Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


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Nehalennia

CF-GeI-392

DEAE

N̂EHALEN

Ṇ[---]E

[---]TIV[---]

  5 [---]Ọ [.]E ET

[.]VIS V S L M

Deae

Nehalen-

n[ia]e

[---]TIV[---]

  5 [pr]o [s]e et

[s]uis v(otum) s(ovit) l(ibens) m(erito)

CivitasCivitas Frisiavonum
Apparatus criticusZ. 2: ohne Ligatur – EDH
Übersetzung Deutsch

Für die Göttin Nehalennia!
... hat für sich und die Seinen das Gelübde gerne und verdientermaßen erfüllt.

Übersetzung Englisch

To the goddess Nehalennia!
… has fulfilled a vow willingly and deservedly for himself and his family.

Autopsievidimus (23.5.2019)
Editionen und LesungenStuart/Bogaers 2001, B32
AE 2001, 1485
Elektronische RessourcenHD047367 (Version von 2017-06-12) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-23400615 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/209585 (Trismegistos)
Fundort antikGanuenta
Fundort modern Oosterschelde bei Colijnsplaat
VerwahrungMiddelburg, Erfgoed Zeeland (Zeeuws Archeologisch Depot)
InventarnummerZAD 3134-12
InschriftträgerWeihealtar
Material Kalkstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Frucht
Apfel
Reliefschmuck
Füllhorn
Füllhorn mit Blattkelch
Pinienzapfen
Beschreibung Objekt

Der Weihealtar ist durch Ausbrüche besonders am Altarkörper an der Vorderseite schwer beschädigt. Ecken und Kanten sind bestoßen. Links oben und unten fehlt ein Stück.
Vom Aufsatzschmuck ist nicht mehr viel erhalten. Es gibt keine Giebelspitzen; gut erkennbar ist ein oben in der Mitte liegender Apfel, ansonsten ist die Oberseite bis auf den Rest des rechten Pulvinus ganz flach. Die linke Schmalseite ist ebenfalls schwer beschädigt.

Zustand Objekt weitgehend vollständig
MaßeHöhe: 31,0 cm
Breite: 16,0 cm
Tiefe: 9,5 cm
Ikonografie

Auf der linken Schmalseite ist ein Füllhorn mit Blattkelch dargestellt. Oben und an der rechten Seite ist der Stein bestoßen und abgeschlagen. Das Füllhorn ist gerade, der Blattkelch besteht nur aus einem Blatt. Die Füllung besteht aus einem mittigen Kiefernzapfen und vier Äpfeln.
Auf der rechten Seite ist ein ungefülltes und auch ansonsten unverziertes Füllhorn zu sehen, das entweder misslungen oder aber nicht fertig gestellt worden ist. An der rechten Kante ist das Relieffeld ausgebrochen.

Inschrift

Der Text, der mit größeren Lücken von Anfang bis zum Ende erhalten ist, füllte das Inschriftenfeld nicht völlig aus; unten bleibt ein Freiraum in der Höhe von ca. 2 Zeilen.
Ligatur: s. Majuskeltext

Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe1,5 cm
Kommentar Götternamen

Nehalennia: keltisch; ‚diejenige im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 141; de Bernardo Stempel 2004)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Nehalennia:
- Germania Inferior: Belege sind überaus häufig. Zwei Inschriften stammen aus Köln alle anderen aus Domburg und Colijnsplaat. Die Göttin wird dabei, bis auf wenige Ausnahmen, stets als dea Nehalennia angesprochen.
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-392, hdl.handle.net/11471/504.50.392
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: Front, Stuart/Bogaers 2001, Taf.80, B32, Rechte vorbehalten
Bild 2: rechts, FercanGermaniaInferior, CC BY-NC
Bild 3: links, FercanGermaniaInferior, CC BY-NC
Bild 4: oben, FercanGermaniaInferior, CC BY-NC