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        <title xml:lang="de">Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal</title>
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          <resp>Erfassung der geografischen und historischen Daten</resp>
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          <orgName>GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
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        <date when="2019">2019</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
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        <title ref="https://gams.uni-graz.at/derla">DERLA: Digitale Erinnerungslandschaften</title>
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          <resp>Projektleitung</resp>
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            <forename>Gerald</forename>
            <surname>Lamprecht</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-9622-9269</idno>
          </persName>
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          <resp>ZIM Forschungsleiter</resp>
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            <forename>Georg</forename>
            <surname>Vogeler</surname>
            <idno type="orcid">0000-0002-1726-1712</idno>
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          <resp>ZIM Mitarbeiter</resp>
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            <forename>Sebastian</forename>
            <surname>Stoff</surname>
            <idno type="orcid">0000-0001-6941-113X</idno>
          </persName>
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      <sourceDesc>
        <p>Fixiertes Vermittlungsangebot, born digital</p>
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          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:derla.car27</idno>
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      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
      <editorialDecl>
        <p>Born digital TEI Dokument zur Beschreibung eines Erinnerungsortes bzw. Erinnerungszeichens.</p>
        <p>Erinnerungszeichen markieren Erinnerungsorte und machen sie in der Öffentlichkeit sichtbar. Sie sind ein sichtbarer Verweis auf Ereignisse, Erfahrungen und Verbrechen, die der Nationalsozialismus und Faschismus zu verantworten haben und sind intentionaler Ausdruck der Erinnerungskultur einer bestimmten Gruppe. Sie können physische oder virtuelle Manifestationen sein. Zur genaueren Bestimmung und Analyse werden die einzelnen Erinnerungsorte/Erinnerungszeichen durch spezifische Kriterien genauer klassifiziert und mit Information angereichert. Hierbei kann es zu Überlappungen und in manchen Fällen zu Unschärfen kommen, weshalb teils Mehrfachzuordnungen in den einzelnen Kategorien vorgenommen werden.</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die digitale Erinnerungslandkarte Österreichs (DERLA) ist ein Dokumentations- und Vermittlungsprojekt. Es dokumentiert die Erinnerungsorte und -zeichen an die Opfer sowie die Orte des Terrors des Nationalsozialismus in Österreich und setzt sich die kritische Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Faschismus und der Erinnerung daran zum Ziel. Die ständig neu zu stellenden Fragen, was, wann, wo und von wem wie erinnert wurde und wird, geben Einblicke in die Transformationen der Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und sind Ausdruck unseres politischen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in der Gegenwart. „Gedächtnisorte“, Denk- und Mahnmäler, Gedenktafeln, Gedenkstätten sowie Straßenbezeichnungen nach WiderstandskämpferInnen und Opfern des NS-Regimes sind die Materialisationen des Geschichtsbewusstseins im Alltag. Der Blick auf die Erinnerungslandschaft in der Gegenwart gibt daher zum einen Einblick in das kollektive Gedächtnis der österreichischen Gesellschaft und zum anderen legt die Beschäftigung mit ihrer Entstehungsgeschichte die Konjunkturen dieser Beschäftigung offen.</p>
      </projectDesc>
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        <prefixDef ident="marcrelator" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/$1">
          <p>Institutionelle und Personale Rollen taxonomie</p>
        </prefixDef>
        <prefixDef ident="dcterms" matchPattern="([a-z]+)" replacementPattern="http://purl.org/dc/terms/$1">
          <p>Datums Taxonomie</p>
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    </encodingDesc>
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  <text>
    <body>
      <ab>
        <ref target="context:derla" type="context">DERLA</ref>
        <ref target="context:derladidactics" type="context">DERLA didactics</ref>
      </ab>
      <div type="factbox">
        <p rend="Beschreibung">Anhand dieser Gedenkstätte setzen sich die SchülerInnen mit verschiedenen Opfergruppen im Oberen Drautal auseinander und können auch die Entstehung einer solchen Gedenkstätte verfolgen. Durch die vertiefte Beschäftigung mit den Biografien einiger Opfer lernen sie verschiedene Opferschicksale und Stätten des Terrors kennen.</p>
        <p rend="Ort, Gemeinde EO/EZ">Bahnhofstraße, 9762 Greifenburg</p>
        <p rend="Zeitbedarf">3mal 45 Minuten und 30 Minuten vor Ort</p>
        <p rend="Alter">ab 14 Jahren</p>
        <p rend="Vermittlungsort">Klassenzimmer und vor Ort in Greifenburg</p>
      </div>
      <div type="mehrErfahren">

        <p>
               Lange Zeit wurde in Österreich die Mitverantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus abgelehnt. Die Geschichte der Opfer im und aus dem Oberen Drautal lässt erkennen, dass der Nationalsozialismus in den Dörfern zahlreiche Anhänger gefunden und die Verfolgung von politischen GegnerInnen, Menschen aus als minderwertig bezeichneten Volksgruppen und Menschen mit Krankheiten und Behinderungen auch hier stattgefunden hat. Auch hier kamen Personen, die zum (politischen) Widerstand gehörten, den
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            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss248">Widerstandskämpfern</ref>
               und
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            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss243">Partisanen</ref>
               halfen oder eine andere (politische) Meinung vertraten, in polizeiliche Sicherheitsverwahrung. Sinti/Sintizas und Roma/Romnija wurden aus rassistischen Gründen verfolgt. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges wurden in den Konzentrationslagern sogenannte
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            target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss249">"Zigeunerlager"</ref>
               eingerichtet. Diesem rassistischen Vernichtungswahn fielen mehr als 500.000 Sinti/Sintizas und Roma/Romnija zum Opfer, darunter auch mindestens eine Frau aus dem Oberen Drautal. Schließlich fielen im Zuge der
               <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss217">Aktion T4</ref>
               kranke Menschen und Menschen mit Behinderung zwischen Jänner 1940 und August 1941 einer systematischen Vernichtung zum Opfer. Die Morde fanden in Österreich in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz statt. Das Denkmal ist all diesen Opfergruppen aus dem Oberen Drautal gewidmet.
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          <emph style="bold">Die Entstehung des Denkmals</emph>
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               Schon seit 1996 arbeitet der Verein
               <emph style="cursive">kuland</emph>
               an dem Projekt „Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung. Die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal“. Im Laufe der Jahre gelang es dem Projektteam unter der Leitung von Peter Pirker die Biografien von 39 NS-Opfer zu rekonstruieren. Viele von ihnen stammten aus dem Oberen Drautal, einige wurden in den Dörfern getötet, manche wurden in die Konzentrationslager deportiert und von einigen hat man bis heute keine Informationen hinsichtlich ihrer Todesumstände (vgl. Verein Aegide).
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               2008 beauftrage der Verein den Bildhauer Hans-Peter Profunser mit dem Entwurf der Gedenkstätte. Nachdem im Mai und Juni 2011 das Modell der Bevölkerung präsentiert wurde, konnte er mit dem Bau der Gedenkstätte beginnen. Im Oktober 2012 wurde das Denkmal an seinen Standort in der Nähe des Bahnhofes transportiert und aufgestellt.
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               Der Standort des Mahnmals ist selbst historisch belastet. Im Jahr 1934 fanden am Bahnhof beispielsweise während des NS-Putschversuches bewaffnete Kämpfe zwischen lokalen Nationalsozialisten und Bundesheersoldaten statt (vgl. erinnern.at). Der Bahnhof war aber auch Schauplatz von Erschießungen, Festnahmen und Deportationen.
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          <emph style="bold">Über das Denkmal (vgl. Homepage des Denkmals)</emph>
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               Das Denkmal ist 20 Meter lang, zweieinhalb Meter hoch, drei Meter breit und ist begehbar. Als Hauptmaterial wurde Eisen verwendet, daneben besteht es aus Glas und Bronze. Die verwendeten Materialien haben – wie der Künstler Profunser erklärt – jeweils eine ganz eigene symbolische Bedeutung. Das Eisen steht für die Brutalität der NS-Zeit, wobei das Anrosten des Eisens sowohl für die Stärke als auch für die Vergänglichkeit des NS-Systems steht. Bronze gilt wiederum als das edelste Metall, das Künstler verwenden und soll unterstreichen, dass sich dahinter etwas besonders Wertvolles verbirgt. Das Glas – auf dem die Namen der Opfer steht – ist Symbol für die Zerbrechlichkeit der Opfer (Pirker/Profunser 2012, 85). Der äußere, oben offene Körper aus Eisenstäben symbolisiert das „Gehege des Nationalsozialismus“ (ebd.), in dem unter Zwang Menschen eingesperrt und ermordet wurden. Das Denkmal ist an seinen Enden gebrochen – dies ist ein Hinweis darauf, dass die Geschichte dieser NS-Opfer nur in Bruchstücken vorhanden ist. Die Frontseite ist aufgerissen, dies bedeutet, dass es sogar in diesem starren System möglich war, Widerstand zu leisten. Im begehbaren Inneren sind insgesamt 41 Glasscheiben versenkt: „Die Laden bilden einen symbolischen Schutzraum für die Verfolgten, den sie bislang nicht erhalten haben.“ (Ebd.) Das Herausziehen dieser Läden versinnbildlicht, dass Erinnern eine aktive und bewusste Tätigkeit ist: „Ziel des Denkmals ist es, die Menschen vom passiven Umgang hin zu einem aktiven zu führen, die Menschen weg vom Zuschauen oder vom Wegschauen hin zu eigenen Aktivitäten zu bringen, eine Schulung der eigenen Wachsamkeit zu erreichen.“ (Ebd.) Der Leitsatz des Projektes „Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung“ spielt ebenfalls auf diesen Unterschied zwischen passiver „Bewahrung“ von ‚Informationen‘ und aktivem Vorgang der Vergegenwärtigung an.
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               In die Glasscheiben sind Name, Geburts- und Todesdaten der Opfer eingraviert. Ergänzt werden diese Angaben mit einem Zitat von einem/einer Schriftsteller/Schriftstellerin oder aus der Biografie des betreffenden Menschen. Neben den beschrifteten Glasscheiben gibt es auch leere Kassetten – diese stehen für jene Ermordeten, deren Namen noch nicht eruiert werden konnten.
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          <emph style="bold">Die Erinnerungsarbeit des Vereins aegide und kuland</emph>

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               Die Vereine aegide und kuland arbeiten seit Jahrzehnten daran, die Geschichte des Nationalsozialismus im Oberen Drautal aufzuarbeiten, die Biografien der Ermordeten und Verfolgten zu rekonstruieren und die Erinnerung an diese Opfer hochzuhalten. Zur Erinnerungsstätte wurde auch ein Begleitbuch
               <emph style="cursive">"Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung. Die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal"</emph>
               publiziert, in dem man sich über die lokale NS-Herrschaft und deren Funktionsweise informieren kann. Das Buch dokumentiert auch die Biographien von 39 ums Leben gebrachten Verfolgten und Widerständigen. Zudem sind im Buch Essays, Gedichte, Geschichten, Reflexionen von bekannten und lokalen Autoren und Autorinnen enthalten. Wer sich also näher mit dem Schicksal der Verfolgten und Ermordeten beschäftigen möchte, wird in diesem Buch reiches Material finden.
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               Julia Hammer und Hajnalka Nagy
            </p>
        <caption>Literatur</caption>
        <list>
          <item>Verein Aegide, Die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal, URL: NS-Opfer im Oberen Drautal | Gedenkstätte (aegide.at) (abgerufen am 23.3.2022).</item>
          <item>Erinnern.at, Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal, URL: Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal — ERINNERN: NATIONALSOZIALISMUS UND HOLOCAUST (abgerufen am 23.3.2022).</item>
          <item>Peter Pirker/Anita Profunser (Hg.), Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung. Die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal. Klagenfurt/Wörthersee 2012.</item>
        </list>
      </div>
      <div type="mehrMachen">
        <head>Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal</head>
        <caption>Didaktischer Kommentar</caption>
        <p>Das folgende Vermittlungsangebot eignet sich für SchülerInnen der Sekundarstufe II und gliedert sich in fünf Teile, die unmittelbar nacheinander oder zeitlich und räumlich getrennt bearbeitet werden können. Der erste und zweite Teil können im Klassenzimmer vor dem Besuch durchgeführt werden, Teil 3 des Angebots findet vor Ort statt und soll SchülerInnen diese besondere Gedenkstätte sinnlich und reflexiv erfahrbar machen. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit Opferschicksalen und mit der Regionalgeschichte erfolgt im Teil 4 und die Reflexion des Erlebten wird nach dem Besuch im Teil 5 anvisiert. In diesem optional durchführbaren letzten Teil erkennen die SchülerInnen u.a. die Rolle von regionalen Gedenkinitiativen. Das Vermittlungsangebot kann mit dem dynamischen Vermittlungsangebot „Auseinandersetzung mit Namensdenkmälern“ kombiniert werden, u.a. zu Themen wie Relevanz der Namen, Tilgung von Namen, Intention von Namendenkmälern.</p>
        <caption>Arbeitsaufträge</caption>
        <p>
          <emph style="bold">
            <emph style="color">Teil 1: Zur Entstehung der Gedenkstätte</emph>
          </emph>
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            <item>
                     Der Verein aegide, der an der Errichtung des Denkmals maßgeblich beteiligt war, hat auf seiner
                     <ref
                target="http://www.aegide.at/de/">Homepage</ref>
                     einen
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                target="http://www.aegide.at/files/files/Presseberichte_Eroeffnung.pdf">Pressespiegel zur Eröffnung</ref>
                     erstellt. Lest daraus den Pressebericht der
                     <emph style="cursive">Kleinen Zeitung</emph>
                     vom 28.10.2012 (Seite 9 im pdf) und vom 31.10.2012 (Seite 11 im pdf).
                  </item>
            <item>
                     Beantwortet die folgenden Fragen:
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                     Welcher Verein steht hinter dem Projekt?
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                     Welche Wissenschaftlerinnen haben die Biografien recherchiert und zusammengestellt?
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                     Wann begannen die Vorarbeiten?
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                     Welcher Künstler gestaltete das Mahnmal?
                  </item>
            <item>Wie sieht es mit den Finanzen aus? Wer finanziert das Projekt?</item>
            <item>Diskutiert darüber, wer solche Projekte finanzieren sollte/könnte. An wen würdet ihr euch noch wenden?</item>
          </list>
          <emph style="bold">
            <emph style="color">Teil 2: Zur Gedenkstätte. Erkundungen im Vorfeld</emph>
          </emph>
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            <item>Die InitiatorInnen verwenden die Bezeichnung „Mahnmal“ für die Gedenkstätte. Informiert euch im didaktischen Glossar, was ein Mahnmal und was eine Gedenkstätte ist: Worin unterscheiden sie sich? Woran sollen Mahnmale erinnern? An wen richten sich Mahnmale?</item>
            <item>Inwiefern ist das Erinnerungszeichen eine Gedenkstätte? Wie könnte man den Leitsatz der Gedenkstätte „Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung“ interpretieren? Worin unterscheiden sich die Wörter ‚Gedächtnis‘ und ‚Erinnerung‘?</item>
            <item>Lest den Informationstext zu der Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal auf der Homepage von DERLA („Mehr erfahren“). Welche Intention verbirgt sich hinter dem vorhin zitierten „Leitsatz“? Wie wurde der Leitsatz in die Form des Mahnmals „übersetzt“?</item>
            <item>Das Erinnerungszeichen steht in der Nähe des Bahnhofs. Warum haben Bahnhöfe im Kontext der Erinnerung an den NS-Terror auch symbolische Bedeutung? Kennt ihr Bilder/Filme oder habt ihr innere Bilder über Bahnhöfe als Stätte der Gewalt und/oder der Flucht in der NS-Zeit oder in anderen historischen Kontexten? (siehe dazu auch das Kärntner Vermittlungsmodul „Eisenbahner im Widerstand gegen das NS-Regime“)</item>
            <item>Welche Spuren der Gewalt sind auch dem konkreten Ort – dem Bahnhofgelände in Greifenburg – eingezeichnet?</item>
          </list>
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            <emph style="color">Teil 3: Das Mahnmal erkunden</emph>
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            <item>Nimm dein Handy mit und versuche deine Reise, deine Eindrücke und Gedanken anhand kurzer Videosequenzen oder Fotos zu dokumentieren. Such geeignete (ungewohnte) filmische Perspektiven und Einstellungen, um Impressionen und Annäherungen einzufangen.</item>
            <item>Welche Wirkung übt die Gedenkstätte auf dich aus? Welche Formen siehst du? Was fühlst du? Was hörst du? Welche Assoziationen kommen dir in den Sinn?</item>
            <item>Was hältst du von der Symbolik der Gedenkstätte (Bruchstück, Gitter und aufgebrochene Gitter) und der Erinnerungsläden? In die Glasscheiben sind neben Name, Geburts- und Todesdaten der Opfer auch Zitate eingraviert. Welche Zitate machen dich nachdenklich? Welche Fragen hast du?</item>
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          <emph style="bold">
            <emph style="color">Teil 4: Erinnerungsarbeit zu den Opfern</emph>
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          <emph style="bold">Variante 1</emph>
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            <item>
                     Lest in Vierer-Gruppen die Biografie folgender Personen im Archiv der Namen:
                     <ref
                target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.perscar#perscar453">Josefine Blach</ref>
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                target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.perscar#perscar465">Stefan Hassler</ref>
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                target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.perscar#perscar439">Erich Ranacher</ref>
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                target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.perscar#perscar444">Hermann Fertin</ref>
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                     <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.perscar#perscar447">Ida Mittinger</ref>
            </item>
            <item>Zeichnet den Lebensweg dieser Personen mit den wichtigsten Stationen und Ereignissen ihres Lebens nach. Versucht dabei eine multimediale Karte (mit Bild und Text) zu erstellen.</item>
            <item>Vergleicht im Plenum die Schicksale: Warum wurden diese Menschen verfolgt und ermordet?</item>
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          <emph style="bold">Variante 2</emph>
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            <item>Sucht auf der Homepage der Gedenkstätte den Todesort aller Opfer und markiert diese Orte auf einer Landkarte.</item>

            <item>
                     Einige der Todesorte kommen öfters vor. Was wisst ihr über diese Orte:
                     <ref
                target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss227">Schloss Hartheim</ref>
                     , KZ Lubin,
                     <ref
                target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss101">KZ Mauthausen</ref>
                     ,
                     <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:derla.didgloss#gloss41">KZ Dachau</ref>
                     ? Recherchiert über die Orte. Ihr könnt das didaktische Glossars auf der DERLA-Homepage zur Hilfe nehmen.
                  </item>
            <item>Lest die Lebenswege der Opfer und tragt im Plenum zusammen, zu welchen Opfergruppen die 39 Opfer gehören. Was wisst ihr über diese Opfergruppen? Welche Opfergruppen sind präsent und welche weniger präsent in den heutigen Erinnerungskulturen?</item>
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            <emph style="color">Teil 5: Reflexion und kreative Aufarbeitung des Erlebten</emph>
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          <emph style="bold">Zum Einstieg</emph>
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            <item>Besprecht in der Klasse eure Erfahrungen und Erkenntnisse. Wie findet ihr die Form der Gedenkstätte (innovativ/bewegend/einleuchtend/befremdend)? Warum?</item>
            <item>Ist eurer Meinung nach die Lage der Gedenkstätte gut gewählt? Hättet ihr andere Vorschläge?</item>
            <item>Wer musste aktiv werden, damit diese Gedenkstätte zustande kommt? Welche unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Opfer im Oberen Drautal kann man unterscheiden (etwa wissenschaftlich, kulturell-künstlerisch… usw.)? Welche Aufgaben haben einzelne AkteurInnen aus den verschiedenen Bereichen?</item>
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          <emph style="bold">Kreative Reflexionswege finden</emph>
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               Wählt aus den folgenden Aufgaben eine aus und bearbeitet sie in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit!
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            <item>Sammelt Argumente für und wider der Platzierung des Erinnerungszeichens in der Nähe des Bahnhofs und organisiert anschließend eine Diskussion mit verteilten Rollen zu der Wahl der Lage (mögliche Rollen: der Künstler Hans-Peter Profunser, der Projektleiter Peter Pirker, der Bürgermeister von Greifenburg, ein Vertreter vom ÖBB, weitere VertreterInnen von Bürgerinitiativen)!</item>
            <item>Wie könntet ihr euren Erinnerungsprozess darstellen? Erstellt eine Reflexion des Gesehenen und Erfahrenen. Bei der Gestaltung könnt ihr auch eure Handy-Aufnahmen verwenden. Versucht kreative Zugänge zu wählen (Foto- und Zitatencollage mit/ohne Vertonung; Stummfilm/Kurzfilm…)!</item>
            <item>Wenn euch einige Zitate aus den literarischen Texten besonders gut gefallen haben, könnt ihr aus den Zitaten eine Stimmenskulptur bauen. Dazu sollt ihr aus den Zitaten durch Collage einen mehrstimmigen Text komponieren. In einem zweiten Schritt erstellt ihr eine Sprechpartitur, in der genau aufgezeichnet ist, wie viele SprecherInnen welche Zeilen wie (Sprechform, Stimmlage, Sprechstimmung) in welcher Reihenfolge lesen. Beachtet Möglichkeiten der Wiederholung, des chorischen Sprechens und die Bedeutung der Pausen. Tragt anschließend den anderen eure Stimmenskulptur vor!</item>
            <item>Die Recherche der Biografien dauerte lange Jahre. Wenn ihr ein Interview mit dem Historiker Peter Pirker machen könntet, was würdet ihr gerne fragen? Bereitet Interviewfragen vor und führt das Interview nach Möglichkeit durch!</item>
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          <emph style="bold">Denkmalvergleich als vertiefende Fortsetzung</emph>
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            <item>Schaut euch verschiedene andere Namensdenkmäler auf der DERLA Homepage an (vgl. Auseinandersetzung mit Namensdenkmälern.) Was sind die Unterschiede zwischen den Denkmälern?</item>
            <item>Ausgehend von diesen Unterschieden und euren Eindrücken: Welche Fragen habt ihr an den Künstler Hans-Peter Profunser bzgl. der Gestaltung des Mahnmals?</item>
          </list>
        </p>
        <caption>Vermittlungshinweise</caption>
        <p>
               Der Teil 1 des Angebots ist optional und dient als Einstieg. Dafür sollten ca. 45 Minuten eingeplant werden. Dieser Teil kann in Gruppenarbeit im Klassenzimmer durchgeführt werden oder als Referate aufgegeben werden.
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               Teil 2 ist integrativer Bestandteil des Moduls und kann im Klassenzimmer durchgeführt werden. Zur Klärung der Begriffe „Gedenkstätte“ und „Mahnmal“ kann die DERLA-Homepage (Didaktisches Glossar) verwendet werden. Für die symbolische Bedeutung des Standorts „Bahnhof“ können auch Filmausschnitte aus Filmen über die Shoah oder historische Fotografien über Deportationen angeboten werden. Im Modul „Eisenbahner im Widerstand gegen das NS-Regime“ zur Gedenktafel für den Eisenbahnerwiderstand am Bahnhof St. Veit an der Glan wird ebenfalls die Rolle der Bahn im Nationalsozialismus thematisiert.
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               Teil 3 des Angebotes dient als Vertiefung und soll unbedingt vor Ort durchgeführt werden, damit die Besonderheit dieses Erinnerungszeichens nachvollzogen werden kann.
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               Teil 4 bietet zwei Alternativen zur Arbeit mit Materialien an. Dieser Teil kann auch im Klassenzimmer in Gruppenarbeit erfolgen. Variante 1 fokussiert auf die Biografien von ausgewählten Opfern - diese befinden sich sowohl im Archiv der Namen als auch auf der Homepage der Gedenkstätte (http://www.aegide.at/de/2/Opfer/). Die Präsentationsform der Lebenswege der Opfer kann den SchülerInnen überlassen werden. Variante 2 beschäftigt sich mit den Orten des NS-Terrors. Hier sollen alle Biografien auf die wichtigsten Stationen durchsucht werden, damit diese Orte differenziert werden können und Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern hinsichtlich ihrer Todesstätte festgestellt werden können. Lernende können in Partnerarbeit jeweils 2 bis 3 Biografien übernehmen.
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               Teil 5 gilt als optionales Zusatzangebot, das ortsungebunden im Klassenzimmer durchgeführt werden kann. Ziel ist es, SchülerInnen kreative Zugänge als Reflexionsmedium darzubieten und das Erfahrene/Erlebte zu bearbeiten. Die Aufgaben können als alternative Aktivitäten verschiedenen Gruppen zugeteilt werden, damit SchülerInnen die Form der Reflexion und der Weiterarbeit frei wählen können. Anhand des Begleitbuches zur Gedenkstätte kann auch die Wichtigkeit der wissenschaftlichen Aufarbeitung erkannt werden, es wird aber auch ersichtlich, dass solche Gedenkstätte auch zivilgesellschaftliche Initiativen benötigen. Das Buch versammelt auch verschiedene literarische Texte – auf diese Weise werden auch künstlerische Zugänge sichtbar.
            </p>
        <caption>Vermittlungsziele</caption>
        <list>
          <item>SchülerInnen werden befähigt, die Formensprache und die Wirkungsweise von Namensdenkmälern zu untersuchen und zu beschreiben</item>
          <item>Die SchülerInnen setzen sich mit dem langjährigen Prozess der Entstehung von Denk- und Mahnmälern und deren gesellschaftlichen Bedingungen auseinander</item>
          <item>Die SchülerInnen erhalten Einblicke in verschiedene Opfergruppen und Opferschicksale und Möglichkeiten aktiver Erinnerungsarbeit</item>
          <item>Die SchülerInnen machen sinnliche und reflexive Erfahrungen mit einem Mahnmal</item>
          <item>Die SchülerInnen finden kreative Zugänge zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Erinnerungsprozess</item>
          <item>Die SchülerInnen lernen verschiedene Formen der Auseinandersetzung mit Erinnerung kennen: künstlerische, wissenschaftliche und öffentliche (schulische)</item>
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        <caption>Literatur</caption>
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        <caption>Titel / Beschreibung</caption>
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        <caption>Quellenzitat</caption>
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