Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior


« zurück zur KategorieTEI

Matronae/Matres? Vacallinehae

CF-GeI-140

ṂA[---]

V̂ACA[---]

Q · A[---]

IDṚ[---]

Ma[---]

Vaca[---]

Q(uintus) A[---]

IDR[---]

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: Ma[tronis] – Lehner, Alföldy, AE, EDH
Z. 2: Vaca[llinehis] – Lehner, Alföldy, AE, EDH; ohne Ligatur – AE, EDH
Übersetzung Deutsch

Für die Ma… Vaca… !
Q(uintus) A…

Übersetzung Englisch

To the Ma… Vaca… !
Q(uintus) A…

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.1436
Alföldy 1968, Nr.1
AE 1968, 328
Elektronische RessourcenHD014372 (Version von 2015-05-4) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-09701593 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/208966 (Trismegistos)
Fundort modern Bad Münstereifel Nöthen (Pesch), Tempelbezirk (Matronentempel Eifel)
FundstelleGebäude D
Fundjahr1917
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum
Inventarnummer29294
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Das linke obere Randfragment ist erhalten. Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine Beschreibung von Form und Gestaltung möglich. Nach Alföldy (1968, 34)ist das Oberteil heute verloren.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 21,5 cm
Breite: 12,5 cm
Tiefe: 15,0 cm
Ikonografie

kein Dekor erhalten

Inschrift

Vom Inschriftentext ist lediglich der linke Rand erhalten. Da die Reste von Z.1 vermutlich zu „Matronis“ zu ergänzen sind, dürfte in Z.1 die erste Zeile des Textes zu sehen sein. Die Ausdehnung der Inschrift nach rechts kann mit der Länge der Wörter „Matronis“ in Z.1 und „Vacallinehis“ in Z.2, da diese eventuell abgekürzt waren, schwer abgeschätzt werden. Wie weit sich der Text nach unten fortsetzte bleibt unbekannt.
Ligatur: s. Majuskeltext

Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe3,7–4,0 cm
Kommentar Götternamen

Vaca…: Rest von Vacallinehae oder einer Variante: Die Etymologie weist auf Waldgottheiten hin: ‚die unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilenden‘ (vgl. de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 144).

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Matronae Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist häufig bezeugt. Für die hier vorgelegte Inschrift wird die Zuordnung zu Matronae Vacallinehae aufgrund der großen Anzahl von Zeugnissen der Gottheiten am gleichen Fundort sehr wahrscheinlich, doch könnte „Ma[---]“ auch auf „Matribus“ ergänzt werden.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matres Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- außerhalb der Germania Inferior: -

Vacallinehae:
- Germania Inferior: häufig bezeugt
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-140, hdl.handle.net/11471/504.50.140
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC