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Zu: Gedenktafel Ehemaliges KZ-Außenlager Wien-Floridsdorf

Textquellen
Textquellen zum KZ-Außenlager Floridsdorf
Die Seegrotte Hinterbrühl wird zum KZ-Außenlager Mitte August 1944 hatte man mit dem Abpumpen des Wassers und dem Ausbau des Bergwerks begonnen. Ende September 1944 war die unterirdische Fabrik mit ca. 12.000 Quadratmeter Fertigungsfläche bezugsfertig. Um den aufwendigen und zeitraubenden täglichen Transport der Häftlinge zwischen dem im Nordosten der Stadt gelegenen Floridsdorf und dem im Südwesten gelegenen Mödling-Hinterbrühl zu vermeiden, kam es ab September 1944 zur Errichtung eines eigenen Lagers in der Johannesstraße in unmittelbarer Nähe des Eingangs der Seegrotte, in das nach Fertigstellung die Mehrheit der Häftlinge aus Floridsdorf überstellt wurde. Kein Schadenersatz für ehemalige „KZ-Häftlinge“ 1959 reichte der ehemalige KZ-Gefangene Edmund Bartl eine Schadenersatzklage gegen die mittlerweile in Stuttgart ansässige Ernst Heinkel Aktiengesellschaft ein. Seine Klage wurde als Musterprozess für 40 weitere Zivilklagen von ehemaligen KZ-Gefangenen geführt. Darunter waren auch Personen, die in den KZ-Außenlagern und Unterkommandos in und um Wien für die Firma Heinkel arbeiten mussten. Der Prozess ging durch mehrere Instanzen und dauerte bis 1967. (… Der Prozess wurde durch laufende Eingaben seitens der Heinkel AG immer wieder verzögert.) Die Klage von Edmund Bartl wurde 1967 vom Bundesgerichtshof, dem obersten deutschen Gericht abgelehnt. Die Ansprüche – so das Urteil – seien verjährt. Alle weiteren Beschwerden gegen diesen Beschluss blieben erfolglos.
Quellenzitat
Bertrand Perz, Wien (Saurerwerke), Wien-Floridsdorf, Wien-Floridsdorf (AFA-Werke), Wien Schönbrunn. In: Wolfgang Benz/Barbara Distl, Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück. München 2006, S. 450. Roman Fröhlich, Außenlager des KZ Mauthausen in Wien an den Standorten der Ernst Heinkel Aktiengesellschaft. Eine Bestandsaufnahme. In: KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Mauthausen Memorial 2012. Hrsg. v. Bundesministerium für Inneres, o.O. 2012, S. 36f.