Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


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Octocannae

CF-GeI-83

OCTO[---]

HIS C[---]

Octo[---]

his C[---]

CivitasCCAA
Übersetzung Deutsch

Für die Octo…hae!
… C…

Übersetzung Englisch

To the Octo…hae!
… C…

Autopsienon vidimus
Lesungt gründet auf: CIL
Editionen und LesungenCIL XIII 8577
Elektronische RessourcenEDCS-11100671 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/415591 (Trismegistos)
Fundort antikGelduba
Fundort modern Krefeld
FundstelleGut Gripswald
Fundumständein Schuttschicht, gemeinsam mit anderen Fragmenten
Fundjahr1863
Verwahrungunbekannt
InschriftträgerWeihestein
Archäologische Klassifikation Fragment
Abschrift
Beschreibung Objekt

Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine Beschreibung von Form und Gestaltung möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
Ikonografie

keine Beschreibung möglich

Inschrift

Nach CIL ist die linke obere Ecke des Texts erhalten. Über seine Ausmaße sind keine Aussagen möglich.

Kommentar Götternamen

Octo…hae! vermutlich Rest einer Variante von Octocannae: keltisch, die Etymologie weist auf Baumgottheiten hin: ‘die Fichtengöttinnen’ (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 141)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Octocannae:
- Germania Inferior: Einzig in dem hier besprochenen Inschriftenfragment scheint das theonymische Formular Octocannae zu finden zu sein. Es hat zumindest nicht den Anschein, als wäre davor eine Bezeichnung als Matres oder Matronae abgebrochen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matronae Octocannae:
- Germania Inferior: Es finden sich 5 gesicherte Belege (CF-GeI-77 bis CF-GeI-81) und ein möglicher (CF-GeI-82).
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matres Octocannae:
- Germania Inferior: Dieses theonymische Formular ist nur in einer einzigen Inschrift (CF-GeI-84) sicher bezeugt. In einer weiteren Inschrift (CF-GeI-82) könnte das belegte „Mat“ allerdings für Matres ebenso wie für Matronae stehen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Alle Inschriften für Octocannae stammen aus dem Raum Krefeld. Alle bis auf eine (CF-GeI-84) wurden in Krefeld-Lank (Gripswald) gefunden.

ZitiervorschlagCF-GeI-83, hdl.handle.net/11471/504.50.83
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: Abschrift, CIL XIII 8577, CC BY-NC