Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-197

VACA[---]
˧IS · Ṿ[---]
Vaca[---]-
chis V[---]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: Vaca[lline] – Lehner, Alföldy; vor der ersten erhalten Zeile könnte nach Alföldy noch eine vorhergehende verlorene möglich sein.
Z. 2: his – Lehner, Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die Vaca…chae!

Übersetzung Englisch

To the Vaca…chae!

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.390
Alföldy 1968, Nr.113
Elektronische RessourcenEDCS-35600083 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1916
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 28749
InschriftträgerWeihestein
Material Kalkstein
Archäologische Klassifikation Fragment Reliefschmuck
Pflanzenornament
Beschreibung Objekt

Rechteckiges kleines Fragment, keine Aussagen zu Form und Gestaltung möglich. Laut Literatur (Lehner 1918, 171) soll auf der vorhandenen linken Schmalseite ein kleiner Blattrest erkennbar sein.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 8,5 cm
Breite: 13,5 cm
Tiefe: 7,0 cm
IkonografieAuf der erhaltenen linken Schmalseite soll nach Lehner (1918, 171) ein Blattrest erkennbar sein. Ansonsten ist weder weiteres Dekor noch erkennbare Ikonographie erhalten geblieben.
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Inschrift

Vom Inschriftentext sind die Anfänge von zwei Zeilen am linken Rand erhalten. Ob und wie viele Zeilen davor und danach vorhanden waren, muss offen bleiben.
Besondere Zeichen: in Z.1 Zeichen für den velaren Reibelaut

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Vaca…chae: Rest einer Variante von Vocallinae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt. Ob in der hier vorgelegten Inschrift mit einem nicht erhaltenen „Matronis“ (oder auch „Matribus“) zu rechnen ist, bleibt unbekannt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-197, hdl.handle.net/11471/504.50.197
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC