Gedenktafel für NS-Opfer am Stift St. Paul im Lavanttal
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An der Fassade des Konviktsgebäudes des Benediktinerstifts St. Paul ist bis heute ein etwa 50 Zentimeter großes Hakenkreuz sichtbar. Betritt man das Gelände, befindet es sich links an der vorderen, nördlichen Schmalseite des mächtigen Gebäudes. 1938 wurde das Gymnasium von den Nationalsozialisten verstaatlicht, 1940 wurden die Mönche vertrieben, das Stift aufgehoben und die Schule in eine Nationalsozialistische politische Lehranstalt (NAPOLA) umgewandelt. Nach der Befreiung vom NS-Regime kehrten die Mönche zurück, das Hakenkreuz an der Außenmauer blieb. Nach längerer Diskussion über den Umgang mit diesem NS-Emblem wurde es im Mai 2023 auf Initiative des Mauthausen Komitees Kärnten/Koroška kontextualisiert: Eine gläserne, durchsichtige Gedenktafel wurde darübergelegt, diese erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus.
