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      <titleStmt>
        <title xml:lang="de">Konzentrationslager in Wien – Das KZ-Außenlager
                    Floridsdorf</title>
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          <resp>Erfassung der geografischen und historischen Daten</resp>
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            <forename>Lukas</forename>
            <surname>Nievoll</surname>
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            <forename>Victoria</forename>
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          <resp>Daten- und Informationsmodellierung</resp>
          <persName>
            <forename>Sebastian</forename>
            <surname>Stoff</surname>
            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
          </persName>
        </respStmt>
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          <resp>Didaktische Aufarbeitung</resp>
          <persName>
            <forename>Georg</forename>
            <surname>Marschnig</surname>
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          <persName>
            <forename>Grit</forename>
            <surname>Oelschlegel</surname>
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        </respStmt>
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          <orgName ref="https://www.zukunftsfonds.steiermark.at/">Land Steiermark:
                        Zukunftsfonds Steiermark</orgName>
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          <orgName ref="https://www.nationalfonds.org/startseite">Nationalfonds der
                        Repuplik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus</orgName>
          <idno type="wikidata">Q27949109</idno>
        </funder>
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          <orgName ref="http://www.zukunftsfonds-austria.at/">Zukunftsfonds der Republik
                        Österreich</orgName>
          <idno type="wikidata">Q228721</idno>
        </funder>
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          <orgName ref="https://www.graz.at/">Stadt Graz</orgName>
          <idno type="wikidata">Q13298</idno>
        </funder>
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          <orgName ref="https://vorarlberg.at/">Land Vorarlberg</orgName>
          <idno type="wikidata">Q38981</idno>
        </funder>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <link target="https://juedischestudien.uni-graz.at/"/>
          <orgName ref="https://d-nb.info/gnd/10034042-8">Centrum für Jüdische Studien,
                        Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
        </publisher>
        <authority>
          <link target="https://informationsmodellierung.uni-graz.at"/>
          <orgName ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für
                        Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities,
                        Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
        </authority>
        <distributor>
          <link target="https://gams.uni-graz.at"/>
          <orgName>GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
        </distributor>
        <date when="2019">2019</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0">Creative
                        Commons BY-NC 4.0</licence>
        </availability>
        <idno type="PID">o:derla.fixvie1215</idno>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="https://gams.uni-graz.at/derla">DERLA: Digitale
                    Erinnerungslandschaften</title>
        <respStmt ana="marcrelator:pdr">
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Gerald</forename>
            <surname>Lamprecht</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-9622-9269</idno>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt ana="marcrelator:rth">
          <resp>ZIM Forschungsleiter</resp>
          <persName>
            <forename>Georg</forename>
            <surname>Vogeler</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-1726-1712</idno>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt ana="marcrelator:res">
          <resp>ZIM Mitarbeiter</resp>
          <persName>
            <forename>Sebastian</forename>
            <surname>Stoff</surname>
            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <p>Fixiertes Vermittlungsangebot, born digital</p>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <settingDesc>
        <place>
          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:derla.vie1215</idno>
        </place>
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            <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:derla.vie176</idno>
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    <encodingDesc>
      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Born digital TEI Dokument zur Beschreibung eines Erinnerungsortes bzw.
                    Erinnerungszeichens.</p>
        <p>Erinnerungszeichen markieren Erinnerungsorte und machen sie in der Öffentlichkeit
                    sichtbar. Sie sind ein sichtbarer Verweis auf Ereignisse, Erfahrungen und
                    Verbrechen, die der Nationalsozialismus und Faschismus zu verantworten haben und
                    sind intentionaler Ausdruck der Erinnerungskultur einer bestimmten Gruppe. Sie
                    können physische oder virtuelle Manifestationen sein. Zur genaueren Bestimmung
                    und Analyse werden die einzelnen Erinnerungsorte/Erinnerungszeichen durch
                    spezifische Kriterien genauer klassifiziert und mit Information angereichert.
                    Hierbei kann es zu Überlappungen und in manchen Fällen zu Unschärfen kommen,
                    weshalb teils Mehrfachzuordnungen in den einzelnen Kategorien vorgenommen
                    werden.</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und
                    Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die
                    Opfer sowie die Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt
                    sich die kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus und
                    der Erinnerung daran zum Ziel. Die ständig neu zu stellenden Fragen, was, wann,
                    wo und von wem wie erinnert wurde und wird, geben Einblicke in die
                    Transformationen der Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und sind
                    Ausdruck unseres politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in der
                    Gegenwart. „Gedächtnisorte“, Denk- und Mahnmäler, Gedenktafeln, Gedenkstätten
                    sowie Straßenbezeichnungen nach WiderstandskämpferInnen und Opfern des
                    NS-Regimes sind die Materialisationen des Geschichtsbewusstseins im Alltag. Der
                    Blick auf die Erinnerungslandschaft in der Gegenwart gibt daher zum einen
                    Einblick in das kollektive Gedächtnis der österreichischen Gesellschaft und zum
                    anderen legt die Beschäftigung mit ihrer Entstehungsgeschichte die Konjunkturen
                    dieser Beschäftigung offen.</p>
      </projectDesc>
      <listPrefixDef>
        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
        </prefixDef>
      </listPrefixDef>
    </encodingDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <ab>
        <ref target="context:derla" type="context">DERLA</ref>
        <ref target="context:derladidactics" type="context">DERLA didactics</ref>
      </ab>
      <div type="factbox">
        <p rend="Beschreibung">Die SchülerInnen beschäftigen sich ausgehend von der
                    Gedenktafel, die an das KZ-Außenlager Floridsdorf erinnert, mit der Geschichte
                    dieses KZ. Dabei können sie Überlegungen zu einer weiteren Gestaltung dieses
                    Ortes einbringen. Durch unterschiedliche Quellen setzen sich die SchülerInnen
                    auch damit auseinander, dass viele ÖsterreicherInnen nach 1945 behaupteten,
                    nichts von KZ und NS-Zwangsarbeit gewusst zu haben.</p>
        <p rend="Ort, Gemeinde EO/EZ">1210 Wien</p>
        <p rend="Zeitbedarf">50–100 Minuten</p>
        <p rend="Alter">13–19 Jahre</p>
        <p rend="Vermittlungsort">Klassenzimmer bzw. öffentlicher Raum</p>
      </div>
      <div type="mehrErfahren">
        <p> Die Gedenktafel am ehemaligen Eingangstor des <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss331">KZ-Außenlagers</ref> Floridsdorf erinnert im Stadtteil Jedlesee daran, dass
                    es auch in Wien nationalsozialistische Konzentrationslager gab. Dies ist bis
                    heute einem Großteil der Wiener Bevölkerung völlig unbekannt. <space/> Spuren
                    der ehemaligen Außenlager des <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss101">KZ
                        Mauthausen</ref> auf Wiener Stadtgebiet sind vor allem in Floridsdorf zu
                    erkennen. Das KZ-Außenlager in Floridsdorf befand sich zum größten Teil in heute
                    nicht mehr existierenden Brauereikellern, die sich gegenüber dem teilweise
                    erhaltenen Eingangstor des KZ befanden. Die <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss310">Baracken</ref>
                    der „KZ-Häftlinge“ und der ZwangsarbeiterInnen standen auf den dahinter
                    liegenden, damals oder auch heute noch freien Flächen. <space/> Bei der
                    Errichtung von Konzentrationslagern in Wien ist das KZ Mauthausen von großer
                    Bedeutung. Es ist die Zentrale eines weitläufigen Systems von KZ-Außenlagern,
                    das sich über weite Teile des heutigen Österreich erstreckt. Es bestehen auf dem
                    Gebiet von Wien ab dem Sommer 1944 drei KZ-Außenlager: KZ-Außenlager Simmering,
                    KZ-Außenlager Floridsdorf und KZ-Außenlager Schönbrunn sowie ein
                    KZ-Unterkommando, ebenfalls in Floridsdorf. <space/> Wegen schwerer Luftangriffe
                    im April und Juli 1944 auf den Schwechater Betrieb der Firma <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss324">Ernst
                        Heinkel</ref> AG, der „KZ-Häftlinge“ im KZ-Außenlager Schwechat ausbeutet,
                    verlegt dieser die Produktion an fünf Standorte in <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss321">Groß-Wien</ref>
                    . Die zentrale Verwaltung aller fünf KZ-Lager befindet sich anfangs in der
                    Hopfengasse, am Gelände der Mautner-Markhofschen Bierbrauerei in Floridsdorf. Ab
                    Mai 1944 arbeiten ungefähr 200 „KZ-Häftlinge“ aus dem KZ-Außenlager Schwechat an
                    der Reinigung und Vorbereitung der Brauereikeller für die Flugzeugproduktion.
                    Gleichzeitig errichten Zwangsarbeiter auf dem Gelände des Fußballvereins FAC in
                    unmittelbarer Nähe Barackenunterkünfte für das zukünftige KZ-Außenlager. Am 13.
                    Juli 1944 erfolgt die Verlegung des KZ-Außenlagers Schwechat nach Floridsdorf.
                    1.993 „KZ-Häftlinge“ befinden sich kurze Zeit in der Hopfengasse, ehe sie zum
                    Teil auf die weiteren Standorte der Firma Heinkel AG in <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss321">Groß-Wien</ref>
                    verteilt werden. <lb/> Die Bewachung der Häftlinge erfolgt Großteils durch
                    Angehörige der Luftwaffe, die zum Teil unfreiwillig zur <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss145">SS</ref>
                    überstellt werden. Lagerkommandant ist SS-Untersturmführer Anton Streitwieser.
                    Er gilt unter den Häftlingen als äußerst brutal und hetzt mehrmals seinen
                    scharfen Hund auf sie. Streitwieser kann nach 1945 unter einem falschen Namen in
                    Deutschland untertauchen, wird aber später enttarnt und vor Gericht gestellt. Er
                    ist einer der wenigen Mörder in SS-Uniform, der nach 1945 vor Gericht gestellt
                    wird. 1967 verurteilt das Landesgericht Köln Streitwieser zu lebenslanger Haft.
                    Er stirbt 1972 im Haftkrankenhaus Bochum. <lb/> Die Sterblichkeitsrate der
                    Häftlinge im KZ-Außenlager Floridsdorf sinkt im Vergleich zum früher bestehenden
                    KZ-Außenlager Schwechat. Vermutlich hat die Firma Heinkel Probleme, von der SS
                    fachlich qualifizierte „KZ-Häftlinge“ zu bekommen, sodass sie deshalb auf eine
                    leicht verbesserte Versorgung mit Lebensmitteln achtet. Die SS räumt Ende März
                    1945 wegen der herannahenden <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss295">Roten
                        Armee</ref> die Produktionsstätten in <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss321">Groß-Wien</ref>
                    und treibt die „KZ-Häftlinge“ auf Todesmärschen Richtung KZ Mauthausen. Von über
                    800 Häftlingen kommen dabei mindestens 121 ums Leben. </p>
        <caption>Literatur</caption>
        <list>
          <item>Roman Fröhlich, Außenlager des KZ Mauthausen in Wien an den Standorten der
                        Ernst Heinkel Aktiengesellschaft. Eine Bestandsaufnahme. In: KZ-Gedenkstätte
                        Mauthausen. Mauthausen Memorial 2012. Hrsg. v. Bundesministerium für
                        Inneres, o.O. 2012, 31–42.</item>
          <item>Winfried R. Garscha, Ein „strammer und schneidiger Gefolgsmann“: Anton
                        Streitwieser und der Kölner Mauthausen-Prozess. In: Georg Holzinger (Hg.),
                        Die zweite Reihe. Täterbiografien aus dem Konzentrationslager Mauthausen (=
                        Mauthausen Studien, Bd. 10). Wien 2016, 276–294.</item>
          <item>Martin Krist/Albert Lichtblau, Nationalsozialismus in Wien. Opfer – Täter
                        – Gegner. Innsbruck/Wien/Bozen 2017, 279–303.</item>
          <item>Bertrand Perz, Wien (Saurerwerke), Wien-Floridsdorf, Wien-Floridsdorf
                        (AFA-Werke), Wien Schönbrunn. In: Wolfgang Benz/Barbara Distl, Der Ort des
                        Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 4:
                        Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück. München 2006, 445–457.</item>
        </list>
      </div>
      <div type="mehrMachen">
        <head>Konzentrationslager in Wien – Das KZ-Außenlager Floridsdorf</head>
        <caption>Didaktischer Kommentar</caption>
        <p> Durch die Beschäftigung mit dem KZ-Außenlager Floridsdorf setzen sich die
                    SchülerInnen mit dem Vorhandensein eines KZ-Außenlagers inmitten einer Großstadt
                    auseinander. Hierbei wird aufgrund der dürftigen Quellenlage weniger auf das
                    Leiden der „KZ-Häftlinge“ eingegangen als auf die Tatsache, dass auch dieses KZ
                    für die Bevölkerung nicht unbekannt geblieben sein kann. <lb/> Wünschenswert
                    wäre, wenn die SchülerInnen bereits Kenntnisse zur NS-Terrorzeit und zum
                    KZ-System sowie über die Situation der „KZ-Häftlinge“ mitbringen. <lb/> Durch
                    die Kombination unterschiedlicher Quellenformate werden historische Kompetenzen
                    sowie die Methoden- und Orientierungskompetenz gefördert. </p>
        <caption>Arbeitsaufträge</caption>
        <p>
          <list style="ordered">
            <item>Nenne den Rüstungsbereich, in dem die „KZ-Häftlinge“ in Floridsdorf
                            eingesetzt waren (siehe Mehr Erfahren und Audioquellen).</item>
            <item>Gehe den Gründen für die unterschiedliche Behandlung an den einzelnen
                            Standorten von Konzentrationslagern nach (siehe Mehr Erfahren und
                            Audioquellen).</item>
            <item>Betrachte die Luftaufnahme der britischen Luftwaffe. Finde die
                            Hopfengasse und die Straße, in der die Straßenbahn gefahren ist, mit der
                            du zum ehemaligen Lagertor gekommen bist. Zeige die Richtung, aus der du
                            gekommen bist (siehe Bildquellen).</item>
            <item> Die Fläche vor dem ehemaligen Eingangstor zum KZ-Außenlager
                            Floridsdorf wird heute als Parkplatz genutzt (siehe Bildquellen). <lb/>
                            Überlege eine andere Nutzung, etwa als erweiterter Gedenkort. <lb/>
                            Evtl. kannst du dein Ergebnis an die Bezirksvorstehung Floridsdorf, Am
                            Spitz 1, 1210 Wien oder an die zuständige Stadträtin Veronica
                            Kaup-Hasler, Rathaus, 1010 Wien (kaup-hasler@wien.gv.at) schicken. </item>
            <item> Neben dem ehemaligen Eingangstor zum KZ-Außenlager Floridsdorf ist
                            noch das Gebäude des Braugasthofs „Gambrinus“ heute erhalten. Allerdings
                            befindet sich dort kein Gedächtniszeichen (siehe Bildquellen). <lb/>
                            Entwirf einen Vorschlag zu einer Gedenktafel/einem Gedächtniszeichen.
                            Evtl. kannst du deinen Vorschlag an die dafür zuständigen PolitikerInnen
                            schicken (Adresse siehe Arbeitsaufträge 4). </item>
            <item>Beurteile die häufig nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aufgestellte
                            Behauptung, nichts von KZ und NS-Zwangsarbeit gewusst zu haben (siehe
                            Text-, Bild- und Audioquellen).</item>

            <item> Gehe der Frage nach, warum fast keiner der SS-Männer, die zur
                            Bewachung und bei den Todesmärschen der „KZ-Häftlinge“ eingesetzt waren,
                            nach 1945 zur Verantwortung gezogen wurde (siehe Mehr Erfahren sowie den
                            Glossareintrag zu <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss324">Ernst
                                Heinkel</ref> ). <lb/> Beurteile dabei auch die juristische
                            „Behandlung“ ehemaliger „KZ-Häftlinge“ (siehe Textquellen). <lb/>
                            Vergleiche danach die unterschiedliche Behandlung von TäterInnen und
                            KZ-Opfern. </item>
          </list>
        </p>
        <caption>Vermittlungshinweise</caption>
        <p> Die Beschäftigung mit diesem Erinnerungszeichen bzw. dieser Gedenktafel kann
                    sowohl am Ort des Gedächtniszeichens als auch im Klassenraum stattfinden. <lb/>
                    Die ersten drei Arbeitsaufgaben beschäftigen sich unmittelbar mit der Geschichte
                    des KZ-Außenlagers Floridsdorf, die vierte und fünfte Arbeitsaufgabe zielt auf
                    eine tiefergehende Beschäftigung mit dem Ort und seiner möglichen weiteren
                    Gestaltung ab. Die sechste sollte unbedingt durchgeführt werden, denn sie
                    beschäftigt sich mit dem Mitwissen der damaligen Wiener Bevölkerung. Die
                    siebente Arbeitsaufgabe, die auf die juristische Nicht-Aufarbeitung der
                    NS-Terrorzeit abzielt, kann optional und vor allem in Oberstufenklassen
                    durchgeführt werden. </p>
        <caption>Vermittlungsziele</caption>
        <list>
          <item>Die SchülerInnen reflektieren über die Tatsache, dass auch im dicht
                        verbauten Stadtgebiet Wiens KZ existierten. Daraus ergibt sich die
                        naheliegende Frage nach dem Wissen der damaligen Bevölkerung über diese
                        Lager.</item>
          <item>Darüber hinaus kann durch Überlegungen der SchülerInnen zur weiteren
                        Gestaltung des Ortes eine nachhaltige Beschäftigung mit der Geschichte der
                        NS-Terrorzeit erzielt werden.</item>
          <item>Die SchülerInnen erproben dabei den selbständigen Umgang mit verschiedenen
                        Quellentypen und erwerben historische Methoden- und
                        Orientierungskompetenz.</item>
        </list>
        <caption>Literatur</caption>
        <list>
          <item>Roman Fröhlich, Außenlager des KZ Mauthausen in Wien an den Standorten der
                        Ernst Heinkel Aktiengesellschaft. Eine Bestandsaufnahme. In: KZ-Gedenkstätte
                        Mauthausen. Mauthausen Memorial 2012. Hrsg. v. Bundesministerium für
                        Inneres, o.O. 2012, 31–42.</item>
          <item>Winfried R. Garscha, Ein „strammer und schneidiger Gefolgsmann“: Anton
                        Streitwieser und der Kölner Mauthausen-Prozess. In: Georg Holzinger (Hg.),
                        Die zweite Reihe. Täterbiografien aus dem Konzentrationslager Mauthausen (=
                        Mauthausen Studien, Bd. 10). Wien 2016, 276–294.</item>
          <item>Martin Krist/Albert Lichtblau, Nationalsozialismus in Wien. Opfer – Täter
                        – Gegner. Innsbruck/Wien/Bozen 2017, 279–303.</item>
          <item>Bertrand Perz, Wien (Saurerwerke), Wien-Floridsdorf, Wien-Floridsdorf
                        (AFA-Werke), Wien Schönbrunn. In: Wolfgang Benz/Barbara Distl, Der Ort des
                        Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 4:
                        Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück. München 2006, 445–457.</item>
        </list>
      </div>
      <div type="quellenText">
        <p>
          <emph style="bold">Die Seegrotte Hinterbrühl wird zum KZ-Außenlager</emph>
          <space/> Mitte August 1944 hatte man mit dem Abpumpen des Wassers und dem Ausbau
                    des Bergwerks begonnen. Ende September 1944 war die unterirdische Fabrik mit ca.
                    12.000 Quadratmeter Fertigungsfläche bezugsfertig. <lb/> Um den aufwendigen und
                    zeitraubenden täglichen Transport der Häftlinge zwischen dem im Nordosten der
                    Stadt gelegenen Floridsdorf und dem im Südwesten gelegenen Mödling-Hinterbrühl
                    zu vermeiden, kam es ab September 1944 zur Errichtung eines eigenen Lagers in
                    der Johannesstraße in unmittelbarer Nähe des Eingangs der Seegrotte, in das nach
                    Fertigstellung die Mehrheit der Häftlinge aus Floridsdorf überstellt wurde. <lb/>
          <lb/>
          <emph style="bold">Kein Schadenersatz für ehemalige „KZ-Häftlinge“</emph>

          <space/> 1959 reichte der ehemalige KZ-Gefangene Edmund Bartl eine
                    Schadenersatzklage gegen die mittlerweile in Stuttgart ansässige Ernst Heinkel
                    Aktiengesellschaft ein. Seine Klage wurde als Musterprozess für 40 weitere
                    Zivilklagen von ehemaligen KZ-Gefangenen geführt. Darunter waren auch Personen,
                    die in den <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss331">KZ-Außenlagern</ref> und Unterkommandos in und um Wien für die Firma
                    Heinkel arbeiten mussten. <lb/> Der Prozess ging durch mehrere Instanzen und
                    dauerte bis 1967. (… Der Prozess wurde durch laufende Eingaben seitens der
                    Heinkel AG immer wieder verzögert.) Die Klage von Edmund Bartl wurde 1967 vom
                    Bundesgerichtshof, dem obersten deutschen Gericht abgelehnt. Die Ansprüche – so
                    das Urteil – seien verjährt. Alle weiteren Beschwerden gegen diesen Beschluss
                    blieben erfolglos. </p>
        <caption>Titel / Beschreibung</caption>
        <p>Textquellen zum KZ-Außenlager Floridsdorf</p>
        <caption>Quellenzitat</caption>
        <p>
          <list>
            <item>Bertrand Perz, Wien (Saurerwerke), Wien-Floridsdorf, Wien-Floridsdorf
                            (AFA-Werke), Wien Schönbrunn. In: Wolfgang Benz/Barbara Distl, Der Ort
                            des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.
                            Bd. 4: Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück. München 2006, S.
                            450.</item>
            <item>Roman Fröhlich, Außenlager des KZ Mauthausen in Wien an den Standorten
                            der Ernst Heinkel Aktiengesellschaft. Eine Bestandsaufnahme. In:
                            KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Mauthausen Memorial 2012. Hrsg. v.
                            Bundesministerium für Inneres, o.O. 2012, S. 36f.</item>
          </list>
        </p>
      </div>
      <linkGrp>
        <ptr
          ref="https://www.erinnern.at/bundeslaender/wien/standorte-expert-innen/baustellen-des-todes.-zwangsarbeit-am-loibl-pass-und-in-floridsdorf"
          rend="Ö1 Radiosendung „Baustellen des Todes. Zwangsarbeit am Loibl-Pass und in Floridsdorf“ vom 10.05.2016 (Gestaltung der Sendung: Juliane Nagiller)" rendition="Beginn des Beitrages über Floridsdorf ab Minute 22:07 (Ende 29:38);Ab 25:44 KZ-Außenlager Floridsdorf (davor NS-Zwangsarbeit in Floridsdorf);Ab 27:30 – 28:10: Ein Herr aus Floridsdorf (Er verwechselt dabei „KZ-Häftlinge“ und NS-Zwangsarbeiter mit Arbeitslosen – im Kontext ist aber klar, dass er erstere meint.);"/>
      </linkGrp>
    </body>
  </text>
  <facsimile>
    <graphic mimeType="image/jpeg" url="info:fedora/o:derla.fixvie1215" xml:id="IMAGE.1">
      <desc>Links oben: Luftaufnahme der Royal Air Force (RAF), Aufklärungsflug Nr. 15SG-1260
                vom 28. Februar 1945. Der markierte Bereich zeigt das KZ-Außenlager Floridsdorf in
                der Hopfengasse, rechts im Kreis der Fußballplatz des FAC, links (außerhalb des
                Kreises) die Gleise der Bahnstrecke nach Stockerau (© Archiv der KZ-Gedenkstätte
                Mauthausen/Luftbilddatenbank Dr. Carls). Oben rechts: Das ehemalige Eingangstor zum
                KZ-Außenlager Floridsdorf vor der Anbringung der Gedenktafel. Unten links: Die
                Gedenktafel an der linken Säule. Unten rechts: Der vor dem ehemaligen Eingangstor
                liegende Parkplatz (Fotos: Martin Krist).</desc>
      <desc type="title">KZ-Außenlager Floridsdorf</desc>
    </graphic>
  </facsimile>
</TEI>
