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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
DOKUMENTIEREN UND VERMITTELN

Digitale Erinnerungslandschaft



Geisteswissenschaftliches Asset Management System



Kirchberg 29, 6733 Fontanella
Beschreibung: Auf der Basis von historischen Quellen und Erinnerungen von ZeitzeugInnen setzen sich die SchülerInnen mit unterschiedlichen Aspekten von Zwangsarbeit in Vorarlberg während Nationalsozialismus und Krieg auseinander. Sie arbeiten speziell mit der Quelle Videointerview und dazugehörigen Materialien.
Ort: Faschina/Fontanella (PLZ 6733)
Zeitbedarf: 120 Minuten
Alter: 13-18 Jahre
Vermittlungsort: Klassenzimmer


Verbundene Orte:




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Titel des Angebotes



Arbeitsaufträge



Didaktischer Kommentar



Vermittlungshinweise



Vermittlungsziele



Literatur





Erinnern an Zwangsarbeit in Vorarlberg



Didaktischer Kommentar

Durch die Beschäftigung mit unterschiedlichen Quellen lernen die SchülerInnen in mehreren Zugängen über die Geschichte der Zwangsarbeit im Kontext der NS-Ideologie, über Formen der Erinnerung sowie über den Umgang mit verschiedenen Quellentypen. Dadurch werden historische Kompetenzen wie Methoden- und Orientierungskompetenz gefördert.



Arbeitsaufträge

  1. Lies dir die Quelle Merkblatt für das Verhalten der Bevölkerung gegenüber Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern genau durch (siehe Text- und Bildquellen). Fasse zusammen, was den VorarlbergerInnen beim Kontakt mit ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangenen verboten war und wozu sie verpflichtet wurden.
  2. Lies dir die biografischen Informationen und Erinnerungen von Nadja Berikova und Nikolaus Telitschko durch (siehe Textquellen). Erläutere ausgehend von diesen persönlichen Erinnerungen, wie es den ZwangsarbeiterInnen in Vorarlberg erging und in welchen Bereichen sie eingesetzt wurden.
  3. Sieh dir auch die Ausschnitte aus den Videointerviews mit Nadja Berikova und Nikolaus Telitschko an (siehe Videos und Audios). Berichte einem/r Klassenkameraden/in, wie es den beiden nach 1945 erging?
  4. Das Erinnerungszeichen bei der Pfarrkirche Fontanella besteht aus Steinblöcken, aus einem verzerrten gequälten Kreuz aus Stahl und der Inschrift Nichts schläft verschlossen. Betrachte die Bilder des Erinnerungszeichens und notiere deine Wahrnehmungen, Fragen und Überlegungen zu dessen Wirkung und Aussage. Erläutere die mögliche Intention des Künstlers Hubert Lampert und deine Interpretation des Zeichens. Weitere Informationen zum Erinnerungsort findest du in der Rede zur Eröffnung des Gedenkortes (siehe Textquellen).
  5. Diskutiere deine Überlegungen und Fragen mit einem/r Klassenkameraden/in oder im Plenum.



Vermittlungshinweise

Die Auseinandersetzung mit diesem Erinnerungszeichen kann auch im öffentlichen Raum (am Faschinapass) erfolgen, doch ist dieses Vermittlungsangebot aufgrund der Lage der Gemeinden so konzipiert, dass die SchülerInnen im Klassenzimmer arbeiten können. Für die Beschäftigung sollten 120 Minuten eingeplant werden. Wenn weniger Zeit verfügbar ist, können einzelne Arbeitsaufgaben übersprungen werden (z.B. die Arbeit mit den Videointerviews). In der ersten Aufgabe arbeiten die SchülerInnen mit einer historischen Quelle, in der zweiten und dritten mit biografischen Texten und Interviews (der Reflexion der Videointerviews sollte genügend Raum gegeben werden, hier könnten Nachfragen seitens der SchülerInnen auftauchen), in Aufgabe 4 und 5 widmen sie sich speziell dem Erinnerungszeichen. Hintergrundinformationen zum Thema Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus in Vorarlberg finden sich in den Literaturangaben.



Vermittlungsziele

  • Die SchülerInnen gewinnen anhand eines regionalen Beispiels aus Vorarlberg Einblick in das Thema Zwangsarbeit während Nationalsozialismus und Krieg.
  • Die SchülerInnen vertiefen ihre Kompetenz im selbständigen Umgang mit verschiedenen Quellentypen.
  • Sie setzen sich mit unterschiedlichen Formen des Erinnerns an Nationalsozialismus und Zwangsarbeit auseinander (historische Quelle, Videointerviews mit ZeitzeugInnen, künstlerische Intervention).


  • Literatur

  • Werner Bundschuh, Arbeit unter Zwang. Belegschaft unter Militäraufsicht im Ersten und Zweiten Weltkrieg, in: Klaus Fessler/Werner Matt (Hg.): Rüsch-Werke Dornbirn. Der bedeutendste Metallbetrieb Vorarlbergs im Industriezeitalter, Dornbirn 2017, 236–239.
  • Michael Kasper, Unterrichtsmaterial Zwangsarbeit in Vorarlberg. URL: https://www.erinnern.at/lernmaterialien/lernmaterialien/zwangsarbeit-in-vorarlberg/unterrichtsmaterial (abgerufen 25.7.2021)
  • Meinrad Pichler, Nationalsozialismus in Vorarlberg. Opfer – Täter – Gegner, Innsbruck/Wien/Bozen 2018.
  • Margarethe Ruff, Minderjährige Gefangene des Faschismus. Lebensgeschichten polnischer und ukrainischer Zwangsarbeiter/innen in Vorarlberg, Innsbruck 2014.
  • Margarethe Ruff, „Um ihre Jugend betrogen.“ Ukrainische Zwangsarbeiter/innen in Vorarlberg 1942-1945 (= Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs 13), Bregenz 1996.