Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

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Nehalennia

CF-GeI-419

[---]ḤẠ[.]Ẹ[---]
[De(ae) Ne]ha[l]e[---]
CivitasCivitas Frisiavonum
Apparatus criticusZ. 1: ohne Ergänzung – Stuart/Bogaers; die hier vorgenommene Ergänzung ergibt sich aus dem links zur Verfügung stehenden Platz.
Übersetzung Deutsch

Für die Göttin Nehale…!

Übersetzung Englisch

To the goddess Nehale…!

Autopsienon vidimus
Lesung gründet auf: Stuart/Bogaers und Photo
Editionen und LesungenStuart/Bogaers 2001, B66
Elektronische RessourcenEDCS-23400640 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417306 (Trismegistos)
Fundort antikGanuenta
Fundort modern Oosterschelde bei Colijnsplaat
VerwahrungMiddelburg, Zeeuws Genootschap, GA 1994-132
InschriftträgerWeihealtar
Material Kalkstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Aufsatzschmuck
Reliefdekor
Rosette
Frucht
Apfel
Nuss
glatt
Beschreibung Objekt

Von dem Weihealtar ist der linke Oberteil erhalten. Die Vorderseite ist teilweise, die Schmalseite komplett verwittert. Die Rückseite ist beschädigt. Der Stein verfügt über eine annähernd quadratische Grundfläche. Erkennbar ist das Gesims, das Aufsatz von Altarkörper trennt. Am Giebel ist Rosettendekor vorhanden. Auf der Oberseite befindet sich eine Anzahl an kleinen Früchten (möglicherweise Nüsse?), die zu einem Haufen getürmt wurden, sowie ein sehr großer Apfel auf der linken Seite.
Auf der erhaltenen Schmalseite ist kein Relief erkennbar (Stuart/Bogaers 2001, 144).

Zustand Objekt größere Fehlstelle/n
MaßeHöhe: 48,0 cm
Breite: 35,0 cm
Tiefe: 34,0 cm
Ikonografiekein Dekor vorhanden
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Inschrift

Da der Stein stark korrodiert ist, sind nur mehr wenige Zeichen in Z.1 lesbar. Es ist allerdings deutlich erkennbar, dass die Z.1 die erste Zeile des oben erhaltenen aber am rechten Rand verlorenen Inschriftenfeldes ist.

Kommentar Götternamen

Nehale…: Rest von Nehalennia oder einer Variante: keltisch; ‚diejenige im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 141; de Bernardo Stempel 2004)

Belegsituation:
Nehalennia (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: der Göttername ist, bis auf wenige Ausnahmen, als dea Nehalennia überaus häufig belegt. So gut wie alle Zeugnisse stammen aus Domburg oder Colijnsplaat.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-419, hdl.handle.net/11471/504.50.419
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0

Bild 1: Stuart/Bogaers 2001, Taf.98, B66, Rechte vorbehalten
Bild 2: Stuart/Bogaers 2001, Taf.116, B66, Rechte vorbehalten