Nachtigall, ick hör dir trapsen

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Kommentar

„Nachtigall, ich höre dich laufen“: berlinerischer Spruch unbekannten Ursprungs, der zum Ausdruck bringt, dass man jemandes verborgene Absichten durchschaut hat. Möglicherweise liegt der Redensart das Gedicht Frau Nachtigall aus Des Knaben Wunderhorn zugrunde (vgl. Bibliographisches Institut 2013, 522).

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 167

[...] nicht? Ja ja, ich höre schon, oder sehe es, nein, ich höre es, Nachtigall, ick hör dir trapsen, ich höre schon, wie Sie mich verklagen werden, aber soll ich Sie deshalb nur M nennen, Manker, M – Eine Stadt sucht einen Mörder, so? Nein [...]

Zu spät – Tiefland, Obsession, S. 326

[...] Oder sollte ich das Interesse verloren, mich gar hinters Licht, mich angeführt haben? Angeführt? Nachtigall, ick hör dir trapsen [...]


Zitiervorschlag:
Nachtigall, ick hör dir trapsen. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.780, 2019-02.