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Hom. Il. 11,694-695

TitelIlias
AutorHomer
Zeitangabe7. Jh.v.Chr.
Originaltext ταῦθ’ ὑπερηφανέοντες Ἐπειοὶ χαλκοχίτωνες ἡμέας ὑβρίζοντες ἀτάσθαλα μηχανόωντο.
Quelle T. W. Allen, D. Monro, Homeri Ilias, Bd. 1.
Übersetzung Drum verspotteten uns die erzumschirmten Epeier, Übermütigen Sinns, und übten schändliche Frevel.
Quelle der ÜbersetzungH. Rupé, Homer: Ilias.
Kommentar Die Epeier erscheinen hier in der Rede des Nestor, der über seine vergangenen Heldentaten erzählt. Die Epeier werden in den Erzählungen des Nestor öfters χαλκοχίτωνος genannt (vgl. 4,536-538). Dieses Epitheton steht in der Ilias vor allem den Achaiern (vgl. u. a. 3,131; 6,454; 8,71; 10,367; 17,414) oder Argeiern (vgl. u. a. 4,285; 12,354) im Allgemeinen zu. Auch die Kreter (13,255) und die Boioter (15,330) werden zuweilen als χαλκοχίτωνος bezeichnet. In Hom. Il. 11,732-733, 743-745 sowie 15,518-519 beschreibt Nestor die Epeier als μεγάθυμοι. Im Zuge des Kampfes um die Schiffe nennt Homer sie φαιδιμόεντες (13,685-687). Die Epeier gelten nach Pind. O. 9,58 als das älteste Volk in Elis.
BelegstellenHom. Il. 4,536-538
SchlagwortBewaffnung, Mentalität
Geographische ZuordnungElis
Ethnische GruppenEpeier
BearbeiterInAnna Trattner-Handy
Permalinkhttps://gams.uni-graz.at/o:ethnos.210