Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Konfirmierter Bischof Christoph IV., Seckau

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Kleines Siegel

Datierung: 1544-05-12

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Wappensiegel
Avers-Bildinhalt
Heraldische Beschreibung:Das Siegel zeigt einen Schild der Frührenaissance, geviert (1) und (4) in Rot eine aus dem Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger (Bistum Seckau), (2) in Gold eine aufgerichtete rot gezungte schwarze Bracke mit goldenem Halsband (Stammwappen Pottwein), (3) gespalten, vorne dreimal geteilt von Blau und Silber, hinten ledig von Rot (Stammwappen Lamberg); mit Initialen.
Transkription
Aufschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Transliteration:C(hristoferus) | • C(onfirmatus) • I(n) • E(piscopatum) • | S(eccoviensis)
Übersetzung:Christoph konfirmiert im Bischofsamt von Seckau
Materialität
Form:rund
Maße:19 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:mäßige Wachsverformungen, leichte Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Konfirmierter Bischof

Christoph IV. von Lamberg der Diözese Seckau

1541-09-12 bis 1546

Christoph von Lamberg wurde am 29.10.1536 zum Koadjutor des Seckauer Bischofs bestellt. Nach seiner Nomination zum Bischof durch den Salzburger Administrator Ernst von Bayern am 12.9.1541 bezeichnete er sich stets nur als "konfirmiert zum Bischof von Seckau", empfing also wie Ernst die Bischofsweihe offenbar nicht. Er resignierte im Jahr 1546.

Aufbewahrungsort:

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv

AUR 1544 V 12

Urkunde, 1544-05-12, Wasserberg

Weitere Siegel:se-59
Literatur

Karl Amon, Art. Lamberg, Christoph Freiherr von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 401f.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 3: 1452–1584. MStLA 50/51 (2001) 184, 186, 212f.

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648–1803 hg. Erwin Gatz (Regensburg 2007) 524.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz