Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


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Vacallinehae?

CF-GeI-194

[---]CAL[---]
[---]AN̂DV[---]
[---]VSSV [---]
[---]cal[---]
[--- Am]andu[s ---]
[--- ex i]ussu [---]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [-?- Va]cal[linehis] – Alföldy
Z. 2: [Âm]andu[s ex] – Alföldy
Z. 3: [i]ussu [---] – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die ...cal… !
Amandus auf (deren) Befehl

Übersetzung Englisch

To the ...cal… !
Amandus in response to an order

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenAlföldy 1968, Nr.109
Elektronische RessourcenEDCS-35600079 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417622 (Trismegistos)
Fundort modern Bad Münstereifel Nöthen (Pesch), Tempelbezirk (Matronentempel Eifel)
FundstelleHof A
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1916
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 28719
InschriftträgerWeihestein
Material Kalkstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine Aussage zu Form und Gestaltung möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 11,0 cm
Breite: 8,0 cm
Tiefe: 5,0 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe2,5–3,0 cm
Inschrift

Der Inschriftentext ist rundherum abgebrochen. Wie weit er sich ursprünglich nach links und rechts erstreckte und ob und wie viele Zeilen davor und danach vorhanden waren, ist unbekannt.
Ligatur, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: Beim Buchstaben A in Z.1 und 2 fehlen offenbar die Querhasten.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

...cal…: eventuell Rest von Vacallinehae oder einer Variante: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: häufig bezeugt. Eine entsprechende Ergänzung der hier besprochenen Inschrift wird durch den Fundort nahegelegt. Ob im verlorenen Teil „Matronis“ (oder „Matribus“) zu lesen war oder nicht, muss offen bleiben.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matronae Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Amandus: von Alföldy (1968, Nr.109) vorgeschlagene Ergänzung des Dedikantennamens. Lateinisches Cognomen, überall gängiger Name (Kakoschke 2007, CN 146).

ZitiervorschlagCF-GeI-194, hdl.handle.net/11471/504.50.194
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC