Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


« zur KategoriensucheTEI

Nehalennia

CF-GeI-415

DEAE

NEHALENI

[.]Ẹ [---]

Deae

Nehaleni-

[a]e [---]

CivitasCivitas Frisiavonum
Apparatus criticusZ. 2: denkbar wäre auch Nehaleni(ae)
Übersetzung Deutsch

Für die Göttin Nehalenia!

Übersetzung Englisch

To the goddess Nehalenia!

Autopsienon vidimus
Lesung gründet auf: Stuart/Bogaers
Editionen und LesungenStuart/Bogaers 2001, B61
Elektronische RessourcenEDCS-23400636 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417304 (Trismegistos)
Fundort antikGanuenta
Fundort modern Oosterschelde bei Colijnsplaat
VerwahrungLeiden, Rijksmuseum van Oudheden
Inventarnummeri 1974/9.156
InschriftträgerWeihealtar
Material Kalkstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Aufsatzschmuck
Reliefdekor
Blattdekor
Frucht
Birne
Reliefschmuck
Baum
Beschreibung Objekt

Von dem Weihealtar ist nur der obere Teil erhalten geblieben. Die Oberfläche ist durch Verwitterung besonders in Mitleidenschaft gezogen. Der Aufsatz, den ein vorspringendes Gesims vom Altarkörper trennt, weist den Rest eines mittigen Giebels und seitliche Pulvini auf. Auf der Oberseite liegen in der Mitte die Reste zweier nicht näher bestimmbarer Früchte, sowie eine Birne.

Zustand Objekt größeres Fragment
MaßeHöhe: 21,0 cm
Breite: 25,0 cm
Tiefe: 10,5 cm
Ikonografie

Das Reliefdekor des Aufsatzes ist nicht mehr klar erkennbar. An der Seite ist auch ein Rest des geschuppten Blattdekors der Pulvini nachvollziehbar.
An den Schmalseiten sind Baumwipfel erkennbar, der untere Teil ist verloren (Stuart/Bogaers 2001, 141).

Inschrift

Erhalten ist der obere Teil des Textes.

Technikgemeißelt
Kommentar Götternamen

Nehalenia: Variante von Nehalennia: keltisch; ‚diejenige im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 141; de Bernardo Stempel 2004)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Nehalennia:
- Germania Inferior: Belege sind überaus häufig. Zwei Inschriften stammen aus Köln alle anderen aus Domburg und Colijnsplaat. Die Göttin wird dabei, bis auf wenige Ausnahmen, stets als dea Nehalennia angesprochen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-415, hdl.handle.net/11471/504.50.415
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: Front, Stuart/Bogaers 2001, Taf.96, B61, Rechte vorbehalten
Bild 2: oben, Stuart/Bogaers 2001, Taf.116, B61, Rechte vorbehalten