Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-221

[---]ALLI[---]
[---]alli[---]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [Vac]alli[nehis] – Lehner, Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die ...alli… !

Übersetzung Englisch

To the ...alli… !

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.405
Alföldy 1968, Nr.144
Elektronische RessourcenEDCS-35600104 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 24940
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
menschliche Figur
Götterbild
Beschreibung Objekt

Es handelt sich um ein ringsum abgeschlagenes Fragment. Über dem Inschriftrest sind Reste einer menschlichen Figur zu erahnen: Es handelt sich um zwei Füße und Gewandsaum. Lehner (1918, 174) geht von den Resten einer Matronengruppe aus.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 31,5 cm
Breite: 29,0 cm
Tiefe: 17,5 cm
IkonografieErhalten geblieben sind die Reste von Füßen und von langem Gewand. Eventuell wäre hier eine Matronengruppe zu erwarten, wie bereits Lehner (1918, 174) vermutet. Die Figur wirkt durch den gerade verlaufenen Grat über der Inschrift ein wenig eingetieft, d.h. eventuell handelt es sich um einen Aedicula-Altar. Allerdings lässt die Größe des Fragmentes keine eindeutige Aussage zu.
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe6,5 cm
Inschrift

Die erhaltenen Buchstaben stammen aus der obersten Zeile. Wie weit sich der Text ursprünglich nach links, rechts und unten erstreckte, bleibt offen.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
...alli… ! Rest von Vocallinae oder einer Variante davon: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt. In der hier vorgelegten Inschrift ist die Zuordnung der erhaltenen Reste zu den Vocallinae an diesem Fundort sehr wahrscheinlich. Ob im verlorenen Teil ursprünglich „Matronis“ (oder „Matribus“) stand oder nicht, muss offen bleiben.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-221, hdl.handle.net/11471/504.50.221
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC