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        <title xml:lang="de">Erinnern, aber wie? – Formensprache der Erinnerung</title>
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        <pubPlace>Graz</pubPlace>
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        <title ref="https://gams.uni-graz.at/derla">DERLA: Digitale Erinnerungslandschaften</title>
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          <resp>Projektleitung</resp>
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            <surname>Lamprecht</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-9622-9269</idno>
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          <resp>ZIM Forschungsleiter</resp>
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            <idno type="orcid">0000-0002-1726-1712</idno>
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          <resp>ZIM Mitarbeiter</resp>
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            <forename>Sebastian</forename>
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            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
          </persName>
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      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <p>Fixiertes Vermittlungsangebot, born digital</p>
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          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:derla.tir215</idno>
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      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Born digital TEI Dokument zur Beschreibung eines Erinnerungsortes bzw. Erinnerungszeichens.</p>
        <p>Erinnerungszeichen markieren Erinnerungsorte und machen sie in der Öffentlichkeit sichtbar. Sie sind ein sichtbarer Verweis auf Ereignisse, Erfahrungen und Verbrechen, die der Nationalsozialismus und Faschismus zu verantworten haben und sind intentionaler Ausdruck der Erinnerungskultur einer bestimmten Gruppe. Sie können physische oder virtuelle Manifestationen sein. Zur genaueren Bestimmung und Analyse werden die einzelnen Erinnerungsorte/Erinnerungszeichen durch spezifische Kriterien genauer klassifiziert und mit Information angereichert. Hierbei kann es zu Überlappungen und in manchen Fällen zu Unschärfen kommen, weshalb teils Mehrfachzuordnungen in den einzelnen Kategorien vorgenommen werden.</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die Opfer sowie die Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt sich die kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus und der Erinnerung daran zum Ziel. Die ständig neu zu stellenden Fragen, was, wann, wo und von wem wie erinnert wurde und wird, geben Einblicke in die Transformationen der Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und sind Ausdruck unseres politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in der Gegenwart. „Gedächtnisorte“, Denk- und Mahnmäler, Gedenktafeln, Gedenkstätten sowie Straßenbezeichnungen nach WiderstandskämpferInnen und Opfern des NS-Regimes sind die Materialisationen des Geschichtsbewusstseins im Alltag. Der Blick auf die Erinnerungslandschaft in der Gegenwart gibt daher zum einen Einblick in das kollektive Gedächtnis der österreichischen Gesellschaft und zum anderen legt die Beschäftigung mit ihrer Entstehungsgeschichte die Konjunkturen dieser Beschäftigung offen.</p>
      </projectDesc>
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        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
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    </encodingDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <ab>
        <ref target="info:fedora/context:derla" type="context">DERLA</ref>
        <ref target="info:fedora/context:derladidactics" type="context">DERLA didactics</ref>
      </ab>
      <div type="factbox">
        <p rend="Beschreibung">Du setzt dich mithilfe eines Grundlagentextes mit der Geschichte des größten NS-Täterbaus in Tirol – dem Neuen Landhaus – auseinander. Du lernst unterschiedliche Formen und geschichtskulturelle Produkte des Gedenkens kennen und machst dir Gedanken über eine künstlerische Intervention, die auf die Geschichte des Neuen Landhauses aufmerksam macht.</p>
        <p rend="Ort, Gemeinde EO/EZ">Innsbruck (PLZ 6020), Bezirk Innsbruck-Stadt</p>
        <p rend="Zeitbedarf">je nach Einsatz 100 bis 250 Minuten</p>
        <p rend="Alter">13–18 Jahre</p>
        <p rend="Vermittlungsort">Klassenraum</p>
      </div>
      <div type="mehrErfahren">
        <p>
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          <emph style="bold">
            <emph style="color">Die Geschichte des Gebäudes</emph>
          </emph>

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               Vor dem Hintergrund der bestehenden Raumnot plante die Gauleitung ab Sommer 1938 eine umfassende Landhauserweiterung und wickelte sie in äußerst kurzer Zeit ab. Knapp über 200 Bauarbeiter aus Österreich, Deutschland und Italien arbeiteten ab Mitte Oktober 1938 über die Wintermonate fast rund um die Uhr. Bereits am 6. Mai 1939 fand die Firstfeier statt, drei Monate später übersiedelten die ersten Ämter in das Gebäude. Die
               <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss270">NS-Propaganda</ref>
               vermarktete den Bau des Gauhauses als Aufbruch in eine neue Zeit und als Einlösung der Versprechungen des Nationalsozialismus.
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               Die Verfolgungsmaschinerie des NS-Regimes prägten die Ereignisse rund um den Erweiterungsbau entscheidend mit. Zum einen kaufte die Gauleitung zusätzliche Gebäude, teilweise durch Tauschgeschäfte mit „
               <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss255">arisieren</ref>
               “ Immobilien. Zum anderen nutzte die Gauleitung den Vermögensentzug kirchlicher Einrichtungen zur Finanzierung des Projekts. Der Landhausblock entwickelte sich rasch zur Schaltzentrale der NS-Schreckensherrschaft. Hier liefen sämtliche Fäden der NS-Verbrechen zusammen, hier trafen die Machthaber Entscheidungen zur Ausführung umfassender Verfolgungsmaßnahmen und hier fand deren bürokratische Abwicklung statt. Etliche Abteilungen und Dienststellen waren an den Verbrechen beteiligt.
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               Der Tiroler Landesregierung gelang es nach Kriegsende, die Vergangenheit des Gebäudes komplett umzuschreiben. Bis zur Umgestaltung des Landhausplatzes 2011 geriet der NS-Hintergrund des Neuen Landhauses nahezu in Vergessenheit. Die Tiroler Politik knüpfte nach dem Krieg räumlich an die Zeit vor 1938 an und verblieb im Alten Landhaus. Die Besatzungsmächte richteten ihren Stützpunkt im Neuen Landhaus ein, wie es unmittelbar nach Kriegsende genannt wurde. Dass die Errichtung des Regierungszentrums in Zusammenhang mit der NS-Zeit stand, stellte die Landesregierung in Abrede.
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            <emph style="color">Die Erinnerung</emph>
          </emph>

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               Heute dient der Bau dem Land als Regierungsgebäude. Im Inneren sind nur noch das ehemalige Büro des Gauleiters und sein Sitzungszimmer im Original erhalten. Außen deuten nur noch, von der vermeintlichen NS-Herrschaftsarchitektur abgesehen, dass Nebeneinander der Wappen Tirols und Vorarlbergs an der Ostfassade auf den Entstehungshintergrund des Gebäudes hin. Die NS-
               <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss257">Bürokratie</ref>
               schloss die beiden Bundesländer in einem gemeinsamen Gau zusammen. In der Mitte der Wappen, dort, wo sich heute eine Leerstelle befindet, thronte bis unmittelbar nach Kriegsende der NS-Parteiadler.
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               Auf die fehlende Auseinandersetzung mit dem NS-Erbe wiesen HistorikerInnen erst in der jüngsten Vergangenheit hin. Es gibt unterschiedliche Meinungen, was den Umgang mit dem Gebäude betrifft. Aus Pietätsgründen gegenüber jenen, die unter der unmenschlichen Politik der damaligen Zeit zu leiden hatten, sollte das Gebäude unangetastet bleiben, meinen VertreterInnen des Denkmalschutzes. Andere fordern klar ersichtliche Eingriffe in die Bausubstanz, um gegen das Vergessen und Verdrängen anzukämpfen. Der Architekt Rainer Köberl schlug kurzerhand den Abriss des Gebäudes vor. Der Künstler Franz Wassermann plante 2018 die Aktion „Offizialdelikt Kreide“, scheiterte aber an der Genehmigung durch das Land. Ein Hakenkreuz aus Kreide auf der gläsernen Eingangstür sollte durch die Überschreibung mit Personennamen des Tiroler Widerstands zum Verschwinden gebracht werden.
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               Zuletzt kritisierte Markus Wilhelm auf seinem Blog dietiwag.org die fehlende Zeichensetzung. Er forderte die Tiroler Landesregierung auf, erinnerungskulturelle Verantwortung für ihr Verwaltungsgebäude zu übernehmen. Eine eingerichtete Expertenkommission schlug daraufhin einen Maßnahmenkatalog vor, um auf die Vergangenheit des Gebäudes aufmerksam zu machen. Es entstand eine Publikation, welche die Bau- und Nutzungsgeschichte in der NS-Zeit beleuchtet, aber auch die Bedeutung des Gebäudes bis in die Gegenwart. Ein weiterer Vorschlag war die Durchführung einer künstlerischen Intervention am Gebäude. Um dieses Projekt geht es bei diesem Vermittlungsangebot.
            </p>
        <caption>Literatur</caption>
        <list>
          <item>Christian Mathies/Hilde Strobl, Vom Gauhaus zum Landhaus. Ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte (Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchivs 23), Innsbruck 2021.</item>
          <item>Horst Schreiber, Gedächtnislandschaft Tirol. Zeichen der Erinnerung an Widerstand, Verfolgung und Befreiung 1938–1945 (Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, Neue Folge 68/Tiroler Studien zu Geschichte und Politik 24), Innsbruck/Wien/Bozen 2019.</item>
        </list>
      </div>
      <div type="mehrMachen">
        <head>Erinnern, aber wie? – Formensprache der Erinnerung</head>
        <caption>Didaktischer Kommentar</caption>
        <p>Im Normalfall begegnet uns Geschichte im Alltag nicht über historische Quellen. Wir werden über Erzählungen zur Geschichte mit der Vergangenheit konfrontiert. Unterschiedliche Generationen leiten nicht dieselben Orientierungen aus der Vergangenheit ab. Der stattgefundene Wettbewerb für eine künstlerische Intervention am Landhaus soll eine Diskussion einleiten, wie wir heute mit der Vergangenheit des Gebäudes umgehen wollen. Wichtig ist, dass die SchülerInnen ihre Urteilsbegründung offenlegen, ohne dass die Lehrkraft vorschnell in richtig oder falsch einteilt. Neben der historischen Frage- und Sachkompetenz zielt das Vermittlungsangebot auf die Schulung der historischen Orientierungskompetenz ab.</p>
        <caption>Arbeitsaufträge</caption>
        <p>
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          <emph style="bold">Einstimmen</emph>
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    Sieh dir den <ref
            target="https://gams.uni-graz.at/archive/objects/o:derla.6936/methods/sdef:Story/get?mode=samplePath&amp;locale=de">Weg der Erinnerung zur Formensprache des Gedenkens in Tirol</ref> auf der DERLA-Webseite an.
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    Bearbeite die beiden Aufgaben und tausche dich danach mit jemandem aus:
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            <item>Schreib auf, was dir nach der Betrachtung des Weges durch den Kopf geht: Welche Gedanken beschäftigen dich?</item>
            <item>Überlege dir mindestens drei Fragestellungen, über die du mehr erfahren möchtest.</item>
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          <emph style="bold">Lernen</emph>
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    Bearbeitet die folgenden Aufgabestellungen zu zweit und tauscht euch über eure Ergebnisse in Gruppen bzw. im Plenum aus:
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            <item>Lest den Text im Menüpunkt ‚Mehr Erfahren‘. Ihr findet dort Informationen zur Geschichte des Neuen Landhauses. Was findet ihr wichtig? Schreibt einen kurzen Text im Umfang von etwa zehn Sätzen.</item>
            <item>Seht euch das Foto zur Firstfeier im Menüpunkt ‚Bildquellen‘ an. Die Fotografie zeigt die Aufmachung des Rohbaus zu diesem Zeitpunkt. Nur unscharf zu erkennen sind ein Führerbild und ein Dankspruch in der Mitte des Gebäudes. Erläutert, was die Nationalsozialisten mit der Aufmachung bewirken wollten. Formuliert mögliche Gedanken vorbeispazierender PassantInnen.</item>
            <item>Seht euch die Zeichnung im Menüpunkt ‚Bildquellen‘ an. Sie zeigt eine Perspektive, die erst 2020 in den Speichern des Tiroler Landesarchivs aufgetaucht ist. Stellt Vermutungen an, wann die Perspektive entstanden ist, und begründet euren Standpunkt.</item>
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          <emph style="bold">Forschen</emph>
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    Bearbeitet die folgenden Aufgabestellungen zu zweit und tauscht euch über eure Ergebnisse in Gruppen bzw. im Plenum aus:
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            <item>Erinnerungsarbeit im öffentlichen Raum greift unterschiedliche Formensprachen auf. Findet mithilfe der DERLA-Website im (horizontalen) Menüpunkt ‚Karte der Erinnerung‘ fünf Beispiele für unterschiedliche Arten des Gedenkens. Die Filterfunktion ‚Zeichen‘ erleichtert die Suche. Dokumentiert eure Ergebnisse.</item>
            <item>Beurteilt, welche Formensprache die nachhaltigste Wirkung entfaltet und begründet eure Entscheidung anhand eines Beispiels.</item>
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          <emph style="bold">Erinnern</emph>
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    Schreibt eure Ideen, Gedanken und Meinungen zu den folgenden Punkten in einer Vierergruppe nieder und tauscht euch über eure Ergebnisse im Plenum aus:
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            <item>Überlegt, ob es wichtig ist, an die Geschichte des Neuen Landhauses zu erinnern. Begründet eure Entscheidung.</item>
            <item>Im Menüpunkt ‚Bildquellen‘ findet ihr Einreichungen zur geplanten künstlerischen Intervention am Neuen Landhaus. Nehmt eine Reihung der Projekte vor und begründet eure Entscheidung.</item>
            <item>Informiert euch über die Medien oder durch eine Anfrage an die Liegenschaftsverwaltung des Landes über den Stand der Umsetzung der Intervention. Schaut sie euch, falls möglich, vor Ort an.</item>
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          <emph style="bold">Reflektieren</emph>
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            <item>Du hast zu Beginn drei Fragestellungen formuliert. Konntest du befriedigende Antworten finden? Diskutiert darüber im Plenum.</item>
            <item>Nimm dir 5 Minuten Zeit, um die folgenden Satzanfänge schriftlich weiterzuführen: „Mir ist heute klar geworden, …“ und „Mich beschäftigen die Fragen, …“. Lest einige Reflexionen zum Abschluss in der Klasse vor.</item>
          </list>
        </p>
        <caption>Vermittlungshinweise</caption>
        <p>
               Das Vermittlungsangebot eignet sich für SchülerInnen ab 13 Jahren und gliedert sich in mehrere Teile, die je nach Zeitbedarf unabhängig voneinander eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht ein vom Land Tirol initiierter Wettbewerb für eine künstlerische Intervention am Neuen Landhaus. Die SchülerInnen lernen unterschiedliche Projektideen kennen und nehmen die Rolle der Wettbewerbsjury ein.
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          <emph style="bold">Einstimmen:</emph>
               Die SchülerInnen stimmen sich mit dem ‚Weg der Erinnerung‘ zu den unterschiedlichen Formen der Erinnerung auf die Thematik ein.
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          <emph style="bold">Lernen:</emph>
               Die SchülerInnen lernen die Geschichte des Neuen Landhauses kennen. Sie beschäftigen sich am Beispiel von zwei Fotografien mit dem Stellenwert des Gebäudes für die Nationalsozialisten und wie nach 1945 mit dem NS-Erbe umgegangen wurde.
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          <emph style="bold">Forschen:</emph>
               Die SchülerInnen lernen mithilfe der ‚Karte der Erinnerung‘ unterschiedliche Arten von Gedenkzeichen kennen und beurteilen deren unterschiedliche Wirkungen.
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          <emph style="bold">Erinnern:</emph>
               Die SchülerInnen diskutieren darüber, ob es heute noch wichtig ist, an den NS-Hintergrund des Gebäudes zu erinnern. Sie beurteilen einige Wettbewerbsbeiträge und informieren sich über den Stand der Umsetzung.
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          <emph style="bold">Reflektieren:</emph>
               Zum Abschluss denken die SchülerInnen darüber nach, was sie gelernt haben und was sie beschäftigt.
            </p>
        <caption>Vermittlungsziele</caption>
        <list>
          <item>Die SchülerInnen lernen die Geschichte des Neuen Landhauses kennen, dem größten noch bestehenden NS-Täterbau Tirols.</item>
          <item>Die SchülerInnen machen sich Gedanken über die Bedeutung dieser Geschichte für die Gegenwart.</item>
          <item>Die SchülerInnen diskutieren unterschiedliche Formen des Gedenkens.</item>
          <item>Die SchülerInnen erkennen die Notwendigkeit von offiziellem Gedenken an die NS-Gewaltherrschaft.</item>
        </list>
        <caption>Literatur</caption>
        <list>
          <item>Christoph Kühberger, Erinnerungskulturen als Teil des historisch-politischen Lernens, in: Forum Politische Bildung (Hg.), Erinnerungskulturen (Informationen zur Politischen Bildung 32), Innsbruck/Wien/Bozen 2010, 39-42.</item>
        </list>
      </div>
      <div type="quellenText">
        <caption>Titel / Beschreibung</caption>
        <p>-</p>
        <caption>Quellenzitat</caption>
        <p>-</p>
      </div>
    </body>
  </text>
  <facsimile>
    <graphic mimeType="image/jpeg" url="info:fedora/o:derla.fixtir215" xml:id="IMAGE.1">
      <desc>Die obere Fotografie zeigt die Aufmachung des Gauhauses anlässlich der Firstfeier im Mai 1939. Die untere Zeichnung entstand vermutlich während der NS-Zeit. Hinweise auf den NS-Bezug wurden nach 1945 entfernt. </desc>
      <desc type="title">oben: Aufmachung des Gauhauses anlässlich der Firstfeier im Mai 1939. Privatarchiv Matthias Reisner; unten: Zeichnung. Tiroler Landesarchiv</desc>
    </graphic>
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      <desc>Einreichungen für eine künstlerische Intervention am Neuen Landhaus, die sich mit der historischen Nutzung des Hauses als NS-Zentrale kritisch auseinandersetzen und zur Reflexion über die Vergangenheit und die Gegenwart des Gebäudes anregen soll.</desc>
      <desc type="title">Zusammenstellung Christian Mathies/Monika Dlaska</desc>
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