Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-162

M̂ÂT VA[---]
Mat(---) Va[---]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: Mat(ronis) Va[callinehis ---]
Übersetzung Deutsch

Für die Mat… Va… !

Übersetzung Englisch

To the Mat… Va… !

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenAlföldy 1968, Nr.37
Elektronische RessourcenEDCS-35600020 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 24917
InschriftträgerWeihealtar
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Aufsatzschmuck
Pflanzendekor
Rosette
Beschreibung Objekt

Das kleine Fragment eines Weihealtars zeigt die obere linke Ecke. Über dem Rest der erhaltenen Inschrift setzt der Aufsatz an, der auf dem Sims die Überreste einer Bekrönung aufweist. Diese bestand wohl aus Pulvini (in der Mitte vermutlich einem Giebel), bei genauerem Hinsehen sind auch noch die Blütenrosetten zu erahnen, die die Pulvini zierten.

Aufgrund des Erhaltungszustandes können keine weiteren Aussagen gemacht werden.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 18,0 cm
Breite: 19,0 cm
Tiefe: 14,0 cm
IkonografieDer Aufsatz dürfte mit Pulvini zu beiden Seiten bekrönt gewesen sein. Diese dürften frontal eine Rosette als Dekor besessen haben. Weiteres Dekor bzw. Ikonographie sind nicht vorhanden.
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe3,0 cm
Inschrift

Vom Inschriftentext ist nur der Anfang der ersten Zeile erhalten.
Ligaturen, s. Majuskeltext

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
Va… : Rest einer Variante von Vocallinae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-162, hdl.handle.net/11471/504.50.162
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC