Vermittlungsangebot
Zu: Mahnmal Aspangbahnhof

Mehr Machen
Titel des Angebotes
Arbeitsaufträge
Didaktischer Kommentar
Vermittlungshinweise
Vermittlungsziele
Literatur
Die Deportation der Wiener Jüdinnen und Juden vom Aspangbahnhof
Didaktischer Kommentar
Durch die Beschäftigung mit der Situation der jüdischen Bevölkerung Wiens vom „Anschluss“ bis zu den großen Deportationswellen von Februar 1941 bis Oktober 1942 setzen sich die SchülerInnen mit der Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung vom Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Wien bis zur Deportation in den Tod auseinander. Wünschenswert wäre, wenn die SchülerInnen bereits Kenntnisse zur NS-Terrorzeit und der nationalsozialistischen Ideologie mitbrächten. Eine Beschäftigung mit dem DERLA-Vermittlungskonzepts „Ilse Aichinger – Überleben in einer ‚Sammelwohnung‘“ ist im Vorfeld dieses Vermittlungsangebots möglich. Nach der Beschäftigung mit der Deportation der Wiener jüdischen Bevölkerung kann auch die Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte im Ostarrichipark, 1090 Wien, besucht werden. Das dazugehörige Unterrichtsmaterial steht zum Download zur Verfügung. Durch die Kombination unterschiedlicher Quellenformate werden historische Kompetenzen sowie die Methoden- und Orientierungskompetenz gefördert.
Arbeitsaufträge
- Betrachte das Mahnmal genau. Du findest darauf Zahlen. Gehe der Bedeutung dieser Zahlen nach (siehe auch Mehr erfahren). Deute danach auch die Symbolik der einzelnen Bestandteile des Mahnmals. Besprich deine Ergebnisse mit der Klasse.
- Lies den Text „Mehr erfahren“. Erstelle dazu eine Zeitleiste zur
Verfolgung der Jüdinnen und Juden Wiens in der NS-Terrorzeit. Folgende
Daten soll sie beinhalten:
- März 1938
- November 1938
- November 1938 – September 1939 (Beginn des Zweiten Weltkrieges)
- Februar 1941 – Oktober 1942
- Die Zeit bis Kriegsende (Mai 1945)
- Nenne die Reaktion von WienerInnen, die die LKW-Fahrten zum Aspangbahnhof sahen (siehe Textquellen). Beschreibe dabei auch deine Empfindungen und Gefühle, wenn du diese Reaktionen heute liest.
- Weise anhand der Fotos nach, wie es der SS und den NS-Behörden gelang, die deportierten Menschen zu täuschen und ihnen vorzuspielen, sie in Arbeitslager zu verlegen (siehe Bildquellen).
- Beschreibe das Leiden der Menschen in den Deportationszügen (siehe Textquellen).
- Suche mit Hilfe von Google Maps die Orte, in denen sich die Vernichtungslager befanden, in die die Deportationszüge vom Aspangbahnhof fuhren. Stelle fest, ob an diesen Orten Erinnerungszeichen vorhanden sind. Fertige dazu eine Karte an, die ausgehend von Wien diese Vernichtungslager zeigt.
- Gehe der Frage nach, ob es möglich war, dass WienerInnen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs behaupten konnten, nichts von der Deportation der jüdischen Bevölkerung gewusst zu haben (siehe Mehr erfahren, Text- und Bildquellen).
Vermittlungshinweise
Die Beschäftigung mit diesem Erinnerungszeichen bzw. Gedenkort findet größtenteils im Klassenraum statt. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn die SchülerInnen das Erinnerungszeichen auch vor Ort sehen würden. Arbeitsauftrag eins ist aber auch mit Fotos, die es vom Platz der Deportation im Internet gibt, möglich. Vor Ort sind jedoch die umliegenden Gebäude zu sehen, die zum größten Teil auch während der NS-Terrorzeit existierten. Dies ist für weitere Arbeitsaufgaben von Vorteil. Für die Arbeitsaufgaben zwei und sechs empfiehlt sich eine Umsetzung im Klassenraum, die übrigen sind auch vor Ort gut durchzuführen. Wünschenswert wäre also eine Behandlung der Arbeitsaufgaben sowohl vor Ort als auch darauf folgend im Klassenraum. Die siebente Arbeitsaufgabe sollte am Ende der Unterrichtseinheit bearbeitet und diskutiert werden.