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EPSG 1077G

Inschrift:
Transkription:
1-9: Die Inschrift besteht aus einer Einleitung, die den Geehrten nennt, sowie aus zwei Epigrammen, bestehend aus jeweils zwei Distichen.1Χαρμαντίδου Γοργίας Λεοντῖνος.
vacat
2τὴμ μὲν ἀδελ̣ὴν Δηϊκράτης τὴγ Γοργίου ἔσχεν,
3ἐκ ταύτης δ’ αὐτ̣ῶι γίγνεται Ἱπποκράτης,
4Ἱπποκράτους δ’ Εὔμολπος̣, [ὃς εἰ]κόνα τήνδ’ ἀνέθηκεν
5δισσῶν παιδείας κ[α]ὶ φιλί[ας ἕ]νεκα.
vacat
6Γοργίου ἀσκῆσαι ψυχὴν ἀρετῆς ἐς ἀγῶνας
7οὐδείς πω θνητῶν καλλίον’ ηὗρε τέχνην·
8οὗ καὶ Ἀπόλλωνος γυάλοις εἰκὼν ἀνάκειται
9οὐ πλούτου παράδειγμ’, εὐσεβίας δὲ τρόπων.
Übersetzung:"Gorgias von Leontinoi, Sohn des Charmantidas.
Die Schwester des Gorgias hatte Deikrates zur Frau, diese gebar ihm Hippokrates. Hippokrates' Sohn aber, Eumolpos, hat dieses Bildnis als Weihegeschenk aufgestellt um zweierlei: der Erziehung und der Freundschaft wegen.
Die Seele zu üben im Wettstreit der Tüchtigkeit, erfand kein Mensch je eine schönere Kunst als Gorgias; er hat auch in den Tälern Apollons ein Bildnis gewidmet, nicht als Beweis seines Reichtums, sondern seiner frommen Gesinnung".
(Üs.: Scholten, Die Sophistik, p 71)
Kommentar:Das Ehrendenkmal für den Sophisten Gorgias erwähnt auch Pausanias (VI 17,7).
Zur Person des Gorgias siehe Scholten, Die Sophistik, p 64-73!
Zur Statue des Gorgias in Delphi, auf die das 2. Epigramm Bezug nimmt, siehe IvO 293 (c 417-418)!
Sprache:Griechisch
Gattung:Ehreninschrift
Beschreibung:Bathron aus schwarzem Kalkstein; unprofiliert. Der Stein ist stark verwittert und von Rissen durchzogen, die Schrift folglich schwer erkennbar.
Maße:Höhe: 44 cm
Breite: 60 cm
Tiefe: 60 cm
Zeilenhöhe:1-1,5 cm
Datierung:400-350 v.Chr.: "vierte Jahrhundert vor Christus" IvO 293 (c 416); "IV saeculi ineuntis" Kaibel 875a; "ca. 400-350" CEG-02, 00830.
Herkunftsort:Olympia
Fundort (historisch):OlympiaDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in Pleiades.
Fundort (modern):OlympiaDer Link verweist auf den Normdateneintrag des Ortes in GeoNames., nordöstlich der Nordostecke des Zeustempels
Aufbewahrungsort:Olympia, Museum, Inv.Nr. 101
Konkordanzen:IvO 293
Kaibel 875a
CEG -02, 00830
Literatur:H. Scholten, Die Sophistik. Eine Bedrohung für die Religion und Politik der Polis? Berlin 2003.
Abklatsch:
EPSG_1077G
Aufbewahrung:Kasten
Zustand:stark beschädigt
Farbe:grau
Anmerkungen:Der Abklatsch ist vergilbt, an manchen Stellen durchlöchert, an den Rändern zerknittert, die Inschrift kaum lesbar.
Impressum:
Herausgeber:Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Karl-Franzens-Universität Graz
Datenerfassung:Christian Wallner
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities, Universität Graz
Rechte:Creative Commons BY-NC-SA 4.0
Permalink:http://gams.uni-graz.at/o:epsg.1077g
Handle:hdl.handle.net/11471/504.40.61