Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-157

M̂ATRON̂IS
[.]ACAL̂IN
Matronis
[V]aca[l]lin
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: M̂atron̂i[s] – Lehner, Alföldy
Z. 2: [V]acâ[l]l̂in̂[e] – Alföldy; das zweite A war wohl mit L ligiert, was zwar durch den Abbruch nicht mehr sichtbar ist, doch deutet der größere Abstand zum nächsten Buchstaben darauf hin.
Z. 3: [ehis ---] – Lehner; [his ---] – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Vacallin… !

Übersetzung Englisch

To the Matronae Vacallin… !

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.387
Alföldy 1968, Nr.32
Elektronische RessourcenEDCS-35600015 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden im Matronenheiligtum, in Hof A
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 25357
InschriftträgerWeihealtar
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Von dem Weihealtar ist nur der Aufsatz mit dem vorspringenden Gesims und der obere Teil des Altarkörpers erhalten geblieben. Keine weiteren Aussagen zu Gestaltung und Form möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 20,0 cm
Breite: 28,0 cm
Tiefe: 11,0 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Inschrift

Erhalten sind die ersten beiden Zeilen des Textes. Unten – in Z.2 – bricht der Stein ab.
Ligaturen, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: In Z.1 findet sich eine Ligatur von N und I mit verlängerter rechte Haste des N, am Ende der Zeile ein kleines S, in Z.2 offenbar eine Ligatur von A und L (aus dem Buchstabenabstand zu schließen) und eine Ligatur von L und I mit verlängerte senkrechter Haste.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
Vacallin… : Rest einer Variante von Vocallinae:; die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-157, hdl.handle.net/11471/504.50.157
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC