Informationstafel auf jüdischem Friedhof Kobersdorf
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Unweit des Ortszentrums von Kobersdorf, auf einem Hügel in einem Wald, liegt der jüdische Friedhof von Kobersdorf. Neben den etwa 650 Grabsteinen sind zudem umgefallene Grabsteine bzw. Grabsteinfragmente an der vorderen Friedhofsmauer aufgeschichtet. Unter den Fragmenten befindet sich auch ein Teil des Grabsteines eines Genisagrabes, ein Grab für nicht mehr benutzte Thorarollen. 13 Thorarollen wurden am 20. April 1938, dem Tag, an dem auch der letzte Rabbiner Simon Goldberger aus Kobersdorf ausgewiesen wurde, begraben. 1940 wurde der Kobersdorfer Friedhof von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Neben dem Tor an der Friedhofsmauer steht eine Informationstafel, die die wechselvolle Geschichte des jüdischen Friedhofes in Kobersdorf dokumentiert. Eine Gedenktafel an der Friedhofsmauer weist auf das Friedhofswärterhaus hin.
