Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-149

M̂ÂṬ V̂A[---]
N̂E˧̂IS [---]
CA S[---]
Mat(---) Va[---]
nechis [---]
ca s[---]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: M̂a(tronis) Va[calli] – Lehner, Alföldy
Z. 2: n̂êĥis [---] – Alföldy
Z. 3: Cas[…..], – Lehner, Alföldy; möglicherweise das nomen gentile Cassius oder ein cognomen – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die Mat… Va…nechae!
…ca s…

Übersetzung Englisch

To the Mat… Va…nechae!
…ca s…

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.379
Alföldy 1968, Nr.22
Elektronische RessourcenEDCS-35600010 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden in Hof A des Matronenheiligtums
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 24 994
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Der Weihestein ist in längsrechteckiger Form ohne Sockel und oberen Abschluss erhalten. Keinerlei nähere Ausführungen zu Form und Gestaltung möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 39,5 cm
Breite: 14,5 cm
Tiefe: 10,0 cm
Ikonografiekein Dekor erhalten
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe4,0–4,5 cm
Inschrift

Der Text füllt das Inschriftenfeld nicht aus (unter dem Text bleibt ein Freiraum). Erhalten ist jedoch nur der linke untere Teil des Inschriftenfeldes. Oben ist der Stein abgebrochen, doch liegt es aus inhaltlichen Gründen nahe anzunehmen, dass Z.1 auch ursprünglich die erste Zeile war.
Ligaturen, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: In Z.2 findet sich das Zeichen für den velaren Reibelaut in Ligatur mit einem I mit verlängerter senkrechter Haste (H: 5,0 cm).

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
Va…nechae: Rest einer Variante von Vocallinae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt. In der hier vorgelegten Inschrift ist eine Ergänzung auf „Matronis“ aufgrund der vor Ort überaus häufig belegten Matronae Vocallinae sehr naheliegend.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-149, hdl.handle.net/11471/504.50.149
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC