Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

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Genius Varneni

CF-GeI-102

G · VARNE
NI · C · P · S
G(enio) Varne-
ni C(aius) P(---) S(---)
CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: Varne(no) – EDH
Z. 2: n(on)i – Gutenbrunner; ni(?) – EDH; C B S – Gutenbrunner
Übersetzung Deutsch

Für den Genius Varneni!
Gaius P(…) S(…)

Übersetzung Englisch

To the Genius Varneni!
Gaius P(…) S(…)

Autopsienon vidimus
Lesung gründet auf: Gose
Editionen und LesungenRiese 1914, Nr.3541
Finke 1927, Nr.260
Gutenbrunner 1936, 72
Gose 1955–1956, 171
AE 1958, 13
Cabuy 1991, 222, Nr.2
Elektronische RessourcenHD019630 (Version von 2006-05-10) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-11201977 (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/209124 (Trismegistos)
Fundort antikVarnenum?
Fundort modern Aachen
FundstelleKornelimünster, Tempelbezirk
Umstände: mit zwei weiteren Bronzetäfelchen (CF-GeI-103 und AE 1958, 14) gefunden
Verwahrungehemals Aachen, Reiff-Museum (seit dem 2. Weltkrieg verschollen, laut EDH); Abguss im RLM Bonn (Inv.Nr. 21242), 21242
InschriftträgerBronzetäfelchen
Material Bronze
Archäologische Klassifikation tabula ansata
Beschreibung Objekt

Es handelt sich um eine kleine Bronzetafel in Form einer tabula ansata, die wohl auf einer Weihegabe angebracht war. Das Täfelchen weist rundherum kleinere Beschädigungen auf.

Zustand Objekt vollständig
MaßeHöhe: 4,0 cm
Breite: 7,6 cm
Tiefe: - cm
Ikonografiekein Dekor vorhanden
Zustand Inschriftfeld unklar
Inschrift

Der Text des heute verlorenen Stückes scheint vollständig zu sein.

Datierung150–250
Kommentar Götternamen

Varnenum: Ortsname (heute: Kornelimünster), Grundlexem dürfte keltisch sein, vermutlich Zusammenhang zum Etymon für ‘schützen, Schutzwall’ (de Bernardo Stempel in Spickermann 2005, 141f.)

Belegsituation:
Genius Varneni (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist nur in dieser Inschrift bezeugt.
- Außerhalb der Germania Inferior: -

Siehe auch den Götternamen Varneno

Kommentar allgemein

Die drei einzelnen Buchstaben in Z.2 sind wohl die Anfangsbuchstaben des Namens des Dedikanten, was aber letztlich eine Vermutung bleiben muss.

ZitiervorschlagCF-GeI-102, hdl.handle.net/11471/504.50.102
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0

Bild 1: Gose 1955-56, 171, Rechte vorbehalten