Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


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Matronae Vacallinehae

CF-GeI-174

[---]NS
[---]EHIS
[Matro]n[i]s
[---]ehis
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: In Z.1 ist, wenn die vorgeschlagene Auflösung zutrifft, eine Ligatur von N und I durch die Bruchstelle nicht mehr sichtbar, so auch Alföldy.
Z. 2: [Vacallin]ehis – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae …ehae!

Übersetzung Englisch

To the Matronae …ehae!

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenAlföldy 1968, Nr.49
Elektronische RessourcenEDCS-35600032 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417576 (Trismegistos)
Fundort modern Bad Münstereifel Nöthen (Pesch), Tempelbezirk (Matronentempel Eifel)
FundstelleHof A
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1916
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 28760
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

kleines Fragment, keine Aussagen zu Form und Gestaltung möglich

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 17,0 cm
Breite: 13,0 cm
Tiefe: 6,5 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe4,0 cm
Inschrift

Erhalten ist das linke Ende der beiden obersten Zeilen in der linken oberen Ecke des Inschriftentextes. Der rechte und obere Rand sind gesichert; die Position des linken kann aufgrund des vermutlich zu ergänzenden „Vacallinehis“ eruiert werden. Ob und wie weit sich die Inschrift nach unten fortsetzte ist unbekannt.
In Z.1 ist mit einer Ligatur von N und I mit erhöhter rechter Haste zu rechnen, die aufgrund des Abbruchs nicht mehr sichtbar ist.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

…ehae: Rest von Vacallinehae oder einer Variante: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Matronae Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist häufig bezeugt. In der hier besprochenen Inschrift ist aufgrund des Fundorts eine Ergänzung auf „Matronis Vacallinehis“ wahrscheinlich.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Vacallinehae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: häufig bezeugt
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-174, hdl.handle.net/11471/504.50.174
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC