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Zu: Nationale Gedenkstätte für Opfer des NS-Unrechtsregimes

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Politischer Widerstand gegen das NS-Terrorregime – Anna Gräf, Walter Kämpf, Elfriede Hartmann, Rudolf Mašl und Friedrich Mastny
Didaktischer Kommentar
Durch die Beschäftigung mit Personen des politischen, kommunistischen Widerstandes setzen sich die SchülerInnen intensiv mit fünf Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen auseinander. Dies erfolgt vor allem durch projektorientierten Unterricht. Wünschenswert wäre, wenn die SchülerInnen bereits Kenntnisse zur NS-Terrorzeit und der nationalsozialistischen Ideologie mitbrächten. Durch die Kombination unterschiedlicher Quellenformate werden historische Kompetenzen sowie die Methoden- und Orientierungskompetenz gefördert. Empfohlen wird eine Bearbeitung in der Oberstufe.
Arbeitsaufträge
- Lies den Gedenktafeltext der „Nationalen Gedenkstätte für Opfer des NS-Unrechtsregimes“ (vor Ort oder siehe Textquellen). Nenne die Opfergruppen, die in der Gruppe 40 bestattet sind. Nenne auch den Bezug der Gedenkstätte zu den in KZs ermordeten ÖsterreicherInnen. Bewerte den Schlussappell des Textes auf der Gedenktafel. Welche Hoffnungen werden damit verknüpft?
- Nenne die Gruppe des Widerstands gegen die Nationalsozialisten, die die meisten Opfer erlitten hat. Beschreibe die Vorgangsweise der Gestapo, um die Mitglieder dieser Widerstandsgruppen zu verhaften. Nenne die Maßnahme, die es den Nationalsozialisten ermöglichte, auch Jugendliche hinzurichten. Beurteile selbst und diskutiert gemeinsam darüber, ob die Taten von Anna Gräf als schwere Verbrechen zu bezeichnen sind. (siehe jeweils Mehr Erfahren)
- Nenne jeweils zwei dir als am wichtigsten erscheinende Punkte zu Walter Kämpf bzw. zu Elfriede Hartmann und Rudolf Mašl (siehe Textquellen), und tauscht euch danach darüber aus.
- Schwärmt über die Gruppe 40 aus und sucht weitere Gedächtniszeichen für Opfer des NS-Terrors. Insbesondere sucht die Schachtgräber von Elfriede Hartmann und Walter Kämpf (siehe Bildquellen).
- Teilt euch auf, recherchiert und erstellt eine PowerPoint-Präsentation. Wahlweise zu Anna Gräf, Walter Kämpf, Elfriede Hartmann, Rudolf Mašl und Friedrich Mastny. Benütze dazu vor allem die Homepage des „Dokumentationsarchives des österreichischen Widerstandes“. Auf der Startseite findest du die „Opfersuche“. Gib dort die Namen ein, dann findest du eine Reihe von Dokumenten und Fotos.
- Weder für Anna Gräf noch für Walter Kämpf, Elfriede Hartmann oder
Rudolf Mašl gibt es ein Erinnerungszeichen oder eine Gedenktafel.
Lediglich die für Friedrich Mastny ist heute vorhanden (siehe
Bildquellen). Überlegt euch den Text zu einem
Gedächtniszeichen/einer Gedenktafel für diese Menschen (evtl. auch zu
Friedrich Mastny, denn der Text auf dieser Tafel erklärt wenig).
Schickt eure Vorschläge an die jeweilige Bezirksvorstehung und an die
zuständige Stadträtin Veronica Kaup-Hasler, Rathaus, 1010 Wien
(kaup-hasler@wien.gv.at). Die Adressen der ehemaligen Wohnungen:
- Anna Gräf, Hofherrgasse 6, 1100 Wien
- Elfriede Hartmann, Schegargasse 3, 1190 Wien
- Walter Kämpf, Heiligenstädterstraße 11/1, 1190 Wien
- Rudolf Mašl, Hirschstetten, Markweg 33, 1220 Wien
- Friedrich Mastny, Gurkgasse 51, 1140 Wien
- Seit 1953 gibt es in Wien-Donaustadt die Maschlgasse. Sie ist nach dem Siedlungsvereinsobmann Rudolf Maschl (1850 – 1950) und dessen hingerichteten Sohn Rudolf Mašl (1920 – 1943) benannt. Des Weiteren gibt es seit 1989 in Hadersdorf/Wien-Penzing die Mastnygasse. Sie ist nach dem hingerichteten Widerstandskämpfer Friedrich Mastny (1921 – 1943) benannt. Eine Erläuterungstafel existiert in beiden Straßen nicht (siehe Bildquellen). Überlege und formuliere eine solche Zusatztafel zum Straßenschild und sende deinen Vorschlag an die Bezirksvorstehung Donaustadt, Dr.-Adolf-Schärf-Platz 8, 1220 Wien bzw. die Bezirksvorstehung Penzing, Pavillon 1, Hütteldorfer Str. 188, 1140 Wien
- Vor dem Friedhof von Hirschstetten, Quadenstraße 11, 1220 Wien, befindet sich ein Kriegerdenkmal, das an die gefallenen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs erinnert. Unter den angeführten Namen befindet sich auch der Name von Rudolf Mašl (als Maschl geschrieben). Beurteile für dich, ob du dies als korrekt empfindest. Diskutiert anschließend in der Klasse darüber. (siehe Bildquellen)
Vermittlungshinweise
Die Beschäftigung mit diesem Erinnerungszeichen bzw. Gedenkort findet größtenteils im Klassenraum statt. Die ersten vier Arbeitsaufgaben können jedoch direkt am Gedenkort durchgeführt werden, wobei die vierte nur dort möglich ist. Die fünfte bis achte projektorientierte Arbeitsaufgabe – vor allem für SchülerInnen der Oberstufe gedacht – wird im Klassenraum durchgeführt, wobei hier eine Auswahl bzw. Aufteilung bei fünf bis sieben unter den SchülerInnen zielführend ist. Auch fächerübergreifendes Arbeiten (z.B. mit Kunst und Gestaltung oder Deutsch) ist dabei vorstellbar.