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EPSG 295

Inschrift:
Transkription:
1D(iis) M(anibus)
2Habìbi Annu-
3bathi f(ilius) Pal-
4murenus v(ixit) an(n)ìs
5XXXII m(ensibus) V d(iebus)
6XXI fecit heres
7: ist in palmyrenischer Kursivschriftform verfaßt. Interpunktation vorhanden. Auffallend besonders die Worttrennung in Z. 1-4 aus weitausladenden geschwungenen Linien in S-Form.7frater
8(titulus palmyrenus): monumentum Habibi filii
9Malku Anubath heu!
Übersetzung:Den göttlichen Manen des Palmyreners Habibi, Sohn des Annubathis (geweiht), der 32 Jahre 5 Monate 21 Tage lebte. Der Erbe (und) Bruder hat (das Grabmal) geschaffen. / (in palmyr. Schrift): Grabmal des Habibi, Sohn des Annubathis.
Kommentar:Grabinschrift in Latein und Palmyrenisch für den Palmyrener Habibi. Das Nabatäische ist vom Reichsaramäischen abgeleitet, weist dann eigene Prägung und Entwicklung auf. Seit Ende des 3. Jhs n. Chr. setzte sich der ursprünglich arabische Dialekteinschlag (der arab. Nabatäer) als eigenständige Sprache durch. Im Schriftbild wird das Nabatäische von einer Kursiven bestimmt. Inschriften reichen vom späten 2. Jh. v. Chr. bis ins 3. Viertel d. 4. Jhs n. Chr. Nur wenige Papyri und Ostraka sind gefunden worden, über eine nabatäische Literatur ist nichts bekannt.
Sprache:Latein
Gattung:Grabinschrift
Beschreibung:Marmorstele mit bilinguer Inschrift. Die Stele hat an der Außenkante eine vertiefte Rille als Rahmen und ist oben wellenförmig abgeschlossen. Ein extrem schmales geschwungenes Blatt steht zwischen D und M.
Maße:Höhe: 54 cm
Breite: 25 cm
Tiefe: 5 cm
Zeilenhöhe:2-3 cm
Datierung:2.-3. Jh.n.Chr.: 2. Jhd. n. Chr. Fabiani, Bull. Arch. Com. Roma, 6, 1878, 153-161, Abb. XI.
Herkunftsort:Rom
Fundort (historisch):RomDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in Pleiades.
Fundort (modern):RomDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in GeoNames.
Geschichte:Im Weingarten der Corsi an der Via Appia gefunden.
Aufbewahrungsort:Rom, Museo Capitolino, Inv.Nr. NCE 718
Konkordanzen:CIL 06, 19134
CIS -02-03, 03905
Literatur:Fabiani, Bull. Arch. Com. Roma, 6, 1878, 153-161, Abb. XI.
Fabiani, Bull. Arch. Com. Roma, 1878, 272-274.
Litzbarski, Handbuch der nordsemitischen Epigraphik, 481, Taf. XLI, 1.
Equini-Schneider, Palmireni a Roma, 61-66.
Suppl. It. Imagines 150-151 Nr. 279.
Abklatsch:
EPSG_295
Aufbewahrung:Kasten
Zustand:leicht beschädigt
Farbe:hellbraun
Impressum:
Herausgeber:Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Karl-Franzens-Universität Graz
Datenerfassung:Ingrid Weber-Hiden
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Universität Graz
Rechte:Creative Commons BY-NC-SA 4.0
Permalink:http://gams.uni-graz.at/o:epsg.295
Handle:hdl.handle.net/11471/504.40.253