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      <titleStmt>
        <title xml:lang="de">Vermittlungsangebot zu: Kunstintervention Fluchtpunkt Alter Rhein </title>
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          <resp>Erfassung der geografischen und historischen Daten</resp>
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            <forename>Lukas</forename>
            <surname>Nievoll</surname>
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            <forename>Victoria</forename>
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          <resp>Daten- und Informationsmodellierung</resp>
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            <forename>Sebastian</forename>
            <surname>Stoff</surname>
            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
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          <resp>Didaktische Aufarbeitung</resp>
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            <forename>Georg</forename>
            <surname>Marschnig</surname>
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          <persName>
            <forename>Grit</forename>
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          <orgName ref="https://www.zukunftsfonds.steiermark.at/">Land Steiermark:
                  Zukunftsfonds Steiermark</orgName>
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          <orgName ref="https://www.nationalfonds.org/startseite">Nationalfonds der Repuplik
                  Österreich für Opfer des Nationalsozialismus</orgName>
          <idno type="wikidata">Q27949109</idno>
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                  Österreich</orgName>
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        </funder>
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          <orgName ref="https://www.graz.at/">Stadt Graz</orgName>
          <idno type="wikidata">Q13298</idno>
        </funder>
        <funder ana="marcrelator:fnd">
          <orgName ref="https://vorarlberg.at/">Land Vorarlberg</orgName>
          <idno type="wikidata">Q38981</idno>
        </funder>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
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          <orgName ref="https://d-nb.info/gnd/10034042-8">Centrum für Jüdische Studien,
                  Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
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        <authority>
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          <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für Informationsmodellierung -
                  Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
        </authority>
        <distributor>
          <link target="https://gams.uni-graz.at"/>
          <orgName>GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
        </distributor>
        <date when="2021">2021</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0">Creative Commons
                  BY-NC 4.0</licence>
        </availability>
        <idno type="PID">o:derla.fixvor75</idno>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="https://gams.uni-graz.at/derla">DERLA: Digitale
               Erinnerungslandschaften</title>
        <respStmt ana="marcrelator:pdr">
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Gerald</forename>
            <surname>Lamprecht</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-9622-9269</idno>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt ana="marcrelator:rth">
          <resp>ZIM Forschungsleiter</resp>
          <persName>
            <forename>Georg</forename>
            <surname>Vogeler</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-1726-1712</idno>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt ana="marcrelator:res">
          <resp>ZIM Mitarbeiter</resp>
          <persName>
            <forename>Sebastian</forename>
            <surname>Stoff</surname>
            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <p>Fixiertes Vermittlungsangebot, born digital</p>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <settingDesc>
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          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:derla.vor75</idno>
        </place>
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            <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:derla.vor74</idno>
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          </place>
        </listPlace>
      </settingDesc>
    </profileDesc>
    <encodingDesc>
      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Born digital TEI Dokument zur Beschreibung eines Erinnerungsortes bzw.
               Erinnerungszeichens.</p>
        <p>Erinnerungszeichen markieren Erinnerungsorte und machen sie in der Öffentlichkeit
               sichtbar. Sie sind ein sichtbarer Verweis auf Ereignisse, Erfahrungen und Verbrechen,
               die der Nationalsozialismus und Faschismus zu verantworten haben und sind
               intentionaler Ausdruck der Erinnerungskultur einer bestimmten Gruppe. Sie können
               physische oder virtuelle Manifestationen sein. Zur genaueren Bestimmung und Analyse
               werden die einzelnen Erinnerungsorte/Erinnerungszeichen durch spezifische Kriterien
               genauer klassifiziert und mit Information angereichert. Hierbei kann es zu
               Überlappungen und in manchen Fällen zu Unschärfen kommen, weshalb teils
               Mehrfachzuordnungen in den einzelnen Kategorien vorgenommen werden.</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und
               Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die Opfer
               sowie die Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt sich die
               kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus und der
               Erinnerung daran zum Ziel. Die ständig neu zu stellenden Fragen, was, wann, wo und
               von wem wie erinnert wurde und wird, geben Einblicke in die Transformationen der
               Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und sind Ausdruck unseres
               politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in der Gegenwart.
               „Gedächtnisorte“, Denk- und Mahnmäler, Gedenktafeln, Gedenkstätten sowie
               Straßenbezeichnungen nach WiderstandskämpferInnen und Opfern des NS-Regimes sind die
               Materialisationen des Geschichtsbewusstseins im Alltag. Der Blick auf die
               Erinnerungslandschaft in der Gegenwart gibt daher zum einen Einblick in das
               kollektive Gedächtnis der österreichischen Gesellschaft und zum anderen legt die
               Beschäftigung mit ihrer Entstehungsgeschichte die Konjunkturen dieser Beschäftigung
               offen.</p>
      </projectDesc>
      <listPrefixDef>
        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
        </prefixDef>
      </listPrefixDef>
    </encodingDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <ab>
        <ref target="info:fedora/context:derla" type="context">DERLA</ref>
        <ref target="info:fedora/context:derladidactics" type="context">DERLA didactics</ref>
      </ab>
      <div type="factbox">
        <p rend="Beschreibung">Die SchülerInnen setzen sich anhand der Kunstintervention
               Fluchtpunkt Alter Rhein mit Vertreibung und Flucht während des Nationalsozialismus
               auseinander und nehmen dabei besonders die Grenzregion zwischen Vorarlberg und der
               Schweiz in den Blick. Durch verschiedene Quellen lernen sie Handlungsspielräume von
               Verfolgten und FluchthelferInnen kennen. Was es für Menschen heute bedeutet, auf der
               Flucht zu sein, wird ebenfalls reflektiert.</p>
        <p rend="Ort, Gemeinde EO/EZ">Lustenau (PLZ 6890)</p>
        <p rend="Zeitbedarf">120 Minuten</p>
        <p rend="Alter">13-18 Jahre</p>
        <p rend="Vermittlungsort"> Klassenzimmer bzw. öffentlicher Raum</p>
      </div>
      <div type="mehrErfahren">

        <p>Der Alte Rhein, speziell von den Vorarlberger Gemeinden Mäder bis Lustenau, war einer
               der wichtigsten Fluchtwege jüdischer und politischer Verfolgter aus Nazi-Deutschland.
               Bereits am <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss4">12. März
                  1938</ref> und in der Folge immer schärfer wurden die Grenzen zur Schweiz von den
                  <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss191">NationalsozialistInnen</ref> bewacht, auch um die sog. Kapitalflucht zu
               verhindern. Gleichzeitig schotteten sich die Fluchtländer zunehmend ab, verwehrten
               verfolgten Menschen die Einreise und schickten diese zurück, so auch die Schweiz.
               <lb/> An Grenzorten, über die Berge oder das Wasser, wo Verfolgte in die Schweiz
               flüchteten bzw. es versuchten und wo FluchthelferInnen mit oder ohne Bezahlung
               Menschen über die Grenze beförderten, sind erst kürzlich Erinnerungszeichen errichtet
               worden oder werden Gedenkorte- und routen gerade realisiert. Am Gedenkort <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.vor74">
            <emph style="cursive">Am
                     Rohr</emph>

          </ref>, der Teil des historischen Radrundwegs der Gemeinde Lustenau
               ist, erinnert eine von der <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss219">UNESCO</ref> 2009 am
               alten Grenzgitter angebrachte Gedenktafel an das Schicksal der Menschen, die über den
               Alten Rhein zu flüchten versuchten. Auch die 2018 initiierte temporäre <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss185">Kunstintervention</ref> von Margit Bartl-Frank soll in Form von Kurztexten vor
               dem Zollamt Wiesenrain und am Landesradweg nahe des Lustenauer Rohr an Geflüchtete
               und FluchthelferInnen erinnern. <lb/> Bekannt ist die Geschichte des Fluchthelfers
                  <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.persvor#persvor122">Paul
                  Grüninger</ref>: Der St. Galler Polizeikommandant ermöglichte mehreren hundert
               Menschen die Flucht in die Schweiz. Obwohl der Schweizer Bundesrat am 18. August 1938
               jegliche Einreise ohne Visum verboten hatte, überquerten viele, vor allem jüdische
               Flüchtlinge, auch danach die Grenze. Grüninger datierte die Grenzübertritte in den
               Akten zurück, so dass es schien, die Geflüchteten seien noch vor der Einreisesperre
               in die Schweiz geflohen. <lb/>Wie viele Menschen beim Versuch, von Vorarlberg über
               die Grenze in die Schweiz zu fliehen, getötet wurden oder umkamen, ist unklar.
               Dokumentiert ist der Fall des <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss218">Deserteurs</ref>
          <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.persvor#persvor52"> Josef Hagen</ref>,
               der 1944 beim Versuch, über den Alten Rhein zu entkommen, erschossen wurde. </p>
        <caption>Literatur</caption>
        <list>
          <item>Oliver Heinzle, Lustenau in der NS-Zeit, in: Neujahrsblätter des Historischen
                  Archivs der Marktgemeinde Lustenau. 4. Jg., 2013/14, 133-158. </item>
          <item>Oliver Heinzle/ Wolfgang Schiffknecht/ Vanessa Waibel, Lustenau – eine Gemeinde
                  im Nationalsozialismus. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, Lustenau 2018. </item>
          <item>Johann-August-Malin-Gesellschaft (Hg.): Von Herren und Menschen. Verfolgung und
                  Widerstand in Vorarlberg 1933-1945 (= Beiträge zu Geschichte und Gesellschaft
                  Vorarlbergs 5), Bregenz 1985. </item>
          <item>Meinrad Pichler, Nationalsozialismus in Vorarlberg. Opfer – Täter – Gegner,
                  Innsbruck/Wien/Bozen 2018, 267-293</item>
          <item>Hanno Platzgummer/Karin Bitschnau/ Werner Bundschuh: „Ich kann einem Staat
                  nicht dienen, der schuldig ist …“ Vorarlberger vor den Gerichten der Wehrmacht,
                  Dornbirn 2011. </item>
          <item>Gerhard Wanner, Flüchtlinge und Grenzverhältnisse in Vorarlberg 1938-1944.
                  Einreise- und Transitland Schweiz, Vierteljahresschrift der Rheticus-Gesellschaft
                  1998, Heft 3/4, 227-271. </item>
        </list>
      </div>
      <div type="mehrMachen">
        <head>Fluchtpunkt Alter Rhein </head>
        <caption>Didaktischer Kommentar</caption>
        <p>Durch die Beschäftigung mit Biografien von Verfolgten und FluchthelferInnen setzen sich die SchülerInnen mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und individuellen Handlungsspielräumen während der NS-Zeit auseinander. Durch die Kombination unterschiedlicher Quellenformate werden historische Kompetenzen wie die Methoden- und Orientierungskompetenz gefördert.</p>
        <caption>Arbeitsaufträge</caption>
        <p>
          <list style="ordered">
            <item>Die Familie Frei lebte in Hohenems in der Nähe des Alten Rhein. Während des Krieges half sie jüdischen Flüchtlingen über die Grenze und gewährte ihnen Unterschlupf. Auch die Tochter Hildegard war an der Fluchthilfe beteiligt. Sieh dir das Videointerview mit Hildegard Schinnerl an (siehe Videos und Audios) und lies das dazugehörige Interviewtranskript (siehe Textquellen). Rekonstruiere, wie die Familie Schinnerl auf die Flüchtlinge aufmerksam wurde und wo sie diese versteckte. 
              Lies dir die Amtliche Verlautbarung Ausreise von Juden im Gemeindeblatt Hohenems vom 11.12.1938 durch (siehe Bildquellen, eine Passage ist auch Teil der Kunstintervention Fluchtpunkt Alter Rhein) und fasse sie in eigenen Worten zusammen. Erläutere, was der Familie Schinnerl passiert wäre, wenn ihre Hilfsaktion aufgefallen wäre.
            </item>
            <item>Jakob Spirig (1919-2004) lebte in Diepoldsau in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze und verhalf ab 1938 vielen jüdischen Flüchtlingen von Hohenems in die Schweiz. Sieh dir das Videointerview mit Jakob Spirig an (siehe Videos und Audios) und lies das Interviewtranskript dazu (siehe Textquellen). Erkläre, aus welchen Gründen sich einige Grenzwächter für Geflüchtete einsetzten und wie die deutschen Zollbeamten sowie die Schweizer Wachen auf Flüchtlinge reagierten.</item>
            <item>Der Textilarbeiter Josef Hagen, geb. 1919 in Lustenau, wurde am 30. Mai 1944 als Deserteur auf der Flucht in die Schweiz beim Rohr am Alten Rhein erschossen. Seine FluchthelferInnen wurden vom Landesgericht Feldkirch zu Haftstrafen verurteilt. 
              Lies dir die Quelle „Begründung des Urteils gegen Regina Hagen, Hermann Hofer und Johann König“ durch (siehe Textquellen) und rekonstruiere den Fluchtversuch von Josef Hagen über das Rohr in Lustenau. Fasse das Urteil schriftlich zusammen und notiere, welche Fragen du noch hast. 
            </item>
            <item>Lies dir die Texte der Kunstintervention Fluchtpunkt Alter Rhein genau durch (siehe Bildquellen). Diskutiert gemeinsam Parallelen und Kontinuitäten von Flucht und Vertreibung damals und heute. Grenze die Begriffe Fluchthilfe und Schlepperei von einander ab.</item>
          </list>
        </p>
        <caption>Vermittlungshinweise</caption>
        <p>Die Beschäftigung mit diesem Erinnerungszeichen kann sowohl im öffentlichen Raum als
               auch im Klassenzimmer erfolgen. Aufgrund der Bedeutung des Ortes als Fluchtweg ist
               ein Klassenausflug an den Alten Rhein bzw. zum Lustenauer Rohr empfehlenswert, die
               Arbeit mit den Quellen wird überwiegend im Klassenzimmer stattfinden. Für die
               Auseinandersetzung sollten 120 Minuten eingeplant werden. Wenn weniger Zeit verfügbar
               ist, können einzelne Arbeitsaufgaben übersprungen werden (z.B. die Arbeit mit den
               Videointerviews). In der ersten und zweiten Aufgabe arbeiten die SchülerInnen mit
               Videointerviews und Transkripten, in der dritten mit einer historischen Quelle, in
               der vierten widmen sie sich speziell dem Erinnerungszeichen. Beim Lernen über Flucht
               und Fluchthilfe ist wichtig, einen Gegenwartsbezug herzustellen und auch heutige
               Flucht- und Migrationsbewegungen zu thematisieren. Hintergrundinformationen zum Thema
               Flucht und Fluchthilfe während des Nationalsozialismus in Vorarlberg finden sich in
               den Literaturangaben.</p>
        <caption>Vermittlungsziele</caption>
        <list>
          <item>Die SchülerInnen erschließen sich ausgewählte Aspekte der
                  nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vertreibungspolitik, speziell Flucht und
                  Fluchthilfe über die Schweizer Grenze.</item>
          <item>Die SchülerInnen setzen sich anhand der künstlerischen Intervention <emph style="cursive">Fluchtpunkt Alter Rhein</emph> mit Kunstwerken als
                  Erinnerungszeichen für Vertreibung und Flucht während des Nationalsozialismus
                  auseinander.</item>
          <item>Durch die Kombination unterschiedlicher Quellenformate werden historische
                  Kompetenzen wie die Methoden- und Orientierungskompetenz gefördert.</item>
          <item>Die SchülerInnen prüfen Parallelen und Kontinuitäten von Fluchtbewegungen in
                  Vergangenheit und Gegenwart (ohne diese gleichzusetzen) und Handlungsspielräume
                  von Verfolgten und FluchthelferInnen.</item>
          <item>Die SchülerInnen hinterfragen gesellschaftspolitische Situationen und gewinnen
                  Orientierung für Gegenwart und Zukunft.</item>
        </list>
        <caption>Literatur</caption>
        <list>
          <item>Oliver Heinzle, Lustenau in der NS-Zeit, in: Neujahrsblätter des Historischen
                  Archivs der Marktgemeinde Lustenau. 4. Jg., 2013/14, 133-158.</item>
          <item>Oliver Heinzle/ Wolfgang Schiffknecht/ Vanessa Waibel, Lustenau – eine Gemeinde
                  im Nationalsozialismus. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, Lustenau
                  2018.</item>
          <item>Johann-August-Malin-Gesellschaft (Hg.): Von Herren und Menschen. Verfolgung und
                  Widerstand in Vorarlberg 1933-1945 (= Beiträge zu Geschichte und Gesellschaft
                  Vorarlbergs 5), Bregenz 1985. </item>
          <item>Meinrad Pichler, Nationalsozialismus in Vorarlberg. Opfer – Täter – Gegner,
                  Innsbruck/Wien/Bozen 2018, 267-293</item>
          <item>Hanno Platzgummer/Karin Bitschnau/ Werner Bundschuh: „Ich kann einem Staat
                  nicht dienen, der schuldig ist …“ Vorarlberger vor den Gerichten der Wehrmacht,
                  Dornbirn 2011. </item>
          <item>Gerhard Wanner, Flüchtlinge und Grenzverhältnisse in Vorarlberg 1938-1944.
                  Einreise- und Transitland Schweiz, Vierteljahresschrift der Rheticus-Gesellschaft
                  1998, Heft 3/4, 227-271. </item>
        </list>
      </div>
      <div type="quellenText">
        <p>
          <emph style="cursive">Da unten, unten beim Schweizer Haus unten, noch weiter unten,
                  war so ein großer Baum im Acker meiner Onkel. Und da war eine große Dose
                  eingegraben, in die hat man die Nachricht hinein getan. Die Nachricht ... Mit
                  Gräsern hat man sie unter dem Baum zugedeckt. Und ein bis zwei Mal bin ich dann
                  mit der Mama mit dem Fahrrad hinuntergefahren, um zu schauen, ob es eine Nachricht
                  gab und wer kommt. Das waren dann eben die, die schon drüben im Lager waren, die
                  hatten immer noch Angehörige, in Wien und überall. Und die wollten sie auch noch
                  herbringen. Und das ist nur gegangen, weil mein Vater in Österreich an der Grenze
                  war. Deshalb haben sie immer die Adressen dort hinein getan, um zu übermitteln,
                  dass jetzt wieder jemand kommt. Und so ist es halt fünf, sechs Mal passiert. Die
                  sind dann von Wien gekommen. Ich musste als Kind, mit sechs, sieben Jahren, nach
                  unten fahren, um zu schauen, was in der Dose drinnen ist, ob eine Nachricht, dass
                  wieder jemand kommt, drinnen ist. <lb/>Und wie sie in der Nacht gekommen sind, um
                  zu klopfen... Wir hatten im Haus nur einen Schlüssel, das war der
                  Haustürschlüssel, und da hat man auch nie abgeschlossen. Früher hat man in einem
                  Bauernhaus nie abgeschlossen, man hat einfach immer offen gehabt, Tag und Nacht.
                  Und wenn wir dann die Juden versteckt hatten, immer einzeln... Sie sind oft krank
                  gekommen, total „zerschunden“ und vor lauter Angst. Zwei Monate schon, drei Monate
                  schon waren sie auf dem Weg von Wien her, immer nur in der Nacht gegangen, so
                  stückweise. Wenn sie dann gekommen sind, um zu klopfen, dann hat Mama oft
                  aufstehen müssen. Das Beste war noch – ringsum haben ja Anhänger von Hitler
                  gewohnt, man hat es keinem Menschen sagen dürfen – das Beste war, dass immer der
                  Vater sie neben sich in Mutters Bett schlafen ließ, auch wenn sie krank geworden
                  sind <lb/> -- <lb/>
            <emph style="bold">Was hat sich hier an der Schweizer Grenze
                  abgespielt?</emph>
            <lb/> Von hier aus haben wir die Juden in die Schweiz gebracht.
                  Wir sind hier hinter dem Zollamt, beim österreichischen Zollamt, vorbei. Dann hier
                  unter dem Damm nach vor bis zu diesem Bächlein, und vom Bächlein da runter, bis
                  etwa 100 Meter weiter unten, wo das Bächlein in österreichisches Gewässer
                  eingeflossen ist. Und von dort aus sind wir übers Bächlein drüber und dann in die
                  Schweiz. <lb/>
            <emph style="bold">Zu welcher Tageszeit war das?</emph>
            <lb/> Das haben wir immer
                  nachts gemacht, also abends, um 8 Uhr. So war es im Herbst, oder je nach
                  Jahreszeit, aber immer im Dunkeln. Wir wussten genau, wann bei der Schweizer
                  Grenzwacht die Ablösung war, sagen wir um 8 Uhr. Dann haben wir schon gehört, wie
                  der Grenzwächter heraufmarschiert ist und der andere wieder hinunter, und in der
                  Zwischenzeit sind wir durch.<lb/>
            <emph style="bold">Wie kamen Sie zu den Aufträgen?</emph>
            <lb/> Wir waren damals
                  junge Burschen und hatten nicht viel Geld. Wir gingen immer am Sonntag zu Fuß oder
                  unter der Woche, wenn wir keine Arbeit gehabt haben, in das Hotel Freschen oder
                  Restaurant Freschen nach Hohenems, weil dort ein Becher Bier 15 Rappen gekostet
                  hat. Da hat uns die Serviertochter gesagt, es wären noch Juden hier, die in die
                  Schweiz möchten. Ob wir sie mitnehmen. Sie würden uns 4 oder 5 Mark bezahlen.
                  Natürlich war uns das ein guter Verdienst. Dann haben wir alle mitgenommen und
                  haben sie von Hohenems bis hier ans Zollamt geführt, hinter dem Zollamt durch, an
                  die Grenze und dann hinauf.<lb/>
            <emph style="bold">Das heißt, die erste Fluchthilfe war eigentlich ein
                     Zufall?</emph>
            <lb/>Ja, das war am Anfang mehr Zufall und nachher wurden wir
                  angefragt von diesen Leuten: „Mein Kamerad kommt, meine Mutter kommt, mein Cousin
                  kommt, ob wir nicht diese auch noch abholen wollen? Sie kommen dann und dann.“ Und
                  wir sind dann wieder marschiert.<lb/>
            <emph style="bold">War die Grenze zu dieser Zeit schon ganz
                  geschlossen?</emph>
            <lb/>Nein, da war die Grenze noch nicht geschlossen. Erst als
                  der Krieg begonnen hat, wurde die Grenze ganz geschlossen. Vorher war die Grenze
                  noch offen. Wir haben die Leute vielfach auch zum Zollamt geführt. Dann wurden sie
                  untersucht vom Zöllner, wegen Devisen oder sonstigen Sachen, die verboten waren
                  zum Mitnehmen. Dann sind wir hinter dem Zollamt durch. Offiziell. <lb/>
            <emph style="bold">Das heißt, die Deutschen waren durchaus interessiert daran,
                     dass man die Leute über die Grenze schmuggelte?</emph>
            <lb/>Ja, sie haben gar
                  nichts dagegen gehabt. Nur keine Devisen oder verbotene Artikel wie Gold oder
                  Silberringe oder irgendetwas. Dann sind sie wieder weg gewesen.<lb/>
            <emph style="bold">Man musste also nur an den Schweizern
                  vorbeikommen?</emph>
            <lb/>Nur die Schweizer. In der Schweiz war es verboten. Dort
                  wurden wir bestraft. Diese haben wir fürchten müssen, die Österreicher nicht.
                  Also, wir haben die Österreicher oder die Deutschen schon gefürchtet. Wenn wir auf
                  dem Weg erwischt wurden, dann hat uns die SS, oder was das für Leute waren, wieder
                  zurückgeschickt auf den Gendarmerie-Posten zum Untersuchen. Da sind Stunden
                  vergangen. Dann sind wir querfeldein, nicht auf der Straße, sondern auf dem Feld
                  marschiert. Aber die Leute haben sie wieder laufen lassen. Es war ihnen nichts
                  passiert. „Gehen Sie, wohin Sie wollen. Schlafen Sie, wo Sie wollen. Essen Sie, wo
                  Sie wollen. Das ist uns egal.“<lb/>
            <emph style="bold">War diese Grenze eigentlich leicht zu
                  überwinden?</emph>
            <lb/>Wir haben es manchmal sehr gemütlich genommen. Wir sind
                  hier auf das Brett gesessen und haben die Schuhe ausgezogen und sind zu Fuß über
                  das Bächlein. Und drüben haben wir die Füße wieder getrocknet und die Socken
                  angezogen. Eine ältere Frau oder einen älteren Herrn haben wir auf den Rücken
                  genommen und rübergetragen. Wenn dann alles in Ordnung war, sind wir marschiert.
                  Wenn die Luft rein war. Wir haben es auch so gemacht, dass die Familie Hutter, die
                  Familie von meinem Freund, telefoniert hat um 8 Uhr. Nach der 8 Uhr Glocke hat das
                  Telefon hier geläutet. Dann musste der Zöllner von diesem Zollamt, von dieser
                  kleinen Zollstation, hinüber in das große, und dann war hier niemand und wir waren
                  durch. Der Zöllner hat das Telefon abgenommen und man hat gesagt: „Entschuldigen
                  Sie, falsch verbunden.“ Dann musste er wieder zurückmarschieren und wir sind schon
                  durch gewesen. […] <lb/>
            <emph style="bold">Gab es auch Grenzwächter, die ein Auge
                  zudrückten?</emph>
            <lb/>Ja, das hat es auf beiden Seiten gegeben. Wir haben in
                  Österreich einen Grenzwächter gehabt, der uns sehr geholfen hat. Auch in der
                  Schweiz hat es solche gegeben, die, wenn sie etwas gesehen haben, weggeschaut und
                  es vertuscht haben.<lb/>
            <emph style="bold">Was glauben Sie, aus welchen Gründen setzten sich auch Zöllner
                     für die Flüchtlinge ein?</emph>
            <lb/>Ja, das hat es auf beiden Seiten gegeben.
                  Wir haben in Österreich einen GrenzwächAus humanitären Gründen, weil sie gewusst
                  haben, dass die Leute aus Wien vertrieben wurden und wir in der Schweiz genug zu
                  essen hatten, so dass man diese Leute ruhig aufnehmen konnte. Man kann doch nicht
                  Leute zurücksenden, die mit kleinen Kindern kommen, oder kranke Leute. Die haben
                  sie einfach aus Erbarmen hiergelassen und weggeschaut.<lb/>
            <lb/> -- <lb/> Während seines Heimaturlaubs in seinem Elternhaus in Lustenau
                  erreicht die Familie Hagen im Mai 1944 die Vermisstenmeldung des Bruders von Josef
                  Hagen. Diese Meldung rief große Bestürzung hervor, weil das schon der zweite Sohn
                  war, den die Familie Hagen in diesem Krieg verloren hat. Beim Eintreffen dieser
                  Meldung war zufällig der Onkel, Hermann Hofer, anwesend. Der Urlauber Josef Hagen
                  erklärte nach dem Eintreffen diese Meldung seiner Mutter, dass er nicht mehr
                  einrücken werde, sondern in die Schweiz gehen werde. Die Mutter versuchte zwar ihm
                  das Vorhaben auszureden, jedoch beharrte Josef Hagen auf seinem Entschluss. Er
                  wurde nun darüber gesprochen, wie die Fahnenflucht von Josef Hagen durchgeführt
                  werden könne. Die Angeklagte Regina Haagen hatte Bedenken gegen den Plan ihres
                  Sohnes, weil ein Hinübergehen in die Schweiz, mit Rücksicht darauf, dass sich ihr
                  Sohn nicht auskenne, zu gefährlich sei. Auch Hermann Hofer hatte Bedenken und
                  meinte, dass ohne genaue Wegkenntnis die Fahnenflucht, zu der Josef Hagen bereits
                  fest entschlossen war, nicht möglich war. Der Angeklagte Hermann Hofer hat als
                  Ausweg angeraten, dass er einen Mann kenne, damit meinte er den Angeklagten Johann
                  König, dessen Sohn auch in die Schweiz hinüber sei, und der als gewiefter
                  Schmuggler die Wege in die Schweiz zeigen könne. […] Johann König hat sich mit dem
                  fahnenflüchtigen Josef Hagen getroffen und wurde er beobachtet, wie er mit dem
                  Fahnenflüchtigen etwa 50m vom Röhrenkanal entfernt stand und ihm das Rohr als
                  Fluchtweg zeigte. Josef Hagen wurde beobachtet, wie er hierauf gegen den
                  Röhrenkanal zu in das Wasser stieg und dort verschwand. Der
                  Hilfszoll-Betriebsassistent Willibald Hofer, der der Beobachter dieser Vorgänge
                  war, feuerte 9 Schuss in die Kanalöffnung, weil er vermutete, dass Josef Hagen
                  diesen Kanal als Fluchtweg in die Schweiz benützte. Er beobachtete auch, Johann
                  König auf dem Damm stehend, wie dieser nach dem Röhrenkanal schaute, was auch nach
                  dem Zugeständnis des Johann König seine Aufgabe war, sich in Grenznähe zu begeben,
                  um sich zu überzeugen, ob die Fahnenflucht gelungen sei. […] </emph>
        </p>
        <caption>Transkript des Interviews mit Hildegard Schinnerl, geführt von Helmut
               Schlatter, 1999 (Auszug) -- Rede von Florian Schwanninger zur Ausstellungseröffnung
               Nationalsozialismus im Bregenzerwald im Egg Museum, 10.4.2008 (Auszug) -- Begründung
               des Urteils gegen Regina Hagen, Hermann Hofer und Johann König, 1944 (Auszug) </caption>
        <p>Im 1999 geführten Interview erzählt Hilde Schinnerl, wie ihre Familie während des
               Krieges jüdischen Flüchtlingen über die Grenze in die Schweiz half und ihnen
               Unterschlupf in Hohenems gewährte. -- Im 2002 geführten Interview erzählt Jakob
               Spirig, wie er ab 1938 vielen jüdischen Flüchtlingen zum illegalen Grenzübertritt in
               die Schweiz verhalf. Er selbst wurde 1942 nach einer gescheiterten Fluchthilfeaktion
               in der Schweiz zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und erst nach seinem Tod 2004
               rehabilitiert. -- Regina Hagen, Hermann Hofer und Johann König aus Lustenau wurden am
               10. Oktober 1944 vom Landesgericht in Feldkirch zu vier, sechs und zehn Monaten
               Gefängnis verurteilt. Sie waren schuldig gesprochen worden, die Flucht des Deserteurs
               Josef Hagen begünstigt zu haben. </p>
        <caption>Quellenzitat</caption>
        <p>© _erinnern.at_/Jüdisches Museum Hohenems -- © _erinnern.at_/Jüdisches Museum
               Hohenems -- © DÖW 19512/10 (LGV Vr 247/44/5) zitiert in: Hanno Platzgummer/Karin
               Bitschnau/Werner Bundschuh: „Ich kann einem Staat nicht dienen, der schuldig ist …“
               Vorarlberger vor den Gerichten der Wehrmacht, Dornbirn 2011, 59-61.</p>
      </div>
      <div type="video1">
        <caption>Interview mit Hildegard Schinnerl, Ausschnitt aus Kurt Langbein: Grenzfälle -
               erzählt von Robert Menasse, 2012 (© Langbein&amp;Partner Media/_erinnern.at_) </caption>
        <p>Im Interview erzählt Hilde Schinnerl, wie ihre Familie während des Krieges jüdischen
               Flüchtlingen über die Grenze in die Schweiz half und ihnen Unterschlupf in Hohenems
               gewährte. </p>
        <p>
          <ref target="https://vimeo.com/85141059">https://vimeo.com/85141059</ref>
        </p>
      </div>
      <div type="video2">
        <caption>Interview mit Jakob Spirig, geführt von Markus Barnay, 2002 (© ORF
               Vorarlberg/_erinnern.at_)</caption>
        <p>Im Interview erzählt Jakob Spirig, wie er ab 1938 vielen jüdischen Flüchtlingen zum
               illegalen Grenzübertritt in die Schweiz verhalf. Er selbst wurde 1942 nach einer
               gescheiterten Fluchthilfeaktion in der Schweiz zu drei Monaten Gefängnis verurteilt
               und erst nach seinem Tod 2004 rehabilitiert. </p>
        <p>
          <ref target="https://vimeo.com/84964548">https://vimeo.com/84964548</ref>
        </p>
      </div>
    </body>
  </text>
  <facsimile>
    <graphic mimeType="image/jpeg" url="info:fedora/o:derla.fixvor75" xml:id="IMAGE.1">
      <desc>Auf der Titelseite des Gemeindeblatts für Hohenems/Götzis/Altach/Koblach und Mäder
            vom 11. Dezember 1938 veröffentlichten die NationalsozialistInnen allgemeine amtliche
            Verlautbarungen. </desc>
      <desc type="title">Gemeindeblatt Hohenems 11.12.1938 (© _erinnern.at_/Jüdisches Museum
            Hohenems) </desc>
    </graphic>
    <graphic mimeType="image/jpeg" url="info:fedora/o:derla.fixvor75" xml:id="IMAGE.2">
      <desc>Die 2018 initiierte temporäre Kunstintervention von Margit Bartl-Frank in Form von
            Kurztexten vor dem Zollamt Wiesenrain und am Landesradweg nahe des Lustenauer Rohr soll
            an die Geflüchteten und FluchthelferInnen erinnern. Die Schriftzüge stellen die
            damaligen Ereignisse aus Sicht der Opfer dar und stammen zum Teil aus Gesprächen mit
            ZeitzeugInnen. </desc>
      <desc type="title">Schriftzüge Kunstintervention Fluchtpunkt Alter Rhein (© Margit
            Bartl-Frank) </desc>
    </graphic>
  </facsimile>
</TEI>
