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libri ordinarii of the Salzburg metropolitan province (Beta-Version)

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Quick Start-Anleitung für die CANTUS Network Website

Die Website bietet Übertragungen von mittelalterlichen Libri ordinarii (liturgische „Regiebücher“) in klassisches Latein und in moderne Schrift. Die Texte wurden mit Hilfe der Auszeichnungssprache TEI (Text Encoding Initiative) semantisch angereichert. Zu dieser wissenschaftlichen Anreicherung gehören das möglichst genaue Beschreiben der Gattung und der liturgischen Funktion des jeweiligen Gesangs-, Lesungs- oder Gebetsincipits. So hat ein Responsorium der Matutin (RP = Responsorium prolixum) eine andere Funktion als ein Prozessionsresponsorium zur Vesper (RPP), eine Nunc dimittis-Antiphon (AD) eine andere als eine Antiphon zur Commemoratio (AC). Die Zeitgliederung der Übertragungen orientiert sich an den Festtagen und den Gebetsstunden (Horae). Natürlich wurden auch Personen, Funktionen von liturgisch handelnden Personen und Ortsangaben gekennzeichnet. Die verschiedenen Phenomena werden in der online-Edition durch mouse over-Effekte, Unterstreichungen oder Zusatzzeichen hervorgehoben.

Die Website bietet vollständige Übertragungen folgender Traditionen: (Erz-)Diözesen: Brixen, Freising, Passau, Regensburg und Salzburg Klöster: Hirsau (OSB), Klosterneuburg (CRSA), St. Kastulus Moosburg (Kollegiatstift), St. Emmeram Regensburg (OSB), St. Nikola Passau (Mengotus, CRSA), Seckau (CRSA) und Vorau (CRSA).

Zudem werden zu fast allen Traditionen auf Festebene verlinkte Abbildungen von Sekundärquellen zur Verfügung gestellt. Handschriftliche Quellen in Form von Graduale, Antiphonar, Prozessionar, Brevier, Missale oder Lectionar wurden fotografiert und inventarisiert. Die Sekundärquellen stehen gesammelt unter LINK zur Verfügung. Sie können jedoch auch direkt aus der -> Faksimileansicht heraus aufgerufen werden (Button zu Beginn eines Festformulars). Ausnahme ist Hirsau: Hier stehen die Links zu den Sekundärquellen in der Editionsansicht zur Verfügung (Faksimileansicht nicht vorhanden).


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Aufruf der Sekundärquellen in der Faksimile-Ansicht

Einige der edierten Ordinarii sind in mehreren Quellen überliefert. Die Texte der verschiedenen Quellen einer Tradition unterscheiden sich unterschiedlich stark. In der Kodierung wurden die varianten Überlieferungen natürlich berücksichtigt. Die -> Variantenansicht ermöglicht die Anzeige und farbliche Kennzeichnungen dieser Varianzen. Variante Überlieferungen zeigen die Traditionen Klosterneuburg, Passau, Salzburg, Seckau-1 und St. Emmeram.


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Unterschiedliche Varianten in der Variantenansicht

Die -> Editions- und Strukturierte Ansicht bieten entweder den Text der Einzelquelle (bei singulärer Überlieferung) oder eine rekonstruierte Urfassung bei mehreren Quellen. In der -> Faksimileansicht wird der Text der synoptisch dargestellten Bildquelle angezeigt. Bei Traditionen mit zwei oder mehr Quellen ist das in der Regel die älteste Quelle.


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Synoptische Darstellung der Faksimile-Ansicht

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Traditionen lassen sich auf den jeweiligen Editions-Startseiten (-> Editionen) finden.


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Eine Editionsstartseite mit "Ansicht-Wechseln-Knöpfe"

In der -> Editionsansicht der verschiedenen Traditionen befinden sich in einer Infobox in der rechten Bildschirmhälfte Hinweise auf die verwendeten Quellen, die Bearbeiter, Zitierhinweise und einen persistenten Link auf die jeweilige Edition. Für die Zitation von Textpassagen des Liber ordinarius sollte das Nummernsystem der -> Strukturierten Ansicht verwenden werden (Hauptnummer für ein Fest, abhängige Nebennummer für eine Hora). Dieses Nummernsystem stimmt mit dem der geplanten Druckeditionen der Libri ordinarii überein.Einige Ordinarii werden auch in Buchform veröffentlicht (Supplemente der Codices Manuscripti et impressi, Verlag Hollinek, Purkersdorf, beginnend mit Mai 2019).


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Infobox mit Ansicht-wechseln-Knöpfe und oben genannten Werkzeugen und Informationen

Nach der Auswahl einer Tradition (-> Editionen) sind die verschiedenen Ansichten „Lesetext“, „Strukturierter Text“, „Textvarianz“, „Faksimile und Text“ und „TEI/XML“ entweder über den Menüpunkt „Ansicht wechseln“ (rechts oben) oder die entsprechenden Icons, die am Ende der Editionstexte oder seitlich sichtbar sind, aufrufbar.


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Ansicht wechseln mit Hilfe des Navigationsmenüs.

Unter dem Menüpunkt „-> Ansicht wechseln“ ist ebenso der Download der jeweiligen TEI-Datei möglich. Zudem werden die gebrauchten Abkürzungen für die Gattungen aufgelöst (unter Menüpunkt "Libri Ordinarii") und Inventare aller Incipits eines Ordinarius in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Die Übersichten enthalten neben Angaben zum Fest, Hora und Incipit auch Verweise auf Standardreferenzwerke.

Die Referenzierung der Gesangs-, Lesungs- und Gebetsincipits wird größtenteils automatisiert durchgeführt. Eine Zuweisung aus den Referenztabellen erfolgt, wenn vier Eigenschaften übereinstimmen: Textincipit, Gattung, Festtag und Hora. Durch diesen Vorgang können etwa 80% der Incipits mit großer Wahrscheinlichkeit korrekt referenziert werden. Die nicht automatisiert zugewiesenen Incipits werden sukzessive manuell ergänzt. Wir bitten um Hinweise, sollte es bei diesem überwiegend automatisiert erfolgten Vorgehen zu Fehlzuweisungen gekommen sein.

Die Referenzierung der Zitate aus liturgischen Summen, die überwiegend in Rubriken der Libri ordinarii vorkommen, wurde von Hand ausgeführt und ist nur soweit vollständig, als die Texte als Zitate zu erkennen sind.

Bis dato sind nur einfache -> Suchen möglich. Bis zum Sommer 2019 werden umfangreichere Such- und Analysemöglichkeiten zur Verfügung stehen.