Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


« zurück zur KategorieTEI

Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-219

[---]Ṇ̂E˧I[.]
[---]N [.]
[---]nechi[s]
[---]N [.]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [Vacalli]nêhi[s] – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die ...nechae!

Übersetzung Englisch

To the ...nechae!

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenAlföldy 1968, Nr.142
Elektronische RessourcenEDCS-35600102 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 24944
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Es handelt sich um die rechte obere Ecke mit Gesimsrest eines Weihesteins. Aufgrund des Erhaltungszustandes sind keine weiteren Aussagen Form und Gestaltung des Weihesteins betreffend möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 28,0 cm
Breite: 17,0 cm
Tiefe: 14,0 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe5,0 cm
Inschrift

Vom Inschriftentext sind das Ende der ersten und winzige Reste einer zweiten Zeile in der rechten oberen Ecke erhalten.
Ligatur, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: In Z.1 findet sich das Zeichen für den velaren Reibelaut.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
...nechae: Rest einer Variante von Vocallinae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt. Ob in der hier vorgelegten Inschrift vor dem erhaltenen Teil ursprünglich noch „Matronis“ (oder „Matribus“) zu lesen war oder nicht, muss offen bleiben.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-219, hdl.handle.net/11471/504.50.219
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC