Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum


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(Matres vel Matronae) Albiahenae

CF-GeI-12

ALBIA˧̂EN[---]
MACRÎN[---]
[---]V+[---]
Albiachen[is]
Macrin[ius/ia]
[---]V+[---]
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 3: … ve … – Lehner
Übersetzung Deutsch

Für die Albiachenae!
Macrinius/Macrinia …

Übersetzung Englisch

To the Albiachenae!
Macrinius/Macrinia …

Autopsievidimus (CIL XIII Projekt)
Editionen und LesungenCIL XIII 7935
Lehner 1918, Nr.255
Elektronische RessourcenEDCS-11100161 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
FundstelleOberelvenich, im sog. Heidenfelde
Umstände: gefunden gemeinsam mit CF-GeI-11, CF-GeI-13, CF-GeI-18 | für das Museum angekauft, keine genauen Hinweise zu Fundort und Fundjahr
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum, U 38
InschriftträgerWeihestein
Material Sandstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Pflanzendekor
Reliefschmuck
Perlstab
Beschreibung Objekt

Rechteckiges Bruchstück eines Weihesteins. Die obere Abgrenzung von Inschriftenfeld zu Aufsatz wurde durch ein Sims getrennt – es ist unklar, ob darüber eine plastische Darstellung folgte oder einfaches Dekor des Aufsatzes. Weitere Ausgestaltung des Weihealtars unklar. Zwischen Inschrift (nicht gerahmtes Inschriftenfeld) und Gesims findet sich ein Perlstabrest.

Zustand Objekt größeres Fragment
MaßeHöhe: 40,0 cm
Breite: 40,0 cm
Tiefe: 19,0 cm
IkonografieKeine vorhandene Ikonographie. Der Aufsatz zeigt Überreste eines Reliefdekors, genaue Art jedoch unklar.
Zustand Inschriftfeld größeres Fragment
Technikgemeißelt
Inschrift

Vorhanden sind Teile der ersten drei Zeilen des Inschriftentextes. Darunter ist er abgebrochen. Z.1 ist offenbar von ihrem linken Zeilenanfang an erhalten (nach linker Volute? am Aufsatz).
Ligaturen, s. Majuskeltext. – Besondere Zeichen: in Z.1 ein Zeichen für den velaren Reibelaut in Ligatur mit E; in Z.2 eine Ligatur von I und N mit Verlängerung der linken senkrechten Haste.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Keltisches Element:
Albiachenae: Variante – mit Notierung „˧“ des velaren Reibelauts – von Albiahenae: keltisch germanisches Kompositum, ‚die zur diesseitigen Welt Gehörigen‘ (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 142)

Belegsituation:
Albiahenae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: maximal 4x belegt (CF-GeI-11 bis CF-GeI-13 und CF-GeI-18. In einem Fall (CF-GeI-18) ist vor dem Götternamen noch Platz, wo vielleicht Matronae aber auch Matres ergänzt werden könnte. Die Variante mit Notierung "˧“ des velaren Reibelauts ist nur 1x, in dieser Inschrift, belegt. Alle Zeugnisse stammen aus Oberelvenich.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Macrinius bzw. Macrinia: italisches Gentilnomen oder einheimisches Pseudogentilnomen abgeleitet vom lateinischen Cognomen Macer/Macrinus; hauptsächlich in den germanischen Provinzen und der Belgica belegt (Kakoschke 2006, GN 706).

ZitiervorschlagCF-GeI-12, hdl.handle.net/11471/504.50.12
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0


Bild 1: CIL XIII Projekt, CC BY-NC