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EPSG 38

Inschrift:
Transkription:
1: nicht am Abklatsch, da auf der Gesimsleiste.1[I(ovi) O(ptimo) M(aximo)]
2pro salut^e d(omini) n(ostri)
3: I verkleinert; Eradierung von [An[toni]]3M(arci) A^ur^eli(i) [[An[toni]]]-
4: erstes I in Pii, L und G verkleinert4[ni] Pii Felicis A^ug(usti)
5: T am Zeilenende verkleinert5L(ucius) Sep^t(imius) Const-
6: beide I und das O am Zeilenende verkleinert6an^tinus op^tio
7spei leg(ionis) II
8: O verkleinert8Adi(utricis) p(iae)^f(idelis) An^ton-
9: M verkleinert9iniana^e v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
10: Eradierung von [imperatore Antonino]].10[[Imp(eratore) Antonino]]
11[[et]] A^dv^en^to co(n)s(ulibus).
Übersetzung:Dem besten und größten Juppiter (geweiht) für das Heil unseres Herrn, des pflichtewußten, glückhaften und erhabenen Kaisers Marcus Aurelius Antoninus hat Lucius Septimius Constantinus, Optio, mit der Anwartschaft auf einen höheren Dienstgrad, aus der 2. Legion Adiutrix Pia Fidelis Antoniniana, sein Gelübde gern und wie es der Gott verdient hat eingelöst. Unter dem Konsulat des Kaisers Antoninus und des Adventus.
Kommentar:Mit unserem Herrn war vermutlich Caracalla gemeint, über den die damnatio memoriae ausgesprochen wurde.
Die legio II pia fidelis Antoniniana bezog seit traianischer Zeit das Militärlager von Aquincum.
imperatore Antonino]: Elagabal (Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus) übernahm nach der Beseitigung des Macrinus im Juni 218 dessen Konsulat (vgl. Herodian. 5,4,5ff.; Cass. Dio 78,38ff.; 79,8,1ff.). Sein Name wurde nach seinem Tod eradiert.
Adventus: Marcus Oclatinius Adventus war der Konsul des Jahres 218 n. Chr.
Sprache:Latein
Gattung:Weihinschrift
Beschreibung:Altar aus Kalkstein. Das Kapitell besitzt eine Bekrönung mit Akroteren. Basis und Kapitell sind an den Ecken bestoßen, die rechte Ecke des Kapitells fehlt. Das Schriftfeld ist stark beschädigt, die Inschrift aber nahezu vollständig erhalten.
Maße:Höhe: 80 cm
Breite: 39 cm
Tiefe: 25 cm
Zeilenhöhe:Zeile 1–3: 3 cm, Zeile 4–9: 3,5 cm, Zeile 10: 2 cm
Datierung:3. Jh.n.Chr.: 218 n. Chr. wegen Konsuldatierung.
Herkunftsort:Aquincum
Fundort (historisch):AquincumDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in Pleiades.
Fundort (modern):BudapestDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in GeoNames.
Aufbewahrungsort:Budapest, Magyar Nemzeti Múzeum, Depot, Inv.Nr. 85.1865.6
Konkordanzen:CIL 03, 03445
D 02442
TitAq -01, 00097
UBI ERAT LUPA 9613
Huebner 576
Literatur:Desjardins, Budapest, Nr. 25.
Szabó, Tituli Aquincenses I 2009 Nr. 97.
Abklatsch:
EPSG_38
Aufbewahrung:Kasten
Zustand:gut erhalten
Farbe:grau
Impressum:
Herausgeber:Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Karl-Franzens-Universität Graz
Datenerfassung:Ingrid Weber-Hiden
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Universität Graz
Rechte:Creative Commons BY-NC-SA 4.0
Permalink:http://gams.uni-graz.at/o:epsg.38
Handle:hdl.handle.net/11471/504.40.343