Vermittlungsangebot
Zu: Gedenktafel Synagoge Tempelgasse

Beschreibung: Die SchülerInnen setzen sich ausgehend von einer Gedenktafel
am Standort einer ehemaligen Synagoge, die bei den Novemberpogromen zerstört
wurde, mit diesem Radikalisierungsschritt der Entrechtung, Vertreibung und
Ermordung der jüdischen Bevölkerung Wiens auseinander. Durch verschiedene
schriftliche sowie Audio- und Videoquellen soll diese das gesamte Stadtgebiet
von Wien umfassende Gewaltausübung des NS-Terrorstaates und die absolute
Rechtlosigkeit von Jüdinnen und Juden dargestellt und deren Auswirkung
reflektiert werden.
Ort: 1020 Wien (oder fast jeder andere Bezirk Wiens)
Zeitbedarf: 50–100 Minuten
Alter: 13–19 Jahre
Vermittlungsort: Klassenzimmer bzw. öffentlicher Raum
Videos und Audios
- Eldon Walli, ein Radioreporter des Reichssenders Wien, berichtet am 10. November 1938 vor Ort vom Brand der größten Synagoge Wiens in der Tempelgasse im 2. Bezirk. (In der Überschrift der österreichischen Mediathek ist das Datum fälschlicherweise mit 9. November angegeben.) - Der Reichsender Wien vom 10.11.1938 berichtet live aus der Tempelgasse (© österreichische Mediathek)
- Im Mittelpunkt des Videoporträts über Richard Schoen stehen seine und die Verhaftung seines Bruders Leopold während der Novemberpogrome. Richard Schoen ist damals 24 Jahre alt, sein älterer Bruder wird dabei ermordet. Interview in (einfacher) englischer Sprache mit deutschen Untertiteln. - Richard Schoen berichtet über die Ermordung seines Bruders
- Ingeborg Guttmann (geb. 1930) erinnert sich im Videoporträt an den Brand der Synagoge in der Tempelgasse und die Verhaftung ihres Vaters und Onkels. (Video abspielen von 03:13 – 06:20) - Ingeborg Guttmann erinnert sich an die Novemberpogrome