Franz Hillebrand (1863–1926)

Nachdem Franz Hillebrand 1881 am Gymnasium in Kremsmünster seine Matura abgelegt hatte, studierte er Philosophie und Naturwissenschaften in Prag und Wien. Am 19. 2. 1887 promovierte er in Prag bei Anton Marty zum Dr. phil. (Synechologische Probleme der Scholastik). Am physiologischen Institut Ewald Herings und am physikalischen Institut Ernst Machs betreibt Hillebrand vor allem sinnespsychologische Studien. 1891 habilitierte er sich an der Universität Wien für Philosophie, 1894 wurde er ebenfalls in Wien zum Extraordinarius für Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Psychologie ernannt. Von 1896 bis 1926 war Hillebrand Ordinarius für Philosophie in Innsbruck. 1897 gab das k.k. Unterrichtsministerium seine Zustimmung zur Errichtung eines Institutes für experimentelle Psychologie. 1910 holte Hillebrand den 4. Kongreß für experimentelle Psychologie nach Innsbruck. 1920 heiratete er Franziska Reicher, die sich später unter dem Namen Franziska Mayer-Hillebrand als zweite Frau an der Universität Innsbruck habilitierte und die die Nachfolgerin Alfred Kastils als Herausgeberin der Schriften Brentanos wurde.