriften. Zwischen August und Oktober 1939 wurden insgesamt 29 Mitglieder der Gruppe von der Gestapo verhaftet. Auf Grund des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat wurde Herbert Hochmann im Oktober 1940 zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Anschließend wurde er als Teil einer sogenannten "Bewährungseinheit" in den Kampf gegen die Sowjetunion geschickt und am 1. Jänner 1943 im Raum Stalingrad getötet.

Adresse: Pottendorfer Straße 121, 2700 Wiener Neustadt
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Julius Puschek lebte gemeinsam mit seiner Frau in Wiener Neustadt. Da er als Kommunist politisch tätig war, wurde er bereits vor dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich in einer von illegalen Nationalsozialisten vorbereiteten Feindesliste ("A-Kartei") erfasst. Unmittelbar vor dem Überfall auf Polen wurden die dort verzeichneten Personen im Zuge einer umfassenden Verhaftungswelle festgenommen, darunter auch Julius Puschek. Er wurde in das KZ Buchenwald deportiert und dort am 10. November 1942 ermordet.

Adresse: Pottendorfer Straße 121, 2700 Wiener Neustadt
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Erich Grünwald war Schüler und lebte gemeinsam mit seinen Eltern Olga und Otto in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich mussten sie 1938 gemeinsam nach Frankreich flüchten. Nach der Okkupation Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht wurden die Familie Grünwald jedoch zunächst im Sammellager Drancy interniert und schließlich am 16. September 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Adresse: Singergasse 15, 2700 Wiener Neustadt
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Otto Grünwald lebte in Wiener Neustadt, wo er eine Klenganstalt (Herstellung und Handel von Waldsamen) und gemeinsam mit seiner Frau Olga eine Seifenfabrik betrieb, die beide international tätig waren. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden seine Betriebe 1938 arisiert und er musste gemeinsam mit seiner Frau und dem Sohn Erich nach Frankreich flüchten. Nach der Okkupation Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht wurden die Familie Grünwald jedoch zunächst im Sammellager Drancy interniert und schließlich am 16. September 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Adresse: Singergasse 15, 2700 Wiener Neustadt
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Olga Grünwald lebte in Wiener Neustadt, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann Otto eine international tätige Seifenfabrik betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihr Betrieb 1938 arisiert und sie musste gemeinsam mit ihrem Mann und dem Sohn Erich nach Frankreich flüchten. Nach der Okkupation Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht wurden die Familie Grünwald jedoch zunächst im Sammellager Drancy interniert und schließlich am 16. September 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Adresse: Singergasse 15, 2700 Wiener Neustadt
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Josefine Streusler lebte in Wiener Neustadt, wo sie das Haus ihrer verstorbenen Eltern Hermann und Katharina übernommen hatte. Zeitweilig lebte ihr Bruder samt Familie bei ihr nachdem sein Betrieb arisiert worden war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Wiener Neustadt vertrieben und kam bis 1942 an unterschiedlichen, häufig wechselnden Adressen in Wien unter. Am 16. Jänner 1942 wurde sie nach Riga deportiert und ermordet.

Adresse: Wassergasse 24, 2700 Wiener Neustadt
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Franziska Hacker (geb. Wolf) lebte mit ihrem Mann Leopold in Bad Erlach, wo dieser als Weinhändler tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und am 27. August 1942 gemeinsam mit ihrem Mann nach Theresienstadt deportiert. Am 26. September 1942 wurde sie in das Vernichtungslager Treblinka gebracht und dort ermordet.

Adresse: Promenadenweg, 2822 Bad Erlach
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Leopold Hacker lebte mit seiner Frau Franziska in Bad Erlach, wo er als Weinhändler tätig war. Außerdem fungierte er als Vorbeter und Schofarbläser in der Synagoge. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er zunächst zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt und am 27. August 1942 gemeinsam mit seiner Frau nach Theresienstadt deportiert. Leopold Hacker wurde dort am 15. September 1942 ermordet.

Adresse: Promenadenweg, 2822 Bad Erlach
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Rosa Rebecca Abeles lebte seit 1878 in Pitten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie 1939 aus ihrer Wohnung vertrieben und zwangsweise zunächst innerhalb Pittens übersiedelt, später nach Wien in ein jüdisches Altersheim gebracht. Von dort wurde sie 1941 nochmals in ein anderes Altersheim überstellt und schließlich ebenfalls 1941 über Theresienstadt nach Treblinka deportiert und ermordet

Adresse: Auf der Schmelz 62, 2823 Pitten
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Johann Jaul lebte mit seiner Frau Josefine in Pitten, wo er eine Gemischtwarenhandlung führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er enteignet und zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort wurde das Ehepaar Jaul am 3. Dezember 1941 nach Riga deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Auf der Schmelz 62, 2823 Pitten
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Josefine Jaul lebte mit ihrem Mann Johann in Pitten, wo sie ein Haus vermietete. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihr Haus arisiert und sie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Von dort wurde das Ehepaar Jaul am 3. Dezember 1941 nach Riga deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Auf der Schmelz 62, 2823 Pitten
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Barbara Trimmel lebte in Pitten, bevor sie im August 1941 in die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling gebracht wurde. Am 2. März 1943 wurde sie in die Anstalt Gugging überstellt und im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen am 26. Jänner 1944 getötet.

Adresse: Auf der Schmelz 62, 2823 Pitten
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Julius und Adelheid Körner lebten in St. Pölten, wo sie ein Geschäft für Kleider, Schuhe und Wäsche führten. Außerdem war Julius hier Präsident des jüdischen Turnvereins Makkabi und als Veteran des 1. Weltkriegs Mitglied des Bundes jüdischer Frontsoldaten, in dem sich auch Adelheid engagierte. Von ihren vier gemeinsamen Kindern starben drei bereits früh, so dass nur die jüngste Tochter Eugenie (Jenny) das Erwachsenenalter erreichte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie zunächst aus ihrer Wohnung, später aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurden sie im Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 26. Mai 1942 ermordet. Ihrer Tochter Jenny gelang gemeinsam mit ihrem Ehemann die Flucht.

Adresse: Herrengasse 1, 3100 St. Pölten
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Adolf und Henriette Fürnberg lebten in St. Pölten, wo Adolf einen Handel mit Forst- und Obstbäumen sowie Sträuchern betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete das Paar zunächst 1938 in die Tschechoslowakische Republik, nachdem Adolf bereits kurzzeitig im Konzentrationslager Dachau interniert gewesen war. Von Brünn aus wurden beide im März 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Henriette am 20. Juli, Adolf am 5. Oktober 1942 in der Shoah ermordet wurden.

Adresse: Dr. Julius Raab-Promenade 14, 3100 St. Pölten
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Wilhelm Müller lebte ab 1908 mit seiner Familie in St. Pölten, wo er einen Brennstoffhandel betrieb. Seine Frau starb am 3. Mai 1938, wenige Wochen nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich. Er selbst wurde im Juli 1938 aus der Stadt vertrieben. In seiner Villa in St. Pölten fanden Anfang 1939 noch die beiden aus ihren Häusern vertriebenen jüdischen Rechtsanwälte Dr. Paul Kohner und Dr. Hugo Deutsch Unterkunft. Im August 1940 wurde das Gebäude durch den St. Pöltner SA-Standartenführer Eduard Honisch "arisiert". Wilhelm Müller wurde am 10. September 1942 von Wien aus nach Theresienstadt deportiert, am 29. September weiter nach Treblinka gebracht und in der Shoah ermordet.

Adresse: Radetzkystraße 4, 3100 St. Pölten
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Wilhelmine Wallisch (geborene Kohn) lebte in St. Pölten, wo sie einen Altwarenhandel betrieb. Nach ihrer Scheidung zog sie ihre drei Kinder aus erster Ehe auf und heiratete später ihren zweiten Ehemann Arthur Wallisch, der jedoch bereits im April 1922 verstarb. Ihr Sohn Leo wurde im Dezember 1923 geboren und erhielt, da kein Vater angegeben wurde, als Nachnamen Kohn, den Geburtsnamen seiner Mutter. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden Wilhelmine und Leo spätestens im April 1939 aus St. Pölten vertrieben. Von Wien aus wurden sie im Juni 1942 nach Izbica deportiert. Leo Kohn wurde am 11. September 1942 in Majdanek ermordet. Der genaue Zeitpunkt an dem Wilhelmine Wallisch in der Shoah ermordet wurde ist nicht bekannt, möglicherweise wurde sie bereits auf einem der Transporte zu Tode gebracht.

Adresse: Linzer Straße 27, 3100 St. Pölten
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Die Schwestern Rosa, Margarita und Marcella Bondy lebten in St. Pölten, wo Rosa einen Handel mit Fellen, Häuten, Rauhwaren, Wildwaren und landwirtschaftlichen Produkten betrieb, Margarita in einer Bank arbeitete und Marcella ein Geschäft für Textilien führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie gemeinsam mit zwei ihrer drei Brüder, Franz Alois und Friedrich Wilhelm, aus der Stadt vertrieben und mussten in eine Sammelwohnung in Wien übersiedeln. Von dort wurden sie am 6. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 11. Mai 1942 ermordet. Von den sechs Geschwistern Bondy überlebte nur der mit einer nicht-jüdischen Frau verheiratete, älteste Bruder Rudolf die Shoah.

Adresse: Rathausplatz 8, 3100 St. Pölten
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Sigmund und Berta Stern zogen nach der Pensionierung von Sigmund, der zuvor im Wiener Kaufhaus Gerngross beschäftigt gewesen war, gemeinsam mit ihrem Sohn Alfred nach St. Pölten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im Oktober 1939 aus der Stadt vertrieben. Im November 1939 gelang es ihnen, die Flucht ihres dreizehnjährigen Sohnes Alfred nach Palästina zu organisieren. Das Ehepaar Sigmund und Berta Stern wurde im Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und dort ermordet.

Adresse: Josefstraße 67, 3100 St. Pölten
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Isidor und Irma Reiss lebten mit ihren Kindern Katharina Edith und Harry Adolf in St. Pölten, wo sie einen Handel mit Konfektionswaren und Getreide führten, den Isidor von seinem Vater übernommen hatte. Beide waren sowohl innerhalb als auch außerhalb der jüdischen Gemeinde in St. Pölten aktiv. So nahm Isidor am Festschießen der Schützenkompanie teil, war Mitglied eines Geselligkeitsvereins und Vorstand der Chewra Kadischa. Irma engagierte sich in der Frauenhilfsgruppe des Roten Kreuzes und betreute dort Kinder berufstätiger Mütter. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und im September 1939 aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurden das Ehepaar Reiss am 27. April 1942 nach Wlodawa deportiert und in der Shoah ermordet. Ihren beiden Kindern gelang 1938 und 1939 die Flucht nach Palästina bzw. Schottland.

Adresse: Linzer Straße 13, 3100 St. Pölten
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Dr. Paul Kohner war zunächst als Prokurist bei der Verkehrsbank tätig gewesen, bevor er 1912 seine Rechtsanwaltskanzlei in St. Pölten eröffnete. Außerdem fungierte er 1922 bis 1928 als stellvertretender Obmann des lokalen Zweigvereins des Volksbildungsvereins Urania. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er bereits 1938 aus seinem Haus vertrieben, das durch die Stadt St. Pölten enteignet wurde und im weiteren zur Unterbringung von Offizieren der Deutschen Wehrmacht diente. Zwischenzeitlich konnte er bei Wilhelm Müller (für den in St. Pölten ebenfalls ein Stein der Erinnerung existiert) unterkommen, im Juni 1939 musste er schließlich nach Wien umsiedeln. Von dort aus wurde Paul Kohner am 9. April 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Heidenheimerstraße 21, 3100 St. Pölten
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Dr. Hugo Deutsch war Anwalt in St. Pölten, wo er bis zu deren Tod 1937 gemeinsam mit seiner Mutter Johanna lebte. Nachdem er bereits zuvor lange als dessen Stellvertreter fungiert hatte, übernahm er im Frühsommer 1938 die Funktion als Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde St. Pölten, die er bis zu deren Auflösung inne hatte und setzte sich in dieser Position für verarmte Mitglieder der verfolgten jüdischen Gemeinde ein. Er selbst war bereits kurz nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich aus seiner Wohnung vertrieben worden und kam an unterschiedlichen Adressen unter, bevor er 1940 nach Wien umsiedeln musste. Von dort wurde er im September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 23. Jänner 1943 ermordet.

Adresse: Kalcherstraße 2, 3100 St. Pölten
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Charlotte Kela Kohn lebte in St. Pölten, wo sie als Verkäuferin tätig war und auch ihre im gleichen Haus wohnhafte Nichte Rosa mit ihrem Mann Erich Singer und Tochter Rosa unterstützte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich musste sie ihre Wohnung verlassen und konnte zwischenzeitlich an einer anderen Adresse in St. Pölten Unterkunft finden, bevor sie im Oktober aus der Stadt vertrieben wurde. Von Wien aus wurde sie am 12. Mai 1941 nach Izbica deportiert und ermordet. Ihr Schwiegersohn Erich floh bereits 1938 nach Palästina, wo er in den Dienst der British Army trat. Dort war er auf der SS Erinpura eingesetzt, die Teil eines militärischen Geleitzuges für Handelsschiffe in Mittelmeer war. Er wurde am 1. Mai 1943 bei einem Luftangriff durch deutsche Jagdbomber nördlich von Benghasi getötet.

Adresse: Schneckgasse 6, 3100 St. Pölten
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Elfriede, geboren 1933, Charlotte, geboren 1938, und Moritz Fleischmann, geboren 1939, lebten gemeinsam mit ihren Eltern Geza und Ella und ihrer Großmutter Barbara in St. Pölten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie 1939 aus der Stadt vertrieben, im Jänner 1942 gemeinsam in das Ghetto in Riga deportiert und dort ermordet.

Adresse: Rathausplatz 13, 3100 St. Pölten
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Rosa lebte mit ihrem Mann Erich Singer und Tochter Rosa in St. Pölten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich gelang Erich die Flucht nach Palästina, wo er in den Dienst der British Army trat. Rosa musste gemeinsam mit ihrer Tochter St. Pölten verlassen und übersiedelte nach Wien. Von dort aus wurden die beiden im September 1942 nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 18. September 1942 ermordet.

Adresse: Schneckgasse 6, 3100 St. Pölten
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Elisabeth Lang lebte in St. Pölten bevor sie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich bereits im Mai 1938 aus der Stadt vertrieben wurde. Zu diesem Zeitpunkt schwanger, wurde sie in einer Sammelwohnung untergebracht und im Oktober mit ihrer mittlerweile vierjährigen Tochter Lucy Herta nach Theresienstadt deportiert. Im Oktober 1944 wurden sie von dort nach Auschwitz gebracht und in der Shoah ermordet.

Adresse: Rathausgasse 1, 3100 St. Pölten
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Anton Penizek lebte in St. Pölten, wo er einen Handel mit Altmetallen und Rohprodukten betrieb sowie ein Grundstück vermietete. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er enteignet und aus der Stadt vertrieben. Im Februar 1941 wurde er von Wien aus in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet. Das 1956 eingebrachte Rückstellungsansuchen seines Bruders, der die nationalsozialistische Verfolgungspolitik überlebt hatte, bezüglich Anton Penizeks Grundstück in St. Pölten wurde abgewiesen.

Adresse: Franziskanergasse 12, 3100 St. Pölten
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Jakob und Stefanie Winterstein lebten in St. Pölten, wo Jakob an dieser Stelle in der Franziskanergasse ein Geschäft für Herrenmode betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Ehepaar enteignet und im August 1939 aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurden Jakob und Stefanie Winterstein im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Franziskanergasse 3, 3100 St. Pölten
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Dr. Wilhelm und Else Back lebten in St. Pölten, wo sie 1924 in der Synagoge geheiratet hatten. Wilhelm Back war Bauingenieur, wurde 1927 zum Regierungsbaurat ernannt und im Februar 1938 zum Baubezirksleiter bestellt, wo er für die Aufsicht des Baudienstes in St. Pölten, Melk, Lilienfeld und Amstetten zuständig war. Drei Wochen später erfolgte der so genannte "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich. Als jüdische Familie wurde das Ehepaar Back im Dezember 1938 aus St. Pölten vertrieben. Wilhelm starb am 20. November 1941 im Wiener Rothschild-Spital, das als einziges Spital noch jüdische Patient*innen versorgte. Else Back wurde im Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Maria Theresia-Straße 15, 3100 St. Pölten
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Die Schwestern Ida Weinsaft und Natalie Allina wuchsen in St. Pölten auf, wo Natalie einen Handel für Ansichtskarten, Spielkarten, Papierwaren und Nebenwaren für Tabak-Trafik betrieb. Ida Weinsaft, deren Mann Hermann bereits 1921 verstorben war, bezog eine Witwenpension. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im Mai 1939 aus St. Pölten vertrieben und von Wien aus im Sommer 1942 in zwei unterschiedlichen Transporten nach Theresienstadt deportiert. Natalie Allina wurde dort am 30. November 1942 ermordet, ihre Schwester Ida Weinsaft am 7. Mai 1944.

Adresse: Rathausgasse 8, 3100 St. Pölten
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Hermann und Irma Löw lebten gemeinsam mit ihrer Tochter Edith in St. Pölten, wo die Familie ein Juweliergeschäft betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und im Oktober 1939 aus der Stadt vertrieben. Bereits im Juli 1939 war es ihnen gelungen die Flucht ihrer jugendlichen Tochter nach Palästina zu organisieren. Das Ehepaar Löw wurde im Mai 1942 von Wien aus nach Maly Trostinec deportiert und dort ermordet.

Adresse: Rathausgasse 8, 3100 St. Pölten
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Paul Reiss lebte in St. Pölten. Er versuchte seiner Verfolgung durch das NS-Regmine durch eine Flucht nach Belgien zu entkommen, wurde jedoch verhaftet und in das Durchgangslager Drancy im besetzten Frankreich gebracht. Von dort wurde er im November 1942 nach Auschwitz deportiert und in der Shoah ermordet. Sein jüngerer Bruder Emil war bereits seit 1921 in der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling untergebracht, nachdem man ihm von ärztlicher Seite "angeborenen Schwachsinn" attestiert hatte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich war er sich der politischen Situation und der Verfolgung von Jüdinnen und Juden durch das NS-Regime bewusst, was in Mauer-Öhling als "Vernichtungswahn" diagnostiziert wurde. Emil Reiss wurde am 26. April 1940 im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker und beeinträchtigter Menschen ermordet.

Adresse: Brunngasse 6, 3100 St. Pölten
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Heinrich und Sidonie Schwager lebten in St. Pölten, wo Heinrich zunächst als Direktor der Zündwarenfabrik Orion tätig war und später, möglicherweise bereits pensioniert, einen Gemischtwarenhandel führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Ehepaar Schwager aus der Stadt vertrieben, im April 1942 von Wien aus in das Ghetto in Wlodawa deportiert und in der Shoah ermordet. Ihr genauer Todesort ist nicht bekannt, wahrscheinlich wurden sie von Wlodawa aus in die nahegelegene Vernichtungsstätte Sobibor gebracht und dort ermordet. Von den sechs Kindern, die Heinrich Schwager mit seiner ersten, schon 1917 verstorbenen Frau Julie hatte, starb eine Tochter bereits 1926, alle anderen überlebten die Shoah durch ihre Flucht nach Palästina, Bolivien und in die USA.

Adresse: Brunngasse 1, 3100 St. Pölten
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Sabina Allina lebte in St. Pölten bevor sie im April 1940 aus der Stadt vertrieben wurde und im Altersheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Wiener Seegasse Unterkunft fand. Von dort aus wurde sie im August 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 27. Jänner 1943 ermordet.

Adresse: Kremser Gasse 5, 3100 St. Pölten
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Heinrich und Hermine Gelb lebten in St. Pölten, wo Heinrich ab 1899 im Friseur- und Rasiergewerbe tätig war und ab 1911 auch einen eigenen Betrieb führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich reagierten sie rasch auf die Verfolgung und Entrechtung jüdischer Familien durch das NS-Regime und initiierten selbst die Übernahme des Frisiersalons durch einen langjährigen Mitarbeiter. Anders als ihren beiden Kindern Paul und Grete gelang ihnen allerdings nicht die Flucht und sie wurden zunächst im Mai 1940 aus St. Pölten vertrieben und schließlich im Februar 1941 von Wien aus in das Ghetto Opole deportiert und ermordet.

Adresse: Kremser Gasse 9, 3100 St. Pölten
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Johanna Morgenstern lebte nach der Scheidung von ihrem Ehemann August gemeinsam mit ihren Kindern Hans, Egon und Grete und ihrer Mutter Betty Fischl in St. Pölten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie im Mai 1940 aus der Stadt vertrieben und im September 1942 zunächst nach Theresienstadt, später weiter nach Treblinka deportiert und ermordet. Während ihr Sohn Hans bereits 1921 verstorben war, wurde ihre Tochter Grete gemeinsam mit deren Ehemann ebenfalls in der Shoah ermordet. Ihrem Sohn Egon gelang die Flucht nach Palästina, von wo er 1947 gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn Hans nach St. Pölten zurückkehrte.

Adresse: Kremser Gasse 17, 3100 St. Pölten
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Dr. Julius und Olga Berdach lebten seit 1916 in St. Pölten, wo Julius nach seinen vorherigen Beschäftigungen als Leiter des Militärspitals Stockerau und im Kriegsspital St. Pölten eine eigene Praxis eröffnete. Außerdem fungierte er ehrenamtlich als Schularzt. Durch seine zahlreichen Tätigkeiten, Fachpublikationen und Vorträge genoss er eine gewisse Prominenz und pflegte unter anderem Bekanntschaft mit Arthur Schnitzler. 1933 erhielt er den Titel Medizinalrat verliehen. Obwohl konfessionslos wurden sie vom NS-Regime als jüdische Familie verfolgt und bereits im Juni 1938 aus St. Pölten vertrieben. Von Wien aus wurde das Ehepaar Berdach im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Olga am 15. November 1942 ermordet wurde, Julius am 16. März 1943.

Adresse: Kremser Gasse 16, 3100 St. Pölten
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Dr. Viktor Neurath betrieb ab 1913 eine Praxis in St. Pölten, nachdem er 1908 in Wien promoviert und sich auf Augen-, Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde spezialisiert hatte. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit publizierte er auch wissenschaftliche Artikel, beispielsweise in der Wiener Medizinischen Wochenschrift. Während des ersten Weltkriegs zum Landsturmoberarzt befördert, erhielt er 1918 das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille in vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung von dem Feinde verliehen. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er im November 1938 aus St. Pölten vertrieben. Von Wien aus wurde er im November in das Ghetto Kowno deportiert und am 29. November im Fort IX der Stadt Kaunas ermordet.

Adresse: Kremser Gasse 26, 3100 St. Pölten
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Joachim Chaim Willner lebte seit 1913 in St. Pölten, wo er zunächst mit seiner ersten Frau Margit und den beiden gemeinsamen Söhnen Robert und Kurt Mosche lebte. Nach der Scheidung heiratete er 1929 Ella Rachel und das Ehepaar betrieb zwei Uhrmacher- und Juweliergeschäfte in St. Pölten. Außerdem fungierte Joachim als Verwalter der Armenkasse der Israelitischen Kultusgemeinde. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet. Ihr Geschäft und die zugehörigen Waren wurden teils durch die Gestapo geraubt, teils mussten sie zwangsweise an das Dorotheum abgegeben werden. Im September 1939 wurden Joachim und Ella Willner aus der Stadt vertrieben und versuchten im November 1939 von Wien aus mit dem so genannten "Kladovo-Transport" zu flüchten, wurden jedoch nach Zasavice deportiert und im Oktober 1941 ermordet.

Adresse: Schulgasse 2, 3100 St. Pölten
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Hermann Hersch und Karoline Kreindl Gewing stammten aus Galizien und lebten etwa ab 1905 in St. Pölten, wo Hermann gemeinsam mit dem Sohn Rudolf ein Geschäft für Geschirr und Hausrat betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und im Mai 1939 aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus flüchtete das Ehepaar im Juli 1939 nach Italien, hielt sich zwischenzeitlich gemeinsam mit ihrer Tochter Regina in Jugoslawien auf, wurde jedoch schließlich in Mailand verhaftet. Sie wurden in das KZ Jasenovac im faschistischen unabhängigen Staat Kroatien deportiert und dort ermordet.

Adresse: Domgasse 7, 3100 St. Pölten
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Klara Chana Körner lebte gemeinsam mit ihrem Ehemann Jakob in St. Pölten, wo die Familie ein Bekleidungsgeschäft betrieb. Nach dem Tod ihres Mannes im April 1936 führte Klara dieses weiter und auch ihre Töchter Augustine Golda und Margarete waren dort beschäftigt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und aus der Stadt vertrieben. Gemeinsam mit ihrer älteren Tochter Augustine wurde Klara im Juni 1942 von Wien aus nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach ihrer Ankunft am 15. Juni 1942 ermordet. Alfred, Klaras Sohn, und der jüngeren Tochter Margarete gelang die Flucht ins Ausland. Klara und Augustine (Gusti) Körner ist auch eine Gedenkinschrift am Grab von Jakob Körner auf dem neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten gewidmet.

Adresse: Herrengasse 3, 3100 St. Pölten
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Ludwig und Auguste Wulkan lebten gemeinsam mit ihrer Tochter Nelly und ihrem Neffen Ernst, den sie nach dem Tod dessen Vaters aufgenommen hatten, in St. Pölten. Ludwig betrieb dort das von seinem Vater übernommene Geschäft für Spezerei- und Kolonialwaren, Zuckerwaren und Landesprodukte und konnte durch seinen wirtschaftlichen Erfolg drei weitere Häuser in St. Pölten erwerben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihr Besitz beschlagnahmt und sie zunächst aus ihrer Wohnung, im März 1940 schließlich aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurde das Ehepaar Wulkan im Februar 1941 in das Ghetto Kielce deportiert und in der Shoah ermordet. Zuvor war es ihnen noch gelungen die Flucht ihrer Tochter Nelly zu organisieren und zu finanzieren. Ihr Neffe wurde über Theresienstadt und Auschwitz nach Gleiwitz deportiert, erlebte jedoch die Befreiung.

Adresse: Herrengasse 1, 3100 St. Pölten
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Sigmund Tieger lebte mit seiner Frau Marie und den gemeinsamen Kindern Fritz, Margaret und Esther in St. Pölten, wo die Familie ein Geschäft und einen Gemüsestand am Domplatz betrieb. Marie Tieger starb bereits 1932. Die jüngste Tochter Herta war unter anderem im jüdischen Turnverein Makkabi und im zionistischen Vereint Betar aktiv. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie enteignet und aus St. Pölten vertrieben. Sigmund Tieger übersiedelte bereits im Mai 1938 mit seinen Kindern Fritz und Herta nach Wien, wo er ein Zinshaus besaß. Später wurden sie zum Umzug in eine Sammelwohnung gezwungen. Sigmund und seine Tochter Herta wurden am 26. Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet. Seinem Sohn Fritz gelang im Oktober 1938 gemeinsam mit seiner Verlobten die Flucht über Italien nach Palästina.

Adresse: Domgasse 7, 3100 St. Pölten
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Anna Tieger wurde in Boscovice (Mähren) geboren und lebte in St. Pölten gemeinsam mit ihrem Mann Moritz, der jedoch im bereits im Februar 1931 starb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich musste sie ihre Wohnung verlassen und fand zwischenzeitlich Unterkunft im Gebäude des Magazins von Julius Körner, Kaufmann und Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde St. Pöltens. Später wurde sie aus der Stadt vertrieben und musst ein eine Wiener Sammelwohnung umziehen. Von dort wurde sie am 5. Juni 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schneckgasse 11, 3100 St. Pölten
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Karl und Ida Reiss lebten zunächst in Kilb, wo Karl gemeinsam mit seinem Sohn Rudolf eine Handelsgesellschaft betrieb, später in St. Pölten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und zum Verkauf persönlicher Gegenstände gezwungen. Die Handelsgesellschaft wurde liquidiert und zwei Fahrzeuge beschlagnahmt. Bereits zuvor aus St. Pölten vertrieben, wurden Karl und Ida Reiss im Jänner 1942 von Wien aus in das Ghetto Riga deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schneckgasse 13, 3100 St. Pölten
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Paula Briefwechsler zog 1935 mit ihrem Mann Simon, dessen Tochter Anna und dem gemeinsamen Sohn Walter nach St. Pölten. Zuvor bereits im nationalsozialistischen Deutschen Reich als jüdische Familie verfolgt, war Simon dort als Buchhalter des städtischen Elektrizitätswerks Nordhofen (Rheinland-Pfalz) entlassen worden. Nach der vorübergehenden Internierung Simons im KZ Dachau, übersiedelte die Familie im Juli 1939 nach Wiesbaden um von dort ihre Flucht zu organisieren. Im Juni 1942 wurde Paula Briefwechsler gemeinsam mit ihrem Sohn von Frankfurt am Main aus nach Sobibor deportiert und in der Shoah ermordet. Simon und Tochter Anna gelang die Flucht.

Adresse: Kremser Landstraße 57, 3100 St. Pölten
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Samuel und Josefine Eltbogen lebten gemeinsam mit ihren Kindern Bruno, Ernestine und Hilda in St. Pölten, wo Samuel ein Geschäft für Kurzwaren betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich übersiedelten sie nach Wien, wo Bruno bereits seit Juni 1938 mit seiner Frau und Tochter lebte. Von dort aus flüchtete die Familie über Belgien nach Frankreich. Samuel wurde im August 1942 vom Durchgangslager Drancy aus nach Auschwitz deportiert, Josefine und Hilda Eltbogen vom Sammellager in Mechelen aus. Samuel, Josefine und Hilda Eltbogen wurden in Auschwitz ermordet.

Adresse: Kremser Landstraße 61, 3100 St. Pölten
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Dr. Adolf Aron Schächter lebte gemeinsam mit seiner Frau Rosa in St. Pölten, wo er seit 1897 und bis 1933 als Rabbiner fungierte aber auch im Ruhestand weiter ehrenamtlich für die Israelitische Kultusgemeinde tätig war. Auch die Gründung eines jüdischen Literaturvereins 1904 und der Neubau der Synagoge 1912/13 fallen in seine Zeit. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Ehepaar Schächter im März 1939 aus St. Pölten vertrieben und zum Umzug nach Wien gezwungen, wo Adolf Schächter kurz darauf am 21. April starb. Seine Witwe Rosa wurde im September 1942 nach Theresienstadt deportiert und im November 1944 in der Shoah ermordet.

Adresse: Fuhrmannsgasse 18, 3100 St. Pölten
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Katharina und Amalie Gelb lebten gemeinsam mit ihrer Schwester Eugenie in St. Pölten, wo Katharina als Verkäuferin tätig war. Eugenie starb bereits im April 1939. Die beiden anderen Schwester wurden im Mai 1940 aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurde Amalie im Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert, Katharina im Juli 1942 nach Theresienstadt. Beide wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Kerenstraße 14, 3100 St. Pölten
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Rudolf und Emma Kohn lebten gemeinsam mit ihren Töchtern Elly und Lisi, die jedoch bereits 1928 verstarb, in St. Pölten, wo Rudolf als Schuhmacher und Trödler tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im August 1939 aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurden Rudolf und Emma am 15. Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und dort ermordet. Ihre Tochter Elly überlebte die Shoah.

Adresse: Fuhrmannsgasse 15, 3100 St. Pölten
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Berthold Benjamin Briefwechsler zog um 1932 gemeinsam mit seiner Frau Eugenie und der gemeinsamen Tochter Kitty nach St. Pölten, wo er als Zahntechniker tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus ihrer Wohnung vertrieben und kamen zwischenzeitlich im Kantorhaus der St. Pöltner Synagoge unter. Spätestens im September 1938 flüchtete Berthold Briefwechsler gemeinsam mit Camilla Frank, mit der er zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung geführt haben dürfte, über Belgien nach Frankreich. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht wurden sie dort verhaftet und zunächst in Casseneuil, später im Durchgangslager Drancy interniert. Von dort wurden sie im September 1942 nach Auschwitz deportiert, wo Camilla im Oktober ermordet wurde. Ihr ist ebenfalls ein Stein der Erinnerung in St. Pölten gewidmet. Berthold wurde im Februar 1945 weiter nach Groß-Rosen und schließlich nach Buchenwald gebracht und dort am 26. März 1945 ermordet. Eugenie, von der Berthold möglicherweise bereits seit Sommer oder Herbst 1938 geschieden war, und Tochter Kitty gelang die Flucht nach Großbritannien.

Adresse: Klostergasse 29, 3100 St. Pölten
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Adolf und Berta Berger lebten gemeinsam mit ihrem Sohn Alfred in St. Pölten, wo Adolf als Wäscheerzeuger tätig war und sich, als Veteran des Ersten Weltkriegs, auch im Vorstand der Ortsgruppe des Bundes jüdischer Frontsoldaten engagierte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich war Adolf bereits im November und Dezember 1938 im KZ Dachau interniert. Im Juli 1939 flüchtete die Familie zu Verwandten in das damals italienische Abbazia (heute Opatija, Kroatien) und weiter nach Grossetto, wurde jedoch im Juli 1940 verhaftet. Zunächst getrennt, waren sie ab November gemeinsam im KZ Ferramonti interniert. Es gelang ihnen noch im Frühjahr 1941 die Ausreise von Sohn Alfred in die USA zu organisieren. Adolf und Berta Berger wurden über Lager in San Lorenzo und Fossoli schließlich im Mai 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Adresse: Handel Mazetti-Straße 75, 3100 St. Pölten
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Daniel Kerpen lebte in St. Pölten, wo er einen Handel für Presshefe betrieb. Seine Tochter Josefine war bereits seit 1919 in diesem Betrieb tätig und führte ihn ab 1937. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie 1938 aus der Stadt vertrieben. Im Februar 1942 wurde Daniel Kerpen, mittlerweile weitgehend blind, in das Ghetto in Riga deportiert und ermordet. Josefine Kerpen wurde im August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort ermordet. Adolf Weinstein lebte ebenfalls in St. Pölten und war als Bahnbeamter tätig. Er wurde er im November 1938 aus der Stadt vertrieben, im Mai 1942 von Wien aus nach Maly Trostinec deportiert und dort am 1. Juni 1942 ermordet.

Adresse: Lederergase 8, 3100 St. Pölten
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Hans Kerpen lebte zunächst in St. Pölten, bevor er in Beuthen (Schlesien) als Schneider tätig war. Dort heiratete er Erna Badrian, die Tochter der Betriebsinhaber für die er arbeitete. Nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Horst im Jahr 1930 zog er alleine wieder nach St. Pölten und ließ sich im Oktober 1938 scheiden. Hier betrieb er ein Geschäft für gebrauchte Herrenbekleidung. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er Anfang 1939 nach Frankreich, wurde dort jedoch verhaftet, im Durchgangslager Drancy interniert und von dort im September 1942 nach Auschwitz deportiert. Hans Kerpen wurde, ebenso wie seine ehemalige Frau Erna, in der Shoah ermordet. Nur ihr gemeinsamer Sohn überlebte.

Adresse: Lederergase 8, 3100 St. Pölten
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Berta Herlinger lebte mit ihrem Mann Ludwig und Tochter Lilly Mathilde in St. Pölten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete die Familie vor der Verfolgung durch das NS-Regime. Die konkrete Route ist nicht fassbar, dürfte jedoch zunächst nach Belgien geführt haben. In jedem Fall wurde die Familie festgenommen. Ludwig war im Lager Gurs (Frankreich) interniert und wurde im August 1942 vom Sammellager Drancy (Frankreich) nach Auschwitz deportiert. Berta und Lilly kamen im Juli 1943 vom Lager Mechelen (Belgien) aus nach Auschwitz. Die gesamte Familie wurde dort in der Shoah ermordet.

Adresse: Lederergasse 10, 3100 St. Pölten
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Maximilian Herlinger lebte spätestens ab 1904 mit seiner Frau Ernestine und seinem Sohn Ludwig in St. Pölten, wo er als Händler tätig war. Auf Grund einer Kriegsverletzung war er gehörlos, seine Frau starb 1931. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde Maximilian aus der Stadt vertrieben und musste im März 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln. Von dort aus wurde er am 14. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, am 21. Juli 1942 weiter nach Treblinka gebracht und in der Shoah ermordet. Sein Sohn Ludwig, seit 1928 verheiratet, flüchtete mit seiner Frau Berta und Tochter Lilly Mathilde. Die konkrete Route ist nicht fassbar, dürfte jedoch zunächst nach Belgien geführt haben. In jedem Fall wurde die Familie festgenommen. Ludwig war im Lager Gurs (Frankreich) interniert und wurde im August 1942 vom Sammellager Drancy (Frankreich) nach Auschwitz deportiert. Berta und Lilly kamen im Juli 1943 vom Lager Mechelen (Belgien) aus nach Auschwitz. Die gesamte Familie wurde dort in der Shoah ermordet.

Adresse: Lederergasse 10, 3100 St. Pölten
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Robert Baruch lebte nach dem Tod seiner Mutter 1926 gemeinsam mit seinem Vater und dessen Frau Regina in St. Pölten, wo er als Beamter tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete die Familie bereits im Juli 1938 aus St. Pölten über Italien nach Frankreich. Zu seiner zu Fuß zurückgelegten Fluchtroute vom italienischen Grimaldi di Ventimiglia über die Grenze in die französische Stadt Menton erstellte Robert eine genaue Skizze mit Beschreibung, die er an befreundete jüdische Familien in Meran schickte und die in der Folge eine Rolle für die erfolgreiche Flucht weiterer Personen spielte. Robert selbst wurde in Marseille verhaftet, im Sammellager Drancy interniert, von dort im August 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Adresse: Wiener Straße 42, 3100 St. Pölten
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DI Rudolf Tintner lebte nach seiner Scheidung 1927 gemeinsam mit seiner älteren Tochter Elisabeth in St. Pölten, wo er bereits seit 1907 ein erfolgreiches Bauunternehmen betrieb. So schuf er einige der bedeutendsten St. Pöltner Bauwerke in dieser Periode, darunter die Glanzstoff-Fabrik und den Mühlhof. Obwohl bereits 1917 zum Katholizismus konvertiert, wurde er vom NS-Regime als Jude verfolgt, bereits im November 1938 aus seinem Haus vertrieben und kam zunächst bei seinem Bruder in Wien unter. Seine Töchter, die seiner Ehe mit einer nicht-jüdischen Frau entstammten, setzten sich mehrfach erfolgreich gegen seine Deportation ein. Schließlich wurde er jedoch im März 1944 von Wien aus nach Theresienstadt gebracht und dort am 10. Jänner 1945 ermordet. Seit 2023 ist ihm auch eine Gasse in St. Pölten gewidmet.

Adresse: Mühlweg 20, 3100 St. Pölten
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Laura Krausz lebte in St. Pölten, wo sie als Haushälterin für die Brüder Siegfried und Jakob Scheuer tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie im Mai 1940 aus St. Pölten vertrieben und zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Von Wien aus wurde sie am 5. Juni 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Dr. Karl Renner-Promenade 41, 3100 St. Pölten
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Die Brüder Jakob und Siegfried Scheuer lebten in St. Pölten, wo Jakob einen Pferdehandel betrieb, in dem auch Siegfried beschäftigt war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und aus der Stadt vertrieben. Jakob musste im April 1939 nach Wien übersiedeln, wo er eine Zeit lang an der gleichen Adresse wie seine frühere Haushälterin Laura Krausz untergebracht war, und wurde am 26. Jänner 1942 nach Riga deportiert. Siegfried war ab August 1939 in Wien gemeldet, von dort aus wurde er am 5. März 1941 nach Modliborzyce deportiert. Beide Brüder wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Dr. Karl Renner-Promenade 41, 3100 St. Pölten
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Samuel und Mathilde Hacker hatten nach dem Tod von Samuels erster Ehefrau Maria im Jahr 1902 geheiratet und lebten in St. Pölten. In der damals eigenständigen Gemeinde Stattersdorf (seit 1939 Stadtteil von St. Pölten) betrieben sie eine Gemischtwarenhandlung, die sie jedoch ab 1935 verpachteten und im Mai 1938 schließlich an den Pächter verkauften um die Flucht ihres ältesten gemeinsamen Sohnes Arnold und dessen Ehefrau zu finanzieren. Das Verhältnis zu dem Käufer ihres Betriebs dürfte jedoch gut gewesen sein, da dieser 1940 selbst bei der Gestapo denunziert wurde, nachdem er die Familie Hacker weiter mit Lebensmitteln versorgt hatte. Im April 1940 wurde das Ehepaar Hacker aus St. Pölten vertrieben und von Wien aus im September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Samuel Hacker wurde am 21. Oktober 1942 in Theresienstadt ermordet, Mathilde im Mai 1944 nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Adresse: Gabelsbergerstraße 3, 3100 St. Pölten
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Moritz und Cäcilia Rosenstingl lebten mit ihren vier Kindern in St. Pölten, wo Moritz ein Geschäft betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich musste das Ehepaar seine Wohnung und das Geschäftslokal, das seit 1926 von Schwiegersohn Mortko geführt wurde, räumen und kam vorerst in einer Holzbaracke in St. Pölten unter. In der Folge suchten sie bei der Israelitischen Kultusgemeinde um eine Unterbringung im jüdischen Altersheim in der Wiener Seegasse an, jedoch starb Moritz bereits kurz darauf am 15. August 1938. Er wurde am neuen jüdischen Friedhof in St. Pölten an unbekannter Stelle und ohne Grabstein beigesetzt. Cäcilia übersiedelte im April 1940 nach Wien, wo sie kurz darauf gemeinsam mit ihrem Sohn Alois und dessen Frau Lotte und Schwiegermutter zwangsweise in einer Sammelwohnung untergebracht war. Am 24. September wurden Cäcilia, Alois und Lotte Rosenstingl nach Theresienstadt deportiert, wo Cäcilia am 25. Dezember 1943 ermordet wurde. Ihr Sohn Alois und Schwiegertochter Lotte wurden in Auschwitz ermordet.

Adresse: Neugebäudeplatz 9, 3100 St. Pölten
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Franz Alois Bondy lebte gemeinsam mit seiner Frau Frieda Elisabeth in St. Pölten, wo er als Mechaniker tätig war, sowie einen Handel für Brenn- und Baumaterialien, ein Transport- und Taxiunternehmen und ab 1934 eine Fahrschule betrieb. Auch sein jüngerer Bruder Friedrich Wilhelm Bondy lebte als Mechaniker in St. Pölten und betrieb eine Werkstätte mit Autohandel. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus St. Pölten vertrieben und mussten zu unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen Sommer 1938 und Mai 1940 nach Wien übersiedeln. Franz Alois Bondy galt den NS-Behörden außerdem als Kommunist, seine Frau Elisabeth wurde im Jänner 1942 auf Gund des Verdachts der Spionage festgenommen. Franz Alois und Friedrich Wilhelm Bondy wurden gemeinsam mit ihren Schwestern Rosa, Margarita und Marcella am 6. Mai 1942 von Wien aus nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 11. Mai 1942 ermordet. Von den sechs Geschwistern Bondy überlebte nur der mit einer nicht-jüdischen Frau verheiratete, älteste Bruder Rudolf die Shoah.

Adresse: Rennbahnstraße 24, 3100 St. Pölten
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Mortko Aron und Ernestine Esther Schmatnik lebten mit ihren Kindern Elfriede und Leopold in St. Pölten, wo Mortko seit 1926 das Geschäft seines Schwiegervaters Moritz Rosenstingl führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Geschäft zwangsweise geräumt, womit der Familie die wirtschaftliche Grundlage geraubt wurde. Sohn Leopold und Tochter Elfriede gelang noch 1938 die Flucht nach Palästina. Das Ehepaar Schmatnik wurde im März 1939 aus der Stadt vertrieben und zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Von dort aus wurden sie am 26. Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Neugebäudeplatz 9, 3100 St. Pölten
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Josefine Tachau (geb. Kolb) lebte nach ihrer Scheidung gemeinsam mit ihren Töchtern Edith, geboren 1931, Lizzi, geboren 1933, und Eveline, geboren 1935, in St. Pölten, wo sie als Bedienerin tätig war und auch finanzielle Unterstützung seitens der Israelitischen Kultusgemeinde erhielt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus der Stadt vertrieben und 1939 zwangsweise nach Wien umgesiedelt, wo die drei Mädchen von der Mutter getrennt in einem Heim untergebracht waren. Im Februar 1941 wurde die Familie gemeinsam in das Ghetto in Opole deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Bachgasse 29, 3100 St. Pölten
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Edmund Ariel und Jella Jehudit Hahn lebten mit ihren beiden Söhnen in St. Pölten, wo Edmund schon seit 1896 in der Strickwaren- und Strumpffabrik Schüller & Co tätig war. Für die nur durch seinen Einsatz im Ersten Weltkrieg unterbrochene, 40-jährige Tätigkeit in diesem Unternehmen wurde er 1936 seitens der Stadt ausgezeichnet. Auch in der jüdischen Gemeinde St. Pöltens war die Familie Hahn sehr aktiv. So war Edmund Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde und der Ortsgruppe des Bundes jüdischer Frontsoldaten, in dessen Frauengruppe wiederum Jella Mitglied des Präsidiums war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie im März 1939 aus St. Pölten vertrieben. Im Mai 1942 wurden sie von Wien aus nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach ihrer Ankunft am 1. Juni 1942 ermordet. Ihre beiden Söhne, der bereits 1933 nach Palästina ausgewanderte Hermann und der im September 1939 geflüchtete Viktor, überlebten die Shoah.

Adresse: Mühlweg 78, 3100 St. Pölten
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Josef Rosenstingl lebte in St. Pölten, wo er einen Gemischtwarenhandel führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich war er außerdem am Druck und der Verbreitung sozialistischer Flugblätter und Zeitungen beteiligt. 1938 wurde er enteignet und vorübergehend inhaftiert. Im Juni 1939 flüchtete er gemeinsam mit seinem Sohn und anderen nach Mailand, wurde dort jedoch ausgewiesen und musste daher im Oktober 1939 zurückkehren. Im Dezember 1941 wurde er von Wien aus in das Ghetto in Riga deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Herzogenburgerstraße 31, 3100 St. Pölten
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Felix Faux war als Verwaltungsbeamter der Polizei in St. Pölten tätig und engagierte sich in der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Diese wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Felix Faux wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen. Die Umbenennung der vormaligen Siedlergasse im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf nach Felix Faux erfolgte 1946.

Adresse: Felix Faux-Straße, 3100 St. Pölten
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August Steindl war als Schaffner der Deutschen Reichsbahn in St. Pölten sowie als Stellvertretender Vorsitzender der Kreisfachschaft der Imker tätig. Als führender Funktionär einer kommunistischen Widerstandsgruppe in St. Pölten organisierte er Spendentätigkeiten der Roten Hilfe für Angehörige politischer Häftlinge sowie die Vervielfältigung kommunistischer Zeitungen. Er wurde am 12. März 1941 von der Gestapo verhaftet, am 10. Juni 1942 zum Tod verurteilt und schließlich am 26. Februar 1943 hingerichtet. Die Umbenennung der vormaligen Burgenlandstraße im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf nach August Steindl erfolgte 1946.

Adresse: Steindlstraße, 3100 St. Pölten
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Franz Weinhofer arbeitete als Tischler im Reichsbahnausbesserungswerk St. Pölten, wo er sich in einer KPÖ-Betriebszelle engagierte. Er wurde am 8. Oktober 1941 von der Gestapo verhaftet, im September 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung zum Tod verurteilt und am 28. Oktober 1942 hingerichtet. Die Umbenennung der vormaligen Breitschneidergasse im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf nach dem zuletzt dort wohnhaften Franz Weinhofer erfolgte 1946.

Adresse: Weinhoferstraße, 3100 St. Pölten
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August Fiala war als Beamter der Deutschen Reichspost in St. Pölten tätig und engagierte sich in einer kommunistischen Widerstandszelle in seiner Dienststelle. Er wurde am 24. November 1941 von der Gestapo festgenommen, im Jänner 1943 auf Grund des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und in der Justizanstalt Krems-Stein inhaftiert. Als der Leiter der Justizanstalt am 6. April 1945 die Enthaftung der politischen Gefangener anordnete, stürmte die SS das Gefängnis und verübte ein Massaker ("Steiner Massaker") an den dortigen Häftlingen, darunter auch August Fiala. Die Benennung einer Straße nach August Fiala im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf erfolgte 1948.

Adresse: Fialastraße, 3100 St. Pölten
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Josef Schiffmann arbeitete als Oberwerkmann im Reichsbahnausbesserungswerk St. Pölten, wo er sich führend in einer KPÖ-Betriebszelle engagierte. Er wurde am 11. Oktober 1941 von der Gestapo verhaftet, im September 1942 wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung zum Tod verurteilt und am 28. Oktober 1942 hingerichtet. Die Umbenennung der vormaligen Aufeldstraße im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf nach Josef Schiffmann erfolgte 1946.

Adresse: Schiffmannstraße, 3100 St. Pölten
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Johann Klapper war als Verwaltungsbeamter der Polizei in St. Pölten tätig und engagierte sich in der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Diese wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Johann Klapper wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen. Die Umbenennung des vormaligen Mühlwegs im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf nach Josef Klapper erfolgte 1946.

Adresse: Johann Klapper-Straße, 3100 St. Pölten
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Pater Angelus Steinwender, geboren 1895 in Maria Lankowitz als Eduard Steinwender, war von 1933 bis 1937 Guardian des St. Pöltner Franziskanerkonvents, bevor er 1939 zum Provinzialminister der Wiener Franziskaner gewählt wurde. Er war Teil einer konservativen Widerstandsgruppe, der "Antifaschistischen Freiheitsbewegung Österreichs", und wurde im Juli 1943 von der Gestapo verhaftet. Wegen des Vorwurfs, Gerät für die Herstellung von Flugblättern zur Verfügung gestellt zu haben, wurde er im August 1944 zum Tod verurteilt und schließlich am 15. April 1945 in der Strafanstalt Krems-Stein erschossen. Die Benennung einer Straße nach Angelus Steinwender in der St. Pöltner Katastralgemeinde Unterwagram erfolgte 1948.

Adresse: Steinwenderstraße, 3100 St. Pölten
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Johann Hagen war als Hilfsarbeiter in der Papierfabrik Stalzer in St. Pölten tätig und engagierte sich dort an führender Position für die Sammlung von Geldbeträgen für Angehörige politischer Häftlinge. Er wurde am 12. November 1941 von der Gestapo verhaftet, im September 1942 wegen des Vorwurfs der Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 10. November 1942 in Wien hingerichtet. Die Benennung einer Straße in der St. Pöltner Katastralgemeinde Unterwagram nach Johann Hagen erfolgte 1948.

Adresse: Hagenstraße, 3100 St. Pölten
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Johann Brunner war als Mechaniker bei der Deutschen Reichspost in St. Pölten tätig und engagierte sich dort für die Sammlung von Geldbeträgen für die Angehörigen politischer Häftlinge. Er wurde am 13. November 1941 von der Gestapo verhaftet und zu acht Jahren Haft verurteilt. Zwischenzeitlich im Arbeitslager Moosbierbaum festgehalten wurde er am 6. April 1945 in das KZ Mauthausen überstellt und dort drei Wochen später ermordet. Die Benennung einer Straße in der St. Pöltner Katastralgemeinde Unterwagram nach Johann Brunner erfolgte 1948.

Adresse: Brunnerstraße, 3100 St. Pölten
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August Novy war als Schaffner bei der Deutschen Reichsbahn in St. Pölten tätig und engagierte sich dort für die Sammlung von Geldbeträgen für Angehörige politischer Häftlinge. Er wurde am 8. August 1941 von der Gestapo festgenommen, wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 2. Dezember 1942 in Wien hingerichtet. Die Umbenennung der vormaligen Schlageterstraße in der St. Pöltner Katastralgemeinde Oberwagram nach August Novy erfolgte 1946.

Adresse: August Novy-Straße, 3100 St. Pölten
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Josef Heidmeyer war als Bezirksinspektor der Polizei in St. Pölten tätig und engagierte sich in der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Diese wurde im Frühjahr 1945 gegründet und von dem stellvertretenden St. Pöltner Polizeidirektor Otto Kirchl und dem Pottenbrunner Gutsbesitzer Josef Trauttmansdorff-Weinsberg angeführt. Ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Josef Heidmeyer wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen. Die Umbenennung der vormaligen Sudetenlandstraße in der St. Pöltner Katastralgemeinde Oberwagram nach Josef Heidmeyer erfolgte 1946.

Adresse: Heidmayerstraße, 3100 St. Pölten
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Alois Sindl war als Dreher bei der St. Pöltner Maschinenfabrik J.M. Voith, der Niederösterreichischen Landeswasserbau-Fachabteilung und der Bahn tätig. Nachdem er im Bahnhofsrestaurant Böheimkirchen anwesenden Soldaten der Wehrmacht geraten hatte sich dem unmittelbar bevorstehenden Überfall auf Polen zu entziehen wurde er von der Gestapo verhaftet und wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Alois Sindl wurde am 19. August 1942 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Die Benennung einer Straße in der St. Pöltner Katastralgemeinde Unterwagram nach Sindl erfolgte 1996.

Adresse: Alois Sindl-Straße, 3100 St. Pölten
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Franz Käfer arbeitete als Heizer in der Glanzstofffabrik St. Pölten. Ab 1932 war er Kommandant des Republikanischen Schutzbundes in Wagram, wurde jedoch 1935 Mitglied der Kommunistischen Partei. Käfer wurde am 1. September 1939 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Buchenwald deportiert. 1942 entlassen wurde er im Frühjahr 1945 noch zum Volkssturm einberufen. Am 16. Mai 1945 wurde er durch die sowjetische Militärverwaltung als Bürgermeister von St. Pölten eingesetzt und blieb dies bis zur ersten nachkriegszeitlichen Gemeinderatswahl im Jahr 1950. Er starb 1962, die Umbenennung des vormaligen Ratzersdorfer Wegs in der St. Pöltner Katastralgemeinde Unterwagram nach Franz Käfer erfolgte 1964.

Adresse: Franz Käfer-Straße, 3100 St. Pölten
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Dr. Adalbert Szigeti war ab 1921 als Gemeindearzt in Harland (1939 nach St. Pölten eingemeindet) tätig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich musste er seine Praxis schließen und wurde im Zuge der Novemberpogrome verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Seine Frau, die den NS-Behörden nicht als jüdisch galt, setzte sich für seine Entlassung ein und schließlich konnten beide in die USA flüchten. Die Benennung einer Straße im St. Pöltner Stadtteil Ratzersdorf nach Adalbert Szigeti erfolgte 1993.

Adresse: Dr.-Szigeti-Straße, 3100 St. Pölten
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Camilla Briefwechsler (geborene Frank) lebte in St. Pölten zunächst mit ihrem Ehemann Rudolf Elsner. Spätestens im September 1938 flüchtete sie gemeinsam mit Berthold Briefwechsler, mit dem sie zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung geführt haben dürfte, über Belgien nach Frankreich. Während der Flucht erfolgte ihre Heirat. Nach der Besetzung Frankreichs durch das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie dort verhaftet und in Casseneuil, später im Durchgangslager Drancy interniert. Von dort wurden sie im September 1942 nach Auschwitz deportiert, wo Camilla im Oktober ermordet wurde. Berthold wurde im Februar 1945 weiter nach Groß-Rosen und schließlich nach Buchenwald gebracht und dort am 26. März 1945 ermordet. Auch ihm ist ein Stein der Erinnerung in St. Pölten gewidmet.

Adresse: Johannesplatz 8-10, 3107 Viehofen
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Karl Frank lebte in Viehofen (seit 1923 Stadtteil von St. Pölten) wo er eine Rollgerstenmühle betrieb und auch als Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde aktiv war. Seine Ehefrau Mathilde war bereits 1926 verstorben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er enteignet und aus seinem Haus vertrieben. Gemeinsam mit seiner Tochter Margarete fand er noch kurzzeitig Unterkunft in St. Pölten, bevor sie im September 1939 zwangsweise in eine Wiener Sammelwohnung übersiedelten. Von Wien aus wurden sie im August 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Karl am 11. September 1942 ermordet wurde. Margarete wurde am 19. Oktober 1944 weiter nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Adresse: Johannesplatz 8-10, 3107 Viehofen
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Josef Bichler war als Schlosser in der St. Pöltner Glanzstofffabrik tätig. Er wurde am 19. Jänner 1943 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt und in der Justizanstalt Krems-Stein inhaftiert. Ihm war vorgeworfen worden, zumindest zwei Reichsmark für die Unterstützung der Angehörigen inhaftierter Arbeitskollegen (darunter der spätere St. Pöltner Bürgermeister Franz Käfer) gespendet zu haben. Als der Leiter der Justizanstalt Stein am 6. April 1945 die Enthaftung der politischen Gefangener anordnete, stürmte die SS das Gefängnis, verübte ein Massaker ("Steiner Massaker") an den dortigen Häftlingen und verfolgte jene, die bereits frei gekommen waren. Josef Bichler war auf dem Weg nach St. Pölten als er von einer Truppe der Waffen-SS bei Rottersdorf aufgegriffen und vor Ort erschossen wurde. Die Benennung einer Straße im St. Pöltner Stadtteil Viehofen nach Josef Bichler erfolgte 1946.

Adresse: Josef Bichler-Straße, 3107 St. Pölten
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Josefine Jindra versteckte in ihrem Zuhause im St. Pöltner Stadtteil Viehofen ab September 1942 und bis Kriegsende die als Jüdin verfolgte Wera Heilpern vor dem NS-Regime. Wera Heilpern war zwischenzeitlich als Pflegekind bei der Familie Jindra aufgewachsen und lebte ab 1933 bei ihrem Vater in Wien. Während der NS-Zeit musste sie Zwangsarbeit leisten, konnte jedoch während eines Bahntransportes durch St. Pölten fliehen und bei der Familie Jindra Unterschlupf finden. Josefine Jindra starb 2003, die Umbenennung der vormaligen Bachstraße im St. Pöltner Stadtteil Viehofen erfolgte im gleichen Jahr. Auch nach Wera Heilpern ist in St. Pölten eine Verkehrsfläche benannt.

Adresse: Jindrastraße, 3107 St. Pölten
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Dr. Robert Danneberg war Jurist und sozialdemokratischer Politiker. Bis zu seiner vorübergehenden Verhaftung im Februar 1934 fungierte er als Mitglied des Nationalrates und Wiener Finanzstadtrat. Obwohl bereits seit 1909 konfessionslos, wurde er von den NS-Behörden auch als Jude verfolgt und flüchtete zunächst in der Nacht zum 12. März 1938 in die Tschechoslowakische Republik, wurde jedoch zur Rückkehr gezwungen und von der Gestapo verhaftet. Nach seiner Deportation nach Dachau und weiter nach Buchenwald, wurde er schließlich nach Auschwitz gebracht und dort im Dezember 1942 ermordet. Die Benennung einer Straße im St. Pöltner Stadtteil Viehofen nach Robert Danneberg erfolgte 1955.

Adresse: Dannebergstraße, 3107 St. Pölten
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Der aus einer ehemals adeligen Familie stammende Josef Trauttmansdorff-Weinsberg war der Besitzer des Gutes Pottenbrunn. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Polizeidirektor von St. Pölten Dr. Otto Kirchl bildete er die Führung der Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff. Diese wurde im Frühjahr 1945 gegründet und ihr Ziel war die Verhinderung der Zerstörung der Stadt St. Pölten und deren kampflose Übergabe an die heranrückende Rote Armee. Die Gruppe wurde im April 1945 durch einen Spitzel verraten, führende Mitglieder festgenommen und standgerichtlich zum Tod verurteilt. Josef Trauttmansdorff-Weinsberg wurde gemeinsam mit 12 anderen Mitgliedern der Widerstandsgruppe, darunter seine Ehefrau Helene, am 13. April 1945 im St. Pöltner Hammerpark erschossen. Die Umbenennung der vormaligen Marktstraße vor dem Wasserschloss im St. Pöltner Stadtteil Pottenbrunn nach Josef Trauttmansdorff erfolgte 1974.

Adresse: Josef Trauttmansdorff-Straße, 3140 St. Pölten
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Therese Spitz lebte mit ihrer Familie in Wilhelmsburg, wo sie nach dem Tod ihres Mannes Heinrich im Jahr 1924 eine Gemischtwarenhandlung führte. In ihrem Haus lebten neben ihrem Bruder Hermann Blum auch ihre Zwillingstöchter Else (verheiratete Herlinger) und Margarete (verheiratete Zweig) mit deren Familien. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie im Mai 1939 enteignet und schließlich im Juli 1939 aus ihrem Haus und ihrer Heimatstadt vertrieben. Von einer Wiener Sammelwohnung aus wurde sie am 26. Februar 1941 gemeinsam mit ihren Töchtern und Enkeltöchtern in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet. Ihr Bruder Hermann Blum wurde, ebenfalls von einer Wiener Sammelwohnung aus, in das Ghetto Kielce deportiert und ermordet.

Adresse: Obere Hauptstraße 34, 3150 Wilhelmsburg
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Otto Herlinger lebte gemeinsam mit seiner Frau Else und der gemeinsamen Tochter Edith im Haus seiner Schwiegermutter Therese Spitz, in deren Gemischtwarenhandlung er auch beschäftigt war. Im Zuge der Novemberpogrome wurde Otto Herlinger am 10. November 1938 festgenommen und in das KZ Dachau deportiert. Im März 1939 wieder zurück nach Wien gebracht, wurde er am 20. Oktober 1939 nach Nisko am San deportiert und in der Shoah ermordet. Else und Edith Herlinger wurden im Juli 1939 aus Wilhelsmsburg vertrieben und zur Übersiedlung in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Von dort aus wurden sie am 26. Februar 1941 gemeinsam mit Elses Mutter Therese Spitz, Schwester Margarete Zweig und deren Tochter Charlotte in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Obere Hauptstraße 34, 3150 Wilhelmsburg
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Leopold Zweig lebte gemeinsam mit seiner Frau Margarete und der gemeinsamen Tochter Charlotte im Haus seiner Schwiegermutter Therese Spitz in Wilhelmsburg. Im Zuge der Novemberpogrome wurde Leopold Zweig am 10. November 1938 festgenommen und in das KZ Dachau deportiert. Im März 1939 wieder zurück nach Wien gebracht, wurde er am 20. Oktober 1939 nach Nisko am San deportiert und in der Shoah ermordet. Margarete und Charlotte Zweig wurden im Juli 1939 aus Wilhelsmsburg vertrieben und zur Übersiedlung in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Von dort aus wurden sie am 26. Februar 1941 gemeinsam mit Margaretes Mutter Therese Spitz, Schwester Else Herlinger und deren Tochter Edith in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Obere Hauptstraße 34, 3150 Wilhelmsburg
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Clothilde Frischmann lebte mit ihrer Familie in Wilhelmsburg, wo sie nach dem Tod ihres Ehemannes Leopold im Oktober 1929 gemeinsam mit ihren Söhnen Arthur, Egon und Richard ein Kaufhaus führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und aus Wilhelmsburg vertrieben. Clothilde Frischmann wurde von Wien aus Ende Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 20. September 1942 ermordet. Ihr Sohn Richard wurde bereits im Zuge der Novemberpogrome 1938 verhaftet und bis Jänner 1939 im Konzentrationslager Dachau interniert. Gemeinsam mit seiner Frau und Sohn Heinz musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln, konnte jedoch im Dezember 1939 über Genua und Chile nach Bolivien fliehen. Geschwächt von den Folgen seiner KZ-Haft und der Flucht starb Richard Frischmann kurz darauf am 2. Februar 1940. Emma Frischmann wurde 1893 als Tochter von Clothilde und ihrem Mann Leopold geboren und litt bereits seit ihrer Geburt an Einschränkungen ihres Hör-, Seh- und Sprachvermögens. Im Zuge der Vertreibung ihrer Familie aus Wilhelmsburg wurde sie in das Israelitische Blindeninstitut in Wien Döbling gebracht. Von dort wurde sie am 5. Juni 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Färbergasse 3, 3150 Wilhelmsburg
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Richard Frischmann führte gemeinsam mit seiner Mutter Clothilde und seinen Brüdern Arthur und Egon ein Kaufhaus in Wilhelmsburg. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er bereits im Zuge der Novemberpogrome 1938 verhaftet und bis Jänner 1939 im Konzentrationslager Dachau interniert. Gemeinsam mit seiner Frau und Sohn Heinz musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln, konnte jedoch im Dezember 1939 über Genua und Chile nach Bolivien fliehen. Geschwächt von den Folgen seiner KZ-Haft und der Flucht starb Richard Frischmann kurz darauf am 2. Februar 1940. Josef Löwinger lebte nach dem Tod seiner ersten Frau Berta im Jahr 1904 mit seiner zweiten Ehefrau Netti in Wilhelmsburg. Hier erteilte er den jüdischen Kindern Religionsunterricht und war auch für das Schächten von Tieren und die koschere Zubereitung von Speisen zuständig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er aus Wilhelmsburg vertrieben und musste zwangsweise nach Wien übersiedeln wo er am 18. April 1941 starb.

Adresse: Färbergasse 3, 3150 Wilhelmsburg
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Netti Löwinger lebte gemeinsam mit ihrem Mann Josef in Wilhelmsburg, wo dieser den jüdischen Kindern Religionsunterricht erteilte und auch für das Schächten von Tieren und die koschere Zubereitung von Speisen zuständig war. Hier wurde auch 1905 ihre gemeinsame Tochter Helene geboren. Diese arbeitete in Hamburg als Kindermädchen und floh im Oktober 1938 vor der Verfolgung durch das NS-Regime nach Amsterdam. Nach der Besetzung der Niederlande durch das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie dort verhaftet, im Durchgangslager Westerbork interniert und schließlich im Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Netti Löwinger wurde aus Wilhelmsburg vertrieben und musste zwangsweise in eine Wiener Sammelwohnung übersiedeln. Von dort aus wurde sie 1942 zunächst nach Theresienstadt und dann weiter nach Treblinka deportiert und ermordet.

Adresse: Färbergasse 3, 3150 Wilhelmsburg
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Die Familie Deutsch lebte seit 1918 in Wilhelmsburg, wo Jakob Deutsch nach dem Tod seiner ersten Frau Käthe 1906 und der Heirat mit seiner zweiten Frau Philippine ein Haus erworben hatte. Von seinen insgesamt 7 Kindern stammten vier, Margarete, Renné, Felix und Johann aus seiner ersten Ehe, drei weitere, Erna, Martha und Ignaz aus seiner zweiten. Nach seinem Tod im Jänner 1938 führte Philippine das familieneigene Kaufmannsgeschäft weiter, bevor sie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich enteignet und der Betrieb liquidiert wurde. Die Halbgeschwister Erna und Johann Deutsch, denen dieser Stein der Erinnerung gewidmet ist, wurden aus Wilhelmsburg vertrieben und zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Von dort aus wurde Erna am 5. März 1941 in das Ghetto Modliborzyce (nahe Lublin) deportiert, Johann am 28. Dezember 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) und schließlich am 9. Mai 1942 weiter nach Kulmhof (Chełmno) gebracht. Beide wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Obere Hauptstraße 18, 3150 Wilhelmsburg
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Die Familie Deutsch lebte seit 1918 in Wilhelmsburg, wo Jakob Deutsch nach dem Tod seiner ersten Frau Käthe 1906 und der Heirat mit seiner zweiten Frau Philippine ein Haus erworben hatte. Von seinen insgesamt 7 Kindern stammten vier, Margarete, Renné, Felix und Johann aus seiner ersten Ehe, drei weitere, Erna, Martha und Ignaz aus seiner zweiten. Nach seinem Tod im Jänner 1938 führte Philippine das familieneigene Kaufmannsgeschäft weiter, bevor sie nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich enteignet und der Betrieb liquidiert wurde. Der Stein der Erinnerung ist ihrem jüngsten Sohn Ignaz Deutsch, sowie Paul Teichler, der mit seinen Eltern im Haus der Familie Deutsch zur Miete wohnte, gewidmet. Ignaz Deutsch versuchte im Herbst 1939 von Wien aus mit einem jüdischen Flüchtlingstransport ("Kladovo-Transport") per Schiff nach Palästina zu flüchten. Der Transport wurde jedoch gestoppt und Ignaz zunächst nach Šabac und im Oktober 1941 weiter nach Zasavica gebracht und dort ermordet. Paul Teichler wurde im Oktober 1939, gemeinsam mit seinem Vater Joachim, zum Aufbau eines Konzentrationslagers nach Nisko am San deportiert und dort ermordet.

Adresse: Obere Hauptstraße 18, 3150 Wilhelmsburg
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Joachim und Johanna Teichler lebten mit ihrem gemeinsamen Sohn Paul in Wilhelmsburg, wo Joachim zunächst als Arbeiter tätig, später jedoch arbeitslos war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus Wilhelmsburg vertrieben und zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Im Oktober 1939 wurde Joachim Teichler von Wien aus gemeinsam mit seinem Sohn Paul zum Aufbau eines Konzentrationslagers nach Nisko am San deportiert, wo Paul Teichler durch die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu Tode gebracht wurde. Joachim Teichler wurde zurück nach Wien transportiert und am 19. Februar 1941 gemeinsam mit seiner Frau Johanna in das Ghetto Kielce deportiert. Beide wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Obere Hauptstraße 18, 3150 Wilhelmsburg
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Frieda Tichler wohnte in Wilhelmsburg, wo sie von einer kleinen monatlichen Unterstützung seitens der Israelitischen Kultusgemeinde St. Pölten lebte. Zu ihren Familienverhältnissen oder anderen Lebensumständen liegen keine Quellen vor. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Wilhelmsburg vertrieben und musste zwangsweise in eine Wiener Sammelwohnung umsiedeln. Von hier aus wurde sie am 15. Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Mühlgasse 5, 3150 Wilhelmsburg
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Dr. Kurt Heinrich Lichtenstern wuchs in Wien auf und studierte in Wien und Zürich Wirtschaft. Ab 1932 war er als technischer Direktor der familieneigenen Porzellanfabrik in Wilhelmsburg tätig, die er nach dem Tod seines Vaters Richard 1937 leitete. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Unternehmen "arisiert" und Kurt Lichtenstern flüchtete noch im März 1938 zunächst in die Tschechoslowakische Republik. Seine weitere Flucht führte in über Frankreich, Algier und Brasilien in die USA, die er 1941 erreichte. Dort änderte er seinen Namen zu Conrad Henry Lester und wurde 1943 US-amerikanischer Staatsbürger. 1947 erhielt er die Anteile an seinem Unternehmen zurück, das er ab 1948 wieder leitete. 1955 beendete er sein in den USA begonnenes Germanistikstudium mit dem Doktorat. 1970 erhielt er auch seine vom NS-Regime geraubte österreichische Staatsbürgerschaft zurück. Conrad Lester starb 1996 in Wien.

Adresse: Lichtensternsiedlung, 3150 Wilhelmsburg
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Josef Dolezal lebte in Traisen, wo er als Elektroschweißer tätig war. Als Funktionär der Kommunistischen Partei wurde er im Jänner 1941 festgenommen. Das im November 1942 auf Grund des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat gegen ihn ausgesprochen Todesurteil wurde später zu einer Haftstrafe von 15 Jahren umgewandelt. Josef Dolezal starb am 25. Juli 1946 an den gesundheitlichen Folgen seiner Haft.

Adresse: Dolezalstraße, 3160 Traisen
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Johann Ebner lebte in Traisen, wo er als Schweißer tätig war. Als Landesleiter der Kommunistischen Partei wurde er im Jänner 1941 festgenommen und im Juni 1942 auf Grund der Vorwürfe der Vorbereitung zum Hochverrat, des Landesverrats und der Feindbegünstigung zum Tod verurteilt. Seine Hinrichtung erfolgte am 26. Februar 1943 in Wien. Zunächst am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40) bestattet, wurde er später exhumiert und auf den Friedhof in Traisen überführt.

Adresse: Ebnerstraße, 3160 Traisen
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Ing. Rudolf und Pauline Weiss lebten seit 1928 in Melk, wo Rudolf als bautechnischer Beamter der Bahn tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er 1938 zwangsweise pensioniert, das Ehepaar aus der Dienstwohnung vertrieben und in eine Wiener Sammelwohnung umgesiedelt. Außerdem wurde eine Untersuchung gegen sie eingeleitet, da Pauline Weiss bereits 1934 eine Anzeige gegen einen damals illegal nationalsozialistisch tätigen Bahnbeamten eingebracht hatte. Im Mai 1942 wurden sie vom Wiener Aspangbahnhof aus nach Maly Trostinec deportiert und dort am 1. Juni 1942 ermordet.

Adresse: Bahnhofplatz 1, 3390 Melk
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Die Skulptur im Foyer des Hauses der Musik in Grafenwörth erinnert an Maria Grausenburger. Im April 1945 versteckte sie die ungarisch-jüdische Zwangsarbeiterin Helene Weiss und deren Kinder Ernst, Magda und Tibor, die von einem Todesmarsch in Richtung Mauthausen geflüchtet waren, im Keller Ihres Hauses in Grafenwörth und rettete ihnen damit das Leben. Tibor (Aryeh) Weiss gestaltete und stiftete später in Gedenken an dieses Ereignis ein Glasfenster in der Stadtpfarrkirche Eggenburg.

Adresse: Großer Wörth 7, 3484 Grafenwörth
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Rudolf Redlinghofer lebte in Krems an der Donau. Als Zeuge Jehovas weigerte er sich aus Gewissensgründen seinem Einberufungsbefehl zur Deutschen Wehrmacht Folge zu leisten. In der Folge wurde er am 18. August 1939 festgenommen und in das Gefängnis Berlin-Plötzensee gebracht. Er wurde dort am 11. Jänner 1940 hingerichtet.

Adresse: Spitalgasse 3, 3500 Krems an der Donau
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Anlage mit 58 Einzelgräbern für sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken in Horn, zuletzt saniert 2016.

Adresse: Prager Straße 30, 3580 Horn
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Elfriede Knasmüller (geb. Buchmann) lebte gemeinsam mit ihrem Mann Alois und dem gemeinsamen Sohn Heinrich in Persenbeug. 1932 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling gebracht. Die konkreten Umstände dieser Einweisung sind unklar, möglicherweise erfolgte sie nach einem Selbstmordversuch. Im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker oder beeinträchtigter Menschen wurde sie im April 1941 in die Tötungsanstalt Hartheim transportiert und dort ermordet.

Adresse: Schloßstraße 1, 3680 Persenbeug
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Helene Koblitz und Elsa Rind lebten als Halbschwestern gemeinsam mit ihrer Mutter Julie Rind in Persenbeug, wo die Familie einen Gemischtwaren- und Landesproduktenhandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und zwangsweise nach Wien in eine Sammelwohnung übersiedelt. Helene Koblitz und Elsa Rind wurden am 5. Juni 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schloßstraße 6, 3680 Persenbeug
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Julie Rind betrieb in Persenbeug einen Gemischtwaren- und Landesproduktenhandel, den sie von ihrem 1930 verstorbenen, zweiten Ehemann Leopold geerbt hatte zunächst gemeinsam mit ihrem Sohn Edmund und nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich und dessen Deportation in ein Konzentrationslager ab August 1938 gemeinsam mit ihrer Tochter Rosa. Schließlich wurden Julie und Rosa Rind enteignet und zwangsweise nach Wien in Sammelwohnungen übersiedelt. Rosa Rind wurde von dort am 19. Februar 1941 nach Kielce deportiert, Julie Rind am 10.7.1942 nach Theresienstadt. Beide wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Schloßstraße 6, 3680 Persenbeug
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Marie Arnold lebte in Persenbeug, wo sie seit 1936 gemeinsam mit ihrem Mann Ludwig einen Gemischtwarenhandel betrieb. Sie wurde gemeinsam mit ihrem zu diesem Zeitpunkt vierjährigen Sohn Rudolf Anton am 14. September 1942 nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft ermordet. Ihr Mann Ludwig, der bereits 1938 in das Konzentrationslager Dachau gebracht worden war und nach seiner Freilassung nach Shanghai flüchten konnte, überlebte die Shoah.

Adresse: Hauptstraße 9, 3680 Persenbeug
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Anna Hacker lebte gemeinsam mit ihrem Mann Franz, der als Steinarbeiter tätig war, ab 1928 in Persenbeug. Auf Grund einer psychischen Erkrankung wurde sie zunächst in das Krankenhaus Amstetten gebracht und am 10. Juli 1942 in die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling eingewiesen. Sie wurde dort im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker oder beeinträchtigter Menschen ermordet.

Adresse: Obere Bahnzeile 41, 3680 Gottsdorf
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Karl Ess lebte zunächst gemeinsam seinen Eltern und nach dem Tod seiner Mutter Cäcilia mit seinem Vater Karl und dessen zweiter Ehefrau Johanna in Metzling. Auf Grund einer seit seiner Geburt bestehenden psychischen Beeinträchtigung war er ab 1938 in einem städtischen Pflege- und Altersheim in Wien Währing untergebracht, verbrachte jedoch wiederholt auch Zeit zu Hause in Metzling. Im Mai 1944 wurde er schließlich in die Heil- und Pflegeanstalt Am Steinhof gebracht und dort am 8. August 1944 im Alter von 13 Jahren im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker oder beeinträchtigter Menschen ermordet.

Adresse: Wachaustraße 63, 3680 Metzling
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Heinrich Maier war seit 1935 als Kaplan der Pfarrkirche Gersthof in Wien tätig. 1940 war er an der Bildung der Widerstandsgruppe Maier-Messner-Caldonazzi beteiligt, welche gezielt Informationen über Produktionsstandorte der deutschen Rüstungsindustrie sammelte und über Kontakte in der Schweiz an die Alliierten weitergab um die militärische Niederlage des NS-Regimes zu beschleunigen. Nach seiner Verhaftung wurde er am 28. Oktober 1944 wegen der Vorwürfe der Spionage, Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 22. März 1945 in Wien hingerichtet.

Adresse: DDr. Maier Straße, 3701 Großweikersdorf
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Das im Durchgang vor dem Eingangstor der Stadtpfarrkirche Eggenburg angebrachte Sgraffito mit dem Titel "Stärker als der Tod" erinnert an all jene, die das Leben von durch das NS-Regime verfolgten Menschen retteten.

Adresse: Kirchenplatz 2, 3730 Eggenburg
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Anlage mit Mehrfachgrab und 52 Einzelgräbern mit einheitlichen betonierten Grabsteinen für insgesamt 57 sowjetische Militärangehörige und zentralem Obelisken in Zwettl, zuletzt saniert 1999.

Adresse: Propsteigasse 1, 3910 Zwettl
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Die Straße, heute eigentlich ein Fußweg, ist nach der sowjetischen Roten Armee benannt.

Adresse: Rote-Armee-Straße, 3950 Gmünd
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Wera Heilpern war zwischenzeitlich als Pflegekind bei der St. Pöltner Familie Jindra aufgewachsen und lebte ab 1933 bei ihrem Vater in Wien. Während der NS-Zeit wurde sie als Jüdin verfolgt und musste Zwangsarbeit leisten. Während eines Bahntransportes durch St. Pölten im September 1942 konnte sie jedoch fliehen und bei Josefine Jindra Unterschlupf finden, die sie bis Kriegsende in ihrem Haus im St. Pöltner Stadtteil Viehofen versteckte. Auch nach Josefine Jindra ist in St. Pölten eine Verkehrsfläche benannt.

Adresse: Heilpernstraße, 3151 St. Georgen am Steinfelde
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Der Stein der Erinnerung ist Sofie Auerbach, Emil Auerbach und Nathan Auerbach gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schießstatt-Ring 4, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Rosa Gross, Tobias Gross und Anna Gross gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Kirchenplatz 19, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Samuel Kessler, Malvine Kessler und Grete Banaschek gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Lobaustraße 20, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Mathias Kessler, Berta Kessler, Ernst Kessler und Walter Kessler gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Kirchenplatz 23, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Katharina Hahn gewidmet, die hier wohnte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Kirchenplatz 26, 2301, Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Cäcilie Kohn gewidmet, die hier wohnte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Kirchenplatz 2, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Ernst Lawetzky und Charlotte Reichsfeld gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Kaiser Franz Josef-Straße 9, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Jakob Reich, Irma Reich und Maximilian Reich gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Elisabethstraße 5, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Regine Mandl gewidmet, die hier wohnte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schlosshoferstraße 10, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Anna Rosenbaum und Dr. Ernst Rosenbaum gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schlosshoferstraße 13, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Hedwig Mandler gewidmet, die hier wohnte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schlosshoferstraße 17, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Josef Weigl, Emma Weigl, Walter Weigl und Erich Weigl gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schlosshoferstraße 18, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Wilhelm Weigl gewidmet, der hier wohnte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich aus Groß-Enzersdorf deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Schlosshoferstraße 18, 2301 Groß-Enzersdorf
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Der Stein der Erinnerung ist Viktor Budlovsky, Hermine Budlowsky und Ludwig Budlowsky gewidmet, die hier wohnten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus Oberhausen deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Dorfstraße 9, 2301 Oberhausen
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Siegfried Heitler war Bundesbahnbeamter in Stockerau. Obwohl er getauft war, wurde er vom NS-Regime als Jude verfolgt und nach einer Denunziation kurz vor Kriegsende gemeinsam mit seiner Ehefrau und beiden Söhnen von der SS festgenommen. Siegfried, Anna, Karl und Fritz Heitler wurden am 16. April 1945 in einem Waldstück nördlich von Stockerau (bei Sierndorf) erschossen und am 8.Mai 1945 vor Ort beerdigt. 1947 wurden sie exhumiert, identifiziert und auf dem Friedhof von Stockerau wiederbestattet. Ihr dortiges Grab ist als Ehrengrab gewidmet.

Adresse: Belvederegasse 24, 2000 Stockerau
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Helene und Geza Berkowitsch lebten gemeinsam mit ihrem Sohn Otto in Stockerau, wo Geza als Installateur tätig war. Als Veteran des 1. Weltkriegs fungierte Geza außerdem 1937 als Gründungsmitglied des Bundes jüdischer Frontsoldaten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden Helene und Geza im November 1938 aus Stockerau vertrieben, im März 1941 in das Ghetto Lagow-Opatow deportiert und in der Shoah ermordet. Auch Heinrich Ranzenhofer wurde vom NS-Regime als Jude verfolgt und flüchtete über die Tschechoslowakische Republik und Polen in die Sowjetunion, wo er wahrscheinlich nach dem militärischen Überfall des nationalsozialistischen Reiches zu Tode kam.

Adresse: Brodschildstraße 37, 2000 Stockerau
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Grete Stern lebte gemeinsam mit ihrer Mutter Friederike in Stockerau, wo sie eine Textilhandlung betrieben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich konnte Grete nach dem Tod ihrer Mutter im August 1938 den Betrieb nicht übernehmen, sondern wurde enteignet. Sie wurde am 15. Mai 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Hauptstraße 8, 2000 Stockerau
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Eduard und Julie Beer lebten in Stockerau, wo sie eine Textilhandlung betrieben und ab 1920 auch ein Mietshaus besaßen. Eduard Beer war in der Stockerauer jüdischen Kultusgemeinde und in der Chewra Kadischa aktiv, Julie im Frauenwohltätigkeitsverein. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Ehepaar 1938 aus Stockerau vertrieben und im Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Eduard Beer ermordet wurde. Julie Beer wurde 1944 weiter nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Adresse: Hauptstraße 15, 2000 Stockerau
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Dr. Friedrich Wollisch lebte in Stockerau. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich versuchte er 1939 mit dem so genannten Kladovo-Transport nach Palästina zu flüchten, wurde jedoch in das KZ Sabac deportiert und 1941 in der Shoah ermordet.

Adresse: Hauptstraße 29, 2000 Stockerau
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Gisela Schlesinger lebte gemeinsam mit ihrem Mann Leopold in Stockerau, wo dieser eine Lederhandlung betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Ehepaar 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Hauptstraße 31, 2000 Stockerau
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Olga und Wilhelm Sofer lebten mit ihrem Sohn Fritz in Stockerau, wo sie ab 1923 ein Textil- und Modehaus führten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet. Im Dezember 1938 gelang es ihnen die Flucht ihres damals vierzehnjährigen Sohnes zu organisieren. Das Ehepaar Sofer wurde im August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Hauptstraße 43, 2000 Stockerau
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Josef Sofer lebte seit 1884 gemeinsam mit seiner Familie in Stockerau, wo er zunächst unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten nachging und schließlich ab 1905 ein Geschäft betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er enteignet und nach Theresienstadt deportiert. 1942 wurde er nach Treblinka gebracht und in der Shoah ermordet.

Adresse: Hauptstraße 47, 2000 Stockerau
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Anna und Ignaz Salvender wohnten gemeinsam mit ihrer Tochter Franziska in Stockerau, wo die Familie im Lauf der Jahre mehrere Gastronomiebetriebe führte. Ab 1904 betrieben sie auch das Kaffeehaus "Salamutschi" in der Nähe des Bahnhofes, das kurz nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich von Nationalsozialisten verwüstet und später enteignet wurde. Anna, Ignaz und Franziska Salvender wurden bereits im August 1938 aus Stockerau vertrieben. Von Wien aus wurde Ignaz nach Theresienstadt deportiert, Franziska in das Ghetto in Riga. Die gesamte Familie Salvender wurde in der Shoah ermordet, der genaue Todesort von Anna ist jedoch nicht bekannt.

Adresse: Kochplatz 3, 2000 Stockerau
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Katharina Kössler wohnte zunächst mit ihrem Ehemann Johann, der hier als Tischler tätig war, und nach dessen Tod alleine in Stockerau. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie im Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 4. Oktober 1942 ermordet.

Adresse: Manhartstraße 40, 2000 Stockerau
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Samuel Gross lebte gemeinsam mit seiner Frau Sofie in Stockerau, wo er als Beamter der Bahn tätig war. Ihre drei Söhne und zwei Töchter waren bereits erwachsen, als Sofie 1921 starb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde Samuel Gross 1942 nach Theresienstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Neubau 6, 2000 Stockerau
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Adolf und Ida Rosenzweig lebten gemeinsam mit ihren beiden Söhnen Leopold und Alois in Stockerau, wo Adolf als Schlosser bei der Maschinenbaufirma Heid tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus ihrem Haus vertrieben und waren mehrfach zur Übersiedlung gezwungen. Alois gelang 1938 die Flucht nach Palästina. Adolf, Ida und Leopold Rosenzweig wurden 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort ermordet.

Adresse: Neubau 14, 2000 Stockerau
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Dr. Maximilian Wertheimer lebte gemeinsam mit seiner Frau Rosa und Tochter Elfriede in Stockerau, wo er eine Arztpraxis führte. Elfriede studierte ab 1936 in Wien Medizin. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im August 1938 aus Stockerau vertrieben und enteignet. Maximilian wurde Februar 1941 in das Ghetto in Opole und später wahrscheinlich die Vernichtungsstätte Belzec oder Sobibor gebracht. Rosa und Elfriede Wertheimer wurden zunächst im Oktober 1942 nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert. Dr. David Blatt betrieb eine Anwaltskanzlei, die als erste in Stockerau eine kostenlose Rechtsberatung bot. Er lebte seit 1920 ohne Konfessionszugehörigkeit, wurde jedoch vom NS-Regime als Jude verfolgt und flüchtete daher nach Belgien. Nach dem militärischen Überfall des Deutschen Reiches auf Belgien wurde er dort festgenommen, zunächst im Sammellager Mechelen festgehalten und schließlich im Jänner 1943 nach Auschwitz gebracht. Die gesamte Familie Wertheimer, sowie auch David Blatt wurden in der Shoah ermordet. Max Wertheimer ist auch eine Gasse in Stockerau gewidmet.

Adresse: Schießstattgasse 3, 2000 Stockerau
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Leiser und Regina Zloczower wohnten in Stockerau, wo sie eine Holzhandlung betrieben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Ehepaar enteignet, im November 1941 nach Kowno deportiert und dort ermordet.

Adresse: Schießstattgasse 13, 2000 Stockerau
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Ida und Wilhelm Jelinek lebten in Stockerau, wo sie einen Handel für Gemischtwaren, später auch für Drogerieprodukte, Eisen und Baumaterialien betrieben. Wilhelm Jelinek war Gründungsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde in Stockerau, in der er ab 1922 auch als Vorstandsmitglied fungierte. Außerdem war er Teil eines jüdischen Gesangs- und Geselligkeitsvereins sowie des Bundes jüdischer Frontsoldaten. Das Ehepaar Jelinek wurde im Februar 1942 nach Kielce deportiert und ermordet. Auch die gemeinsame Tochter Else, zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratete Sofer, und deren Sohn Georg wurden in der Shoah ermordet. Am jüdischen Friedhof in Stockerau erinnert auch eine Gedenkinschrift an die ermordeten Mitglieder der Familie Jelinek.

Adresse: Sparkassaplatz 8, 2000 Stockerau
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Laura Mayer lebte nach dem Tod ihres Ehemannes Julius gemeinsam mit ihrer Tochter Helene und deren Ehemann Ignaz Löffler in Stockerau, wo die Familie das Café Mayer betrieb. Ignaz Löffler war außerdem ab 1926 und bis zu deren Auflösung als Vorstand der IKG Stockerau tätig, wo er sich nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich für die Aufstellung von Geldern für die Flucht verfolgter Gemeindemitglieder einsetzte. Auch sie selbst wurden aus Stockerau vertrieben und 1942 wurden Helene und Ignaz nach Riga, Laura nach Theresienstadt deportiert. Alle drei wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Josef-Wolfik-Straße 6, 2000 Stockerau
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Hermann und Adeline Hahn lebten in Stockerau, wo sie ab 1914 eine Gemischtwarenhandlung führten. Hermann Hahn war ab 1921 Vorstandsmitglied der IKG Stockerau und, als Veteran des 1. Weltkriegs, auch Gründungsmitglied des Bundes jüdischer Frontsoldaten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie 1938 enteignet und aus Stockerau vertrieben. Von Wien aus wurde das Ehepaar Hahn 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Josef-Wolfik-Straße 12, 2000 Stockerau
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Rosa Frisch lebte in Stockerau, wo sie eine Hadernsammlung betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie enteignet, im März 1941 nach Opatow deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Josef-Wolfik-Straße 34, 2000 Stockerau
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Martha Arnold lebte zunächst bei ihrer Mutter in Guntramsdorf. Da ihr schwere Erziehbarkeit und ein "Wandertrieb" attestiert wurden, war sie später in Erziehungsanstalten in Klosterneuburg, Frohsdorf und am Wiener Steinhof untergebracht. Nach einer Operation im Wilhelminenspital befand sie sich kurzfristig zu Hause bei ihrer Mutter, wurde jedoch auf Anordnung des ärztlichen Direktors der Jugendanstalt am Spiegelgrund, Ernst Illing, wieder eingewiesen. Am 17. Oktober 1944 wurde sie dort im Rahmen der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Tötung kranker und beeinträchtigter Menschen ermordet. Ihrer Mutter gegenüber wurde Marthas Tod als Selbstmord dargestellt.

Adresse: Neudorferstraße 56, 2353 Guntramsdorf
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Herta Baum lebte mit ihrer Familie in Guntramsdorf. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete sie 1938 über Frankreich nach Australien.

Adresse: Kirchenplatz 3, 2353 Guntramsdorf
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Leopold Baum lebte mit seiner Familie in Guntramsdorf. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er 1938 über Frankreich nach Australien.

Adresse: Kirchenplatz 3, 2353 Guntramsdorf
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Sarah Baum lebte mit ihrer Familie in Guntramsdorf. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete ihre Familie mit der erst zweijährigen Sarah über Frankreich nach Australien.

Adresse: Kirchenplatz 3, 2353 Guntramsdorf
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Franz Eisinger lebte in Guntramsdorf. Er wurde im November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert. Von dort wurde er später in das KZ Plaszow gebracht und schließlich im KZ Flossenbürg ermordet.

Adresse: Rudolf-Heintschel-Straße 9, 2353 Guntramsdorf
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Georg Eisinger lebte in Guntramsdorf. Er wurde im November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und ermordet.

Adresse: Rudolf-Heintschel-Straße 9, 2353 Guntramsdorf
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Nathan Eisinger lebte in Guntramsdorf. Er wurde im November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und ermordet.

Adresse: Rudolf-Heintschel-Straße 9, 2353 Guntramsdorf
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Sidonie Eisinger lebte in Guntramsdorf. Sie wurde im November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und ermordet.

Adresse: Rudolf-Heintschel-Straße 9, 2353 Guntramsdorf
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Siegfried Eisinger lebte in Guntramsdorf. Er wurde im November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und ermordet.

Adresse: Rudolf-Heintschel-Straße 9, 2353 Guntramsdorf
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Franz Fröhlich engagierte sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1943 wurde er verhaftet, wegen des Vorwurfs des Hochverrats verurteilt und in das Zuchthaus Straubing gebracht.

Adresse: Kirchengasse 14, 2353 Guntramsdorf
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Franz Laaha engagierte sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1942 wurde er verhaftet, wegen des Vorwurfs des Hochverrats verurteilt und in das Zuchthaus Straubing gebracht.

Adresse: Rudolf-Heintschel-Straße 5, 2353 Guntramsdorf
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Gustav Lichtblau lebte mit seiner Familie in Guntramsdorf. Vom NS-Regime verfolgt, starb er am 4. Februar 1939.

Adresse: Kirchenplatz 3, 2353 Guntramsdorf
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Leo Lichtblau lebte mit seiner Familie in Guntramsdorf. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er 1939 nach England.

Adresse: Kirchenplatz 3, 2353 Guntramsdorf
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Rosa Lichtblau lebte mit ihrer Familie in Guntramsdorf. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie im Juni 1942 deportiert und in Sobibor ermordet.

Adresse: Kirchenplatz 3, 2353 Guntramsdorf
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Selig Löwy lebte in Guntramsdorf. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er nach Belgien.

Adresse: Hauptstraße 55, 2353 Guntramsdorf
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Theresia Pokorny engagierte sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1943 wurde sie verhaftet, wegen des Vorwurfs des Hochverrats verurteilt und in das Zuchthaus Aichach gebracht.

Adresse: Römergasse 32, 2353 Guntramsdorf
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Viktor und Franziska Heitler heirateten im Juli 1922 in der St. Pöltner Synagoge und lebten zunächst gemeinsam in Herzogenburg. Später übersiedelten sie mit ihren Kindern Adolf und Irma nach St. Pölten, wo Viktor ein Geschäft betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich gelang es ihnen die Flucht ihrer zu diesem Zeitpunkt jugendlichen Kinder nach Palästina über den zionistischen Verein Betar zu organisieren. Viktor und Franziska wurden aus der Stadt vertrieben, von Wien aus im Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Josefstraße 22, 3100 St. Pölten
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Hermine Allina lebte mit ihrer Familie in St. Pölten, wo ihr Ehemann Sigmund als Kaufmann sowie als Mitglied des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde und des Bau- und Spendenkomitees für den Neubau der Synagoge tätig war. Seit 1917 verwitwet, war auch Hermine in der jüdischen Gemeinde aktiv und 1923 an der Gründung eines Kinderhilfsaktionskomitees zur Unterbringung notleidender jüdischer Kinder in Deutschland beteiligt. Während ihre beiden Töchter Irma und Gertrude mit ihren Familien vor der Verfolgung durch das NS-Regime flüchten konnten, musste Hermine im Mai 1940 zwangsweise nach Wien umsiedeln. Von hier aus wurde sie im August 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 11. September 1942 ermordet.

Adresse: Kremser Gasse 5, 3100 St. Pölten
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Heinrich Gelb lebte mit seiner Frau Cecilia und den beiden Kindern Maximilian und Gisela zunächst in St. Pölten und spätestens ab 1912 in Berlin. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland kehrten Heinrich, Cäcilia und Maximilian nach St. Pölten zurück, wurden jedoch nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich auch hier verfolgt. Sohn Maximilian wurde im Oktober 1939 zum Aufbau eines Konzentrationslagers nach Nisko am San deportiert, bevor er über Belzec nach Wien retour gelangte. Cäcilia Gelb starb im Juni 1939 in St. Pölten, Heinrich wurde aus der Stadt vertrieben und musste zwangsweise nach Wien übersiedeln. Von hier aus wurden Maximilian und Heinrich Gelb am 26. Februar 1941 in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet. Tochter Gisela war in Berlin verheiratet und überlebte ihre Deportation nach Theresienstadt und Auschwitz.

Adresse: Zehengruberstraße 51, 3100 St. Pölten
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Berta Schwarz zog um 1910 nach St. Pölten und heiratete den seit 1907 verwitweten Siegfried Schwarz, der hier einen Verwertungsbetrieb und Handel für Felle und Häute betrieb. In St. Pölten war das Ehepaar Schwarz in der jüdischen Gemeinde engagiert. So war Siegfried 1907 Gründungsmitglied des Tempelbauvereins für die neue Synagoge und in den Jahren 1908/1909 Gemeindevorsteher. Außerdem spendete das Ehepaar Schwarz für das bunte Glasfenster über dem Toraschrein des Synagogen-Neubaus. Nach dem Tod Siegfrieds im Jahr 1927 führte Johanna den Betrieb gemeinsam mit dessen Kindern aus erster Ehe, Johanna und Hermann. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich, wurde Berta Schwarz enteignet und im August 1939 aus der Stadt vertrieben. Von Wien aus wurde sie am 5. Juni 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Rennbahnstraße 16, 3100 St. Pölten
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Wilhelmine Placzek lebte in St. Pölten zunächst gemeinsam mit ihrem Ehemann Emanuel Brunner, der als Lottokollektor eine Tabaktrafik betrieb und 1903 starb. 1905 erfolgte die Heirat mit ihrem zweiten Ehemann Simon Placzek. Auch dieser war als Lottokollektor tätig, möglicherweise waren Emanuel und Simon auch Geschäftspartner gewesen. Nach dem Tod von Simon im Jahr 1920 führte Wilhelmine die Tabaktrafik. Außerdem war sie an der Gründung eines Kinderhilfsaktionskomitees beteiligt, das sich für notleidende jüdische Kinder in Deutschland engagierte. Auch spendete sie für die Ausstattung der neuen Synagoge. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich versuchte sie ihr Haus dem nicht-jüdischen Ehemann ihrer Nichte zu übertragen, was von der Vermögensverkehrsstelle abgelehnt wurde und erst im August 1944 gelang. Im April 1940 wurde Wilhelmine Placzek aus St. Pölten vertrieben und starb am 22. Februar 1941 im Altersheim der jüdischen Gemeinde in Wien.

Adresse: Wiener Straße 20, 3100 St. Pölten
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Michaela Ellison wurde in St. Pölten als Tochter des bekannten Arztes Dr. Julius Berdach und seiner Frau Olga geboren. Nach dem Tod ihres Mannes Friedrich, der als Flugingenieur und Erfinder des Wasserflugzeugs in Wien, St. Pölten, München und Schwerin als Chefingenieur der Fokker Flugzeugwerke tätig gewesen war, zog sie 1936 mit ihrer Tochter Daisy zurück nach St. Pölten. Obwohl Michaela bereits seit 1934 konfessionslos und ihre Tochter römisch-katholisch war, wurden sie vom NS-Regime als jüdische Familie verfolgt. Sie wurden im Juni 1938 aus der Stadt vertrieben und von Wien aus im Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Adresse: Kremser Gasse 16, 3100 St. Pölten
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Barbara Frischmann lebte nach dem Tod ihres Mannes Moritz im Jahr 1936 gemeinsam mit ihrer Tochter Irene sowie ihren Söhnen Julius und Geza und deren Familien in St. Pölten, wo diese gemeinsam ein Textilwarengeschäft führten. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie beraubt und 1939 aus der Stadt vertrieben. Barbara Frischmann wurde im Jänner 1942 gemeinsam mit ihrem Sohn Geza, dessen Ehefrau Ella und den Kindern Elfriede, Charlotte und Moritz in das Ghetto in Riga deportiert und dort ermordet.

Adresse: Rathausplatz 13, 3100 St. Pölten
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Julius und Hildegard Frischmann lebten gemeinsam mit Barbara Frischmann, der Mutter von Julius, sowie seinem Bruder Geza und dessen Familie in St. Pölten, wo Julius und Geza gemeinsam ein Textilwarengeschäft betrieben. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie im September 1939 aus der Stadt vertrieben, nachdem Julius bereits im November 1938 zwischenzeitlich festgenommen worden war. Im Jänner 1942 wurden Julius und Hildegard Frischmann gemeinsam in das Ghetto in Riga deportiert. Ort und Zeitpunkt des Todes von Julius Frischmann sind unbekannt, Hildegard Frischmann wurde am 9. August 1944 im KZ Stutthof getötet. Auch alle ihre Familienmitglieder aus dem gemeinsamen Haushalt in St. Pölten wurden in der Shoah ermordet.

Adresse: Rathausplatz 13, 3100 St. Pölten
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Juliane Julie Steiner lebte mit ihrer Familie in St. Pölten. Nachdem ihr Ehemann Victor bereits 1921 verstorben war, wanderte ihre ältere Tochter Helen 1936 mit ihrer Familie nach Palästina aus. Die jüngere Tochter Gertrude flüchtete gemeinsam mit Ehemann und Tochter im Mai 1938 in die USA. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde Juliane Steiner 1938 aus der Stadt vertrieben. Im Februar 1941 wurde sie in das Ghetto in Opole deportiert und in der Shoah ermordet. Leopold Gelb, dessen Frau bereits 1930 verstorben war, hatte vor seiner Pensionierung für die Reichsbahn gearbeitet. Er wurde aus St. Pölten vertrieben, im Oktober 1941 von Wien aus in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und am 19. Mai 1942 in der Shoah ermordet.

Adresse: Rathausgasse 1, 3100 St. Pölten
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Gisela Kreindl wohnte spätestens ab 1912 gemeinsam mit ihrem Mann Jakob Isidor und Tochter Hilda Karoline in St. Pölten. Dort führte Jakob die Lederhandlung seines verstorbenen Vaters, die er schließlich aus Altersgründen im März 1937 verkaufte und gemeinsam mit seiner Frau im Mai des gleichen Jahres nach Wien zog. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich planten sie eine Flucht nach Palästina oder in die USA, die ihnen jedoch nicht gelang. Jakob wurde im Wiener Rothschildspital aufgenommen, das als einziges Krankenhaus noch jüdische Patient*innen behandelte, und starb dort am 6. Juni 1941 noch bevor seiner bereits geplanten Deportation. Gisela und Blanka, die jüngere Tochter der Familie, wurden von Wien aus am 12. Mai 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet. Hilda Karoline hatte bereits 1931 geheiratet und lebte mit ihrem Mann Alexander Samuel Friedlieb in Skalitza (Slowakei). Es gelang ihnen, die Flucht ihrer Tochter Ruth Eleonore gemeinsam mit deren Tante und Onkel nach Großbritannien zu ermöglichen. Hilda und Alexander selbst wurden deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Rathausgasse 8, 3100 St. Pölten
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Jakob Isidor Kreidl wurde in St. Pölten geboren, lebte jedoch zwischenzeitlich in Wien bevor er spätestens 1912 gemeinsam mit seiner Frau Gisela und Tochter Hilda Karoline wieder nach St. Pölten zog. Dort führte er die Lederhandlung seines verstorbenen Vaters, die er schließlich aus Altersgründen im März 1937 verkaufte und gemeinsam mit seiner Frau im Mai des gleichen Jahres nach Wien zog. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sieplanten sie eine Flucht nach Palästina oder in die USA die ihnen jedoch nicht gelang. Jakob wurde im Wiener Rothschildspital aufgenommen, das als einziges Krankenhaus noch jüdische Patient*innen behandelte, und starb dort am 6. Juni 1941 noch bevor seiner bereits geplanten Deportation. Gisela und Blanka, die jüngere Tochter der Familie, wurden von Wien aus am 12. Mai 1942 nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet. Hilda Karoline hatte bereits 1931 geheiratet und lebte mit ihrem Mann Alexander Samuel Friedlieb in Skalitza (Slowakei). Es gelang ihnen, die Flucht ihrer Tochter Ruth Eleonore gemeinsam mit deren Tante und Onkel nach Großbritannien zu ermöglichen. Hilda und Alexander selbst wurden deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Rathausgasse 8, 3100 St. Pölten
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Rosa Müller (geb. Kurzweil) lebte mit ihrem Mann Lazar und den gemeinsamen Kindern Paul, Wolfgang, Ruth und Kurt Josef in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete die Familie zunächst nach Bratislava, später nach Nadas. Schließlich wurde sie jedoch von Trnava aus nach Lublin deportiert. Rosa Müller wurde in der Shoah ermordet, Ort und Datum sind nicht genau bekannt.

Adresse: Baumkirchnerring 5, 2700 Wiener Neustadt
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Benno Feldmann war als Beamter und Weinhändler in Wiener Neustadt tätig, wo er mit seiner Frau Eugenie und den Kindern Jakob, Stella, Walter und Erika lebte. Außerdem fungierte er bis zu dem Pogrom im November 1938 als Sekretär der IKG Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus der Stadt vertrieben und kam zunächst in Wien unter. Von dort konnte Benno Feldmann gemeinsam mit dem ältesten Sohn Jakob mit einem Schiff nach Rumänien gelangen, von wo sie weiter nach Palästina flüchten wollten. Sie wurden jedoch auf das Schiff "Patria" gezwungen, mit dem sie zur Internierung nach Mauritius gebracht werden sollten. Bei einem Sprengstoffanschlag vor Haifa wurde das Schiff versenkt, Benno Feldmann wurde dabei getötet.

Adresse: Eyerspergring 7, 2700 Wiener Neustadt
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Heinz Breuer lebte zunächst mit seinen Eltern David und Franziska sowie seinem Bruder Werner, später nur mit Mutter und Bruder in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er 1942 gemeinsam mit seiner Familie nach Topolcany und später nach Sered deportiert und dort 1943 ermordet.

Adresse: Ungargasse 6, 2700 Wiener Neustadt
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Werner Breuer lebte zunächst mit seinen Eltern David und Franziska sowie seinem Bruder Heinz, später nur mit Mutter und Bruder in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er 1942 gemeinsam mit seiner Familie nach Topolcany und später nach Sered deportiert und dort 1943 ermordet.

Adresse: Ungargasse 6, 2700 Wiener Neustadt
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Max Zimmer lebte mit seiner Familie in Neunkirchen, wo er ein Geschäft für Herrenbekleidung führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sein Besitz geraubt und die Familie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Dort gelang es Max und Ida Zimmer die Flucht ihrer vier Töchter ins Ausland zu organisieren. Das Ehepaar selbst wurde jedoch am 5. März 1941 nach Modliborczycze deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Gymelsdorfer-Gasse 30, 2700 Wiener Neustadt
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Ida Zimmer lebte mit ihrer Familie in Neunkirchen, wo diese ein Geschäft für Herrenbekleidung führte. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde ihr Besitz geraubt und die Familie zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Dort gelang es Max und Ida Zimmer die Flucht ihrer vier Töchter ins Ausland zu organisieren. Das Ehepaar selbst wurde jedoch am 5. März 1941 nach Modliborczycze deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Gymelsdorfer-Gasse 30, 2700 Wiener Neustadt
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Alfred Beer lebte mit seiner Frau Ilka und dem gemeinsamen Sohn Kurt in Wiener Neustadt, wo das Ehepaar eine Gemischtwarenhandlung betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Dort gelang es die Flucht des Sohnes Kurt zu organisieren. Alfred und Ilka Beer wurden am 19. Februar 1941 nach Kielce deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Neunkirchnerstraße 52, 2700 Wiener Neustadt
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Ilka Beer lebte mit ihrem Mann Alfred und dem gemeinsamen Sohn Kurt in Wiener Neustadt, wo das Ehepaar eine Gemischtwarenhandlung betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie enteignet und zwangsweise in eine Sammelwohnung in Wien umgesiedelt. Dort gelang es die Flucht des Sohnes Kurt zu organisieren. Alfred und Ilka Beer wurden am 19. Februar 1941 nach Kielce deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Neunkirchnerstraße 52, 2700 Wiener Neustadt
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Frieda Schwarz lebte mit ihren Söhnen Jakob und Adolf in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie zunächst aus der Stadt vertrieben und schließlich am 2. November 1941 gemeinsam mit ihrem Sohn Jakob in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Frieda Schwarz wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Neunkirchnerstraße 52, 2700 Wiener Neustadt
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Jakob Schwarz lebte mit seiner Mutter Frieda und seinem Bruder Adolf in Wiener Neustadt. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er 1941 gemeinsam mit seiner Mutter von Wien in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert, konnte von dort flüchten und kehrte zurück nach Wiener Neustadt in der Hoffnung hier untertauchen zu können. Am 8. Jänner 1942 wurde er jedoch von der Gestapo verhaftet und am 11. April in das KZ Mauthausen deportiert. Jakob Schwarz wurde in der Shoah ermordet.

Adresse: Neunkirchnerstraße 52, 2700 Wiener Neustadt
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Gustav Breuer lebte mit seiner Frau Hilda und den gemeinsamen Kindern in Wiener Neustadt, wo er als Kaufmann und Teilhaber einer Druckerei tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er am 12. November 1938 verhaftet und in das KZ Dachau deportiert. Gustav Breuer wurde 1941 in Zasavica ermordet.

Adresse: Neunkirchnerstraße 33, 2700 Wiener Neustadt
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Hilda Breuer (geb. Schön) lebte mit ihrem Mann Gustav und den gemeinsamen Kindern in Wiener Neustadt, wo ihr Mann als Kaufmann und Teilhaber einer Druckerei tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde sie deportiert und 1942 oder 1943 in Šabac ermordet.

Adresse: Neunkirchnerstraße 33, 2700 Wiener Neustadt
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Benedikt und Aurelia Süß lebten in St. Pölten, wo Benedikt als Synagogendiener und Kantor in der Synagoge tätig war. Wilhelm und Franziska Weiss wohnten ebenfalls in der St. Pöltner Lederergasse, von der Fürsorgestelle der IKG erhielten sie eine kleine monatliche Beihilfe. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich mussten sie zunächst innerhalb St. Pöltens umziehen. Im Juni 1939 wurde die Familie Weiss, im Mai 1940 auch das Ehepaar Süß aus der Stadt vertrieben. Sie alle wurden im Februar 1941 von Wien aus in das Ghetto Opole deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Lederergase 8, 3100 St. Pölten
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Hugo und Walter Weiss wuchsen in St. Pölten bei ihren Eltern Wilhelm und Franziska auf und waren als Schuhmachergehilfe (Hugo) und Kaufmann (Walter) tätig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie bereits am 10. November 1938 verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Im Juni 1939 freigelassen, waren sie zwischenzeitlich in der gleichen Wiener Sammelwohnung wie ihre Eltern untergebracht und wurden schließlich im Oktober 1939 nach Nisko am San deportiert. Hugo und Walter Weiß wurden, ebenso wie ihre Eltern, in der Shoah ermordet.

Adresse: Lederergase 8, 3100 St. Pölten
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Frieda Elisabeth Bondy lebte gemeinsam mit ihrem Mann Franz Alois in St. Pölten, wo dieser als Mechaniker tätig war, sowie einen Handel für Brenn- und Baumaterialien, ein Transport- und Taxiunternehmen und ab 1934 eine Fahrschule betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie aus St. Pölten vertrieben und mussten zu unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen Mai 1939 und Mai 1940 nach Wien übersiedeln. Elisabeth wurde im Jänner 1942 auf Gund des Verdachts der Spionage festgenommen. Sie wurde im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 11. März 1943 ermordet.

Adresse: Rennbahnstraße 24, 3100 St. Pölten
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Hermann Schwarz lebte in St. Pölten, wo er gemeinsam mit seiner Stiefmutter Berta und seiner älteren Schwester Johanna den familieneigenen Verwertungsbetrieb und Handel für Felle und Häute betrieb. Während der Novemberpogrome 1938 wurde er verhaftet und zwischenzeitlich im Konzentrationslager Dachau interniert. Im September 1939 erneut verhaftet, wurde er für den Aufbau eines Konzentrationslagers nach Nisko am San deportiert, konnte jedoch 1940 nach Wien zurückkehren. Wahrscheinlich hier heiratete er seine Frau Paula, der gemeinsame Sohn Gerson wurde am 27. Juli 1942 geboren. Knapp drei Wochen später wurde die Familie nach Maly Trostinec deportiert und dort unmittelbar nach ihrer Ankunft am 18. September 1942 ermordet.

Adresse: Rennbahnstraße 16, 3100 St. Pölten
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Adolf und Johanna Mahler lebten in Ober-Grafendorf, wo Adolf gemeinsam mit seinem Bruder Sigmund eine Papiermühle betrieb. Johanna führte hier in der Rennbahnstraße in St. Pölten gemeinsam mit ihrer Stiefmutter Berta und ihrem jüngeren Bruder Hermann einen Verwertungsbetrieb und Handel für Felle und Häute. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie enteignet und plante ihre Flucht, die jedoch nicht gelang. Im Sommer 1938 aus ihrem Wohnort vertrieben konnten sie ihre Tochter Dolly und Sohn Peter mit einem Kindertransport nach Großbritannien in Sicherheit bringen. Adolf und Johanna Mahler wurden am 20. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert. In der Familie wurde berichtet, sie hätten sich bereits auf dem Transport in die Vernichtung selbst das Leben genommen.

Adresse: Rennbahnstraße 16, 3100 St. Pölten
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Margarete Blumberg lebte als so genannter "Pflegling" im St. Pöltner Altersheim. Obwohl dazu keine Quellen erhalten sind, ist wegen ihres geringen Alters anzunehmen, dass sie dort auf Grund einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung untergebracht war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich war sie daher doppelt gefährdet von den NS-Behörden als Jüdin verfolgt bzw. im Zuge der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker und beeinträchtigter Menschen ermordet zu werden. Im August 1940 musste sie zwangsweise in das Altersheim der jüdischen Gemeinde in der Wiener Seegasse übersiedeln. Von dort wurde sie am 17. August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach ihrer Ankunft am 21. August 1942 ermordet.

Adresse: Dr. Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten
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Viktor Schratter lebte mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn Otto in St. Pölten, wo die Familie eine Wäscherei betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde der ursprünglich aus einer jüdischen Familie stammende Viktor und sein evangelisch getaufter Sohn Otto vom NS-Regime als jüdisch verfolgt. Während Otto und dessen Frau Hildegard die Flucht in die USA gelang, wurde Viktor Schratter aus St. Pölten vertrieben und zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Von dort wurde er im November 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert und schließlich am 12. September 1942 nach Kulmhof (Chełmno) gebracht und ermordet. Hugo Grohsmann wuchs gemeinsam mit seinen Geschwistern Erich und Charlotte in St. Pölten auf und arbeitete später in der Textilfabrik Schüller & Co AG, die sein Vater als Direktor führte, als Buchhalter. Sein genauer Aufenthalt bis Februar 1941 ist unklar, möglicherweise war er wie seine Geschwister in Wien untergetaucht um der Verfolgung durch das NS-Regime zu entgehen. Schließlich wurde er jedoch am 26. Februar 1941 von Wien aus in das Ghetto Opole deportiert, das 1942 liquidiert wurde. Hugo Grohsmann wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt wahrscheinlich in Belzec oder Sobibor in der Shoah ermordet.

Adresse: Dr. Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten
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Rosalia Leicht lebte ab 1887 gemeinsam mit ihrem Mann Albert und dem gemeinsamen Sohn Robert in St. Pölten, wo die Familie zunächst ein Detailgeschäft betrieb, das sie schließlich zu einem Kaufhaus mit Schneiderei und 16 Angestellten ausbauten. So konnten sie auch ihren 1910 ihren Wohnsitz von ihrer Geschäftsadresse in der Kremser Straße in eine Villa verlegen, wo schließlich auch Roberts Frau Irma und deren gemeinsame Töchter Käthe, Lisl und Lucy wohnten. Rosalia Leicht war neben ihrer Tätigkeit im Kaufhaus auch in der St. Pöltner jüdischen Gemeinde aktiv, wo sie mit dem jüdischen Frauenverein zahlreiche Wohltätigkeitsveranstaltungen organisierte. Ihr Mann Albert war als Vorstand der Kultusgemeinde tätig und organisierte unter anderem die Finanzierung der neuen Synagoge. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden Kaufhaus und Wohnsitz der Familie Leicht "arisiert" und auch ihr sonstiger Besitz in Form Spareinlagen, Aktien und Schmuck geraubt. Zwischenzeitlich konnte das Ehepaar Leicht im Haus von Jakob Kohn in der Linzerstraße 20 unterkommen. Albert Leicht starb am 17. Juni 1939 und erhielt ein bescheidenes Grab auf dem neuen jüdischen Friedhof. Rosalia Leicht wurde im Juli 1939 zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen und von dort aus im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort wurde sie am 5. November 1942 in der Shoah ermordet.

Adresse: Dr. Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten
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Das Ehepaar Leo und Emma Rübner lebte mit seinen beiden Töchtern Ruth und Jeanette zunächst in Thallern, später an unterschiedlichen Adressen in St. Pölten, wo Leo einen Gemischtwarenhandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus St. Pölten vertrieben und Leo, Emma und die damals siebenjährige Jeanette Rübner 1940 zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Von dort wurden sie im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert und schließlich am 10. Mai 1942 nach Kulmhof (Chełmno) gebracht und dort ermordet. Die ältere Tochter Ruth konnte zunächst nach Frankreich fliehen, wurde jedoch ebenfalls festgenommen und in der Shoah ermordet.

Adresse: Dr. Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten
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Ruth Rübner lebte mit ihren Eltern Leo und Emma Rübner und ihrer jüngeren Schwester Jeanette an unterschiedlichen Adressen in St. Pölten, wo Leo einen Gemischtwarenhandel betrieb. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die Familie aus St. Pölten vertrieben. Während Leo, Emma und Jeanette Rübner 1940 zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen und später in Kulmhof (Chełmno) ermordet wurden, ist der genaue Weg von Ruth Rübner nicht im Detail nachvollziehbar. Wohl mit Verwandten oder einer Hilfsorganisation konnte sie nach Frankreich flüchten, wo sie zunächst in einem Kinderheim unterkam, später in einer Schule versteckt wurde. Während einer großangelegten Razzia verhaftet, wurde sie im Juli 1942 nach Pithivers und später in das Durchgangslager Drancy gebracht. Von dort aus wurde sie am 19. August 1942 Richtung Auschwitz deportiert. Ob sie bereits während des Transports oder unmittelbar nach ihrer Ankunft in Auschwitz getötet wurde ist unklar. Bekannt ist nur, dass Ruth Rübner im Alter von 11 Jahren in der Shoah ermordet wurde.

Adresse: Dr. Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten
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Das Ehepaar Ing. Emil und Paula Schreiber lebte in St. Pölten, wo Emil als Oberbaurat der österreichischen Bundesbahnen tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurden sie bereits im Sommer 1938 aus ihrer Wohnung vertrieben und zum Umzug in eine Wiener Sammelwohnung gezwungen. Es ist auch davon auszugehen, dass Emil, der zu diesem Zeitpunkt als Oberbaurat im Ruhestand aufscheint, auf Grund der rassistischen Verfolgung durch das NS-Regime aus seinem Posten im öffentlichen Dienst entlassen wurde. Am 9. April 1942 wurden Emil und Paula Schreiber von Wien aus nach Izbica deportiert und in der Shoah ermordet.

Adresse: Dr. Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten
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T

Die hier angebrachte Toreinfassung der ehemaligen Synagoge in Ebenfurth erinnert sowohl an das Ghetto, das hier im 17. Jahrhundert bestanden hatte, als auch an die Vertreibung und Ermordung der Mitglieder der jüdischen Gemeinde in der Shoah.

Adresse: Annaplatz 4, 2490 Ebenfurth
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V

Die Wohnanlage wurde nach Dr. Conrad Henry Lester, geboren als Kurt Heinrich Lichtenstern, benannt. Dieser wuchs in Wien auf und studierte in Wien und Zürich Wirtschaft. Ab 1932 war er als technischer Direktor der familieneigenen Porzellanfabrik in Wilhelmsburg tätig, die er nach dem Tod seines Vaters Richard 1937 leitete. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde das Unternehmen "arisiert" und Kurt Lichtenstern flüchtete noch im März 1938 zunächst in die Tschechoslowakische Republik. Seine weitere Flucht führte in über Frankreich, Algier und Brasilien in die USA, die er 1941 erreichte. Dort änderte er seinen Namen zu Conrad Henry Lester und wurde 1943 US-amerikanischer Staatsbürger. 1947 erhielt er die Anteile an seinem Unternehmen zurück, das er ab 1948 wieder leitete. 1955 beendete er sein in den USA begonnenes Germanistikstudium mit dem Doktorat. 1970 erhielt er auch seine vom NS-Regime geraubte österreichische Staatsbürgerschaft zurück. Conrad Lester starb 1996 in Wien.

Adresse: Conrad-Lester-Hof, 3150 Wilhelmsburg
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W

Der Schriftsteller und Lyriker Theodor Kramer, geboren in Niederhollabrunn, wurde vom NS-Regime als Jude und Sozialdemokrat verfolgt und daher bereits 1938 mit einem Berufsverbot belegt. Auch seine sämtlichen Werke wurden verboten und er in der Folge in die Emigration getrieben.

Adresse: Theodor-Kramer-Weg, 2004 Niederhollabrunn
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Dr. Albert Drach war als Schriftsteller und Rechtsanwalt tätig. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich flüchtete er über Jugoslawien und Italien nach Frankreich. Dort wurde er zwischenzeitlich interniert, kam jedoch wieder frei und konnte sich jedoch schließlich bis Kriegsende verstecken. Ab 1948 arbeitete wieder als Rechtsanwalt in Mödling, wo er 1995 starb. Die Benennung eines Gebäudes und einer Verkehrsfläche in Mödling nach Albert Drach erfolgte 1996 bzw. 1997.

Adresse: Dr.-Albert-Drach-Weg, 2340 Mödling
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Ferdinand Strasser wurde in Krems geboren und war ab 1924 zunächst als Sekretär der SDAPÖ in St. Pölten tätig, später als Vizebürgermeister der Stadt. 1934 flüchtete er in die Tschechoslowakische Republik, kehrte jedoch 1936 nach Österreich zurück. Während der NS-Zeit engagierte er sich von Krems aus für die Kommunistische Partei und die Sammlung von Geldbeträgen für Angehörige politisch Inhaftierter. Strasser wurde im April 1941 verhaftet, wegen des Vorwurfs der Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt und am 30. September 1943 hingerichtet. Die Benennung einer Verkehrsfläche in der St. Pöltner Katastralgemeinde Unterwagram nach Ferdinand Strasser erfolgte 1955.

Adresse: Ferdinand Strasser-Weg, 3100 St. Pölten
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Franz Sitter war ab 1926 als Pfleger in der Heil- und Pflegeanstalt Ybbs an der Donau tätig, bevor er 1940 in die Tötungsanstalt Hartheim versetzt wurde. Dort weigerte er sich als Einziger von über 100 Personen an der als "Euthanasie" bezeichneten systematischen Ermordung kranker oder beeinträchtigter Menschen mitzuwirken und ersuchte um eine Versetzung zurück nach Ybbs. Seitens Vorgesetzter darauf hingewiesen, dass er damit seine Einberufung zur Deutschen Wehrmacht riskiere, blieb er bei seinem Entschluss und wurde nach einer kurzzeitigen Rückversetzung nach Ybbs im Frühjahr 1943 zum Militärdienst eingezogen. Er überlebte den Krieg und war bis 1967 weiterhin als Pfleger in Ybbs tätig, sprach jedoch zu Lebzeiten nicht über seine Erfahrungen während der NS-Herrschaft. Er starb 1980. Sein widerständiges Handeln wurde erst nach seinem Tod durch die Forschung bekannt. Die Widmung einer Verkehrsfläche nach Franz Sitter in Ybbs erfolgte 2007, seit 2024 ist auch ein Wohnbereich der Betreuungseinrichtung Stiftung Attl in Wasserburg am Inn (Bayern) nach ihm benannt.

Adresse: Franz-Sitter-Weg, 3370 Ybbs an der Donau
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Gerasimos Garnelis lebte in Griechenland, wo er nach dem Angriff des nationalsozialistischen Deutschen Reiches bewaffneten Widerstand gegen die Truppen des NS-Regimes leistete und Sabotageakte an deutschen Kampfflugzeugen durchführte. Nach seiner Verhaftung wurde er zum Tod verurteilt und zunächst auf einer Gefangeneninsel festgehalten, später nach Krems in die Strafanstalt Stein gebracht. Hier überlebte er das Massaker an den Häftlingen vom 6. April 1945 und das Kriegsende. Wegen des zu diesem Zeitpunkt in Griechenland herrschenden Bürgerkriegs kehrte er nicht in sein Heimatland zurück, sondern ließ sich in Krems nieder, wo er ein Elektrogeschäft führte. Außerdem engagierte er sich im griechischen antifaschistischen Komitee. Er starb 1999, die Benennung einer Verkehrsfläche nach Gerasimos Garnelis erfolgte 2015.

Adresse: Gerasimos-Garnelis-Weg, 3500 Krems an der Donau
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Das Wandbild im Einkaufszentrum Fischapark präsentiert unterschiedliche Ereignisse der Stadtgeschichte zwischen 1192 und 2019. Der Eintrag für das Jahr 1938 verweist auf die Vertreibung der Wiener Neustädter Jüdinnen und Juden.

Adresse: Zehnergürtel 12-24, 2700 Wiener Neustadt
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Z

Die Gedenktafel für getötete sowjetische Militärangehörige befand sich ursprünglich an einem sowjetischen Kriegerdenkmal, das 1964 abgerissen wurde.

Adresse: Untere Hauptstraße 1, 2222 Bad Pirawarth
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e

Hier befand sich ein Stolperstein für Gisela Koppel (geb. Hacker). Sie wohnte mit ihrer Familie in Mödling, wo ihr Mann Adolf als Getreide- und Futtermittelhändler tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde sie vom NS-Regime verfolgt und gemeinsam mit ihrem Mann am 12. Mai 1942 in das Ghetto Izbica deportiert. Das Ehepaar Koppel wurde in der Shoah ermordet, ihr einziger Sohn Josef überlebte. Der Stolperstein wurde im Rahmen einer Baumaßnahme temporär entfernt, eine erneute Verlegung ist jedoch geplant (Stand: November 2025).

Adresse: Friedrich Schiller Straße 76, 2340 Mödling
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Hier befand sich ein Stolperstein für Adolf Koppel. Dieser wohnte mit seiner Familie in Mödling, wo er als Getreide- und Futtermittelhändler tätig war. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde er vom NS-Regime verfolgt und gemeinsam mit seiner Frau Gisela am 12. Mai 1942 in das Ghetto Izbica deportiert. Das Ehepaar Koppel wurde in der Shoah ermordet, ihr einziger Sohn Josef überlebte. Der Stolperstein wurde im Rahmen einer Baumaßnahme temporär entfernt, eine erneute Verlegung ist jedoch geplant (Stand: November 2025).

Adresse: Friedrich Schiller-Straße 76, 2340 Mödling
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Der im Sommer 2025 geschlossene Kindergarten in Neunkirchen war nach Pater Maximilian Kolbe benannt. Dieser war katholischer Priester und Mitglied des Minoritenordens in Polen. Er engagierte sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und wurde nach der Besetzung Polens durch das nationalsozialistische Deutsche Reich im Dezember 1939 von der Gestapo vorrübergehend festgenommen. Nachdem er im Kloster Niepokalanów über 2300 als Jüdinnen und Juden verfolgten Personen, sowie anderen ukrainischen und polnischen Flüchtlingen Unterkunft geboten hatte, wurde er im Februar 1941 erneut verhaftet und später in das KZ Auschwitz gebracht. Im Juli 1941 wurden dort eine Reihe von Personen von der SS im Zuge einer Vergeltungsmaßnahme für die vermeintliche Flucht eines Mithäftlings für die Ermordung ausgewählt, darunter der zweifache Familienvater Franciszek Gajowniczek. Maximilian Kolbe stellte sich in der Folge an dessen statt zur Verfügung und wurde nach zwei Wochen im sogenannten "Hungerbunker" am 14. August 1941 durch eine Phenolspritze ermordet. Franciszek Gajowniczek hingegen erlebte die Befreiung und starb 1995. Pater Maximilian Kolbe wurde 1971 selig- und 1982 heiliggesprochen.

Adresse: Brevilliergasse 12, 2620 Neunkirchen
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An der Fassade des Gebäudes in der Linzerstraße 80 befand sich bis zu dessen Abriss eine Gedenktafel für den österreichischen Kabarettisten, Operettenlibretisten, Regisseur und Schauspieler Fritz Grünbaum. In Brünn geboren und aufgewachsen, zog er nach Wien wo er ab 1903 in unterschiedlichen Rollen tätig war. Später trat er auch immer wieder in Berlin auf, bevor er sich 1915 zum freiwilligen Kriegsdienst in der k.u.k. Armee meldete. Ab 1919 war er in dritter Ehe mit Lilly (Elisabeth) Herzl, einer Nichte Theodor Herzls, verheiratet. Nach dem so genannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich durfte er, von den NS-Behörden als jüdisch kategorisiert, nicht mehr auftreten. Nach einem gescheiterten Versuch in die Tschechoslowakische Republik zu flüchten, wurde er am 24. Mai 1938 in das KZ Dachau deportiert. Zwischenzeitlich im KZ Buchenwald interniert, wurde er nach Dachau zurückgebracht und dort am 14. Jänner 1941 (die Gedenktafel wies das Todesdatum fälschlich mit 20. April 1940 aus) ermordet. Sein Grab befindet sich am Wiener Zentralfriedhof.

Adresse: Linzerstraße 82, 3003 Gablitz
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An dieser Stelle auf dem Friedhof in Blindenmarkt befand sich eine Gedenktafel für den belgischen KZ-Häftling Leon van der Born. Dieser war während eines Häftlingstransportes am 25. Jänner 1945 von einem Zug abgesprungen und wurde auf dem Gemeindegebiet von Blindenmarkt erschossen. Er wurde an der Außenmauer des Friedhofs beerdigt. 1974 wurde hier eine Gedenktafel angebracht, jedoch zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt zwischen 2015 und 2025 entfernt. Eine erneute Anbringung auf einem Gedenkstein mit Kreuz neben dem Kriegerdenkmal wird durch die Gemeinde vorbereitet.

Adresse: Auhofstraße 19, 3372 Blindenmarkt
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