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EPSG 775

Inschrift:
Transkription:
1-15: Die letzte Zeile ist etwas vom text oben abgerückt.1Dis (hedera) Manibus
2Q(uinti) Volusi(i) Sp(uri) f(ilii) Lem(ona) Anthi
3parvolus incremio comunis forte parentis
4dum ludit fati conruit invidia
5nam trucibus iunctis bubus tunc forte noveli
6ignarum rector propulit orbe rota hedera
7Maestus uterque parens postquam miserabile
8funus fecit inferis munera suma dedit
9hunc antho tumulum male deflorentibus
10annis propietate pai composuere suo
11Q(uintus) Volusius Q(uinti) l(ibertus) Anthus pater fecit sibi et
12Siliae (mulieris) l(ibertae) Feliculae conìugi sanctissumae
13Volusiae Q(uinti) f(iliae) Nice Q(uinto) Volusio Q(uinti) f(ilio) Antho
14Siliae (mulieris) l(ibertae) Nice C(aio) Silio Antho
15in fr(onte) p(edes) VI hedera in ag(ro) p(edes) [. .].
Übersetzung:Den göttlichen Manen des Quintus Volusius Anthus (geweiht), Sohn eines unbekannten Vaters, aus dem Stimmbezirk Lemonia.
Während der Kleine im Schoß der gemeinsamen Mutter (= der Erde) spielte, fiel er dem Neid des Schicksals zum Opfer.
Denn mit schrecklichen (unter dem Joch) verbundenen Ochsen führte der Lenker den Ahnungslosen damals durch plötzlichen Zufall mit dem Kreis seines Rades nieder.
Nachdem beide Eltern trauernd das bejammernswerte Begräbnis gemacht hatten, erfüllten sie den Unterirdischen die höchste Verpflichtung.
Diesen Hügel errichteten sie dem ihnen Gleichen, ihrem Anthus, dem die Jahre so rasch verblüht sind, in frommem Gedenken.
Quintus Volusius Anthus, der Freigelassene des Quintus, der Vater, machte es für sich und Silia Felicula, die Freigelassene einer Frau, seine hingebungsvollste Gattin, und für Volusia Nice, die Tochter des Quintus, Quintus Volusius Anthus, den Sohn des Quintus.
An der Stirnseite 6 Fuß, ins Feld 3+einhalb Fuß.
Kommentar:Der Vater des Knaben, der beim Spielen von einem Ochsenfuhrwerk nieder geführt worden war, dürfte zum Zeitpunkt der Geburt des Knaben noch nicht freigelassen worden sein, denn der Vater wird zunächst als unbekannt angeführt, aber das Grab errichteten beide Elternteile.
Sprache:Latein
Gattung:Grabinschrift
Beschreibung:Marmorplatte mit profilgerahmtem Inschriftenfeld.
Datierung:unsicher
Herkunftsort:Rom
Fundort (historisch):RomDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in Pleiades.
Fundort (modern):RomDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in GeoNames.
Aufbewahrungsort:Rom, Museo Vaticano
Konkordanzen:CIL 14, 01808 (p 482)
CLE 01059
Huebner 1121
Abklatsch:
EPSG_775A
Aufbewahrung:gerahmt
Zustand:gut erhalten
Farbe:braun
Impressum:
Herausgeber:Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Karl-Franzens-Universität Graz
Datenerfassung:Ingrid Weber-Hiden
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Universität Graz
Rechte:Creative Commons BY-NC-SA 4.0
Permalink:http://gams.uni-graz.at/o:epsg.775
Handle:hdl.handle.net/11471/504.40.732