Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matronae/Iunones Gabiae

CF-GeI-88

G̣[---]IABVS
G[ab]iabus
CivitasCCAA
Übersetzung Deutsch

Für die Gabiae!

Übersetzung Englisch

To the Gabiae!

Autopsienon vidimus
Lesung gründet auf: Galsterer/Galsterer 2010
Editionen und LesungenGalsterer/Galsterer 1975, Nr.591
Galsterer/Galsterer 2010, Nr.38
KIK 2012, Nr.620
Elektronische RessourcenEDCS-00500221 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleWesseling bei Köln, im Areal beiderseits der Gemarkungsgrenze von Wesseling und Urfeld, nördlich von der nach Bonn führenden Straße bis zum Rhein hin
Umstände: Der Altar steckte gemeinsam mit einem weiteren Altar „nach Angaben der Arbeiter frei in bewegtem Boden, ‚sodass ihre ursprüngliche Aufstellung an dieser Stelle keineswegs gesichert ist‘ (F.B.).“ (Galsterer/Galsterer 2010, Nr.38).
Fundjahr1938
Verwahrungverschollen, 38.767
InschriftträgerWeihestein, als Altärchen in der Literatur beschrieben
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Abschrift
Fragment
Aufsatzschmuck
Obst
verschollen
Beschreibung Objekt

Beschreibung nur in der Literatur vorhanden: erhalten war der Oberteil eines kleinen Altars mit zwei Früchten oben darauf. Kann nicht verifiziert werden.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 31,5 cm
Breite: 30,0 cm
Tiefe: 16,5 cm
Ikonografiekeine Beschreibung möglich
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Inschrift

Vom Inschriftentext hat sich die erste Zeile in ganzer Breite erhalten. Es ist anzunehmen, dass der Text auf dem Altärchen länger als nur eine Zeile war.

Datierung150–250
Notabilia Varia

v.1: „Gabiabus“ pro „Gabiis“

Kommentar Götternamen

keltisches Element:
Gabiae: keltisch; ‚die Gebenden‘‘; vgl. auch die Nebenform Gabinae (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 140; de Bernardo Stempel 2005)

Belegsituation:
Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Dieses theonymische Formular ist 4x bezeugt (CF-GeI-88, CF-GeI-91, CF-GeI-95, CF-GeI-96). In CF-GeI-89 werden außerdem Iunones sive Gabiae genannt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matronae Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: insgesamt 4x belegt (CF-GeI-87, CF-GeI-90, CF-GeI-93, CF-GeI-94)
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Iunones Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Dieses theonymische Formular ist nur 1x bezeugt (CF-GeI-86). In CF-GeI-89 werden aber außerdem Iunones sive Gabiae genannt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Deae Idbanae Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: 1x belegt (CF-GeI-92).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Gabinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: ist nur 1x (CF-GeI-85) bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-88, hdl.handle.net/11471/504.50.88
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: EDCS-00500221 (RGM Köln), Rechte vorbehalten