Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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Matres Arsacae

CF-GeI-126

MA[---]
AR[---]
SVC[---]
CRI[---]
Ma[---]
Ar[---]
Suc[---]
Cri[---]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: Ma[tronis] – Galsterer/Galsterer 1983, Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012, Thomas, Kakoschke
Z. 2: [.]ar[---] – Galsterer/Galsterer 1983; [M]ar[sacis ?] – Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012, Thomas; Ar[sacis] – Kakoschke
Z. 3: Suc[cessius ?] – Galsterer/Galsterer 1983, Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012; Suc[cessus?] – Kakoschke
Z. 4: Cri[spinus ?] – Galsterer/Galsterer 1983, Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012, Thomas; Cri[spi fil(ius) l(ibens) m(erito)?] – Kakoschke; eine zusätzliche Zeile 5 mit [v(otum) s(olvit) ?] – Galsterer/Galsterer 1983, Galsterer/Galsterer 2010, KIK 2012, Thomas
Übersetzung Deutsch

Für die Ma… Ar…!
Succ…. Cri…

Übersetzung Englisch

To the Ma… Ar… !
Succ…. Cri…

Autopsienon vidimus
Lesung gründet auf: Photo
Editionen und LesungenGalsterer/Galsterer 1983, Nr.7
Galsterer/Galsterer 2010, Nr. 150
KIK 2012, Nr. 660
Thomas 2014, 147 Nr.50
Kakosche 2016 AdEp VI, Nr. 2
Elektronische RessourcenEDCS-47600192 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
Fundort antikCCAA
FundstelleSt. Kunibert
Umstände: Streufund
Fundjahr1978
VerwahrungKöln, Römisch-Germanischen Museum, 78,213 a
InschriftträgerWeihealtar
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Die linke Seite des Altars ist erhalten. Unten sind Reste eines abgeschlagenen Sockels erkennbar. Der Aufsatz schließt mit einem leicht profilierten Gesims an das Inschriftenfeld an. Ob die Seiten gerahmt waren, kann aufgrund des Erhaltungszustandes nicht gesagt werden. Aufgrund der Beschädigung sind keine genauen Aussagen zu Form und Gestaltung zu treffen.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 65,0 cm
Breite: 15,0 cm
Tiefe: 13,0 cm
IkonografieDekor am Aufsatz vorhanden, aber nicht eindeutig erkennbar. Könnten auch Abarbeitungsspuren sein.
Zustand Inschriftfeld kleineres Fragment
Technikgemeißelt
Inschrift

Vom Inschriftentext ist nur ein schmaler, 2–3 Buchstaben breiter Streifen am linken Rand erhalten. Da die oberste und unterste Zeile erfasst sind, wird deutlich, dass das Inschriftenfeld nur in der oberen Hälfte ausgefüllt war.

Datierung175–225
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
Ar… : Rest von Arsacae: vermutlich eine Variante des nicht belegten Aresacae und somit Zugehörigkeitsbeiname zum keltischen Stamm der Aresaces (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 145)

Belegsituation:
Matres Arsacae: (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist nur 1x gut bezeugt (CF-GeI-124). In der hier besprochenen Inschrift ist „Ma[---]“ wohl auf „Ma[tribus]“ zu ergänzen, da in (CF-GeI-124) Matres Arsacae belegt sind. Mit dem Gottheitsdeterminativ Matronae ist der Göttername dagegen bisher nicht bezeugt. Auch in einer weiteren Inschrift hat man vorgeschlagen, Reste der Nennung von Matres Arsacae zu finden (CF-GeI-125).
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Suc[---] / Cri[---]: sind mit einiger Sicherheit als Reste des Dedikantennamens zu verstehen. Vorgeschlagen wurden Successius Crispinus und Successus Crispi filius.

ZitiervorschlagCF-GeI-126, hdl.handle.net/11471/504.50.126
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: EDCS-47600192 (RGM Köln), Rechte vorbehalten
Bild 2: Kakosche 2016, Nr.2, Rechte vorbehalten