Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-196

[---]ĈAL
[---]VA
[---]cal-
[---]VA
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [-?- Va]cal – Alföldy
Z. 2: [linehis ---]va – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die ...cal… !

Übersetzung Englisch

To the ...cal… !

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenAlföldy 1968, Nr.112
Elektronische RessourcenEDCS-35600082 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 25007
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Rechter Rand eines Weihesteins, keine Aussagen zu Gestaltung und Form möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 16,5 cm
Breite: 7,0 cm
Tiefe: 10,5 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe4,0–4,5 cm
Inschrift

Vom Inschriftentext sind kleine Reste von zwei Zeilen am rechten Rand erhalten. Z.1 könnte wegen des größeren Freiraums oberhalb auch die ursprünglich erste Zeile gewesen zu sein.
Ligatur, s. Majuskeltext: In Z.1 ist ein kleines A (H: 2,5 cm) in das C eingeschrieben.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

...cal… : Rest von Vocallinae oder einer Variante davon: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt. Ob in der hier vorgelegten Inschrift mit einem nicht erhaltenen „Matronis“ (oder auch „Matribus“) zu rechnen ist, bleibt unbekannt; doch kann es angenommen werden, da das Inschriftenfeld ansonsten außergewöhnlich schmal gewesen wäre.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-196, hdl.handle.net/11471/504.50.196
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC