Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-190

[---]N̂E˧IS
[---]LIA
[---]AIA
[---]nechis
[---]lia
[---]aia
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [Vacalli]n̂echis – Lehner; [Vacalli]n̂êhis – Alföldy
Z. 2: [---]lis – Alföldy
Z. 3: [---]mia – Lehner
Übersetzung Deutsch

Für die ...nechae!
…lia …aia

Übersetzung Englisch

To the ...nechae!
…lia …aia

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.402
Alföldy 1968, Nr.100
Elektronische RessourcenEDCS-35600071 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: vermauert in Hof A² des Matronenheiligtums gefunden
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 25018
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

quaderförmiges Fragment eines Weihesteins; Überrest des rechten Randes; keine Aussage zu Gestaltung und Aussehen möglich

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 13,5 cm
Breite: 13,5 cm
Tiefe: 8,0 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe3,0 cm
Inschrift

Vom Inschriftentext sind Reste von 3 Zeilen am erhaltenen rechten Rand erhalten. Wie weit sich der Text nach links und unten erstreckte, ist unbekannt. Da der freie Raum oberhalb von Z.1 relativ groß ist, dürfte es sich bei Z.1 um die erste Zeile des ursprünglichen Textes handeln.
Ligatur, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: Z.1: Zeichen für den velaren Reibelaut.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
...nechae! Rest einer Variante von Vocallinae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt. Ob in der hier vorgelegten Inschrift mit einem nicht erhaltenen „Matronis“ (oder auch „Matribus“) zu rechnen ist, bleibt unbekannt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-190, hdl.handle.net/11471/504.50.190
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC