Vermittlungsangebot
Zu: Gedenkstein für Zwangsarbeiter bei der Pfarrkirche Fontanella

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Titel des Angebotes
Arbeitsaufträge
Didaktischer Kommentar
Vermittlungshinweise
Vermittlungsziele
Literatur
Erinnern an Zwangsarbeit in Vorarlberg
Didaktischer Kommentar
Durch die Beschäftigung mit unterschiedlichen Quellen lernen die SchülerInnen in mehreren Zugängen über die Geschichte der Zwangsarbeit im Kontext der NS-Ideologie, über Formen der Erinnerung sowie über den Umgang mit verschiedenen Quellentypen. Dadurch werden historische Kompetenzen wie Methoden- und Orientierungskompetenz gefördert.
Arbeitsaufträge
- Lies dir die Quelle Merkblatt für das Verhalten der Bevölkerung gegenüber Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern genau durch (siehe Text- und Bildquellen). Fasse zusammen, was den VorarlbergerInnen beim Kontakt mit ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangenen verboten war und wozu sie verpflichtet wurden.
- Lies dir die biografischen Informationen und Erinnerungen von Nadja Berikova und Nikolaus Telitschko durch (siehe Textquellen). Erläutere ausgehend von diesen persönlichen Erinnerungen, wie es den ZwangsarbeiterInnen in Vorarlberg erging und in welchen Bereichen sie eingesetzt wurden.
- Sieh dir auch die Ausschnitte aus den Videointerviews mit Nadja Berikova und Nikolaus Telitschko an (siehe Videos und Audios). Berichte einem/r Klassenkameraden/in, wie es den beiden nach 1945 erging?
- Das Erinnerungszeichen bei der Pfarrkirche Fontanella besteht aus Steinblöcken, aus einem verzerrten gequälten Kreuz aus Stahl und der Inschrift Nichts schläft verschlossen. Betrachte die Bilder des Erinnerungszeichens und notiere deine Wahrnehmungen, Fragen und Überlegungen zu dessen Wirkung und Aussage. Erläutere die mögliche Intention des Künstlers Hubert Lampert und deine Interpretation des Zeichens. Weitere Informationen zum Erinnerungsort findest du in der Rede zur Eröffnung des Gedenkortes (siehe Textquellen).
- Diskutiere deine Überlegungen und Fragen mit einem/r Klassenkameraden/in oder im Plenum.
Vermittlungshinweise
Die Auseinandersetzung mit diesem Erinnerungszeichen kann auch im öffentlichen Raum (am Faschinapass) erfolgen, doch ist dieses Vermittlungsangebot aufgrund der Lage der Gemeinden so konzipiert, dass die SchülerInnen im Klassenzimmer arbeiten können. Für die Beschäftigung sollten 120 Minuten eingeplant werden. Wenn weniger Zeit verfügbar ist, können einzelne Arbeitsaufgaben übersprungen werden (z.B. die Arbeit mit den Videointerviews). In der ersten Aufgabe arbeiten die SchülerInnen mit einer historischen Quelle, in der zweiten und dritten mit biografischen Texten und Interviews (der Reflexion der Videointerviews sollte genügend Raum gegeben werden, hier könnten Nachfragen seitens der SchülerInnen auftauchen), in Aufgabe 4 und 5 widmen sie sich speziell dem Erinnerungszeichen. Hintergrundinformationen zum Thema Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus in Vorarlberg finden sich in den Literaturangaben.