Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


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Matronae Gavadiae

CF-GeI-273

MATRON[---]

GAVADIAB[---]

C · CORNEL[---]

PRISCVS [---]

  5 C CORNẸ[---]

Matron[is]

Gavadiab[us]

C(aius) Cornel[ius]

Priscus [et]

  5 C(aius) Corne[lius]

CivitasCCAA
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Gavadiae!
Gaius Cornelius Priscus und Gaius Cornelius.

Übersetzung Englisch

To the Matronae Gavadiae!
Gaius Cornelius Priscus and Gaius Cornelius.

Autopsienon vidimus
Lesung gründet auf: Photo und Clauss
Editionen und LesungenClauss 1976, Nr.13
AE 1977, 553
Elektronische RessourcenHD006154 (Version von 2006-03-29) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-09301115 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/208822 (Trismegistos)
Fundort modern Mönchengladbach
Fundstelleim Münster St. Vitus, im Fundament des Pfeilers II an der Südseite
Fundumständevermauert
Fundjahr1948
VerwahrungMönchengladbach, Museum der Stadt
InschriftträgerWeihealtar
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Reliefschmuck
Baum
Beschreibung Objekt

Es handelt sich um die linke obere Seite eines oben, rechts und unten abgebrochenen Weihaltars. Die Steinoberfläche ist stark beschädigt und verwittert. Von einem Aufsatz ist nichts mehr erkennbar.

Zustand Objekt größere Fehlstelle/n
MaßeHöhe: 40,0 cm
Breite: 32,0 cm
Tiefe: 18,0 cm
Ikonografie

Clauss (1976, 10) beschreibt auf der erhalten gebliebenen linken Schmalseite stilisierte Bäume in Relief.

Inschrift

Der Inschriftentext ist rechts und unten abgebrochen. Z.1 scheint auch ursprünglich die erste Zeile des Textes gewesen zu sein.
besondere Zeichen: Am Anfang von Z.2 findet sich ein verkleinertes V zwischen den beiden A.

Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe4,5–5,0 cm
Notabilia Varia

v.2: „Gavadiabus” pro „Gavadiis”

Kommentar Götternamen

Gavadiae: keltisch (Delamarre 2007, 102); anders: germanisch (Neumann 1987, 119); die Bedeutung des Namens ist bislang unklar (Spickermann 1994, 346).

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Matronae Gavadiae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist 5x gesichert bezeugt.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Gaius Cornelius Priscus: tria nomina
Gaius Cornelius: römisches Namensformular bestehend aus Prä- und Gentilnomen. Das Cognomen ist höchstwahrscheinlich abgebrochen.
Cornelius: italisches Gentilnomen, äußerst gängiger Name (Kakoschke 2006, GN 362)
Priscus: lateinisches Cognomen, überall äußerst gängiger Name (Kakoschke 2008, CN 2454)

ZitiervorschlagCF-GeI-273, hdl.handle.net/11471/504.50.273
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


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