Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matronae/Iunones Gabiae

CF-GeI-87

M̂AT̂RONIS
GABIABVS
N̂ELEV[---]
CAI FỊ[---]
5 ------
[---] M
Matronis
Gabiabus
Neleu[---]
Cai(?) fi[lius?]
5 ------
[---] M
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 5: [v. s. l. l.] M – Finke
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Gabiae!
Neleu… der Sohn des Gaius …

Übersetzung Englisch

To the Matronae Gabiae!
Neleu… the son of Gaius …

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenFinke 1927, Nr.273
Elektronische RessourcenEDCS-11201990 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleMiel, Kr. Rheinbach (bei)
Umstände: gefunden in einem römischen Brunnen
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 29 760
InschriftträgerWeihealtar
Material Kalkstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Fragment
Beschreibung Objekt

Der Altar ist nur im oberen Abschnitt erhalten. Sockel und ein Teil des Körpers fehlen. Der Aufsatz bekrönt den Körper abgesetzt durch ein profiliertes Gesims, das vermutlich umlaufend ist. Am Aufsatz sind die verwitterten Reste der Pulvini vorhanden. In der Mitte ragt ein undefinierbares Stück hervor – eventuell wäre hier ein Giebel zu vermuten.
Das Inschritenfeld war nicht gerahmt.
Der Altar ist der Länge nach in zwei Teile gebrochen. Die verschieden großen Bruchstücke wurden modern wieder zusammengesetzt und zum Teil ergänzt.

Zustand Objekt mehrere Fragmente
MaßeTeil 1
Höhe: 24,5 cm
Breite: 24,0 cm
Tiefe: 19,5 cm
Teil 2
Höhe: 18,5 cm
Breite: 13,5 cm
Tiefe: 19,5 cm
IkonografieDer profilierte Aufsatz zeigt die Reste der Altarpulvini, deren mögliches Dekor nicht mehr erkennbar ist. In der Mitte undefinierter Rest.
Zustand Inschriftfeld mehrere Fragmente
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe2,7–3,2 cm
Inschrift

Der Inschriftentext ist auf zwei größeren und einem kleineren Bruchstück erhalten. Die beiden größeren anpassenden Teile beinhalten den oberen Teil der Inschrift in vollständiger Breite. Auf dem linken Stück sind 4 Zeilen mehr erhalten; auf dem rechten 2. Das dritte Bruchstück enthält nur den Buchstaben M. Es schließt nicht direkt nicht an die beiden anderen Bruchstücke an, und hat sich offenbar in der letzten Zeile des Inschriftenfeldes befunden. Ob bzw. wie viele Zeilen zwischen diesem Stück und den größeren beiden verloren gegangen sind kann nicht gesagt werden.
Ligaturen, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: Z.1 eine Ligatur von T und R mit erhöhtem T (H: 3,7 cm); Z.3. kleines E über der waagrechten Haste des L (H: 2,2 cm).

Datierung150–250
Notabilia Varia

v.2: „Gabiabus” pro “Gabiis”

Kommentar Götternamen

keltisches Element:
Gabiae: keltisch; ‚die Gebenden‘; vgl. auch die Nebenform Gabinae (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 140; de Bernardo Stempel 2005)

Belegsituation:
Matronae Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: insgesamt 4x belegt (CF-GeI-87, CF-GeI-90, CF-GeI-93, CF-GeI-94)
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Dieses theonymische Formular ist 4x bezeugt (CF-GeI-88, CF-GeI-91, CF-GeI-95, CF-GeI-96). In CF-GeI-89 werden außerdem Iunones sive Gabiae genannt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Iunones Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Dieses theonymische Formular ist nur 1x bezeugt (CF-GeI-86). In CF-GeI-89 werden aber außerdem Iunones sive Gabiae genannt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Deae Idbanae Gabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: 1x belegt (CF-GeI-92).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Gabinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: ist nur 1x (CF-GeI-85) bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Neleu[---]: offensichtlich der erste Teil des Namens des Dedikanten.

ZitiervorschlagCF-GeI-87, hdl.handle.net/11471/504.50.87
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC