Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


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Matronae Renahenae

CF-GeI-280

MAT̂R̂ON̂IS

[.]ENAĤENA

[.]VS · P M

CRESCENS

  5 EX · IM · IP

PR · S · L M

Matronis

[R]enahena-

[b]us P(ublius) M(---)

Crescens

  5 ex im(perio) ip(sarum)

pr(o) s(e) l(ibens) m(erito)

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 5: ex imp(erio) – Nesselhauf-Lieb
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Renahenae!
Publius M… Crescens auf deren Befehl für sich gerne und verdientermaßen.

Übersetzung Englisch

To the Matronae Renahenae!
Publius M… Crescens according to their order for himself willingly and deservedly.

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenNesselhauf-Lieb (1959) 200
Fundort antikBonna
Fundort modern Bonn
Fundstellein der am Hang des Dransdorfer Berges verlaufenden Bonner Straße, nahe ihrer Gabelung in „Dransdorfer Weg“ und die Straße „Auf dem Hügel“
Fundumständebei Kanalisationsarbeiten
Fundjahr1944
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum
Inventarnummer44280
InschriftträgerWeihealtar
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Reliefdekor
Blattdekor
Rosette
Opferschale
glatt
Beschreibung Objekt

Der Weihealtar ist vollständig erhalten, bis auf einen Ausbruch in der oberen Hälfte des Altarkörpers an der linken Kante und eines Ausbruchs an der linken unteren Sockelkante. Der Sockel ist profiliert, ebenso die Aufsatzplatte, auf der ein mittiger Giebel mit Rosettendekor und zwei Pulvini liegen, deren Dekor aufgrund der oberflächigen Bestoßungen nicht mehr erkennbar ist.
In der Literatur sind keine weiteren Angaben zu Reliefschmuck vorhanden.

Zustand Objekt vollständig
MaßeHöhe: 47,0 cm
Breite: 27,5 cm
Tiefe: 15,5 cm
Ikonografie

Angaben zu den Seitenflächen sind in der Literatur nicht vorhanden.

Inschrift

Der Inschriftentext ist abgesehen von einem Ausbruch am linken Rand in Z.1 und 2 vollständig erhalten. Die Buchstabengröße nimmt von oben nach unten deutlich ab.
Ligaturen: s. Majuskeltext – besondere Zeichen: in Z.1 eine Ligatur von T und R mit erhöhtem T (H: 5,2 cm) und eine Ligatur von N und I mit erhöhter rechter senkrechter Haste (H: 5,2 cm); am Ende von Z.2 Reste eines verkleinerten A

Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe2,7–4,2 cm
Notabilia Varia

v.2: „Renahenabus” pro „Renahenis”

Kommentar Götternamen

Renahenae: *renos keltisch für Rhein (Schmidt 1987, 142)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Matronae Renahenae:
- Germania Inferior: Der Name der Matronen ist 2 x belegt. In der hier besprochenen Inschrift kann der erste Buchstabe mit Hinblick auf CF-GeI-281 ergänzt werden.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Crescens: lateinisches Cognomen, äußerst gängiger Name (Kakoschke 2007, CN 954)

ZitiervorschlagCF-GeI-280, hdl.handle.net/11471/504.50.280
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC