Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-176

[---]ON̂IS
[---]ỊN̂E˧̂I[---]
[Matr]onis
[---]inechi[s]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 2: [Vacall]in̂ei[s] – Lehner; [Vacall]in̂ê[ĥ]i[s – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae …inechae!

Übersetzung Englisch

To the Matronae …inechae!

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.1435
Alföldy 1968, Nr.51
Elektronische RessourcenEDCS-35600034 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden im Matronenheiligtum, beim Abdecken des Platzes vor dem Tempel C
Fundjahr1917
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 29292
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Oberes Fragment eines Weihesteins, Reste der Inschrift sowie des vermutlich ungeschmückten Aufsatzes vorhanden. Aufgrund des Erhaltungszustandes können keine weiteren Aussagen gemacht werden.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 17,5 cm
Breite: 10,5 cm
Tiefe: 8,0 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe3,5 cm
Inschrift

Erhalten sind die rechten Enden der obersten beiden Zeilen des Textes. Der obere und der rechte Rand des Inschriftentextes stehen fest; die Position des linken ist durch die Ergänzung auf „Matronis“ eruierbar. Ob und wie weit sich die Inschrift nach unten fortsetzte ist nicht bekannt.
Ligaturen, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: In Z.1 Ligatur von N und I durch verlängerte rechte Haste des N (H: 4,0 cm), in Z.2 vermutlich das Zeichen für den velaren Reibelaut in Ligatur mit I mit erhöhter senkrechter Haste.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
…inechae: Rest einer Variante von Vocallinae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-176, hdl.handle.net/11471/504.50.176
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC