Projektbeschreibung

Die digitale Erschließung und Präsentation der Historisch-physikalischen Sammlung in den Universitätsmuseen der Universität Graz repräsentiert einen Teilbereich des vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung geförderten Projektes „Digitale Transformation der Österreichischen Geisteswissenschaften“ (DiTAH). Ziel dieses Projektes mit einer Laufzeit von Mai 2020 bis April 2024 ist es, die in den Digital Humanities entwickelten Methoden und Ansätze so zu etablieren und aufzubereiten, dass sie in den alltäglichen Gebrauch von Forschung und Nachwuchsbildung übergehen können. Die digitale Kuratierung der Historisch-physikalischen Sammlung widmete sich dabei der Recherche, Archivierung und Präsentation objektbezogener Daten vor dem Hintergrund ihrer Wissenschafts- und Institutionengeschichte. Aus Perspektive der Disziplin Allgemeine Museologie war es das Ziel, den Zusammenhang der jeweiligen musealen Objekte mit den biographischen Kontexten bedeutender Persönlichkeiten rund um die Physik her- und so die Beziehung von Menschen zu Objekten darzustellen.

Die Sammlung wurde bereits im Jahr 2011 im Rahmen einer von Dr. Klemens Rumpf (K.R.) und Dr. Petra Granitzer (P.G.) kuratierten Ausstellung der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht und umfasst eine Auswahl von 62 Objekten, die von Mitarbeiter:innen des Instituts für Physik sowie des vormaligen Fachbereichs für Physik der Philosophischen Fakultät der Universität Graz im Laufe der vergangenen vier Jahrhunderte angeschafft beziehungsweise teils auch selbst konstruiert wurden. Schwerpunktmäßig ist die Ausstellung dabei auf die Geschichte der Physik des 19. und 20. Jahrhunderts ausgerichtet. Im Zuge der digitalen Erschließung und Visualisierung der in der Ausstellung präsentierten Sammlungsobjekte wurden von den Universitätsmuseen in Kooperation mit dem Institut Zentrum für Informationsmodellierung (ZIM) sowohl Texte der aktuellen Dauerausstellung eingearbeitet als auch neue Objektbeschreibungen, historische und biographische Kontextualisierungen sowie Fotografien erstellt und entsprechend aufbereitet. Die Verknüpfung der Objekte mit den jeweiligen Persönlichkeiten sind durch entsprechende Verlinkungen zwischen den Menüpunkten angezeigt. Darüber hinaus können neben dem „Bestand“ der genannten 62 Objekte auch die „Biografien“ der erfassten Persönlichkeiten nachgelesen werden. Gleichzeitig werden für weitere vertiefte Recherchen Verknüpfungen zur GND (Gemeinsame Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek) angeboten. Die einzelnen Texte wurden dabei mit den jeweiligen Autor:innenkürzeln und Literaturangaben versehen.

Team

Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Nikolaus Reisinger
Herausgeber und Projektleitung
Institut für Geschichte, Universitätsmuseen, Karl-Franzens-Universität

Dr. Bernadette Biedermann (B.B.)
Koordination und Datenerfassung
Universitätsmuseen, Karl-Franzens-Universität

Peter Doppler
Fotografie

Mag. Carina Koch, MA
Datenmodellierung und Webumsetzung
Institut Zentrum für Informationsmodellierung, Karl-Franzens-Universität Graz

Dr. Stefan Köchel (S.K.)
Koordination und Datenerfassung
Universitätsmuseen, Karl-Franzens-Universität Graz

Esther Wendt, BA
Fotografie