Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


« zurück zur KategorieTEI

Matres/Matronae Vocallinae

CF-GeI-146

[---]ONIS
[---]NE˧̂IS
[---]VS
[Matr]onis
[---]nechis
[---]us
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 2: [Vacalli]neis – Lehner; [Vacalli]nêĥis – Alföldy
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae …nechae!
… us …

Übersetzung Englisch

To the Matronae …nechae!
… us …

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.392
Alföldy 1968, Nr.20
Elektronische RessourcenEDCS-35600008 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleBad Münstereifel-Nöthen (Pesch)
Umstände: gefunden in Tempel C des Matronenheiligtums
Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, 25 356
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Reliefschmuck
Ruder
Beschreibung Objekt

Der Weihestein ist in einem kleinen rechten Randfragment erhalten, an dem noch Überreste eines Dekors erkennbar sind (Alföldy 1968, 37 spricht von Resten eines „Zierrates“). Über weitere Gestaltung oder Form des Weihesteins ist keine Aussage möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 29,0 cm
Breite: 27,0 cm
Tiefe: 7,0 cm
IkonografieAn der rechten Seite ist der Überrest eines Dekors in flachem Relief auszumachen, der in der Literatur nicht näher beschrieben wird. Der vorhandene Rest hat Ähnlichkeit mit dem Steuerruder der Fortuna.
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe4,0–4,5 cm
Inschrift

Vom Inschriftentext ist ein Fragment am rechten Rand erhalten. Ob und wie viele Zeilen davor und danach vorhanden waren, ist unbekannt. Doch kann aus inhaltlichen Gründen angenommen werden, dass Z.1 die erste Zeile der ursprünglichen Inschrift darstellt.
Ligatur, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: In Z.2 findet sich das Zeichen für den velaren Reibelaut in Ligatur mit einem I mit erhöhter senkrechter Haste (H: 5,5 cm).

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
...nechae: Rest einer Variante von Vocallinae: die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144)

Belegsituation:
Matronae Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Matres Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- Außerhalb der Germania Inferior: -
Vocallinae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist überaus häufig bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-146, hdl.handle.net/11471/504.50.146
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC