Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


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Matronae Vacallinehae

CF-GeI-251

MATRONIS · VA
CALLINIIHIS · C · P
OMPỊỊỊVS ADI
[---]Ọ SỊỊ
Matronis Va-
callinehis C(aius) P-
ompeius Adi-
[---pr]o se
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 3: Pomilius – Lehner, Alföldy. Der Lesung IIIVS (für EIVS mit sog. gallischem E) ist wegen des Zeichenabstandes zwischen der zweiten und dritten senkrechten Haste, die für ein L keinen Raum lässt der Vorzug zu geben.
Z. 4: [utor pr]o se – Alföldy; noch eine weitere nicht erhaltene Zeile mit [et sius v. s. l. m. ?] – Lehner; [et sius ---] – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Vacallinehae!
Caius Pompeius Adi…

Übersetzung Englisch

To the Matronae Vacallinehae!
Caius Pompeius Adi…

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenCIL XIII 12028
Lehner 1918, Nr.359
Alföldy 1968, Nr.13
Elektronische RessourcenEDCS-12800049 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417143 (Trismegistos)
Fundort modern Bad Münstereifel Nöthen (Pesch), Tempelbezirk (Matronentempel Eifel)
FundstelleHof A
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 25358
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
glatt
Beschreibung Objekt

Erhalten geblieben ist der Oberteil des Altars mit Gesims. Die Steinoberfläche ist abgewittert und teilweise bestoßen. Erkennbar ist die Profilierung des Gesimses. Es wurde eine moderne Standfläche ergänzt.

Zustand Objekt größere Fehlstellen
MaßeHöhe: 17,5 cm
Breite: 27,5 cm
Tiefe: 11,0 cm
Ikonografiein der Literatur weder Ikonographie noch Dekor erwähnt (Lehner 1918, 162)
Zustand Inschriftfeld größere Fehlstellen
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe2,5 cm
Inschrift

Von dem Inschriftentext ist der obere Teil erhalten. Wie weit er sich nach unten fortsetzte bleibt unbekannt. Die Buchstaben sind nicht sehr regelmäßig geformt.
Besondere Zeichen: Statt des üblichen E wird durchwegs II (das sog. gallische E) verwendet. In Z.1 findet sich ein erhöhtes T (H: 3,0 cm).

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Vacallinehae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Matronae Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: häufig bezeugt
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

C. Pompeius Adi…: tria nomina
Pompeius: italisches Gentilmnomen, äußerst gängiger Name (Kakoschke 2006, GN 971)

ZitiervorschlagCF-GeI-251, hdl.handle.net/11471/504.50.251
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC